Unsicherheit mit neuem (überdrehtem) Welpen

  • Hat das Hundekind denn was zum Knabbern?


    Ich habe ja in dem Alter immer Riesenknochen gegeben.

    Und Schrubber und Kehrbesen waren auch hoch im Kurs.

    Ich hab das einfach weggenommen, was sie nicht sollten. Diese vielen Neins, kennen meine gar nicht.

  • Langstrumpf


    Naja, die Box soll ja auch zum Stubenreinheitstraining benutzt werden. Sie soll sich dann ja melden wenn sie muss, und bei offener Tür kann sie ja auch einfach raus und irgendwo hinpiseln.

    Außerdem soll sie ja in aufgedrehten Momenten z.B. in der Box dann Ruhe finden, oder auch für's Autofahren muss die Box dann zu sein.

    Ich plane nicht, eine Box permanent zu nutzen, aber ich würde sie schon ganz gerne am Anfang für das Training nutzen, da es wohl doch viele Vorteile bietet.

    Ich werde jetzt aber wieder langsam rangehen, und die Tür immer offen lassen bis sie wirklich gerne Zeit in der Box verbringt. Habe einfach zu wenig Geduld gehabt..


    Ja, das mit der Dusche war ein Reinfall. Brauche einfach einen abnehmbaren Duschkopf. Bis dahin ist wohl ein Eimer oder dergleichen die bessere Alternative.

    Ich habe das wohl zu simpel gesehen. Dachte hey, sie ist so verfressen, ich mache einfach vorsichtig die Dusche an dass es nur tröpfelt, hebe sie rein, fütter sie schön dabei, und mache dabei die Pfoten sauber. Aber das ist ja komplett anders gelaufen als geplant. Wer weiß, vllt hätte es ja sogar funktioniert, wenn ich einen abnehmbaren Duschkopf gehabt hätte.. ich denke das laute Tropfen von oben hat ihr am meisten Angst gemacht, es hallt ja im Bad auch noch mehr.

    Der Staubsauger ist auch noch ein Monster für sie. Musste gestern saugen, und habe auf Entfernung die kleinste Stufe angemacht gehabt (war gestern). Sie ist sofort ängstlich ins andere Zimmer gelaufen und hat sich unterm Tisch versteckt. Kein Leckerli oder freudiges Rufen konnte sie bewegen zu kommen.

    Erst als der Staubsauger einige Minuten lief, konnte ich sie mit Leckerlis locken, sogar ins Gleiche Zimmer wie der Staubsauger. Aber wehe ich habe den Staubsauger aus, und dann wieder angemacht. Das erneute Hochfahren hat sie wieder verjagt. Habe sie dann im andern Zimmer gelassen, und auf niedriger Stufe nur das eine Zimmer gesaugt. Da wollte ich sie natürlich zu nichts zwingen. Ich denke und hoffe mal, dass das in Ordnung war.

    Werde das dann in Zukunft einfach immer wieder so wiederholen, bis sie sich dem laufenden Staubsauger nähern kann ohne Angst zu haben, und auch das Anschalten nicht mehr als Bedrohung empfindet.

  • Mehrhund


    Ja, ich habe einen Kaustab. Den findet sie aber nicht immer besonders toll, ist halt recht hart. Sie liebt die Abwechslung, mal weicher Teppich, mal verschiedene Arten Holz, oder auch mal das Plastik am Schreibtischstuhl.

    Ihr Seil ist auch noch eine Alternative die sie zum Kauen mag, aber das mache ich nicht allzu gerne, es soll ja eher als Spieli verwendet werden.

    Ich hatte Schweinedärme gekauft noch als essbares Kaufmaterial, allerdings sind diese lange nicht so haltbar wie gehofft. Ich dachte, dass sie da zumindest ein paar Minuten kauen kann, aber nach 10-30 Sekunden hat sie ne kleine Stange verschlungen, also schon fast mehr Leckerli als Kauartikel. Denke, da muss ich mir mal ne Alternative zulegen..


    Die "Neins" sollte ich womöglich reduzieren. Ich wollte halt "Nein" als Abbruchsignal etablieren, und gleichzeitig einfach einen "Tonträger" haben, wie ich einen tieferen Grummelton (wie anknurren) simulieren kann.

    Aber nungut, bringen tut es nicht wirklich was. Ich werde jetzt auch häufiger wortlos die Aufmerksamkeit ablenken, oder sie abhalten von bestimmten Dingen. Und das grummelige "Nein" nur in bestimmten Situationen verwenden. Denke das ist auch definitiv eine Sache die ich falsch gemacht habe.

  • An Tag 3 nach Welpeneinzug lieg ich mit den Teilen noch fast 24/7 irgendwo am Sofa rum.


    Und ich mach mit Welpen viel. Aber für mich kommen Deine Texte nach der 8 Wochen Hund hat Programm für seit nem Monat da rüber.


    Da ist Überdrehtheit halt nicht verwunderlich.

  • pinkelpirscher


    Ja glaube ich.. Sie ist halt mein erster Hund. Leider kann ich echt total schlecht einschätzen, ob ich sie in bestimmten Situationen unter- oder überfordere.

    Als Beispiel: Sie wacht auf, ich gehe mit ihr kurz raus. Will eigentlich wieder rein, aber sie schnüffelt, und läuft etwas herum. Also lasse ich sie machen. Es waren dann z.B. nur 15 Minuten wo sie etwas Bewegung hatte, also spiele ich mit ihr drinnen ein bisschen. Dann wird sie sehr stürmisch, kaut auf Dingen herum, und steigert sich hinein. Eine Überdrehtheitsphase also.


    Als ich den Namen etwas üben wollte (weil sie ja eben so viel Energie scheinbar hat), habe ich zum Teil nicht nur Leckerlis, sondern auchmal so gelobt, und dann mit ihr kleine kurze Raufspiele gemacht, wo sie auch mal knabbern durfte. Da ist sie dann auch schnell in die Überdrehtheit abgedriftet, natürlich von mir angestiftet in so einem Moment.


    Mir kommt es oft einfach so vor, als ob die Kleine die Beschäftigung und Bewegung braucht. Ist ja nicht so, als ob ich sie ne Stunde am Stück auf Trab halte und permanent fordere. Einfach nur hier etwas laufen, da kurz zerren, dann liegt sie wieder 10 Minuten, dann hier nochmal rufen. Und so wie ich es gehört habe ist das schon zu viel für eine "Wachheitsphase", aber ich kann das in dem Moment einfach total schlecht abschätzen. Sie ist oft auch so überdreht direkt nach dem Aufwachen, läuft und sträunt rum, sucht sachen, und da will ich sie ja beschäftigen, da ist sie ja auch unterfordert und braucht etwas input weil ihr verständlicherweise langweilig ist.


    Also, soll keine Rechtfertigung sein, will nur meinen Gedankengang schildern. Wie gesagt, einfach schwer für mich das einzuschätzen wann man sie einfach mal in Ruhe lässt und Ruhe einfordert, und wann und wie lang am Stück sie auch mal aktiv sein soll.

    Ich hoffe ich finde da die richtige Balance.



    Bisher war ich auch noch nicht spazieren mit ihr. Irgendwie komme ich dazu garnicht. Ich gehe mit ihr raus in den Garten zum lösen, dann fängt sie oft schon an zu schnüffeln, suchen, knabbern, dann spielt man hier man kurz, und dann will ich sie jetzt nicht noch rausschleppen, eben um genau zu lange Phasen zu verhindern.

    Dazu kommt, dass ich auch mit dem Leinenumgang total unsicher bin. Bisher hatte ich sie noch nie an der Leine, außer die Hausleine die ab und zu mal rumschleift. Geschirr und Halsband sind aber schon eingewöhnt, die stören sie eigentlich garnicht mehr.

    Wollte morgen aber mal eine kleine Runde, bzw. zumindest ein kleines kurzes Kennenlernen des "Draußens" wagen.

    Aber bin echt noch unentschlossen wie ich es mache. Ich wohne zwar auf dem Land, aber an der Straße, auch beim auf- und abgehen muss ich sie ja an die kürzere Leine nehmen. Und da wird sie natürlich permanent ziehen und zerren. Wie ich damit umgehe weiß ich echt noch nicht.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Also, man „muss“ nie staubsaugen, man möchte :smile: . Mit einem Welpen, der das vom Züchter her nicht kennt, hätte ich da noch ein wenig gewartet, aber das ist auch sehr individuell und Deine Wünsche sind natürlich auch wichtig. Was ich aber nicht machen würde: Den Hund zum Staubsauger zu locken. Das ist viel zu viel in der kurzen Zeit, in der er da ist.


    Wenn Du prinzipiell was „Schönfüttern“ willst, dann setzt Du den Reiz immer nur kurz und in für den Hund akzeptablen Abstand und bestätigst für ruhiges Verhalten. Hieße: Staubsauger kurz an, während Hund im anderen Raum ist, Bestätigung, wenn der Hund nicht erschrocken reagiert und Staubsauger wieder aus. Ende. Am nächsten Tag gleiches Spiel. Und dann nach und nach Abstände verkürzen und Zeiten ausdehnen.


    Ansonsten ist es sinnvoller, das ohne Gewese und Gedöns einfach zu tun und dem Hund gestatten sich zurück zu ziehen.


    Bei all den Sachen, die Du verbietest: Du brauchst nicht zu befürchten, dass es immer und ewig so bleibt, wenn Hund es nicht in den ersten Tagen lernt, es zu lassen. Und Schummeln ist gerade in der Anfangszeit erlaubt: Wo auch immer es geht, würde ich Sachen einfach aus Welpenreichweite bringen oder verdecken, an denen er Interesse hat und die er nicht benagen soll. Karton um Stuhlbeine, Schüsseln auf dem Tisch aus der Reichweite geschoben, die Zipfel von Tischdecken auf den Tisch und unter einen Untersetzer geklemmt … Das ist ne Phase, die geht vorüber.


    Mit Box arbeite ich nicht, ist ein umstrittenes Thema. Als Hilfsmittel für die Stubenreinheit finde ich sie nicht unbedingt sinnvoll, aber da gibts unterschiedliche Ansichten.

  • Puh, ich dachte echt meine Vorgehensweise wäre in Ordnung gewesen, da muss ich wohl doch noch einen Gang zurückschrauben..

    Also, als sie erschrocken ist und weggelaufen ist, habe ich sie auch gelassen. Dann halt das Geräusch als Hintergrundgeräusch einfach sein lassen.

    Und als sie sich dran gewöhnt hatte, und wieder im andern Zimmer normal rumgelaufen ist, ist sie dann auch ohne Probleme ins Zimmer mit dem Staubsauger gefolgt, also da hatte sie dann keine offensichtliche Hemmung mehr.

    Nur als ich wieder aus- und angemacht habe, war dann halt wieder dieses Hochfahren was sie erschreckt hat.

    Aber ich verstehe vollkommen was du meinst.

    Man, ich komme mir echt unsensibel vor. :/ Also, mein Bauchgefühl hat mir gesagt, dass das so okay war. Bei der Dusche oder mit der Box war es eine klare Sache dass ich da auf gut Deutsch verkackt habe.. Aber beim Staubsauger schien es in Ordnung gewesen zu sein.

    Ich versuche, an mir zu arbeiten.


    Bezüglich des "Schummelns", habe ich einige Vorkehrungen getroffen. Kabel wenn möglich entfernt, Bett abgedichtet, Brett vor einen Bereich mit vielen Kabeln gepackt, und Küche/Bad durch ein Treppengitter komplett unzugänglich gemacht, sowie einige Lose Objekte in offenen Schränken komplett in höhere Fächer geräumt.

    Das mit der Pappe um die Tischbeine wäre noch eine Idee, aber in die beißt sie eigentlich nur wenn sie gerade in Reichweite mit dem Maul liegt und gestreichelt wird (oder wenn sie überdreht und in alles beißt was sie sieht).

    Dennoch gibt es halt einige Dinge die nicht sein sollen, wie in Pflanzen im Blumenbeet auf der Terrasse beißen, in die Hosenbeine/sonstige Klamotten beißen, zu fest beißen im Spiel, in die Box beißen etc. Ich hoffe einfach, dass durch stetige Konsequenz, und wenn man es 200 mal und öfter korrigieren muss, die Kleine lernt, welche Sachen sie halt einfach nicht bekauen/beißen darf. Klar kann man das nicht von einem Kleinen Welpen verlangen, tue ich auch nicht. Aber ich würde halt denken, dass je früher und je konsequenter sie davon abgehalten wird, desto eher lernt sie es dann auch.

    Ich möchte hier vor allem an der Art des Abhaltens arbeiten, also wie schon beschrieben nicht das stumpfe wiederholende "Nein", sondern lieber positiv Ablenken auf was anderes wie Leckerli, Kauartikel oder Spieli.


    Danke auch nochmal für die ganzen tollen Praxistips, und die netten Worte. Echt selten, dass man in einem Forum nicht direkt angepampt wird, das weiß ich wirklich sehr zu schätzen, und es hilft mir sehr.

  • Naja, die Box soll ja auch zum Stubenreinheitstraining benutzt werden. Sie soll sich dann ja melden wenn sie muss, und bei offener Tür kann sie ja auch einfach raus und irgendwo hinpiseln.

    Außerdem soll sie ja in aufgedrehten Momenten z.B. in der Box dann Ruhe finden, oder auch für's Autofahren muss die Box dann zu sein.

    Ich plane nicht, eine Box permanent zu nutzen, aber ich würde sie schon ganz gerne am Anfang für das Training nutzen, da es wohl doch viele Vorteile bietet.

    Ich werde jetzt aber wieder langsam rangehen, und die Tür immer offen lassen bis sie wirklich gerne Zeit in der Box verbringt. Habe einfach zu wenig Geduld gehabt..

    Kennst du viele Hunde, die nicht stubenrein geworden sind, weil die Besitzer keine Box benutzt haben? Ich kenne keinen einzigen. Ich hatte auch keine Box für meine Hündin, weil ich es für den Hund unangenehm finde, den Schlafplatz nicht wechseln zu können (Zwecks Gemützlichkeit und Thermoregulation). Außerdem muss der Hund nachts ja Wasser zur Verfügung haben (siehe Tierschutzhundeverordnung, aber ist ja auch logisch), also müsste die Box groß genug sein, dass der Hund gemütlich liegen kann, ohne dass der Wassernapf stört (oder umgekippt wird zB). Bei der Boxengröße kann ein Hund dann wahrscheinlich auch in eine Ecke pieseln und in der anderen weiterschlafen, wenn er will.

    Zum Ruhe finden: Dass Ruhen möchtest du ja vermutlich nicht nur Zuhause haben, sondern evtl auch mal außerhalb (in Bahn, Restaurant, wenn man draußen mal rumsitzt...). Wenn du das über eine Box aufbaust ist das finde ich unpraktisch, weil du die ja nicht immer mitschleppen kannst. Bei einem großen Hund wie einem Labbi erst Recht nicht. Wenn du also ein Objekt als Ruheort etablieren möchtest, dann würde ich eher zB eine Decke nehmen.


    Am Ende bleibt es deine Entscheidung, ob du eine Box benutzt. Aber nur mal als Perspektive: Wenn dein Hündchen die Box gerade scheiße findet und sie euch nicht hilft, dann ist es auch kein Beinbruch, sie wegzulassen (bzw nur im Auto zu nutzen). Es klappt auch ohne.

  • Bei der Boxengröße kann ein Hund dann wahrscheinlich auch in eine Ecke pieseln und in der anderen weiterschlafen, wenn er will.

    Meiner war so ein Spezialist. Er hat es einfach im Kennel laufen lassen. Wir haben es deswegen auch ohne Box geschafft, weil Fliesen einfacher zu reinigen waren :winking_face:

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