Pädagogischer Begleithund und Welpenzeit - wie habt ihr das gelöst?

  • Hallo in die Runde,


    ich leite eine Einrichtung für Kinder mit Behinderung.


    Ein engagierter, junger Mitarbeiter (momentan am Ende seiner Ausbildung) hat schon bei seinem Vorstellungsgespräch thematisiert, dass er als Fachkraft gerne einen pädagogischen Begleithund hätte.

    Ich bin dem gegenüber sehr aufgeschlossen und habe auch gute Erfahrungen damit. Wir hatten in der Vergangenheit bereits einen pädagogischen Begleithund in einer Gruppe, haben zwei Schulhunde und einen Hund, der in der Therapie eingesetzt ist.


    In der Zwischenzeit haben einige Gespräche stattgefunden, bei denen ich einige Fragen gestellt habe. Neben Fragen zur konkreten pädagogischen Intention (es gibt noch kein Konzept), ging es vor allem auch um die Rassewahl und die konkrete Umsetzung mit einem Welpen, da der Mitarbeiter gerne einen Welpen aufnehmen würde.


    So sehr ich das Thema Begleithund auch unterstütze, so gibt es da durchaus noch einige Fragestellungen zu klären, vor allem:

    Was ist mit der Welpenzeit? Der Hund darf erst in die Gruppe, wenn die Ausbildung angelaufen ist. Ich kann den Hund nicht zu mir ins Büro holen und will ehrlicherweise auch keinen Welpen an der Backe haben. Ich habe für sowas keine Zeit.


    Nach dem letzten Gespräch steckt der junge Mann etwas den Kopf in den Sand, was ich schade finde. Ich bin sicher, er wäre ein guter Hundehalter und denke auch, dass er nach einigen weiteren Überlegungen gut darin wäre, Hundehaltung und pädagogische Arbeit zu kombinieren. Daher würde mich total interessieren, wie ihr das mit der Welpenzeit gelöst habt (gerne mit ein paar Infos, wie und wo der Hund konkret eingesetzt ist).


    Die bisher eingesetzten Hunde waren Junghunde, da kam das Thema so nicht auf.

  • Er sollte sich unabhängig vom späteren Einsatz überlegen wie er einen Welpen betreuen lassen kann. Der Welpe kann ja keine 5 oder 7 Tage (je nachdem ob Schicht oder nicht) mit zur Arbeit. Unabhängig davon das es von euch Räumlich nicht geht, wird es ja auch dem Welpen zu viel.

    Auch als Junghund sehe ich einen Einsatz für mehrere Tage am Stück und auch für einen ganzen Tag kritisch. Meiner Meinung nach ist das viel zu viel. Auch wenn der Hund da nichts konkret äußert und sich bemerkbar macht, Gruppen mit Kindern sind anstrengend, laut und unruhig. Das ist echt anstrengend für Mensch und Hund. Da sollte er sich überlegen wie er das machen mag, auch mit der Dauer der Zeit. Ich kenne es nur so, dass Hunde 2-4x/Woche für 45-60 min eingesetzt werden. Mehr nicht. Möchte man das engagiert machen, braucht man eigentlich mehr Hunde um zu 'wechseln' quasi.


    Bente wird nächstes Jahr zum Pädagogik Begleithund ausgebildet und ist dann 3. Sie ist nie länger als 30 min in einer Einrichtung gewesen und hat da nur cooles erlebt. Ich habe sie immer extern betreuen lassen und als Junghund alleine gelassen. Später wird sie wahrscheinlich in meiner Einrichtung eingesetzt. Evtl mache ich mich nebenberuflich Selbstständig und gehe in verschiedene Einrichtungen. Aber auch da wird sie niemals mehr als 60min am Stück pro Tag eingesetzt. Ich werde auf andere Tierarten umsteigen. =)

  • Genau das waren Themen, die wir besprochen haben. Wobei bei uns tatsächlich die tägliche Mitnahme des Hundes möglich wäre, weil wir Rückzugsorte haben und schaffen können, aber all das funktioniert nicht bei einem Welpen. Der Hund soll keinesfalls 25h die Woche in der Gruppe mitlaufen. Sowas würde ich niemals genehmigen.

    Ich sehe schon bei meinen Hunden, die nicht eingesetzt werden, wie anstrengend manche Tage für die beiden sind. Da sind einfach viele Reize, viele Emotionen und das ist anstrengend.

  • Ich hatte nach Moros Aufnahme 4,5 Wochen Urlaub, danach kam er mit in die Gruppe zu 8 -24 Stunden Diensten .... was ich hauptsächlich davor geübt habe, war "schlafen auf Knopfdruck".... also sobald ich das Köpfchen mit zudecke und Gute Nacht sage, rollt er sich ein und pennt ...


    bei Pipikackaalarm musste ich tatsächlich immer sprinten wie üblich, das ist sicherlich selbst im Einzeldienst in der stationären Jugendhilfe mit älteren Jugendlichen eher möglich, als in der Eingliederungshilfe

  • Ich arbeite als Schulsozialarbeiterin in einer Gesamtschule. Habe mit Oskar im letzten Winter die Ausbildung beendet, da was er etwas über 2 Jahre!

    Ich hatte, als er als Welpe eingezogen ist, 7 Wochen Urlaub, danach war er in der ersten Woche mit, da waren aber noch Ferien, also keine Kids und Zeit zum eingewöhnen.

    Aktuell geht er an zwei Tagen mit in die Schule, wobei er einen Großteil des Tages einfach in unserem Büro rumliegt und nicht „aktiv arbeitet“.

    Er arbeitet total gerne mit den Kids, ist danach aber auch echt fertig, wobei Ich dazu sagen muss, dass tiefenentspannung nicht zwingend zu seinen Kernkompetenzen zählt :lepra:


    Ich denke wichtig sind vor allem ein vernünftiger Rückzugsort aber das ist ja selbstverständlich! Die Frage die sich dein Mitarbeiter stellen sollte ist, was macht er, wenn der Welpe einfach nicht geeignet ist für den Job? Das kann halt einfach passieren, egal welche Rasse er wählt…


    @Alimonera ja den Gedanken mit dem nebenbei selbständig machen hatte ich auch schon mal…hab ihn aber noch nicht zu Ende gedacht… :pfeif:

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Oskarlino

    Genau darüber hatten wir ein ausführliches Gespräch. Da der Mitarbeiter momentan kein unterstützendes Umfeld hat, auf das er wirklich bauen kann, wird es erstmal keinen Begleithund geben. Wir sind jetzt erstmal die formalen Dinge durchgegangen, die er bräuchte, um überhaupt von uns als Einrichtungsleitungen und dann auch von der zuständigen Heimaufsicht die Genehmigung zu bekommen. Das ist ja schon ein ganzer Berg an Arbeit.


    Wir gehen diesen Weg ja nun schon zum dritten Mal, wenn es so weit kommen sollte, dass ein Hund kommt. Daher stellt sich langsam im ganzen Verfahren Routine ein.

  • Shalea ja Klang für mich auch so, als hättet ihr das im Blick, wollte es trotzdem nochmal los werden…. Schade, dass er jetzt so den Kopf in den Sand steckt. Keine Ahnung, wo eure Einrichtung ist, aber vielleicht kann er sich ja einfach schonmal ein wenig vernetzten und Kontakte knüpfen und Tiere bei der Arbeit erleben. Ich weiß nicht, ob aktuell welche bei euch in der Einrichtung arbeiten. Dadurch mit Leuten ins Gespräch kommen und Lösungen finden. Ich kann mir halt auch vorstellen, dass jemand mit wenig Berufserfahrung und bisher kein Hund da etwas blauäugig dran geht. Da hilft manchmal ja schon etwas Realitätsbezug. Auch im Sinne von konkreten Plänen, wie man es gut angeht, nicht im Sinne von, dann lass ich es halt…

  • Genau das waren Themen, die wir besprochen haben. Wobei bei uns tatsächlich die tägliche Mitnahme des Hundes möglich wäre, weil wir Rückzugsorte haben und schaffen können, aber all das funktioniert nicht bei einem Welpen. Der Hund soll keinesfalls 25h die Woche in der Gruppe mitlaufen. Sowas würde ich niemals genehmigen.

    Ich sehe schon bei meinen Hunden, die nicht eingesetzt werden, wie anstrengend manche Tage für die beiden sind. Da sind einfach viele Reize, viele Emotionen und das ist anstrengend.

    Sehr gut. :bindafür: Ich habe jetzt schon öfter mitbekommen, dass Hunde 3-5x/Woche 8 Stunden mit in der Schule oder Wohnheim sind und dort von den Kindern immer gestreichelt, geknuddelt werden können. Da gibt es keine Rückzugsorte oder ein 'wenn der Hund liegt, dann streichelt man ihn nicht weil er schläft'. Das finde ich immer sehr schade und habe es deswegen nochmal geschrieben, für alle die hier auch mit lesen. =)



    Oskarlino

    Genau darüber hatten wir ein ausführliches Gespräch. Da der Mitarbeiter momentan kein unterstützendes Umfeld hat, auf das er wirklich bauen kann, wird es erstmal keinen Begleithund geben. Wir sind jetzt erstmal die formalen Dinge durchgegangen, die er bräuchte, um überhaupt von uns als Einrichtungsleitungen und dann auch von der zuständigen Heimaufsicht die Genehmigung zu bekommen. Das ist ja schon ein ganzer Berg an Arbeit.


    Wir gehen diesen Weg ja nun schon zum dritten Mal, wenn es so weit kommen sollte, dass ein Hund kommt. Daher stellt sich langsam im ganzen Verfahren Routine ein.

    Darf ich nach diesen Formalen Dingen fragen die ihr besprochen habt? Ich bin ja selber derzeit in der Ausbildung und informiere mich parallel darüber was ich alles brauche und auch mein AG braucht. Der hat jetzt nicht die riesen Ahnung, weil es das erste Projekt dieser Art wäre für mein Einrichtungsleitung.

    Weißt du zufällig auch, ob sich das nach Bundesland ändert?

  • @Alimonera ja den Gedanken mit dem nebenbei selbständig machen hatte ich auch schon mal…hab ihn aber noch nicht zu Ende gedacht… :pfeif:

    Ich habe auch noch kein Konzept oder dergleichen. Also so weit bin ich definitiv noch nicht. Es ist eher noch im Informier- und Findungsprozess. xD

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