Giardien bei 5 Monate altem Welpen gehen einfach nicht weg!

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    Hallo zusammen! Meine Golden Retriever Dame Polly (fast 20 Wochen alt) hat die Giardien aus ihrem Wurf mitgebracht. Wir wurden darauf aufmerksam, weil einige ihrer Geschwister schlimme Durchfälle und dann positiv auf Giardien getestet wurden. Unser Test war dann - trotz fehlender Symptome - auch positiv. Zuerst wurde mit Panacur behandelt, das hat nichts gebracht. Dann Antibiotikum (Mentronidazol), sie war immer noch positiv. Symptome blieben die ganze Zeit aus, aber sie durfte so natürlich nicht in die Welpenstunde. Dann gab es ein zweites Mal Antibiotikum und einen extremen Hygieneplan: Alle Decken und Handtücher (auf denen sie maximal einen Tag liegt) bei 90 Grad waschen (das haben wir sowieso von Anfang an gemacht). Kothaufen wurden nicht nur eingesammelt, sondern die Stellen auch mit kochendem Wasser übergossen. Jedes Mal, wenn wir mit ihr draußen waren, haben wir ihr den Hintern und die Pfoten in der Badewanne gewaschen. Spielzeug wurde auch täglich abgekocht oder eingefroren. Dazu hat sie dreimal am Tag, jeweils eine halbe Stunde vorm Futter, Morosche Suppe bekommen. Auf getreidefreies Futter haben wir auch umgestellt. Futternäpfe wurden auch mehrmals täglich abgekocht. So. Das Ende vom Lied: Sie ist immer noch positiv und ich weiß einfach nicht mehr weiter. Bei der letzten Behandlung habe ich noch ein natürliches Mittel dazugegeben (nennt sich Giardex) und etwas für das Immunsystem. Jetzt wollen wir ihr noch etwas für den Darmaufbau geben... Mein Freund und ich sind echt fertig und das ganze Gewaschen und Desinfiziere ist so zermürbend (und für ihre Pfoten ist das natürlich auch nicht so toll). Hat jemand noch den ultimativen Geheimtipp??? Ich weiß, dass viele Hunde Giardien haben und das ihr Leben lang und symtomlos bleiben. Ich hätte sie aber wirklich gerne zumindest einmal negativ, dann bin ich beruhigt...

  • Ich kann verstehen, wie irre dich das macht.

    Mein ultimativer Geheimtipp nützt dir jetzt nix mehr, der ist natürlich: den symptomlosen Hund nicht testen lassen. (Polly hat auch sonst wirklich gar nix, kein gestörtes Allgemeinbefinden?)


    Giardien machen dann Probleme, wenn der Hund (oder auch ein anderes Tier, inklusive Mensch) irgendwie immungeschwächt ist. Also parallel eine andere Krankheit vorliegt, es viel Stress gibt, das Tier einfach älter wird oder so. Ich würde deswegen nochmal in die Richtung denken, ob man Polly irgendwie fitter und entspannter machen kann abgesehen von den Giardien, damit Pollys Immunsystem diese Infektion selbst regeln kann.


    Was sagt der Tierarzt denn dazu, was ist sein/ihr Vorschlag?

  • Wohnung und möglichst viele nicht-waschbare Polster täglich mit dem Dampfreiniger reinigen.


    Edit: Der TS Kater im Bekanntenkreis brauchte mehrere Behandlungszyklen mit Metronidazol, bis sie endlich weg waren.

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  • Ja das mit dem nicht testen lassen war auch am Anfang unser Plan, aber unser Tierarzt wollte unbedingt den Test und dann haben wir es halt gemacht...Er hat aktuell auch erst mal keinen Vorschlag, aber stimmt uns zu, erst mal nicht weiter mit Antibiotikum zu behandeln, weil das ihren Darm kaputt macht, denke ich. Sie ist super fit die ganze Zeit, bis auf heute tatsächlich. Seit heute verweigert sie ihr Futter und ist sehr ruhig und schläft viel. Ihr Stuhl ist aber ganz normal und ich hoffe einfach, dass sie nicht gerne frisst, weil sie aktuell ihre Milchzähne verliert. Habe ihr dann vorhin Reis gekocht und mit etwas Joghurt und Nassfutter gemischt, das hat sie zum Glück gefressen...


    Danke trotzdem für die Antwort! :)

  • Einen symptomlosen Hund würde ich persönlich gegen gar nichts behandeln.

    Dein Hund scheint schon ein recht gutes Immunsystem zu haben.

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Wohnung und möglichst viele nicht-waschbare Polster täglich mit dem Dampfreiniger reinigen.


    Edit: Der TS Kater im Bekanntenkreis brauchte mehrere Behandlungszyklen mit Metronidazol, bis sie endlich weg waren.

    Also da wir ihr die ganze Zeit ihre Pfoten waschen und ich alles, auf dem sie liegt bei 90 Grad wasche, habe ich erst mal nicht vor, einen Dampfreiniger zu kaufen... Und das ewige Antibiotikum ist auch nicht sonderlich gut für Ihren Darm..:/

  • Zuerst wurde mit Panacur behandelt, das hat nichts gebracht.

    Wie sah denn jeweils das Behandlungsschema aus?

    (5 Tage Panacur, 7 Tage Pause, 5 Tage Panacur wäre der Giardien Standard wie ich ihn kenne)


    Es ist nicht ungewöhnlich, daß man bei der ersten Behandlung nicht alles erwischt und nach einem Monat die Kur wiederholen muß. Oder eben Metronidazol, evtl mit Panacur kombiniert nimmt.


    Mit einmalig 3 Tage Panacur erwischt man ziemlich sicher nicht alles.

  • Noch zur Ergänzung: Jede "unnötige" Behandlung verschärft das Resistenzproblem ... ich vermute, dass das bei Euch der Fall ist. Je häufiger Du jetzt also die Mittel in den gesunden (!!!) Hund tust, desto mehr hegst und pflegst Du die Giardien, die resistent sind.


    (Ich frag mich ehrlich, welcher Tierarzt einen klinisch gesunden Hund mit diesem Zeug behandelt. Das ist völlig irr.)

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