Unsicherheit mit neuem (überdrehtem) Welpen

  • Hallo zusammen!


    Seit 2 Tagen bin ich nun stolzer Besitzer einer 8 Wochen alten Labbi-Dame.

    Sie ist wirklich toll, und bin im großen und ganzen auch echt happy.

    Allerdings gibt es einige Dinge, bei denen ich unsicher bin wie ich damit umgehe. Zum einen, ich habe versucht mich gut zu informieren, mit Büchern, Videos etc. Jedoch hat dies oft mehr Verwirrung gestiftet als es genützt hat.

    Klar, man weiß bestimmte Dinge in der Theorie, aber wie/wie oft/wie lange/wann diese angewendet werden sollen ist oftmals garnicht so leicht einzuschätzen.


    Zum Beispiel:

    Ich habe einen recht großen eingezäunten Garten. Dort lasse ich regelmäßig natürlich für's Geschäft raus (bisher noch keines in der Wohnung zum Glück), aber dann tobt und schnüffelt sie auch ein bisschen.

    In der Nacht soll das natürlich nicht so sein. Ich bin da mit der Hausleine dran nach draußen gegangen, allerdings hat sie direkt aufgrund der Gerüche versucht in verschiedene Richtungen zu ziehen. Da sie noch am Halsband befestigt war, hatte ich Sorge, dass sie sich verletzt, aber nachgeben wollte ich auch nicht. Dazu hat sie sich dann immer weiter hineingesteigert, an ein Geschäft war garnicht zu denken. Am Ende habe ich, weil ich gelesen hatte dass man das machen kann/soll, die Leine kurz gehalten, mich darauf gestellt und habe mich ruhig hingehockt. Sie hat sich nach 2-3 Minuten dann auch beruhigt, aber in der Zeit ist sie schon fast ausgetickt, und ist permanent in die Leine gesprungen. Ich habe mich schon echt schlecht gefühlt danach, und bin mir unsicher ob es das Richtige war.


    Eine weitere Sache ist z.B. wie ich eine Balance zwischen Spielen/Auslastung und Ruhe finde, weil sie dort auch sehr aufdreht.

    Ich habe z.B. sowohl drinnen als auch draußen schonmal angefangen den Namen zu üben. Meistens mit Gurken und Möhren als gesunde Leckerlis, die findet sie super. Nach etwas Übung und wenn sie nicht abgelenkt ist kommt sie auf das Rufen inzwischen auch schon über kürzere Distanzen her, in der Hinsicht bin ich echt happy.

    Als Abwechslung zum Futter, oder auch zusätzlich, weil sie es ja als etwas sehr Positives verbinden soll, spiele ich mit ihr auch wenn sie kommt. Meistens kurze (paar Sekunden) Spiele nur mit der Hand (also etwas Schubsen z.B.). Das macht mir und ihr auch großen Spaß, aber leider kommt sie dann oft garnicht runter und dreht auf, fängt auch an in die Kleidung zu beißen, also quasi Symptome der klassischen "wilden 5 Minuten". Leider weiß ich nicht, wie ich damit umgehen soll.


    Klar, ich stachel sie in der Situation dazu an, und man könnte sagen "einfach keine Spiele mehr", aber ich will 1. ja Spiele eigentlich wenn möglich als Belohnung einsetzen können, und 2. Will ich sie ja auch auslasten und sie Spaß haben lassen.

    Klar übe ich mit ihr ja auch normal als geistige Stimulation, wie auch ihren Namen, oder schonmal Anfänge für ein "Sitz", oder dergleichen. Aber diese Sachen sind ja immer Leckerchenbezogen, und da ich barfe ist es auch nicht so leicht die Futterration in Suchspiele immer einzubauen. Ich möchte die Tage gerne Futtertuben mit dem Barf befüllen um damit zu üben oder ein Leckerchenbaum zu machen, aber irgendwie fehlt doch trotzdem etwas wenn ich nicht mit ihr spielen würde.


    Das ist übrigens auch noch eine Sache, da sie ebenfalls stark aufdreht und schnappt, direkt nachdem sie gefüttert wurde, und auch stark schlingt als ob sie seit ner Woche nix bekommen hätte.

    Außerdem fängt sie dann auch oft an, sich in den Schwanz, oder die Beine zu "beißen", bzw. zu knabbern, selbst auf ihrem Ruheplatz wenn sie sich etwas beruhigt hat. Also, mir kommt es eher wie eine nervöse Geste vor als ob wirklich etwas juckt.

    Ich bin mir einfach unsicher, wie ich am besten mit solchen Situation umgehen soll. Eine Box bin ich noch am eintrainieren, sie wird derzeit darin gefüttert und bekommt immer mal wieder ein paar Leckerlies drin, heute oder morgen Nacht soll sie dort auch schlafen.

    Wenn ich sie dann aber immer in den Situationen in die Box packe, weiß ich nicht, ob sie nicht die Box dann als Strafe empfindet, und ebenfalls wüsste ich nicht, wie lange ich sie dort lassen sollte. Bis sie sich beruhigt hat, bis sie schläft? Das ist auch jetzt der Fall mit ihrem Liegeplatz, selbst wenn sie sich beruhigt, anstatt zu schlafen läuft sie durch die Wohnung, sobald ich aufstehe kommt sie hinterher, etc. Sie hat ein Kauholz, aber das ist eher so eine Notfallbeschäftigung für sie. Weiß auch nicht ob ich ihr ein Spielzeug zur freien Verfügung lassen soll, da scheiden sich ja auch die Geister.

    Ich kann auch irgendwie nicht einschätzen ob sie manchmal unter- oder überfordert ist und deshalb so aufdreht.

    Ich hatte auch überlegt sie auf ihrer Decke an der Hausleine anzubinden wenn sie zur Ruhe kommen soll, aber dann habe ich Sorge dass sie den Platz negativ verknüpft, oder wenn ich dann aus dem Zimmer gehe und sie nicht hinterherkann dann Bindungsängste entwickelt.



    Ach, obwohl ich sehr versucht habe mich vorzubereiten, fühle ich mich so als ob ich garnichts weiß. Ich kann einfach nicht einschätzen, was ich in welchen Situationen machen soll. Ich bin einfach komplett unsicher...

  • Hast Du mal gesehen, wie Welpen miteinander spielen, wenn einer mit einem Schubs ermutigt wird? :smile: Was Deine Hündin da zeigt ist ganz normal. So lange Du unsicher bist, würde ich aber eher ein Spieli nehmen als Deine Hände, spart ein paar Kratzer.


    Das ist ein Labbibaby, 2 Tage bei Dir. Alles neu, alles aufregend. Ich würde mir eher Gedanken machen, wenn es nicht überdreht. Spiel und Ruhe sind unterschiedliche Situationen, nach dem Spiel oder Gassi gleich Ruhe abzuverlangen geht nicht, so funktioniert Adrenalin nicht.


    Strukturiere Euren Tagesablauf, trenne zwischen Action und Ruhe und erwarte nicht, dass das Baby sich gleich daran halten kann, das geht schon rein hormonell nicht. Biete Kontakt zu gleichaltrigen Hunden fürs Austoben und fahre das Lernprogramm runter.


    Entspanne Dich, sieh ein paar Sachen einfach mit Humor und versuche nicht, gleich von Anfang an alles richtig zu machen, das klappt eh nicht :smile:

  • Erstmal tiief durchatmen. Die Kleine ist seit 2 Tagen bei euch, muss sich erst zurechtfinden, ihre neue Umwelt entdecken usw.


    Wie sieht denn generell euer Tagesablauf aus? Wieviel seid ihr unterwegs, wieviel spielt ihr, trainiert ihr?


    Ich würde für den nächtlichen Gang in den Garten ein Geschirr anlegen, wenn sie so zieht und ein längere Hausleine. Wie gesagt, ist alles noch soo neu, natürlich ist sie neugierig. Klar, als Mensch ist man dann schnell genervt, weil man eigentlich schlafen will. Aber ich würde mich, wenn es das Wetter zulässt mit längerer Hausleine + Geschirr länger einfach hinstellen und sie machen lassen. Das gibt sich von selbst wieder. Umso mehr Aufmerksamkeit du dem ganzen schenkst, desto mehr könnte sie aufdrehen.


    Namen üben ist in Ordnung, Rückruf würde ich nur machen, wenn sie sowieso gerade in deine Richtung kommt. Denk daran, sie ist seit 2 Tagen da, sie ist ein Baby, die sind ganz schnell überfordert. So Sachen wie Sitz/Platz würde ich noch gar nicht machen. Dafür ist später noch mehr als genug Zeit.


    Und natürlich stachelst du sie mit dem Spiel an. Für sie ist das Partyyyzeit, wenn du wild mit ihr tobst. Vielleicht versuchst du es anfangs mit etwas ruhigeren? Leckerlies werfen z.B.


    Auch ist es, finde ich, wichtig, dass du von Anfang an ein klares Ende etablierst. Wenn sie kurz mal ruhig ist, gibst du ein Handzeichen und ein Wort für „Ende“ und hörst dann auch wirklich auf. Gar nicht mehr groß beachten, wenn sie dich auffordert.


    Dass sie sich selbst beißt könnte ein Zeichen für Überforderung sein, daher die Frage nach dem Tagesablauf.


    Ich würde einfach generell eine Stufe zurückschalten, sie ankommen lassen und sie einfach mal Baby sein lassen.


    Zur Box. Ich habe es so gehandhabt, dass ich meinen Kleinen anfangs nur kurz rein gelassen habe, dort Keks gegeben habe und die Türe offen gelassen habe. Nicht einsperren, erst später die Türe zumachen. Sie soll die Box positiv verknüpfen.


    Wenn sie wirklich gar nicht selbstständig zur Ruhe kommt kannst du sie mit Geschirr(!!) und Hausleine anbinden, aber nicht rausgehen, sie immer im Auge behalten.


    Ich würde es aber mal versuchen mit Körperkontakt? Kommt sie zur Ruhe wenn sie bei dir ist? Einfach locker festhalten, kuscheln, ruhige Dinge tun. Und nicht vergessen, sie auch mal einfach sein lassen. Klar, ist spannend so ein neuer Welpe, aber sie muss auch lernen, dass sie eben nicht der Nabel der Welt ist.

  • Ich hab früher mit einem Dörrautomaten selber Leckerlies aus Fleischstreifen hergestellt, als ich noch gebarft hatte und einen Allergiker hatte, dem ich keine gekauften Leckerchen geben konnte.

    Beim Spielen hab ich wegen meinem Kind von Anfang an, keine Hand beiß Spiele gemacht. Gespielt wird nur mit Hundespielzeug. In Menschen oder Kleidung reinbeißen, auch im Spiel, war bei uns von Anfang an Tabu.
    Mit Spielzeug lässt sich das Spiel dann auch leicht beenden, noch bevor der Hund sich unendlich hochgepusht hat. Oder man kann den Hund mit Spielzeug auch wieder etwas runter fahren, indem man das Tempo raus nimmt.
    Ich spiele mit Junghunden nie solange, bis den Hunden irgendwann langweilig wird und sie aufhören. Ich versuch über das Beenden des Spiels den Hunden beizubringen, wie sie sich wieder runter fahren können.

    Dein Hund scheint die Leine noch nicht zu kennen. Üb das lieber Tagsüber in ruhigen Momenten. Nachts vor die Tür zu gehen in einer noch neuen Umgebung ist sicher sowieso schon aufregend. Dann noch sowas neues wie Leine und Halsband...
    Dein Welpe wird dir bestimmt nicht ewig im Garten alleine rumtoben, wenn du ihn ohne Leine nachts raus lässt. Die haben ja auch einen Folgetrieb. Ruf dein Baby einmal und geh dann wieder ins Haus. Die wird schon kommen.
    Dein Baby hat da an der Leine keine Machtkämpfe mir dir machen wollen. Da hättest du einfach nachgeben und mit ihr mitlaufen können.
    Hunde müssen das Leine laufen erst lernen und das dauert seine Zeit. Und man kann das auch mit Belohnung aufbauen, nicht nur über Sturheit.

    Das Schwanz Jagen und Beine Knabbern etc. kann Übermüdung, Überforderung und Stress sein. Du darfst aber bei sowas auch eine mögliche HD im Hinterkopf behalten. Wenn das anhält, such dir einen Tierarzt der sich mit ED/HD auskennt und lass deine Hündin untersuchen. Auch wenn die Elterntiere und einige Ahnen gute Gelenke hatten, kann es trotzdem passieren, das ein Baby mit schlechteren Gelenken geboren wird.

    Meine Labi Hündin war schon 3 Monate als sie zu mir kam. Selbst sie war da noch so ein Baby, das sie oft Einschlafbegleitung durch Kontaktliegen von mir brauchte.
    Manchmal war ich mit ihr zusammen im Welpengitter, bis sie einschlief. Manchmal nahm ich sie an die Leine, damit sie keinen Unfug in der Wohnung oder mit meinem Kind macht und sie lag dann zu meinen Füßen und schlief dort dann endlich ein.
    Ich hab sie auch belohnt, wenn sie im Welpengitter zur Ruhe kam.

    Was ich von Anfang an gemacht habe, war das allein bleib Training. Das sie im Welpengitter bleiben musste und ich war kurz im Bad, Küche etc. irgendwas am machen. Schon in der ersten Woche, das ganze dann auch mal mit verschlossener Tür. Von Anfang an, hab ich öfter die Haustüre einfach kurz aufgeschlossen, geöffnet und wieder zu gemacht. Damit die Tür Geräusche etwas normales sind und sich nicht nur als "Schlüssel wird gedreht = Gassi Aktion passiert jetzt" abgespeichert werden.
    Im Laufe des allein bleib Trainings, hat meine Hündin dann auch das alleine einschlafen mit gelernt.
    Das alleine einschlafen klappte aber nur, wenn sie kein Pipi musste, nicht übermüdet war und auch nicht Hungrig war.
    Nach ein paar tagen pendelten sich bei meiner Hündin feste Schlafenszeiten ein, wo sie immer gut schlafen konnte und den Schlaf auch brauchte. Die Zeiten hab ich dafür dann genutzt. Überwiegend war ich immer in der Wohnung, aber der Hund eben entweder im Welpengitter und später dann im ganzen Wohnzimmer, mit geschlossener Tür.
    Selbst jetzt mit 8 Monaten ist das immer noch ab und zu wichtig, das sie Nachmittags mal für 2-3 Stunden alleine ins Wohnzimmer kommt, um ausreichend ungestörten Schlaf zu bekommen. Mein Kind turnt sonst an ihr rum und sie wird zum Abend hin dann Überreizt.

    Einen Tagesablauf zu etablieren, das dein Welpe ausreichend Schlaf bekommt, wäre erst mal wichtiger, wie Sitz oder andere sonstige Tricks.

  • Danke für eure netten Antworten!


    Also, eine richtige "Struktur" habe ich noch nicht ehrlicherweise. Ich arbeite normal im Home Office von 11-16 Uhr, aber habe natürlich jetzt erstmal Urlaub. Da ich aber normal ein Nachtmensch bin und regulär erst gegen 3 im Bett bin, war natürlich die erste Nacht etwas schwierig, da ich die Kleine nicht sofort so in der Struktur umwerfen wollte.

    Sie ist also am ersten Abend von sich aus Gegen 22:30 Uhr neben mir am Rechner auf ihrer Decke eingeschlafen. Ich war dann noch wach, und habe quasi darauf gewartet, mit ihr rauszugehen. Sie hat wider erwarten ja toll durchgeschlafen, fast bis 4 Uhr, dann bin ich mit ihr raus. Habe mich danach versucht hinzulegen, aber habe nicht wirklich Ruhe gefunden, und sie auch nicht.

    Habe dann mit ihr gespielt bis 5 dass sie wieder etwas müde wird (war evtl. ein Fehler), was auch einigermaßen geklappt hat. Ich hab mich dann bis etwa 11 Uhr hingelegt, aber wirklich geschlafen habe ich auch eher weniger. Einmal dazwischen war sie auch nochmal draußen pinkeln. Dann aber ohne Halsband und Leine, das hat besser geklappt. Sie hatte sofort gemacht und ist mir auch wieder nach drinnen gefolgt.


    Den Tag über bin ich einfach immer sporadisch mit ihr nach draußen in den Garten gegangen, ab und zu sind auch die Kinder meiner Schwester gekommen (sie wohnt nebenan) und haben mit ihr etwas gespielt. Zwischendurch ist sie auf dem Rasen eingeschlafen. Wie schon erwähnt habe ich immer mal wieder kurze (etwa 10 Minuten) Lerneinheiten gemacht für den Namen und das Sitz. Nicht weil ich unbedingt will dass sie es sofort kann, aber sie hat so viel Energie, dass ich mir dachte dass ich es so eventuell sinnvoll einsetzen kann. Ihr scheint es auch Spaß zu machen.

    Ich habe ein Welpen-Onlinekurs als kleine "Guideline" gekauft, und dort war als Beispiel für die erste Woche so etwas wie das Boxentraining, der Name, oder eben das Sitz als kleine Beispiele angegeben, daher dachte ich ich versuche es mal.


    "Ich würde für den nächtlichen Gang in den Garten ein Geschirr anlegen, wenn sie so zieht und ein längere Hausleine"

    Ja, das war auch der Plan, nur hatte ich das Geschirr anlegen noch nicht geübt zu dem Zeitpunkt, und ich wollte es ihr nicht aufzwängen. Inzwischen habe ich sie mit ein paar Leckerlis dran gewöhnt, sie kratzt sich noch ab und zu und schüttelt sich, aber toleriert es sonst ganz gut.

    Dennoch war ich gestern immer ohne alles draußen, so ging eigentlich immer sehr schnell dass sie sich gelöst hat, auch diese Nacht war ich 2 mal so mit ihr draußen ohne Halsband oder Geschirr, und sie hat nur kurz geschnuppert und direkt gemacht. :)


    "Auch ist es, finde ich, wichtig, dass du von Anfang an ein klares Ende etablierst."

    Das habe ich bisher ohne Kommando probiert. Also, wenn ich mit ihr kurz ein paar Sekunden gerangelt hab oder mit einem Seil gezerrt (als Belohnung oder auch so), habe ich dann aufgehört, und meistens hat sie es auch akzeptiert nach kurzer Zeit. Wenn sie wirklich dann wild geworden ist und in die Hosenbeine gezwickt hat, habe ich halt grummelig "Nein" gesagt, sie losgemacht und bin ruhig weggegangen. Das ging draußen halt ganz gut, da ist sie dann schnell wieder mit was anderem beschäftigt.

    Drinnen war das dann eher das Problem da sie permanent weiter gefolgt ist, oder dann aus Frust oder sonstwas dann angefangen hat sich zu knabbern, in den Schwanz zu beißen oder sonstwas. Das ist auch das was mir die meisten Sorgen bereitet hat, ob ich ihr da nicht irgendwas geben sollte zum abreagieren (etwas anderes als das Kauholz, das ist meist nicht so interessant).


    "Zur Box. Ich habe es so gehandhabt, dass ich meinen Kleinen anfangs nur kurz rein gelassen habe, dort Keks gegeben habe und die Türe offen gelassen habe."

    Ja, das habe ich bisher ähnlich gemacht. Ein paar mal Leckerlis reingepackt, aber bisher immer darin gefüttert. Sie läuft auch gerne von selbst hinein und schaut in die Futterschüssel, kommt dann aber natürlich direkt wieder.

    Ein Tip aus dem Online-Kurs war es, das Futter oder ein Spielzeug hineinzulegen, sie aber nicht daranzulassen (also Türe zu zu machen). Nach ein paar Sekunden dann die Tür aufmachen, und die Box damit in die Belohnung integrieren.

    Das habe ich jetzt ein paar mal gemacht, und wenn sie drinnen war dann kurz mal die Tür zu gemacht. Als sie wieder rauswollte dann aber wieder aufgemacht.


    "Ich würde es aber mal versuchen mit Körperkontakt? Kommt sie zur Ruhe wenn sie bei dir ist? Einfach locker festhalten, kuscheln, ruhige Dinge tun"

    Ihre Ruhe kommt meistens in meiner Nähe. Also, oftmals legt sie sich zu mir oder zwischen meine Beine. Dann streichel ich sie auch ganz langsam und ruhig, und dann ist wird sie auch ruhig.

    Als sie zwei mal wirklich stark überdreht ist habe ich sie quasi als letztes Mittel auch hochgehoben und mal eine Minute vorsichtig auf dem Arm gestreichelt. Da hatte ich mir Sorgen gemacht, dass sie das Hochheben negativ verknüpft, da ich sie ja aus ihrer tollen Spiellaune "rausreiße". Aber nunja, sie ist dann erstmal ruhig geworden, aber dann wurde es ihr natürlich auch zu viel und sie wollte wieder runter.


    Hast du eventuell ein Beispiel für "ruhige Dinge tun", außer sanft zu streicheln? Ich lasse sie auch vorsichtig auf meiner Hand kauen, da ist sie auch echt vorsichtig. Nur im Spiel wird es oftmals zu fest.

    Im Übrigen war ich noch nicht draußen zum Spazieren. Ich hatte gehört ich soll sie erstmal ankommen lassen, da eh alles so viel ist. Sie ist vorgestern am späten Nachmittag gekommen, gestern und heute war dann erstmal Eingewöhnen angesagt.

    Heute hatte ich vor mit ihr eine oder zwei kleine Runde(n) durch's Dorf zu drehen.



    Danke für die Tips und das Beruhigen, das hilft mir schon einmal sehr. :) Dass ich nicht alles richtig machen kann ist mir klar, aber in manchen Situationen fühle ich mich echt hilflos.


    Was du ( @Maniac.) sagst mit keine Kommandos üben kann ich vollkommen nachvollziehen, allerdings bin ich dann in der Situation, dass ich nicht weiß wie ich sie am besten geistig auslasten soll.

    Wie gesagt, ich spiele gerne mit ihr, und mache auch mal kurz Rangel- und Zerrspiele, aber da sie gerade bei den Dingen so aufdreht, wollte ich eben die ruhigere Konzentrationsarbeit etwas höher stellen um sie auszulasen. Das müssen keine Übungen sein, aber im Moment weiß ich keine so guten Alternativen, ohne sie mit Leckerchen-Suchspielen zu überfüttern. :p

    Bei den Übungen kriegt sie immer nur ein kleines Stückchen Gurke und freut sich wie bolle, Leckerchen verstecken geht eh kaum, da sie mir Labbitypisch wie ein Schatten an mir klebt sobald sie Futter riecht.



    Danke auf jeden Fall noch einmal für das Beruhigen. Vermutlich habe ich einen ganz normalen Welpen, und ich mache mir einfach zu viele Gedanken..

    So langsam habe ich das Gefühl dass die ganzen Videos die ich geguckt habe schon eher ein Nachteil sind, weil ich jetzt halt sensibilisiert bin für die Dinge die nicht sein sollen, aber ich habe ja keine Vergleichsmöglichkeiten oder Erfahrung, da es mein erster Hund ist..

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • leg mal deinen Anspruch ab, aus Büchern Erziehung lernen zu können und zweitens, alles richtig machen zu können.


    Leinenführigkeit solltest du üben und nur dazu bekommt der Hund ein Halsband an und am Halsband wir nie gezogen. Das muss Hund lernen, dazu gibts 10000000 Methoden, die beste ist die von Flyingpaws hier aus dem Forum.


    Dass du den Hund nachts bewachen willst verstehe ich. Entweder machst du ein Geschirr und eine Leine ran, oder du zäunst einen kleinen Teil Garten für nachts ab. So hab ich’s gemacht.


    Der Rest……GE DU LD….und such dir einen Trainer wie Flyingpaws.

    Du hast da ein Tierbaby. Ich erzähle es immer wieder gerne. Ich bin eher ein Wattewerfer und das wissen meine Hunde, ich bin wie ich bin. Was ich echt ernst verbiete kommt an. Und das führte dann zu einem sehr vernünftigem Colliebaby, was wochenlang in meinem Hosenbein hing und so durch den Garten gesurft ist.


    Und? Jemand anders hat’s verboten, ich lach heute noch drüber. Der Hund hat netterweise damit aufgehört irgendwann.


    Man kann und muss nicht alles verbieten und die Tiere zu irgendwas zwingen, manches verwächst sich, auf manches muss man achten: nicht Jagen beibringen und Leine laufen erklären und ein Abbruchsignal. Stubenrein ist da Tierchen schon …fein!

  • acidsmile


    "Das Schwanz Jagen und Beine Knabbern etc. kann Übermüdung, Überforderung und Stress sein. Du darfst aber bei sowas auch eine mögliche HD im Hinterkopf behalten."


    Danke, das werde ich im Kopf behalten. Die Eltern waren HD/ED geprüft, aber klar, es kann immer trotzdem was mit den Gelenken sein.


    "Das sie im Welpengitter bleiben musste und ich war kurz im Bad, Küche etc. irgendwas am machen."


    Ich habe leider kein Welpengitter, sie hat lediglich bei mir im Schlaf- und Wohnzimmer jeweils einen Liegeplatz. Die Box ist ebenfalls im Schlafzimmer, damit werde ich das dann später trainieren wenn sie sich an diese eingewöhnt hat. :)

    Allerdings muss ich sagen, dass sie in der Hinsicht wohl etwas Pflegeleichter ist, oder zumindest scheint es so zu sein. Wenn sie wach / hungrig ist und ich in die Küche gehe, dann ist sie natürlich direkt bei mir, allerdings bleibt sie auch öfters mal von sich aus auf ihrer Decke, wenn ich nur ins Nebenzimmer gehe, oder leise genug bin und keine für sie interessanten Geräusche mache.

    Auch in Sachen schlafen geht es gut, wenn sie dann einmal zur Ruhe kommt. Oftmals "hängt" sie mir dann zwischen dein Beinen, oder ist wirklich direkt vor meinem Bett nachts, aber sie auch schon von sich aus zu ihrem Liegeplatz gegangen während ich mich hingelegt habe, der etwas entfernt von meinem Bett ist.

  • Mehrhund


    Solche Worte tun echt gut zu hören! :) Abbruchsignal wollte ich bald in Angriff nehmen.

    Bisher habe ich immer "Nein" in einem tiefen Ton gesagt, während ich sie von etwas weggeschubst/gedrückt habe wo sie nicht hin/drandarf. Das Wort hat natürlich keine Bedeutung für sie, es war eher als "Tonträger" für einen Grummelton gedacht. :p

    Allerdings habe ich etwas Sorge, dass ich das Wort damit bedeutungslos gemacht habe. Sollte ich für den Abbruch dann lieber ein anderes Wort nehmen?

  • Für den Menschen sind 10 Minuten tatsächlich eine kurze Lerneinheit, daher verstehe ich das du das denkst. Aber für so einen kleinen Wurm ist das viel zu viel. 2, 3 Minuten maximal reichen vollkommen aus. Länger sind sie gar nicht richtig aufnahmefähig.


    Ich würde mich auch nicht zu sehr auf diese Kurse und Pläne fokussieren. Kein Hund muss innerhalb der ersten Woche Sitz oder Platz können. Es reicht vollkommen aus wenn du ihr euren Alltag zeigst, deine wichtigsten Regeln durchsetzt und ihr viel Ruhe gönnst.


    Wenn es ohne Leine so gut klappt, würde ich das beibehalten. Solange sie nicht ausbrechen kann sehe ich da keinen Nachteil darin :)


    Ich würde dir raten einen Welpenauslauf zu kaufen. Die Dinger sind echte Lebensretter :) Da kannst du die Kleine ohne Sorge reinpacken, Wasser und Decke rein und schon kannst du dich frei bewegen, ohne dass sie dir ständig hinterherdackelt.


    Mein Vorschlag wäre jetzt tatsächlich gewesen Kekse oder andere Leckereien zu verstecken (gaaanz einfach zu Beginn) oder aber als Alternative geht auch Spielzeug oder ein Kuscheltier, dass sie suchen darf. Das ist bereits geistige Auslastung für so ein Kleinteil. Ein paar Minuten und dann wieder Ruhe.

  • @Maniac.


    Puh, dann habe ich echt zu viel gemacht bisher. Zumindest am Stück..

    Ich habe sie halt quasi vorgeben lassen ob sie noch möchte, und da sie immer ganz gespannt geschaut hat und wirklich toll alles umgesetzt hat, war mir das garnicht bewusst. Teilweise waren es bestimmt auch mal 15-20 Minuten, einfach weil die Zeit so verfliegt und wie gesagt, ich musste sie nicht locken oder drängen, sie war immer hochmotiviert. Aber dann schraube ich das mal etwas zurück.

    Ich weiß nicht ob sich bei meiner kleinen 2-Zimmer Wohnung ein Welpenauslauf direkt lohnt.. Ich habe zur Küche hin vorne einen Baby-Treppenschutz hingemacht. Dadurch kann sie nicht ins Bad und in die Küche, wo sie von alleine eh nicht reinsoll.

    Ab und zu fiepst sie mal wenn ich zu lange weg bin, aber ansonsten klappt es eigentlich (sie kann mich aber in der Küche trotzdem sehen). Nur halt direkt die Decke/Box als Rückzugsort wo sie im Zweifel auch bleiben soll zu etablieren, das dauert natürlich einfach etwas.

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