Freue mich über Erfahrungsaustausch Unruhe Hund

  • Halli hallo,


    Wie bei wahrscheinlich jedem herrschen bei meinem Freund und mir 1 Woche nach Einzug unseres im September geborenen Labrador einige Unsicherheiten. Am meisten macht mir eigentlich zu schaffen, dass er so extrem Probleme hat zur Ruhe zu kommen. Ich versuche ihn an seinen Platz zu gewöhnen (eine Box, in der er nur Fipt, wenn sie zu ist. Die Tierärztin meinte da muss er halt durch, aber er kommt gar nicht zur Ruhe), aber er bleibt dort auch einfach nicht liegen, wenn sie offen ist. Allgemein sobald einer von uns sich bewegt, geht er hinterher oder dreht runden im Wohnzimmer. Er tut mir dabei einfach so leid, weil ich das Gefühl habe, dass er nicht richtig zur Ruhe kommt und im schlimmsten Fall dadurch überdreht. Legt sich das? Habt ihr Tipps, was wir machen können?

    Wir können ja auch nicht alle alltäglich Dinge, wie putzen, auf Toilette gehen, kochen usw einstellen :(

  • Carlitoo

    Hat den Titel des Themas von „Freue mich über Erfahrungsaustausch“ zu „Freue mich über Erfahrungsaustausch Unruhe Hund“ geändert.
  • Das Thema hattest du doch gestern schon lang und breit ausgewertet.

    Mir stellt sich eher die Frage, welche Rolle diese Tierärztin bei euch spielt, was hat die denn mit eurem Alltag zu tun? Ihr müsst doch euren Rhythmus in eurem Leben finden. Nehmt den Druck raus, kuschelt und ruht gemeinsam mit dem Hund und schraubt die Erwartungen runter, dann kommt auch Ruhe rein :relieved_face:

  • Das Thema hattest du doch gestern schon lang und breit ausgewertet.

    Mir stellt sich eher die Frage, welche Rolle diese Tierärztin bei euch spielt, was hat die denn mit eurem Alltag zu tun? Ihr müsst doch euren Rhythmus in eurem Leben finden. Nehmt den Druck raus, kuschelt und ruht gemeinsam mit dem Hund und schraubt die Erwartungen runter, dann kommt auch Ruhe rein :relieved_face:

    Ich weiß, dass ich mir oft zu viele Gedanken mache. Ich hatte einfach gehofft, mehr Erfahrungsberichte hören zu können. Ich glauben, ich bin aktuell einfach etwas überfordert und mir hilft dann immer der Austausch.

  • Hi Carlitoo,


    gebt ihn noch etwas Zeit. Seid selbst ruhig und versucht, den Alltag möglichst zu strukturieren.

    Hunde beobachten sehr gut und es tut ihnen gut, wenn der Alltag für sie berechenbar ist.


    Versucht doch, die wiederkehrenden Handlung zumindest jetzt anfangs immer gleich zu machen und vielleicht immer dasselbe Wort dazu zu sagen (keine ellenlangen Sätze).

    Fressi - Gassi - Pause - Schlafen.


    Versucht auch, ihn nicht ständig zu beobachten ("schläft er jetzt endlich?" - "was mach er denn jetzt schon wieder?"). Ich könnte mir vorstellen, dass ihn die viele Aufmerksamkeit verunsichert, weil er ggf. "denkt", es würde irgendwas von ihm erwartet. Versucht, das Haus hundesicher zu machen (wenn es das nicht schon ist) und lebt auch Euer Leben / Euren Alltag.


    Das mit der Box, sorry...

    Also ganz ehrlich: Ist es ein Meerschweinchen oder ein Hund?

    Wie Du merkst, bin ich kein Fan von Boxen, obwohl unserer witzigerweise seine total geliebt hat und selbst abends reingerannt ist. Sie ist aber offen und niemals "befehlen" wir ihm da rein zu gehen.


    Ich finde das ist ein gefährliches Hilfsmittel. Eine Bekannte von uns lässt ihren Hund seit dem Welpenalter stundenlang in der Box alleine und ist total stolz darauf, wie gut er alleine bleiben kann.

    Was soll er sonst auch tun?

    Und wenn Eurer die Box nicht akzeptiert, finde ich es echt schlimm, ihn da reinzuzwingen.


    Lieber anfangs Zeit und Mühe investieren, es ohne fragliche Hilfsmittel hinzubekommen.


    Vielleicht hilft Dir die Info: Unserer kam anfangs wochenlang nicht zu Ruhe. Also zwei bis drei Wochen waren es bestimmt - obwohl wir sehr ruhig leben.

    Aber man merkte zunehmend, dass er dann die Struktur erkannt hat und z.B. wusste, dass nach dem Morgenspaziergang erst mal gar nichts passiert. Also legte er sich in sein Körbchen und pennte.

    Dasselbe, wenn wir zu Abend gegessen haben. Ihm wurde das Körbchen gezeigt, wenn er aufstehen wollte, gab es ein "äh-äh!", und nach einer Woche hat er sich ohne Aufforderung dorthin zurück gezogen und schläft selig.

    Sicherlich hätten wir es mit Box schneller hinbekommen, dass Ruhe ist, aber wir wollen keinen Hund in der Box, sondern an unserer Seite.


    Alles meine Meinung und basierend auf den Erfahrungen mit unseren Hunden.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Ich weiß, dass ich mir oft zu viele Gedanken mache. Ich hatte einfach gehofft, mehr Erfahrungsberichte hören zu können. Ich glauben, ich bin aktuell einfach etwas überfordert und mir hilft dann immer der Austausch.


    Also vielleicht hilft es Dir, dass Dein Hund da offensichtlich nicht der Einzige ist (siehe mein anderer Beitrag oben).

    Ja, die ersten Wochen sind anstrengend, das haben wir auch so empfunden, obwohl es nicht mal unser erster Hund ist.


    Aber es wird alles immer besser.


    Geht Ihr in eine Hundeschule? Der Austausch kann auch helfen. Muss ja nicht morgen sein, wenn er besser noch etwas hier ankommen sollte, aber vielleicht in ein-zwei Wochen?

  • Vielen Dank für die Rückmeldung. Tatsächlich klappt das zur Ruhe kommen am besten unter der Woche - aktuell arbeiten wir abwechselnd am Esstisch unten, damit er nicht allein ist und wenn wir dort dran sitzen, liegt er viel drunter und schläft. Ich muss wahrscheinlich entspannter werden, was mir aktuell extrem schwer fällt 😩

  • Ja da sind wir, Freitag Waren wir das erste mal dort. Kommende Woche müssen leider auswetzen, Weiler Giardien hat :(

    Aber es beruhigt mich, dass die ersten Wochen bei euch auch unruhig waren.

  • Verabschiedet euch einfach von dem Gedanken, dass alles von Anfang an funktioniert. Die Welpenzeit ist einfach anstrengend, weil ihr ein kleines Wesen habt, das noch nichts versteht und noch nicht weiss, was von ihm erwartet wird. Da hilf nur Ruhe und Geduld.

    Am besten fahrt ihr, wenn ihr jetzt schon eine Vorstellung davon habt, wie es sein soll, wenn der Kleine mal gross und "vernünftig" ist.

    Ich wusste z.B. dass ich einen Hund wollte, der im Haus Ruhe gibt, weiss wo sein Platz ist und sich da auch hinschicken lässt. Dann überlegt man sich, wie man da mittelfristig hinkommt. Alles was in die richtige Richtung geht, ist gut, alles was dem entgegenläuft, wird unterbunden oder umgelenkt. Natürlich muss man dabei in Betracht ziehen, dass man ein Baby bzw. Kleinkind vor sich hat. Wenn das Baby allein nicht auf seinem Platz zur Ruhe kommen will, kann man z.B. mit ins Hundebett und ein Buch lesen, bis der Kleine angekuschelt eingeschlafen ist. Nachdackeln ist in dem Alter normal, aber man kann Grenzen setzen, indem man z.B. mal Badtür, Klotür oder Küchentür schliesst und das Jammern ignoriert, d.h. für mich, tut was man tun wollte und wiederkommt, wenn man fertig damit ist. Damit grenzt man sich ab und der Hund soll lernen, dass Menschen ihre Dinge tun, die langweilig sind und er dann abgemeldet ist und sich gedulden muss, bis er wieder dran ist. Ich würde den Welpen aber nicht zu sehr aus dem Alltag ausschliessen. Der soll beobachten und seine Schlüsse ziehen, aber er soll nicht ständig im Fokus stehen.

    Ich denke, dass manches schief läuft bei Neuhundehaltern, weil die das Abgrenzen und bei sich bleiben nicht hinkriegen. Abgrenzen heisst aber nicht, dass man z.B. Fehlverhalten wie Möbel anknabbern ignoriert, sondern dass man in der Situation reagiert, eine Alternative anbietet und dann wieder den Focus vom Hund nimmt. Und natürlich gibt es auch Zuwendung. Für einen Baby- und Junghund ist es sehr wichtig, dass das alles in eine für ihn verständliche Tagesstruktur eingebunden ist.

    Beispiel:

    Jeden Tag

    aufstehen, Pippi im Garten, Mensch trinkt Kaffee und Hund ist abgemeldet (kann tun was er will, solange er nichts zerstört)Löserunde, Zuwendung (Spiel, Toben), Fressen, Ruhe (Mensch macht sein Ding, Hund ist abgemeldet), Lösen nach dem Ruhen, Mittagessen vorbereiten (Hund schaut in der Küche zu, liegt dabei), Mittagessen (Hund ist abgemeldet)....

    Wenn die Tagesstruktur jeden Tag ähnlich bzw. gleich ist, dann weiss der Hund bald von selbst, wann nichts passiert, was ihn betrifft und wird, wenn seine Grundbedürfnisse erfüllt sind, von selbst ins Ruhen finden. Gibt es keine verlässliche Tagesstruktur, macht man es dem Hund viel schwerer, weil er in einer Erwartungshaltung feststeckt: Was passiert jetzt? Kommt jetzt was Spannendes?

    Und für mich noch ganz wichtig: immer selbst ruhig bleiben und möglichst gelassen einfach sein Ding durchziehen. Es klappt halt nich alles sofort. Und wenn der Kleine mal statt zu schlafen mit seinem Kuschel durch die Wohnung spackt, dann ist es halt so. Der geht davon nicht kaputt. Der haut sich schon hin, wenn er müde wird, wenn er merkt, dass da nichts Grossartiges passiert. Wenn ihr zu viel Stress und Druck.macht, weil das jetzt genau so klappen muss, erreicht ihr das Gegenteil.

    Ich hoffe, man versteht, was ich mit meinem langen Sermon deutlich machen wollte.

  • Ich würde zu Beruhigungsmitteln raten. :face_screaming_in_fear:


    Aber nicht für den Hund, sondern für Euch. :smiling_face_with_halo:


    Im Ernst. Ich kann es Euch so gut nachempfinden. Als vor fast 6 Jahren mein erster Hund bei mir und meiner Ex einzog, ging es uns genauso. Und wir hatten über ein Jahr das Problem mit ständigen Durchfällen. Heute weiß ich, dass beides eng zusammen hing. Wir waren ständig angespannt, dadurch kam der Hund nicht zur Ruhe und das zeigte sich bei seiner Verdauung. Dazu kamen die Anfängerfehler an der Leine. Nach einem halben Jahr dachte ich, wir schaffen es nicht und müssen ihn wieder abgeben.


    Ihr müsst die Ruhe, die Ihr vom Hund erwartet vorleben und ihm vermitteln. IMMER (!!!) ruhig bleiben, egal was er anstellt und wie sehr er auch aufdreht. Lasst Ihr Euch anstecken, habt Ihr verloren. Ein Anschiss (ja, muss auch mal sein) muss aber auch aus einer souveränen Haltung heraus geschehen. Mit Frust/Ärger etc im Hintergrundgefühl klappt das nicht.


    Und schmeißt die Box weg. Dazu wurde hier (und im ersten Thema) ja bereits genug gesagt.


    LG Matthias

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