Mein Hund versteht Leinenführigkeit nicht

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    Hallo zusammen!

    Der Titel ist natürlich nur als Scherz gemeint, eigentlich geht es um mich und mein Verständnis zum Thema Leinenführigkeit 🤣

    Wir möchten es nun mit der 2-Führpunkte-Methode versuchen, Halsband (neben mir laufen, kein Ziehen erlaubt) und Geschirr (muss nicht neben mir laufen, vorlaufen und schnüffeln ist erlaubt) und es klappt auch überraschend gut bisher. Meine Frage ist nun bei folgender Situation: der Hund ist am Geschirr, darf (bei uns) also vorlaufen und schnüffeln. Jetzt passiert es gelegentlich, dass sie doch bis zum Ende der Leine läuft. Sie hängt und zieht dann nicht in der Leine oder so, aber die Leine hängt auch nicht locker durch, sondern ist minimal gespannt. Und so ist Madam dann der Meinung, gehen wir Gassi. Aber so soll das ja nicht sein, die Leine soll schon größtenteils während des Spaziergang durchhängen ohne dass sie leicht gespannt ist.

    Nun hört man, man soll es halt gar nicht dazu kommen lassen, dass sich die Leine so spannt, es also verhindern ... aha! 🤣 Also, und das ist meine Frage, rufe ich sie jedes Mal zurück, kurz bevor die Leine straff wird & gebe ihr ein Leckerlie? Sieht sie da den Zusammenhang, lernt sie es so?


    Bisher mache ich es so, dass ich sie verbal lobe oder Leckerlie gebe, wenn sie ein paar Schritte mit lockerer Leine läuft. Aber das sieht dann so aus: Hund läuft 5 Schritte mit lockerer Leine, Leckerlie, Hund läuft 5 Schritte mit lockerer Leine, Lob, Hund läuft usw.

    Mit dem Ergebnis, dass sie gar nicht zum pullern oder schnüffeln kommt, weil sie die "ganze Zeit" von mir belohnt wird. Fühlt sich irgendwie auch nicht ganz richtig an, zumal sich mein Lob sicher irgendwann abnutzt, oder?


    Wenn sie doch zu dolle in die Leine läuft, versuche ich ihr durch ein "Nein" zu vermitteln, dass das unerwünschtes Verhalten ist und sie das nicht machen soll. Schaut sie dann zu mir und läuft sie dann mit lockerer Leine, gibt's eine Belohnung.


    Weiß jetzt nicht, ob das der richtige Weg ist. Vor allem mit dem "Es gar nicht dazu kommen lassen, dass sie in die Leine läuft", da bin ich irgendwie ratlos. Will sie ja auch nicht totquatschen ... Was meint ihr?


    Liebe Grüße!

  • Meine Sina war auch so eine "am Anschlag"-Leinengeherin, das hat sich von selbst gegeben.

    Wobei mir das ehrlich gesagt egal ist, solange sie nicht zieht.

  • Mir sagte mein Hundetrainer damals in genau dieser Situation: "Man muss nicht jeden Kampf kämpfen."


    Bis heute einer der sinnvollsten Ratschläge, die ich erhalten habe. Ich habe also einfach mein Ziel verändert; statt "die Leine muss immer durchhängen" zu "solange ich die Leine mit 2 Fingern entspannt halten kann, ist alles gut."


    Für das Training der Leinenspannung muss man übrigens nicht mit Leckerlis arbeiten, einige lehnen es sogar ab. Ich selbst setze sehr wohl Leckerlis ein, allerdings wirklich nur ganz am Anfang. Langfristig sehe ich da wenig Sinn drin und das obwohl ich wirklich unglaublich viel und sonst auch langfristig mit Leckerlis arbeite :tropf: Du merkst nämlich das Problem: Der Hund macht nichts mehr anderes.

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  • Mein Rüde läuft am Geschirr auch an gespannter Leine, besonders wenn wir in spannender Gegend unterwegs sind. Das find ich vollkommen in Ordnung. Solange er moderat zieht, ist das ok - aber wenn er sich in die Leine hängt und richtig zieht, dann nicht mehr...


    Manchmal muss man auch mal fünfe gerade sein lassen. Solange du entspannst spazieren gehen kannst, ist doch alles paletti =)

  • Hunter ist auch so ein Am-Ende-der-Leine-Geher. Solange er nicht zieht, finde ich es auch i.O. Und wenn es mich wirklich mal nervt, nehm ich ihn halt in den Gehorsam („Fuß!“). Von einem 3,5 Jahre alten Hund kann man glaub verlangen, dass er mal ne Viertelstunde Fuß läuft.


    Kennt dein Hund „Fuß“? Wie alt ist er?

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Danke für die Antworten!


    Mein Hund ist 5 Jahre alt, wir haben sie seit 9 Monaten. Davor lebte sie auf dem "Dorf", da musste sie glaube ich nie oder selten an der Leine laufen. Jetzt wohnt sie bei uns etwas städtischer, Leine ist Pflicht.

    Ich bin da bei der Leinenführigkeit so penibel, weil ich schwanger bin und ab April dann mit Trage und Hund unterwegs bin. Da wäre es ungünstig, wenn sie zieht 🤔

  • Also, und das ist meine Frage, rufe ich sie jedes Mal zurück, kurz bevor die Leine straff wird & gebe ihr ein Leckerlie? Sieht sie da den Zusammenhang, lernt sie es so?

    Bin sicher sie hat den Zusammenhang schon längst begriffen. Nur vielleicht anders als du es dir erhoffst hast :winking_face: .
    "Ich laufe in die Leine. Werde gerufen. Und bekomm den Keks" :smirking_face: .
    Abnutzen wird sich dein Konzept vermutlich erst, wenn sich dein Hund nur noch Rollend hinter dir her Bewegt :rolling_on_the_floor_laughing:.
    Aber im Freilauf kann ich mir eine Abnutzung vom Abruf durchaus Vorstellen. Wozu eine weite Strecke zurück legen um sich einen Keks abzuholen, wenn es dazu an der Leine nur 2 Schritte braucht?


    Bisher hat bei allen Hunden die ich an der Leine hatte, immer das simple Richtungswechsel Spiel gereicht. Das ganze funktioniert ohne Leckerli, Wortlos ohne Geschirr Tauscherei und ohne Leinenrucker.
    Am Anfang stellst du dich auf eine Möglichst Reizarme Fläche/Wiese (Nicht die Stellen wo dein Hund am liebsten Zeitung liest).
    Und da läufst du Zickzack, Vor und zurück. Wenn dein Hund gewohnt ist, auf Zug zu spazieren, wird er da ganz schön zu tun bekommen. Weil er vermutlich ständig in die Leine bremst.
    Das ganze solange, bis du merkst, dein Hund bremst nicht mehr mit der Leine, sondern guckt dich an und versucht darauf zu reagieren, wohin du gehst.
    Das ganze darf Nervig bis unangenehm für den Hund sein. Aber da findet ein Lernprozess im Hirn statt "Ich muss auf den Menschen gucken" und das ist anstrengend. Also ca. 5-10 Minuten bis es dann ne Weile gut klappt und dann reicht es.
    (Der Hund soll nicht Frustriert werden, wenn er angeleint ist. Nur verstehen, das er sich deinen Bewegungen besser anpassen muss)

    Es ist wichtig, darauf zu achten, dass du nicht dabei an der Leine Zuppelst und keine Signale an den Hund sendest. Er soll von sich aus, auf dich achten.

    Wenn das auf der Wiese super klappt, kannst du das selbe Spiel auf euren Wegen einbauen. (Nicht an der Lieblings Zeitungslese Stelle deines Hundes).
    Du wirst merken, das dein Hund das Training von der Wiese auch auf Wegen schnell begreift und sich deinen Bewegungen anpasst.

    Ab da kannst du auch kleine Fallen für den Hund einbauen, wenn ihr Spazieren geht. Wenn eine Abzweigung kommt und dein Hund voran geht und einfach geradeaus weiter latschen möchte ohne sich nach dir umzudrehen, um nachzuschauen wohin du willst. Dann drehst du kommentarlos in die Seitenstraße ab.
    Wenn du das ein paar mal gemacht hast, weiß dein Hund, dass er an Abzweigungen kurz zu dir schauen sollte. (Ist später im Freilauf dann auch sehr entspannt, wenn der Hund bei Abzweigungen stehen bleibt und entweder auf dich wartet oder du von weitem die Richtung anweisen kannst).

    Was die Lieblings Schnüffel und Zeitungslese Stellen angeht, hab ich bei meinen Hunden immer ein Auge zu gedrückt :relieved_face: . Dahin Schleifen lassen, hab ich mich nicht. Aber wenn ich endlich weiter wollte, gabs schon ein kurzes "Weiter".
    Aber alle anderen Wege waren bei uns üblicherweise Wortlos an lockerer Leine.

  • Ich hab mal von einem Freud den Spruch gehört "meine alte Hündin musste mich immer spüren" - hieß in dem Fall auch Leine war immer bis zum Ende ausgenutzt und hing nicht durch ohne das sie gezogen hätte. Ich kann auch gut damit leben!

  • Ich mache es bei meinen beiden auch so, am Halsband bei Fuß gehen und am Geschirr dürfen sie rumschnüffeln und mehr oder weniger machen was sie wollen.


    Wollte dir nur sagen, mir geht es ähnlich: Ich habe nie einen Weg gefunden, wie ich dem Hund beibringen kann, dass er zwar an lockerer Leine laufen aber nicht ziehen darf. Habe unzählige Beschreibungen und Anleitungen versucht, ich habs nicht kapiert und konnte es auch meinen Hunden nicht vermitteln. :ka:


    Viel einfacher klappt das bei Fuß gehen, das konnten wir gut in der Hundeschule trainieren und beide wissen worum es geht.


    Ich beschränk mich nur darauf, wenn sich einer mal am Gschirr zu sehr in die Leine hängt, gibts schon eine kurze Zurechtweisung. So kommen wir ganz gut durch.


    Das einzige was mich bei der 2-Führpunkte-Methode noch stört: Wenn sie bei Fuß gehen sollen, muss ich immer zuerst aufs Halsband umhängen. Manchmal wenn es schnell gehen soll ist das etwas umständlich und mühsam.


    Also ich kann dir jetzt nicht wirklich einen Tip geben der dir weiterhilft, aber so wie es scheint geht es anderen ähnlich, und wenn der Hund nicht extrem zieht würd ich es mal dabei belassen.

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