Fütterungsprobleme mit meinem jungen Berner

  • Mein 16 Monate alter Berner hat seitdem er bei uns ist, also seit mehr als einem Jahr, immer Josera Kids bekommen. Er bekommt es nicht eingeweicht. Bis vor ca. 2 Monaten hat er es richtig angesaugt und ohne Probleme gefressen. Es ist ihm gut bekommen und er hat es gut vertragen. Keine Blähungen, tolles glänzendes Fell, sein Kot ist immer in Ordnung gewesen und er ist gut und gleichmäßig gewachsen. Er frisst selten Gras und hat in der ganzen Zeit bei uns vielleicht 3-4 mal morgens etwas Schaum erbrochen, was auf eine Übersäuerung hinweist.


    Nun, seit zwei Monaten hat er angefangen damit zu hadern. Es gibt einige Dinge, die Schuld sein könnten. Die Tierärztin ging am Anfang davon aus, dass es an seinem Alter mit dazugehöriger Hormon-Problematik liegen würde. Einige Hündinnen waren läufig und so hat es für mich Sinn ergeben. Ich kannte es schon von meinem vorherigen Berner, der auch so reagiert hat. Mit viel Zureden haben wir ihn dazu gebracht ein wenig zu fressen, aber richtig gut ist es nicht mehr geworden. Was sich seitdem geändert hat ist, dass er nicht mehr schlingt, sondern richtig kaut.


    Ich biete ihm sein Futter an und gebe ihm ein wenig Zeit es zu fressen. Manchmal versuche ich es auch mit Handfütterung. Wenn er nicht möchte, dann bleibt er halt nüchtern. Abends scheint es dann etwas besser zu klappen, weil er dann etwas mehr Hunger zu haben scheint. Er hatte schon 49.2 Kg erreicht und hat zwischenzeitlich zwei Kilo abgenommen. Jetzt wiegt er wieder 47.6Kg.


    Vor zwei Monaten wurde er auch auf HD, ED und OCD geröntgt. Kurz danach fing das mit dem Mäkeln des Futters an. Da er sediert wurde, halte ich es auch für möglich, dass es ihm vielleicht an dem Tag etwas übel war und er das mit dem Futter jetzt verbinden könnte. In meinen Augen ist es eine Möglichkeit.


    Der Hund ist sonst, mit Ausnahme seines "Pubertier" Verhaltens, vollkommen normal. Er benimmt sich also wie immer. Die erste Phase lief ungefähr 4-5 Wochen. Danach hat er wieder angefangen, normal zu fressen. Nun, seit einer Woche ca. mäkelt er wieder rum. Teilweise nimmt er ein paar Kroketten und spuckt sie mir vor die Füße.


    Jetzt, denke ich über einen Futterwechsel nach, was man eh beim Kids in spätestens 4 Monaten machen müsste. Er muss ja noch etwas wachsen und deswegen möchte ich nach zwei Monaten, endlich wieder ein bisschen Regelmäßigkeit beim Futtern. Bei Futterumstellungen sollte man über ca. 7 Tage die Futtersorten mischen. Die Tierärztin hat mir empfohlen, zuerst auf ein Futter zurückzugreifen, was ähnliche Bestandteile hat und auf das Mischen zu verzichten, da er das alte Futter vielleicht wirklich nicht mehr mag und so das neue auch negativ bewerten könnte. Da habe ich mich für das Josera Geflügel Menü entschieden und es direkt gefüttert. Das hat er angenommen, zumindest für ein paar Tage, und dann war es ihm wahrscheinlich zu ähnlich.


    Ich lese gerade im Forum, dass Josera bei einigen Hunden in letzter Zeit Schwierigkeiten verursacht. Dennoch möchte ich mich nicht direkt abwenden, weil ich nicht die Meinung habe, dass es meinem Hund Probleme bereitet und er es wirklich gut verträgt. Vielleicht ist er dieser Sorte einfach überdrüssig geworden. Das muss ich akzeptieren. Ich hatte vor den Hund nach 20 Monaten mit dem Josera Large Breed zu füttern und das könnte ich jetzt vorziehen. Im Tierfachhandel hat man mich eher auf die Sorte FiestaPlus gebracht, was für mäkelige Hunde sein soll. In beiden Fällen handelt es sich um Adult Futter und die Mengenangaben dürften eher für das Halten des Gewichts gedacht sein. Meiner sollte aber noch etwas zulegen. Nun die Fragen.


    • Wie würdet ihr es mit den Mengenangaben des Adult Futters regeln? Er bekommt ca. 700g Kids pro Tag und jetzt dürfte er ca. 500g bekommen. Von den kcal sind Large Breed und Kids ähnlich. FiestaPlus ist etwas höher.
    • Wie mache ich es mit der Umstellung? Die Futtersorten zu mischen, wie es normal sein müsste, ist mir zu heikel, da er das alte Futter anscheinend wirklich nicht mehr gerne frisst.

    Sollte ich Fehler in meinen Gedankengängen haben, würde ich mich über eine Korrektur freuen. Genauso freue ich mich natürlich über Tipps, die mir bei dieser Problematik helfen könnten. Ich bin echt über alles dankbar, was mir hilft. Manchmal hilft wirklich ein Blick von draußen.


    Danke im Voraus.

  • Wenn er Dir die Kroketten ausspuckt, lass doch mal sicherheitshalber die Zähne bzw. das Maul vom TA anschauen.

    Ich füttere auch von Beginn an mit Trockenfutter, zuerst Happy Dog Baby Grainfree und jetzt Junior. Lange Zeit auch nicht angefeuchtet. Mein TA hat mir geraten, das Futter einzuweichen und das mache ich jetzt auch. Sie bekommt es fast als handwarmen Brei (Geschmack wird intensiver) und es scheint ihr besser zu schmecken, die Schüssel wird fast immer leer gefressen, davor ließ sie auch oft relativ viel von den Mahlzeiten übrig. Außerdem mische ich immer ein paar ihre Lieblingsleckerlis darunter und ab und zu etwas laktosefreien Hüttenkäse.

  • Wenn er Dir die Kroketten ausspuckt, lass doch mal sicherheitshalber die Zähne bzw. das Maul vom TA anschauen.

    Danke für die Antwort. Habe ich schon, da ich vermutet hatte, dass es an den Zähnen liegen könnte. Seine Zähne sind ok. Er kaut auf Keksen rum, die um Längen härter sind als sein Futter.


    Das Einweichen haben wir als Welpe gemacht, vielleicht machen wir es wieder.

  • Mein Collie frisst sein Trofu auch lieber, wenn es eingeweicht wird bzw. muss es noch nicht mal richtig weich sein. Es reicht ihm, wenn ich Wasser drüber mache

  • Ich würde mir auf jeden Fall keine Gedanken wegen einem Adult-Futter machen. Gerade bei meinen groß werdenden Hunden gebe ich das spätestens ab dem 6. Monat. Bei der Menge würde ich mich am Endgewicht orientieren und je nachdem beobachten und anpassen. Zu schnell gewachsen ist mir noch keiner, aber meine neigen auch nicht dazu, sich zu überfressen.

    Ganz selten ist mal eine Anpassung der Futtermenge nötig, Figurkontrolle gibt es halt immer per Abtasten ;)


    Josera kam hier zuletzt auch nicht mehr gut an. Und eingeweicht finden meine Hunde ganz furchtbar ekelig, da wird das Futter nicht mehr angeguckt. So ist jeder anders, da muss man einfach mal ausprobieren.


    Zur Umstellung: "Einfach wechseln" funktioniert hier am Besten. Entweder wird es vertragen oder eben nicht. Langsames Umstellen macht da keinen Unterschied nach meiner Erfahrung.


    Einmal hatten wir extreme Mäkelei durch Pankreatitis (die wiederum durch leichte Mäkelei ausgelöst wurde, welche durch leichte Übelkeit von Antibiotika kam, wodurch nichts mehr gefressen wurde, was die Übelkeit verstärkte ... Teufelskreis, aber sobald etwas gefressen wurde, war alles gut). Ob es bei deinem Hund in diese Richtung gehen könnte, weiß ich natürlich nicht.

  • Such mal im Trockenfutterthread nach Josera.


    Anscheinend gibt es mehr Hunde, die das seit einer Weile verweigern.


    EDIT: Sorry, hab grad nochmal genauer nachgelesen; du weißt schon Bescheid.

  • Danke an alle für eure Antworten.


    danimonster


    Er ist ein Berner aus einer schweren Linie. Ich habe eine Gewichtskurve für Berner Rüden und er ist auf der Mittelschweren Kurve knapp ein Kilo leichter. Ich habe ihn nicht richtig gemessen, aber grob dürfte er um die 68 cm hoch sein.

    Ich habe die Tierärztin gefragt und als Antwort bekommen, dass er ok sei. Berner sind halt eine stämmige Rasse und Mutter, Vater und Opa sind Kolosse.

  • Meinst du nicht, dass es doch eher die Pubertät ist?

    In einer Facebook-Gruppe habe ich schon öfter gelesen, dass Rüden in diesem Alter mäkelig werden. Ich habe immer nur Hündinnen gehabt, die auch alle immer verfressen waren.

    Bist du bei Facebook? Dann könnte ich dir die Gruppe "Berner Sennenhunde Züchter und Liebhaber" empfehlen.

  • Meinst du nicht, dass es doch eher die Pubertät ist?

    Darüber würde ich auch nachdenken, da wieder viele Hündinnen läufig sind. Ev. ist es auch eine Kombi aus "Futter schmeckt/bekommt ihm nicht mehr" und Läufigkeitsphase.

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