Hund beibringen Spielpartner nach Größe zu wählen?

  • Guten Morgen!


    Ich habe einen Husky Rüden namens Epic, er ist 1 Jahr alt und ich habe ihn vor einem Monat von einem Züchter übernommen. Er war vorher bei einer Familie, aber ein Kind war allergisch und so musste er zurück.


    Da Epic noch nicht auf den Rückruf hört gehen wir gerne auf eine Hundespielwiese, damit er frei herumlaufen kann. Das hat die letzten drei Wochen toll geklappt. Er hat viel gespielt und war danach auch immer k.o.


    Leider ist am Freitag was Doofes passiert. Epic hat mit einem kleinen Maltesermädchen gespielt, sie haben jagen gespielt und Epic wollte spielerisch nach der kleinen schnappen. Er hat sie dummerweise leicht erwischt am Bein, so dass es ein bisschen geblutet hat. Es war nicht schlimm, nur eine äußerliche kleine Verletzung. Aber die Besitzerin des anderen Hundes war total wütend und meinte, dass mein Hund gefährlich sei für kleine Hunde.


    Ich habe ihr dann erklärt, dass das Blödsinn ist und es ein Versehen war, weil Epic im Spielmodus war.


    Naja, egal. Auf jeden Fall mache ich mir jetzt doch ein wenig Sorgen. Auf der Spielwiese sind öfter kleine Hunde und es ist noch nie etwas passiert davor.


    Die Besitzerin des anderen Hundes hat jetzt überall auf der Wiese herumerzählt, dass mein Hund böse sei und ich fühle mich dort nicht mehr willkommen, was mich traurig macht, da ich dort immer nette Gespräche geführt habe.


    Ich werde dort nicht mehr hingehen, es gibt ja noch andere Hundespielwiesen.


    Aber meine Frage ist ob ich Epic verbieten sollte mit kleinen Hunden zu spielen? Er ist einfach ein Tollpatsch und wenn er im Spielmodus ist, passt er nicht so gut auf und ich möchte nicht, dass er nochmal einen Hund erwischt.


    Falls ja, wie kann ich ihm das beibringen, dass er nur mit den Großen spielt? Er hört nicht auf mich, also abrufen kann ich ihn nicht, wenn er zu einem kleinen hinläuft. Gibt es einen Trick, wie ich ihm beibringen kann zu unterscheiden?


    Einfach laut nein rufen, wenn er zu einem kleinen hinmöchte? Ihn immer wieder einsammeln und wegzerren?


    Ich finde schon, dass Besitzer/innen von kleinen Hunden damit rechnen müssen, dass auch große Hunde auf Spielwiesen sind und diese manchmal etwas grober sind und die Verletzungsgefahr größer ist. Aber ich weiß, dass ich schuld bin wenn etwas passiert, daher möchte ich auf Nummer sicher gehen.

  • Leider ist am Freitag was Doofes passiert. Epic hat mit einem kleinen Maltesermädchen gespielt, sie haben jagen gespielt und Epic wollte spielerisch nach der kleinen schnappen. Er hat sie dummerweise leicht erwischt am Bein, so dass es ein bisschen geblutet hat. Es war nicht schlimm, nur eine äußerliche kleine Verletzung. Aber die Besitzerin des anderen Hundes war total wütend und meinte, dass mein Hund gefährlich sei für kleine Hunde.


    Ich habe ihr dann erklärt, dass das Blödsinn ist und es ein Versehen war, weil Epic im Spielmodus war.

    Da hat sie leider Recht. Ich wäre auch ausgeflippt. Unabhängig davon, dass ich persönlich Hundeausläufe total überflüssig finde - insbesondere für Hunde, die nicht hören (was ich da leider häufig mitbekomme, weil es die einfachste und bequemste Methode ist seinen Hund, der nicht hört, auszupowern).


    Es ist nicht tollpatschig, andere Hunde zu beißen. Als tollpatschig würde ich es höchstens bezeichnen, wenn dein Hund über den Malteser gestolpert wäre oder am Eingang gegen einen Pfosten gelaufen wäre. Das war kein Spielmodus sondern ein Jagdmodus. Dein Hund ist auch zu alt um "spielerisch nach anderen Hunden zu schnappen". Wobei ich auch nicht verstehe, wieso man seinen kleinen Hund aus so einer Lage nicht befreit. Aber da wäre ich wieder bei Hundeausläufen. Es muss doch rein optisch schon völlig klar sein, dass ein Husky und ein Malteser ein ziemlich ungleiches Kräfte- und Größenverhältnis haben.


    Er hört nicht auf mich, also abrufen kann ich ihn nicht, wenn er zu einem kleinen hinläuft.

    Wieso gehst Du überhaupt in irgendwelche Freiläufe, wenn der Hund noch gar nicht hört? Es ist völlig kontraproduktiv für Euer weiteres Übungsprogramm. Ganz besonders für den Rückruf.


    Ich finde schon, dass Besitzer/innen von kleinen Hunden damit rechnen müssen, dass auch große Hunde auf Spielwiesen sind und diese manchmal etwas grober sind und die Verletzungsgefahr größer ist.

    Das Zauberwort heißt hier "Rücksichtnahme". Auf beiden Seiten. Das gilt auch auf den Spaziergehrouten und eigentlich überall, wo sich fremde Hunde begegnen.


    Ich würde wirklich ganz dringend erst einmal den Rückruf üben und deinem Hund Futter für den Kopf geben. Außerdem gibt es einige körperliche Beschäftigungsmöglichkeiten für Huskys & Co (Da können hier sicher die Besitzer solcher Hunde noch viele Ideen einbringen). Mit einem Jahr kannst Du auch anfangen das Fahrrad einzubeziehen.

  • Guten Morgen.


    Zuerst einmal: bitte übe den Rückruf und bitte besuche jetzt nicht einfach "eine andere Hundespielwiese".


    Solche Plätze sind die Tore zur Hölle, weil so oft genau das passiert, wie Du es beschreibst.

    Menschen lassen Hunde jeden Charakters einfach rumlaufen, quatschen derweil und sind dann überrascht, wenn etwas passiert.

    Ohne dabei gewesen zu sein, kann niemand sagen, ob es wirklich ein einvernehmliches Spiel war (ich glaube eher nicht, denn Hund merkt schon, was er da mit seinen Zähnen tut).


    Du hast den Hund seit einem Monat, noch dazu am Beginn seiner Pubertät und er hört nicht. Dieser Hund gehört erst einmal gesichert, erzogen und nicht zum "spielen" auf eine Hundewiese.


    Falls ja, wie kann ich ihm das beibringen, dass er nur mit den Großen spielt? Er hört nicht auf mich, also abrufen kann ich ihn nicht, wenn er zu einem kleinen hinläuft. Gibt es einen Trick, wie ich ihm beibringen kann zu unterscheiden?

    Tu Dir und dem Hund den Gefallen: Sucht Euch einen Trainer. Du hast da eine Hausnummer an Hund (Hast Du Dich mal mit der Rassebeschreibung befasst?) und das kann Euch so dermaßen um die Ohren fliegen. Du kannst von Glück sagen, wenn die Besitzerin des kleinen Hundes Dich nicht anzeigt.

    Ein Hund der nicht hört gehört nicht in den Freilauf. Punkt.


    Meine Hunde sind selbst "Kaliber" und ich käme nicht auf die Idee, sie mit so kleinen Hunden "rennen und fangen spielen" zu lassen. Die müssen ja nur blöd drüber laufen, weil bremsen schwierig ist.



    Ich finde schon, dass Besitzer/innen von kleinen Hunden damit rechnen müssen, dass auch große Hunde auf Spielwiesen sind und diese manchmal etwas grober sind und die Verletzungsgefahr größer ist. Aber ich weiß, dass ich schuld bin wenn etwas passiert, daher möchte ich auf Nummer sicher gehen.

    Und das ist einfach unverschämt. Sorry.

    Genau solche Halter machen es uns Großhundbesitzern unnötig schwer.

    Nein. Der Kleinhundhalter ist nicht dafür verantwortlich, dass DEIN Hund sich benimmt. Das ist Deine Aufgabe.

    Und niemand muss "damit rechnen", dass ein großer Hund den Kleinen einfach verletzt.


    Schön, dass Du einsiehst, dass es dann Deine Schuld ist, aber das hilft dem kleinen Hund dann u.U. nicht mehr.

    Also bitte: Leine dran, Rückruf üben. Und vor allem einen Trainer suchen.

    Nach 4 Wochen halte ich es für nicht möglich, dass Du den Hund schon so gut lesen kannst (vor allem nach Deiner Schilderung hier).


    Trotzdem liebe Grüße!

  • Es ist saugefährlich, was du da machst.

    Du kannst keinen Husky, den du offensichtlich null kontrollieren kannst, einfach auf eine Hundespielwiese werfen und dann darauf hoffen, dass schon nix passiert.

    Im Normalfall können Hunde ihre Zähne sehr gut kontrollieren und wenn der kleine Hund verletzt ist, wollte dein Hund den wahrscheinlich verletzen.

    Darf ich fragen, wieviel Hundeerfahrung du hast?

    Ich meine, könntest du überhaupt Spielverhalten und Jagdverhalten unterscheiden? Wenn dein Husky bei anderen, kleinen Hunden ins Jagdverhalten kippt, ist es nur eine Frage der Zeit bis du für einen schwerverletzten oder toten Kleinhund verantwortlich bist.

    Ich würde diese Hundewiesen an deiner Stelle meiden und anfangen, mit dem Husky ernsthaft an einer soliden Grunderziehung zu arbeiten und ihn rassegerecht auslasten, z.B. indem ich Ziehen am Rad oder sowas aufbaue.

    Hol dir jemanden, der dir dabei fachkundig hilft.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Im Leben hat die Kleine nicht "jagen gespielt". Gejagt hat DEIN Hund. Sie war die Beute in Panik

    Denk ich auch.

    Als Halterin von der Kleinen wär ich da aber schon viel eher ausgeflippt.

    Da war (wahrscheinlich) auf beiden Seiten nicht alles ganz richtig - oder Unaufmerksamkeit.

  • Erinnert gravierend an diesen Fall:


    Gast106801
  • Falls ja, wie kann ich ihm das beibringen, dass er nur mit den Großen spielt? Er hört nicht auf mich, also abrufen kann ich ihn nicht, wenn er zu einem kleinen hinläuft

    Indem du ihn nicht zu Kleinen hin laufen lässt und wenn er nicht hört muss eine Leine dran bzw. sind Hundewiesen (finde ich persönlich eh Schrott) zu meiden.

    Wir haben hier im Ort auch viele Zwerge und mein Hund hat eine Vorliebe für Kleine. Allerdings sind mir seine 17 Kilo für eben mal zu spielen schon zu viel. Er hat "Vooooorsichtiiig" gelernt und so werden die auch begrüßt.

    Ich finde schon, dass Besitzer/innen von kleinen Hunden damit rechnen müssen, dass auch große Hunde auf Spielwiesen sind und diese manchmal etwas grober sind und die Verletzungsgefahr größer ist

    Sorry, aber diese Einstellung geht gar nicht! Die kleinen Hunde haben genauso ein Recht dort zu sein wie die Großen. Da ist gegenseitige Rücksichtnahme gefragt und das kann man nicht einfach laufen lassen nach dem Motto: Der Stärkere gewinnt.

    Stell dir mal vor du wärst der Besitzer eines kleinen Hundes, würdest du auch nicht prickelnd finden oder?!

  • Wahrscheinlich hast du ein Bild im Kopf - hervorgerufen durch unzählige Bilder und Videos von "spielenden" Hunden - das nichts, aber auch gar nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat.

    Wie die Vorredner schon geschrieben haben, eine "Hundespielwiese" ist eher eine Hundemobbingwiese. Nur leider merken das die meisten Hundehalter nicht, die tratschen in einer Ecke und gucken wenn überhaupt nur mit verklärtem Blick zum Hund - der spielt doch so schön....... Nein, der spielt nicht, die Hunde jagen, mobben (oder werden gejagt) und probieren u.a. alles aus, was genetisch in ihnen steckt.


    Hier in der Nähe gibt es auch so eine Hundewiese, da war letztes Jahr immer eine junge Frau mit einer jungen (8-9Mon)Huskyhündin. Manchmal geh ich mit meinem Hund für 10Min dorthin, damit er schnüffeln kann - wenn es zu voll ist, drehen wir wieder ab. Und ich weiß noch,wie besagte Huskyhündin andere Hunde dauernd gejagt hat und die rumstehenden Hundehalter fanden es toll, wie alle so schön spielen :wallbash:

    Damals habe ich im Gehen zu einer anderen HH gesagt "hoffentlich geht das gut"....... einige Zeit später sprach mich ebendiese Frau an und erzählte, daß ein paar Tage nach meiner Bemerkung die Huskyhündin einen Yorkie gejagt, gepackt und geschüttelt hat : Yorkie schwerst verletzt.


    Wirklich erfahrene Hundehalter wirst du auf diesen Hundwiesen nicht finden, egal was sie dir von 30Jahren Hundeerfahrung erzählen. Die meisten können ihre und auch fremde Hunde nicht lesen, sehen jagen als Spiel und sind völlig erschüttert "hat er noch nie gemacht" wenn ihr Liebling dann doch mal zupackt.

    Und gerade Huskys sind nun mal u.a. ausgemachte Jäger, egal was dir erzählt wurde.


    Such dir jemanden, der dir zeigt wie du deinen Hund trainierst und mach dir vielleicht mal Gedanken um eine zukünftige Auslastung des Huskys. Nur Gassi an der Leine ist für diese Hunde nämlich nichts - und die wenigsten Huskys kann man frei laufen lassen.

  • Indem du ihn nicht zu Kleinen hin laufen lässt und wenn er nicht hört muss eine Leine dran bzw. sind Hundewiesen (finde ich persönlich eh Schrott) zu meiden.

    Ich würd sogar so weit gehen, zu trainieren, dass er überhaupt nicht einfach so auf irgendeinen Hund (egal welche Größe) zurennt oder jagt ...

    Unsere Lucy ist ja auch eher so Marke Dampfwalze. Ihren Freund den Mops begrüßt sie immer sehr vorsichtig und mit Respekt. "Gespielt" wird, indem sie sich auf den Boden legt und ihn mit der Nase anstupst und danach wird zusammen geschnüffelt.

    Rennspiele (vor allem einseitig) sind oft nur Stressabbau.

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