Unsicherheiten beim ersten Hund

  • Hallo,

    Hier mein erster Beitrag. Seit einer Woche ist Carlo (4,5 Monate alt - Labrador) bei uns. Ich muss sagen, die ersten Tage waren schon eine krasse Umstellung (wenig Schlaf, alles so organisierten, dass er nicht allein ist usw). Ich glaube ich kann mir jetzt vorstellen, wie Eltern sich fühlen, wenn das Baby frisch geboren ist 😀

    An einigen Stellen herrscht auch echt viel Unsicherheit bei meinem Freund und mir und ich dachte, ich kann mal meine Gedanken teilen und vielleicht gibt es von euch ja ein paar Erfahrungsberichte.

    Zum einen habe ich das Gefühl, dass er recht häufig pipi machen muss (zum Glück haben wir einen Garten) und seine Geschäfte noch nicht wirklich beim Gassi gehen erledigt, sondern zu Hause (also im Garten). Ist das normal? Kann man den Hund umtrainieren?

    Außerdem klappt es schon gut, dass ich zum Zähne putzen mal hoch gehen kann oder den Müll raus bringen und er verhält sich ruhig. Meint ihr man kann darauf nach und nach schon aufbauen und die Minuten, die er allein ist steigern?

    Ab wann habt ihr eure Hunde allein schlafen lassen (Schlafzimmertür würde offen bleiben). Sinn macht es ja wahrscheinlich erst, wenn er tagsüber allein bleiben kann.

    Ich freue mich auf einen Austausch

  • dass er recht häufig pipi machen muss

    Was heißt "recht oft"? so alle 2-3 stunden kann in dem Alter schon noch sein.

    seine Geschäfte noch nicht wirklich beim Gassi gehen erledigt, sondern zu Hause (also im Garten)

    Finde ich nicht ungewöhnlich - wie hat er denn vorher gelebt?

    Kann man den Hund umtrainieren?

    Ich glaube das kommt mit der Zeit von alleine, wenn ihr weniger in den Garten und mehr Gassi geht, sobald er größer ist.

    Meint ihr man kann darauf nach und nach schon aufbauen und die Minuten, die er allein ist steigern?

    Klar, würde ich so machen.

    Ab wann habt ihr eure Hunde allein schlafen lassen

    Die schläft bis heute im Bett. :D

    Sofern alle Türen offen sind und der Hund theoretisch zu euch kann, spricht da nix dagegen.

  • Danke für die Antworten :)


    Also wenn er schläft kommt es mit den 2-3 Stunden hin, manchmal ist es aber auch häufiger. Und bei dem Rest werde ich dann etwas geduldiger sein, bzw das alleinlebend langsam anfangen zu trainieren :) ins Schlafzimmer könnte er nachts tatsächlich nicht, da er nicht hoch soll

  • Hallo und herzlichen Glückwunsch zum Familienzuwachs.


    Zuallererst das Wichtigste:

    1 Woche zum ankommen ist nicht viel.

    Ihr alle seid immer noch in der Kenn-Lern-Phase.

    Seid dabei, euch gegenseitig kennen zu lernen, eine Sprache zu finden, einen gemeinsamen Alltag.


    Ich lese in deinem Text weder Druck noch Ungeduld heraus - mache dir trotzdem bewusst, dass ihr euch ruhig entspannen könnt.

    Unsicherheiten sind erlaubt - und alles was du schreibst ist total im Rahmen.

    Mache dir auch bewusst, dass die Umstellung für euren Hund viel größer ist als für euch. Ihr habt ein neues Familienmitglied und einen neuen Alltag - viel Verantwortung.

    Aber ihr seid zu zweit und kennt euch - der Hund hat alle bezugspersonen verloren. Ihr sprecht dieselbe Sprache und in der Regel ist es der Hund der "menschen verstehen" lernen muss. (Weil er es eben drauf hat ;) )
    Ihr kennt euer Haus, euer Umfeld, eure Zimmer, eure Abläufe - für den 4-Beiner ist wirklich ALLES anders.

    Zudem seid ihr erwachsen - Körper, Psyche und Hormone sind "fertig" - während euer Jungspund gerade in der Übergangsphase steckt zwischen Kleinkind und "Schulkind" - bald beginnt die Pupertät und da feuerts richtig im Gehirn ;)


    Gebt euch Zeit euch aufeinander einzustellen und zusammen zu wachsen =)

    um einen habe ich das Gefühl, dass er recht häufig pipi machen muss (zum Glück haben wir einen Garten) und seine Geschäfte noch nicht wirklich beim Gassi gehen erledigt, sondern zu Hause (also im Garten). Ist das normal? Kann man den Hund umtrainieren?

    Wenn er gar nicht in den Garten machen soll, behandel den garten wie dein "Wohnzimmer". Hund nicht unbeaufsichtigt in den Garten lassen, sobald er anstalten macht sich zu lösen scnappst du ihn und gehst vor die Tür.

    Den Hund lesen lernen (wann muss er, wie ist sein pipi-Rythmus) und Geduld und Konsequenz sind die Zauberwörter.


    Hausregeln (z.B. nicht in den Garten zu pinkeln) sollten von Anfang an gelten - es ist für den Hund einfach unnötig blöd - und für euch auch - jetzt Dinge zu erlauben die später verboten sind.
    Natürlich sollten Hausregeln unter Berücksichtigung der Hundebedürfnisse durchgesetzt werden.

    Sauberkeitserziehung bedeutet alle 2h raus und nach jedem Fressen, Toben, spielen - das sollte der Hund liebevoll und konsenquent lernen dürfen - in seinem Tempo.
    Für euch ist es natürlich anstrengender alle 2h vor die tür als den Hund in den Garten zu lassen.


    Ihm wird es auch helfen, wenn er nur fürs Geschäft immer zur selben Stelle/selben Grünstreifen gebracht wird.
    Routine und bekanntes bringt Sicherheit - Hunde lösen sich dort wo sie sich sicher fühlen.
    ein bisschen Gassi ist sicher auch schon drin - aber wenn es für den zwerg zu aufregend ist, vergisst er das puschern halt. Meint er nicht böse ;)

    Ob das normal ist - ja, kann schon sein, Vor allem wenn er es vorher nicht gelernt hat.

    Sauberkeitserziehung ist ein Zusammenspiel zwischen Fähigkeiten des Hundes (wie bei Kindern - manche brauchen mit 1.5 Jahren keine Windel mehr, andere noch mit 3 - ist halt so) und der Beobachtungsgabe+Konsequenz des hundehalters. Wie gut kann er den Hund und seinen pinkelrythmus "lesen" und reagiert rechtzeiti.

    Außerdem klappt es schon gut, dass ich zum Zähne putzen mal hoch gehen kann oder den Müll raus bringen und er verhält sich ruhig. Meint ihr man kann darauf nach und nach schon aufbauen und die Minuten, die er allein ist steigern?

    Kann man sicher.

    Müssen tut man es mMn nicht.


    Bei einem 4.5 monate altem Hund, der erst eine Woche da ist, würde ich nicht über "alleine bleiben Training" nachdenken.

    Wenn er mir (vermutlich) aus Unsicherheit hinterherläuft, dann braucht er das noch.

    Irgendwann - wenn das Bedürfniss nach Sicherheit/Nähe ausreichend befridigt ist, wird er sich von alleine lösen können - in seinem Tempo.

    Da würde ich nichts "künstlich" mit Methode trainieren. Gras wäscht auch nicht schneller wenn man daran zieht.

    Meinen Alltag weiter leben und den Hund machen lassen. Tabu wäre bei mir - auch von Tag eins - Folgen ins Bad - weil ich das einfach nicht mag.

    Ab wann habt ihr eure Hunde allein schlafen lassen (Schlafzimmertür würde offen bleiben). Sinn macht es ja wahrscheinlich erst, wenn er tagsüber allein bleiben kann.

    Wo schläft er/ihr denn aktuell?

    Wo soll er denn später schlafen?

    Warum kann die Schlafzimmertür nicht jetzt schon aufbleiben und der Hund hat die Wahl?

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Alle 2 std. ist schon normal, solang sie erst lernen müssen, dass sie nicht mehr wie sie mögen unter sich machen können/sollten. Komisch wäre es, wenn ihr genau gesehen habt, dass er in den Garten macht und kurz darauf direkt nochmal und nochmal... Blasenentzündung gibt es auch bei Hunden.
    Unser Labrador Welpe zog vor 2 Wochen ein. Die ersten Tage hatten wir ständig irgendwas verpinkelt, trotz häufigem raus gehen. Zudem macht sie auch nur an eine ruhige Stelle hinterm Haus. Die Geschäfte die sie an anderer Stelle beim Gassi gehen gemacht hat, kann man an einer Hand abzählen. Alleine 3x davon aber seit gestern. Also vielleicht ist bei uns nun nach 2 Wochen endlich der Knoten geplatzt :beaming_face_with_smiling_eyes: .
    Das die kleinen beim Gassi "aufgeregt" sind, muss man ihnen auch nicht immer ansehen. Unsere setzt sich einfach hin und ist irre Aufmerksam und Beobachtet alles.

    Mir ist das Allein bleiben wichtig. Bei uns hat sich nun eingependelt, das wir täglich gewisse Rituale und Übungen fürs Allein bleiben machen. Ich geh auch täglich zur Haustür und gehe einmal raus und schließe die Tür zu und komme dann wieder hinein... Wir haben eine Überwachungskamera über die ich auch mit unserem Hund sprechen könnte. (Mein Verstorbener Rüde aus dem Tierschutz hat mich beim Thema Allein bleiben Traumatisiert. Bei Erwachsenen Hunden die das nicht gelernt haben, kann allein bleiben purer Stress bedeuten. Kein Vergleich zu wohlbehüteten verschlafenen Welpen/Junghunden).

    Bisher durften meine Hunde immer im Bett schlafen, auch unsere kleine die ersten Tage. Das musste ich meinem Kind zuliebe aber ändern. Als unsere kleine also vom Bett ins Körbchen nachts ziehen musste, bedeuteten die ersten Nächte viel Stress, weil ich sie immer wieder ins Körbchen tragen musste.
    Von daher könnt ihr euren Hund auch jetzt schon alleine schlafen lassen. Entweder klappt es Problemlos, oder ihr habt paar anstrengende Nächte vor euch, wo der Hund immer wieder ins Körbchen gebracht werden muss :winking_face_with_tongue: .
    Junge Hunde machen ja auch viel Unfug. Habt ihr das Gefühl euer Hund ist schon angekommen und probiert aus? Wenn ihr ihn vom Schlafzimmer aus so gar nicht im Blick habt, müsste für die Nacht ja auch alles Sicher sein. Also keine Stromführenden Kabel, Putzmittel in Hunde Reichweite etc..

  • Glaub mir, meine Mutter wollte unseren ersten Hund in der ersten Woche vor lauter Überforderung direkt zurückbringen :headbash: Es ist halt schon eine riesen umstellung vom Leben ohne Hund zum leben mit Hund:)) Aber euch erstmal herzlichen Glückwunsch zum Labbi :herzen1:

    Zum einen habe ich das Gefühl, dass er recht häufig pipi machen muss (zum Glück haben wir einen Garten) und seine Geschäfte noch nicht wirklich beim Gassi gehen erledigt, sondern zu Hause (also im Garten). Ist das normal? Kann man den Hund umtrainieren?

    Ganz einfach, lass ihn nicht mehr in den Garten zum Pippi machen sondern gehe jeweils kurz mit ihm raus auf eine Wiese. Früher wollte ich nie, dass meine Hunde in den Garten machen. Deshalb liess ich es einfach nie zu. Ich ging deshalb jeweils nach dem aufwachen, spielen, fressen kurz mit ihnen auf eine Wiese, damit sie dort ihr Geschäft erledigen können=)

    Mhm, also wie merkst du, dass er viel muss. Markiert er oder ist es wirklich ein "Ich muss jetzt ganz schnell raus und erledige SOFORT mein Geschäft"?

    Zitat

    Außerdem klappt es schon gut, dass ich zum Zähne putzen mal hoch gehen kann oder den Müll raus bringen und er verhält sich ruhig. Meint ihr man kann darauf nach und nach schon aufbauen und die Minuten, die er allein ist steigern?

    Ab wann habt ihr eure Hunde allein schlafen lassen (Schlafzimmertür würde offen bleiben). Sinn macht es ja wahrscheinlich erst, wenn er tagsüber allein bleiben kann.

    Ich freue mich auf einen Austausch

    Klar, kannst du das schon steigern, wenn es so schon gut klappt!


    Hier kommt mir kein Hund ins Schlafzimmer oder gar aufs Bett :sweet: Bereits als Welpen schliefen meine Hunde im Wohnzimmer. Anfangs in einer Box. Jemand von uns schlief dann die ersten Tage/ Woche in der noch viel gejammert wurde unten neben der Box auf dem Sofa und hielt über die Nacht einfach die Hand in die Box. Sobald sie nachts nicht gejammert haben schliefen sie alleine unten in einem Kennel mit Wassernapf. Dein Welpe ist jetzt 4.5Monate. Da sollte das wirklich kein Problem sein :)


    Lg retrieverlove

  • Servus,


    also unserer musste in dem Alter so alle 3-3,5 Stunden raus, aber das ist alles individuell und unserer war eben schon ab der 10. Woche bei uns.

    Garten gibt es nicht mehr und Punkt. Wir gehen, seit er so 4,5 bis 5 Monate alt ist ausschließlich nach draußen. (Vorher war noch einmal Garten vor dem Schlafengehen "erlaubt", machen wir aber jetzt nicht mehr).

    Bin selbst gespannt, ob er mal wieder in den Garten pieselt.


    Nach etwas Nachdenken fällt mir ein, dass er von sich aus sich nicht mehr gerne im Garten gelöst hat. Sein "Würstchen" setzte er am liebsten durch den Zaun in Nachbars Garten :D

    Und er lief meist gleich zum Tor, wenn einer mit ihm raus ging und nicht mehr zu unserem Rasen wie vorher....

    Ich denke, das zeigt, dass Hunde ihr Nest schon gerne sauber halten.

    Allerdings kommt es darauf an, was er eben vorher gewöhnt war.


    Alleinelassen würde ich minutenweise auch schon üben, wenn es so schon ganz gut klappt.

    Falls Du eine Kamera hast, schau doch mal, ob er sich da vielleicht gechillt hinlegt. Das ist natürlich das Beste.

  • Vielen Dank für all eure Nachrichten. Dann gehen wir mit ihm noch konsequenter raus, das hat gestern auch schon ganz gut geklappt.

    Ich habe noch eine Frage zu dem nachts schlafen. Wir haben eine Box für ihn und die letzten Nächte auf einer Matratze daneben geschlafen, da hat sich gut drin gelegen (offen). Nun wollen wir trainieren, dass wir auf dem Sofa schlafen und somit nicht direkt neben ihm. Leider hat er sich letzte Nacht dann nicht in die Box gelegt und war eher unruhig. Tagsüber versuchen wir ihn an die Box zu gewöhnen, aber er quiekt da die ganze Zeit drin, außer wenn er zb was zu knabbern hat. Sollen wir das einfach aushalten bis er ruhig ist oder gibt es andere Tipps? Wie gesagt wenn wir neben ihm lagen und die Box auf war hat es echt gut geklappt.

    Vielen Dank!

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