Ausserfamiliäre Sozialkontakte bei Mehrhundehaltung

  • ...weil ich gerade an anderer Stelle über eine ähnlich formulierte Aussage gestolpert bin.


    Muss auch bei Mehrhundehaltung zwangsläufig regelmäßiger Kontakt zu anderen Hunden gewährleistet sein?


    Mein Rüde ist grundsätzlich bei fremden Hunden sehr gestresst, bei bekannten ist es ok, aber ich habe nicht das Gefühl, dass er viel Wert darauf legt.


    Mit unserer Hündin ist er ein Herz und eine Seele. Sie kuscheln, spielen, toben, schnüffeln und erkunden gemeinsam, sind ein wirklich harmonisches Team. Ehrlich gesagt war das für uns der Hauptgrund für einen Zweithund.


    Wie unumgänglich ist es da, dennoch ständig andere Hunde zu treffen?

  • Gast100992

    Hat den Titel des Themas von „AUSSERFAMILIÄRE sozialkontakte bei Mehrhundehaltung“ zu „Ausserfamiliäre Sozialkontakte bei Mehrhundehaltung“ geändert.
  • Finde, es kommt auf den jeweiligen Hund an :ka:


    Dexter trifft immer mal gerne andere, nette Hunde und interagiert mit ihnen. Aber halt nicht wahllos, er hat bestimmte Vorlieben.

    Er darf daher unter gewissen Umständen auch mal an der Leine Kontakt aufnehmen und strahlt dann auch ohne aufzudrehen.


    Max dagegen findet es komplett unnötig, er braucht das nicht, er möchte das nicht.

    Er kann aber durchaus auch problemlos mit anderen Hunden spazieren gehen, wenn ich das einfordere. Er ist dann halt mit seinen Dingen beschäftigt.

    Aber würde er es entscheiden dürfen, müssten sich alle fremden Hunde verfatzen |)

  • Also Rocky ist da wie Max. Es ist ok, wenn wir mit bestimmten anderen Hunden (unter Umständen auch fremden) unterwegs sind, solange man ihn sein Ding machen lässt. Aber deutlich glücklicher wirkt er ohne das alles.

  • Wenn's dem Hund keinen Mehrwert bringt (und das tut es ja nicht wenn's nur stresst) dann kann (nicht muss) man sich meiner Meinung nach Kontakte mit Fremdhunden komplett sparen.

    Das gilt für mich auch selbst dann, wenn man einen Einzelhund hat.


    Balin war so und abgesehen von eher seltenen Treffen mit ihm gut bekannten Hunden hab ich ihm alle anderen Kontakte so gut es eben geht erspart. An seiner Sozialverträglichkeit (die OK war) hat's nichts verändert, er war deswegen auch nicht aufgeregter bei Hundebegegnungen, oder hatte offensichtlich was vermisst.

    Sein Leben ist ohne fremde Hunde einfach deutlich entspannter verlaufen, warum also hätte ich ihm welche aufzwingen sollen ...nur weil alle Welt sagt das Hunde unbedingt regelmäßige Hundekontakte brauchen ?

  • Muss auch bei Mehrhundehaltung zwangsläufig regelmäßiger Kontakt zu anderen Hunden gewährleistet sein?

    "Muss" nicht, nein. Es gibt Hunde, die davon profitieren und es gibt Hunde, die damit einfach Stress haben.


    Bonny z. B. braucht den Kontakt zu anderen Hunden nicht unbedingt. Es gibt einige wenige Hunde, die sie so sympathisch findet, dass sie von selbst Kontakt aufnimmt und wie ein Fangirl um "ihren" Hundeschwarm rumwuselt, aber das kam in den letzten Jahren vielleicht 2x vor und da waren es jeweils große Hunde - die waren von Bonnys spontaner Verliebtheit aber eher sehr irritiert und wussten nix mit dem Kleinteil anzufangen :lol:


    Masha braucht den Kontakt auch nicht so wirklich, glaub ich. Sie geht zwar interessiert auf andere Hunde zu und lässt sich gerade bei den Jungspunden gerne mal auf ein Spielchen ein, zeigt viel Geduld und kommuniziert klar, wenns ihr reicht ... aber meistens läuft sie dann lieber in der Gruppe mit, behält selbige im Auge und macht nebenbei ihr Ding.


    Dino hat früher sehr vom Hundekontakt profitiert und dann auch gerne mit seinen Freundinnen gespielt. Auch mit ein, zwei befreundeten Rüden. Inzwischen ist er älter und spielt nicht mehr so oft mit seinen Hundefreunden, wohl auch, weil der MK dabei stört :ka: Genauso wie Masha läuft er lieber mit, allerdings ist er mit großen Hundegruppen und Rüden-Junghunden überfordert. Wir haben in unserer Dorfgassigruppe zwei junge Dalmatiner-Rüden, mit denen er sich quasi ständig in den Haaren hat - deshalb nehm ich ihn nicht mehr mit, wenn wir mit der Gruppe laufen. Das ist für ihn einfach viel zu viel Input, zu viele Hunde auf einmal; da wirft er sehr schnell die Nerven über Bord und hat dann auch wirklich gar nichts davon außer Stress und Frust.

    Also geh ich lieber gezielt mit seinen Hundefreunden spazieren, das bereitet ihm dann deutlich mehr Freude und auch Spaß.


    Ich finde, es ist wirklich kein Muss, den eigenen Hunden dann auch noch zusätzlichen Kontakt zu ermöglichen. Hier ist es einfach so, dass ICH mich mit anderen Hundehaltern und deren Hunden treffe, weil ICH das will. Und dann kommt eben der Hund mit, der mit der Konstellation am kompatibelsten ist. Dino z. B. kommt nicht mehr mit, wenn wir mit einem anderen intakten Rüden spazieren gehen, da kommts häufig zu Stress und Knatsch. Gehen wir dagegen mit freundlichen, verspielten Hündinnen spazieren, kommt Dino mit.


    Ist's ein Hund, bei dem sich der Besitzer nicht sicher ist, wie er den Hund einzuschätzen hat, kommt Masha mit. Die ist souverän, ruht in sich, kommuniziert sauber, klar und deutlich und lässt sich auch nicht von anderen Hunden aus der Ruhe bringen. Dadurch kann ich dem unsicheren Halter dann auch erklären, wie und warum sein Hund gerade (re)agiert.


    Ist's ein Hund, der ähnlich schreckhaft und vorsichtig ist wie Bonny, kommt eben Bonny mit.


    Da ist's mMn Sache des Halters, die Bedürfnisse seines Hundes zu erkennen und entsprechend die Möglichkeit zur Erfüllung anzubieten. Ein konkretes "Muss" gibt's da in meinen Augen gar nicht, das ist schlussendlich alles abhängig vom Hund alleine.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Es MUSS meiner Meinung nach keinesfalls.

    Unsere Hunde haben auf komplett fremde Hunde gar keine Lust, genauso wenig auf spontane Kennenlernen unterwegs.


    Gerne mögen sie es aber Hundefreunde zu treffen, die sie gut kennen oder zb den Hund meines Bruders (wobei das schon wieder fast Familie ist, auch wenn wir uns nur alle paar Monate mal sehen)

  • Als ich noch alle drei bei mir hatte, hatte ich nie den Eindruck, dass sie "Sozialkontakte" zu fremden Hunden vermissten. Alte Bekannte, jo, das ging - aber so komplett Fremde, nö. Der Dackel und der Gos waren da noch am ehesten bereit mal kurz "Hallo" zu sagen (aber mehr eben auch nicht), Joey war da eher wenig entspannt und der Meinung, ihm reichen die anderen Beiden komplett aus. Auch als er später "Einzelhund" war, hat er sehr wenig wert auf "Kontakt" mit anderen Hunden gelegt - je älter er wurde, desto weniger.


    Kommt wohl tatsächlich auf den jeweiligen Hund an.


    Mit Ben geh ich so 1x die Woche ins Gruppentraining, da hat er dann Kontakte genug - der ist aber auch noch im Spielalter und bisher noch Einzelhund.

  • Wenn der Hund es mag (also wirklich), dann spricht nix dagegen. Mag er es nicht, egal wieso, spricht alles dagegen ;)


    Pan fand Fremdhundkontakte lange toll. Er hatte da Spass und hat es genossen. Mittlerweile will er es nicht mehr. Er ist im Alter unsicherer geworden. Ich vermute es kommt durch seinen Zustand (es geht ihm gut, aber er ist einfach aelter und damit kommen die ersten Zipperlein).

    Die Malis wollen keinen Kontakt, Thema Ende. Ausnahme ist Anansi. Die findet fremde Hunde (noch) toll und darf daher Kontakt haben, wenn der andere Hund passt.



    Mach es einfach von deinem Hund (und dem Fremdhund natuerlich) abhaengig und nicht von irgendeinem 'muss/darf nicht'

  • Hier gibt es im Alltag keine Fremdhundkontakte. Das hat bisher alle nur gestreßt. Sie waren und sind nicht unbedingt unfreundlich aber sie legen halt auch keinen Wert drauf. Was anderes sind die Hunde von Freunden, da ist besonders ein Rudel mit denen es einfach super harmonisch ist weil Fraule und Hunde so ticken wie wir. Man sagt sich Hallo und dann geht man gemeinsam seiner Wege als wären die immer zusammen. Da hatte nichtmal Farinelli Probleme und hat sich sogar immer drauf gefreut. Allerdings hat ihn da auch echt niemand bedrängt. Mal schauen wie diese Bande auf Dori demnächst reagiert aber wahrscheinlich auch mega gelassen

  • Mein Junghund hat noch ziemlich viel Bock auf zocken mit anderen Hunden, die anderen beiden vorhandenen sind für ihn keine passenden Spielpartner. Da lasse ich passende Kontakte gerne zu. Weil er sehr groß und wild ist, muss ich da aber schon gucken was passt.


    Die beiden Kleinen sind auch problemlos verträglich, machen aber meist ihr Ding. Wir gehen gerne mit Hundefreunden zusammen eine Runde und haben in unserem täglichen Gassigebiet ein paar Bekanntschaften, wo Kontakt erlaubt ist.

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