Welpe/Junghund fängt vor und während dem Spaziergang plötzlich durchdrehen an

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    Hallo zusammen,


    ich habe einen border collie Welpen (4 Monate alt). Er ist ein wirklich toller Kerl und wir gehen auch in die Hundeschule (erst zwei Stunden). Wenn es Gassi geht (noch in der Wohnung) dreht er aber seit neuestem total hohl. Er will sich kaum noch anleinen lassen. Wenn die Haustür aufgeht ist es total vorbei und es beginnt die irre Mischung aus quietschen/bellen/ziehen. Wir haben die Spaziergänge eigentlich immer ruhig begonnen und ruhig beendet, er hat sich vor der Tür immer hingesetzt und auf unser okay gewartet.

    Aber nun ist das nicht mehr möglich weil er vor Aufregung gar nicht mehr reagiert. Wir haben ihn die letzten 2-3x durch den Hausflur getragen weil es einfach nicht mehr geklappt hat. Egal wie oft wir die Tür wieder zu gemacht haben oder gewartet haben bis es nicht mehr zieht und ihn versucht haben zu beruhigen - nichts funktioniert. Seit 1-2 Tagen fängt er diesen quietschen/ziehen auch draußen an wenn es wieder Richtung nach Hause geht.

    Heute war dann die absolute „Eskalation“. Wir sind an einen See zum spazieren gefahren. Nach 10 Minuten hat er plötzlich das Verhalten gezeigt welches eigentlich immer vor dem spazieren war. Ziehen, bellen quietschen… er hat alles und jeden angebellt. Wir haben seit klein auf ruhiges zu schauen bei Fahrrad, Jogger oder Fußgänger geübt und es hat IMMER geklappt aber heute war er nicht mehr aufzuhalten ….

    er hatte eigentlich immer eine Schleppleine um die Welt zu erkunden. Die letzten Male haben wir die kurze (2-3m) Leine genommen und leinentraining gemacht. Haben wir ihn damit vielleicht überfordert?

    ich danke jedem der sich die Mühe macht den Beitrag zu lesen. Vllt hat der ein oder andere ja einen Rat oder ähnliche Erfahrungen gemacht.

    danke!

  • Kannst du mal grob skizzieren, wie euer Tagesablauf aussieht? Und wie ist euer Haushalt, eher ruhig oder mit viel Trubel durch Familie und Besucher?


    Es könnten tatsächlich zu viel Eindrücke sein, die den Wlpen überfordeern und durchdrehen lassen, drum frage ich.

  • Kannst du bitte mal euren Tagesablauf schildern ? Also wann ruhen/schlafen, füttern, wie oft und wie lange Gassi, wie lange und wie oft an der kurzen Leine , wieviele Trainingseinheiten.

    Wohnsituation Stadt/Land usw. wäre auch hilfreich.

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  • Also unser Tagesablauf sieht so aus:


    Aufstehen - fressen - gassi gehen. Manchmal trödel ich und mach die Terrasse noch auf weil ich erst esse und mich fertig mach. Jetzt hatten wir Urlaub und der kleine hat etwas länger geschlafen als wir wenn wir arbeiten. Dann ging es immer erst später raus. Entweder gehen wir ganz klassisch in seiner Umgebung raus oder aber wir fahren mit dem Auto wo hing wir sind aber nie länger als 20-30 Minuten draußen. Prinzipiell ist es bei uns sehr ruhig aber immer wieder mal kommt Besuch. Eine Freundin von mir kommt ziemlich oft die kennt er aber seit Anfang an. Nachdem wir die erste Runde gassi waren gehts wieder heim und er schläft (Bzw. Ich bringe ihn dazu runter zu kommen und zu schlafen)

    Wenn er wach ist spielen wir ein bisschen oder trainieren etwas …

    Mittags gehts wieder kurz raus und Abend wieder (Abend aber immer nur eine sehr kleine Runde) und wie gesagt die Zwischenzeiten werden immer etwas anders gestaltet… spielen, trainieren schlafen kuscheln 🙈 oder er bekommt was tun kauen oder zerbeißen (klorollen usw)

    Jetzt im Urlaub war’s oft so das wir länger geschlafen haben - wir haben gewartet bis er uns weckt uns sind manchmal erSt gegen mittags raus und damit nur 2x am Tag.

  • Hm.

    Ich würde da mehr Struktur reinbringen... Border sind happy, wenn sie wissen, dass JETZT die Zeit zum Abschalten gekommen ist. Wenn sie nicht wissen, was Cooles passiert, bleiben sie in Erwartungshaltung, das würde ich zuhause vermeiden wollen, sie schalten dann nicht ab. Die Zwischenzeiten würde ich langweilig gestalten. Action und Arbeit draußen. (Also so im Groben - jetzt nicht das arme Tierchen zuhause zu 100% ignorieren.)

    Grüßle

    Silvia

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Kannst du bitte mal euren Tagesablauf schildern ? Also wann ruhen/schlafen, füttern, wie oft und wie lange Gassi, wie lange und wie oft an der kurzen Leine , wieviele Trainingseinheiten.

    Wohnsituation Stadt/Land usw. wäre auch hilfreich.

    Noch ganz grob:


    Gassi gehen 2-3x pro Tag jeweils 10-30 Minuten. Bis jetzt gab es immer die lange Leine und seit 2-3 Tagen nehmen wir die kürzere. Trainingseinheiten haben wir meisten 3-4 Stück ca. 5 Minuten am Tag. Wir wohnen sehr ländlich ☺️

  • Hm, ich würde da auch mehr Struktur reinbringen, und auch öfters rausgehen - oder geht es zwischendurch in den Garten? Border neigen sehr dazu, Erwartungshaltungen aufzubauen...


    Wie lang ist denn die "lange Leine"? Wie sieht es denn mit Freilauf und Hundekontakt aus, gibt es das regelmässig? Einen Hund von 4 Monaten nur an kurzer Leine zu führen ist keine Lösung, das ist extrem stressig für den Jungspund und führt nur zu noch mehr überdrehen. Der muss mal fetzen könnnen, sonst tobt er eben drinnen oder an der Leine.

  • Hm, ich würde da auch mehr Struktur reinbringen, und auch öfters rausgehen - oder geht es zwischendurch in den Garten? Border neigen sehr dazu, Erwartungshaltungen aufzubauen...


    Wie lang ist denn die "lange Leine"? Wie sieht es denn mit Freilauf und Hundekontakt aus, gibt es das regelmässig? Einen Hund von 4 Monaten nur an kurzer Leine zu führen ist keine Lösung, das ist extrem stressig für den Jungspund und führt nur zu noch mehr überdrehen. Der muss mal fetzen könnnen, sonst tobt er eben drinnen oder an der Leine.

    Ja die Struktur war anfangs sehr gut und durch den Urlaub etwas durcheinander geraten - die muss wieder her. Die lange Leine ist 10 meter. Regelmäßiger Hundekontakt zu anderen hat er. Im Urlaub Hatte er an zwei aufeinander folgenden Tagen Hunde getroffen mit den er ausgiebig gespielt hat. Am nächsten Tag hatte er sehr stark Durchfall und Erbrechen (wir waren beim Tierarzt —> Würmer) ihm ging es überhaupt nicht gut und wir waren einen Tag nicht draußen sondern nur Garten. Vielleicht war das auch ein knack Punkt ? Plus dem durcheinander gebrachten Alltag? noch dazu das wir dann mit der kurzen Leine gestartet haben 😢

  • Ich würde das Programm erstmal runter fahren. Mit das Programm meine ich das Training. Die Zeitdauer des Trainings ist in meinen Augen viel zu viel für das kleine Hundekind.

    Erstmal würde ich jetzt wieder Struktur herstellen und wenn es dann mit Leinentraining weiter geht reichen auch erstmal 2min am Tag.

    Habt Spaß gemeinsam geniest die Welpenzeit und lasst den kleinen einfach die Welt erkunden und seit für ihn die jenigen die ihm Ruhe und Entspannung bieten.


    Genau so schnell wie die Border (nicht nur Border aber hier geht es ja grad darum) positive Dinge lernen können genau so schnell kann es eben auch in die Gegenrichtung umschlagen.

    Hab selber 3 Bordernasen hier und manchmal ist es einfach Fluch und Segen zugleich wie schnell sie etwas lernen.

    Überforderung führt gleichzeitig auch ganz schnell zum überdrehen oder eben Anspannung durch Erwartungshaltungen.

  • Ja, das häufige Training würd ich auch reduzieren - 1x täglich 5 Minuten reicht. Mal abrufen beim Gassi tut man ja eh, und die Alltagsdinge laufen so nebenher. Das ist reichlich genug. Mit 4 Monaten hat keiner meiner Hunde "funktioniert", die sind alle mal ausgeflippt. Dem begegnet man am Besten mit Ruhe, Geduld und Humor.


    Wichtig ist IMO, dass der Hund sich wirklich mal frei bewegen darf, am Besten ganz ohne Leine - die muss ja bei Hundkontakten und Spiel eh ab. Ist gerade zu dieser Zeit in ländlicher Wohnlage nicht so schwierig, man fragt nett den Bauern, ob man auf abgemähter Wiese oder Feld.... Wäre ideal auch für ein Spiel mit dm Hundekumpel

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