Plötzlich ist die Treppe ein Problem

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    Hallo zusammen,


    ich brauche mal ein paar Ideen, da Sasa seit Sonntag ein komisches Verhalten an den Tag legt. Sasa ist seit einigen Monaten bei uns und anderthalb Jahre alt.


    Ich muss dazu etwas ausholen:


    Normalerweise arbeite ich von Zuhause aus (mit wenigen Ausnahmen), bin also immer da. Von Anfang an hat es ganz gut geklappt, dass sie sich währenddessen in meinem Arbeitszimmer ins Körbchen legt. Klar habe ich sie da nicht den ganzen Tag ignoriert, sondern auch mal geschmust oder gespielt mit ihr.

    Seit einigen Wochen, seit sie mutiger geworden ist, geht sie auch mal aus dem Arbeitszimmer raus, legt sich ins Schlafzimmer oder geht die Treppe runter und legt sich ins Wohnzimmer, kommt dann aber irgendwann wieder. Die Treppe war bisher überhaupt kein Problem.

    Jetzt ist sie eines geworden.


    Es begann am Sonntag, als ich am Schreibtisch saß und gearbeitet habe. Sasa läuft runter und irgendwann fängt sie an zu jaulen und zu "bellen" (sie bellt nicht, sie wüffelt leise). Da es eine halbe Stunde vor üblichen Gassirunde war, so pi mal Daumen, bin ich runter zu ihr und bin mit ihr raus. Sie lief dann auch eine Stunde 1a, ohne dass sie gehumpelt hätte oder irgendwas anderes am Bewegungsapparat komisch gewesen wäre.

    Seit Sonntag aber geht sie die Treppe nicht mehr hoch. Ich habe sie komplett abgetastet, sie zeigt keine Schmerzen. Ihre Bewegungen sind komplett normal, wenn sie spielt, rennt sie auch ganz normal, stürzt sich mit Karacho auf ihr Spielzeug, wenn man es wirft, macht Männchen, geht beim Pipi nur auf die Vorderbeine und balanciert dabei, springt auf den Hinterbeinen in die Luft, wenn man die Transportbox in die Hand nimmt. Auch die Krallen sind in einem guten Zustand. Sie läuft die Treppe auch ohne Probleme noch runter.

    Ich kann nicht erkennen, dass sie irgendwelche Schmerzen hat oder irgendwas am Bewegungsapparat eingeschränkt wäre.

    Die Treppen im Treppenhaus läuft sie auch nicht mehr, die trage ich sie jetzt hoch. (Gut, dass sie so leicht ist.) Allerdings ist sie dort auch vorher schon manchmal nur nach mehrfacher Aufforderung hoch, weil wir einige Hunde im Haus haben, und bei den einen findet sie die Gerüche interessant, vor einem hat sie eher Angst.

    Falls das wichtig wäre: Wasser und ausreichend Deckchen und Kissen sind oben und unten für sie. Es gibt also keinen für mich nachvollziehbaren Grund, warum "unten" besser sein könnte als "oben". Auch kann sie unten und oben auf ein Sofa gehen, was sie sehr gerne macht.


    Beim Gassi gehen wir auf dem Weg zum Feld ein paar Stufen hoch und wieder runter. Vor dieser Treppe hat sie diese Probleme nicht, die läuft sie ohne zu zögern.


    Ich habe in den letzten ein, zwei Wochen mehr zu arbeiten und weniger Zeit für sie. Ich bin trotzdem quasi immer Zuhause und wenn sie mal kommt, weise ich sie auch selten ab, außer ich muss mich gerade sehr konzentrieren. Aber normalerweise "nervt" sie beim Arbeiten auch nicht, sondern liegt in ihrem Körbchen, bis ich eine Pause mache. "Weniger Zeit" bedeutet aber immer noch, dass ich sehr viel Zeit für sie habe, ich muss zwar viel arbeiten, habe aber oft die Möglichkeit, mich zwischendurch mit ihr zu beschäftigen. Den Großteil des Tages schläft sie aber sowieso, sie hat kein Problem damit, zur Ruhe zu kommen, wenn sie im Arbeitszimmer in ihrem Körbchen liegt.

    Wenn ich die Türe nicht schließe, läuft sie aber die Treppe runter und hockt dann jaulend unten vor der Treppe. Und nein, sie kommt auch nicht hoch, wenn ich mit den leckersten Leckerlis winke. Wenn die Türe geschlossen ist, wie jetzt, döst sie vor sich hin, jagt mal zwischendurch nach ihrem Spielzeug, kaut auf etwas rum. Und ab und an kommt sie und will sich mal kraulen lassen.


    Ich bin mir unsicher, was dahinter steckt. Und ja, ich möchte das gerne beim Tierarzt abklären lassen, hätte aber gerne Input, was es sein könnte. An welche möglichen körperlichen Ursachen ich denken sollte oder ob sie einfach Aufmerksamkeit einfordert. Damit ich beim Tierarzt mehr sagen kann als: "Sie läuft gerade und normal, zeigt keine Schmerzen, geht aber die Treppe nicht mehr hoch."


    Ich wäre dankbar für einen Tipp, woran das liegen könnte, damit ich beim Tierarzt evtl. eine kluge Idee anbringen könnte, wonach er suchen könnte. Danke an alle, die den kleinen "Roman" gelesen haben. Vielleicht ist es zu ausführlich, aber ich wollte versuchen, die Lage detailliert darzustellen. :smile:

  • wenn sie unten ist leg mal Leckerlies auf die Stufen und dann gehst du wieder hoch arbeiten. Lass sie man drüber nachdenken. Wenn du mitbekommst sie will sich vorkämpfen dann geh hin setz dich nur 2 Stufen über sie hin und ermuntere sie ruhig. Am nächsten Tag eben 2 stufen mehr. Aber vielleicht reichen die Leckerlies und unbeobachtet sein auch schon

  • Unser Hund war vor Kurzem sehr krank und ist die Treppe bzw. zwei Stufen hinuntergefallen. Er hat sich danach einige Tage lang nicht mehr getraut, die Treppe zu laufen. Vielleicht ist eurer auch doof abgerutscht oder so und hat das jetzt blöd verknüpft?


    Wir haben unseren dann das Geschirr angezogen und ihn ein paar Mal gestützt, als das gut klappte, sind wir gemeinsam die Treppe hoch und mittlerweile läuft er sie wieder problemlos ohne zu zögern. Ich schätze, er hatte einfach Angst, dass er nochmal fällt.

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  • Danke für eure Rückmeldung. Ich habe auch schon überlegt, ob sie vielleicht blöd gestolpert ist und deshalb nicht mag.


    Die Treppe liegt jetzt voller Leckerlis. :D


    Dann kann ich auch sehen, ob sie vielleicht hochgeht, wenn ich nicht da bin (muss gleich kurz einkaufen).


    Ich gebe zu, dass das Jaulen schon schwer zu ertragen ist. Ich will ja nicht unnötig hart sein, wenn sie wirklich etwas hat. Aber mich wundert es halt total, dass sie sonst in ihrer Bewegung überhaupt keine Anzeichen von Schmerzen zeigt, mich eben sogar aufgefordert hat, mit ihr durch die Wohnung zu rennen. Aber natürlich nur runter, nicht hoch. :muede:

  • Malik durfte unsere Treppe nicht hoch, wegen der Katze. Er ist problemlos alle anderen Treppen gelaufen. Wegen Renovierung haben wir dann oben gewohnt und er musste mit. Wir haben es mit gut zureden, mit Leckerlis und anderen Sachen versucht, keine Chance. Wir haben ihn dann sein Geschirr angezogen und mit Fuß hochbegleitet. Das gleiche nach unten. Jetzt flitzt er die Treppe rauf und runter dass ich Angst habe, er fällt mal.

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  • Ari läuft bestimmte Treppen nicht hoch (runter geht lustigerweise meistens).

    Wir vermuten, dass er irgendwann Treppen als rutschig und gefährlich abgespeichert hat. Denn, wir haben es ihm mehrfach mühevoll auftrainiert, und jedesmal wenn er in irgendeiner Form gerutscht ist waren wir wieder komplett am Anfang. Irgendwas hat er sich da gespeichert und das kriegen wir auch nicht mehr komplett raus.


    Nach dem 3. Mal haben wir dann aufgegeben. Er muss den Typ Treppe eh sehr, sehr selten hoch. In den Fällen wird er dann halt getragen. Das ist aber bei uns der Vorteil.


    physioclaudi hat aber mit ihrem Collie ordentlich gearbeitet bis sie ihn jetzt soweit hat, dass er normal läuft. Das war auch ein psychisches Problem und kein funktionales.

    Das scheint mir aber bei Treppenproblemen eh deutlich häufiger zu sein.

  • War ja klar: Kaum berichte ich über das Problem, kommt das kleine Monster schon hochgelaufen, während ich noch im Bad bin. Und ich war echt nicht lange im Bad.

    Leider habe ich sie nicht gesehen, also nicht gesehen, ob sie auf der Treppe irgendwelche Schmerzen hat oder ob sie ganz normal wie vorher hochhuscht. Bin natürlich noch zwei Mal mit ihr runter - und sie kam, trotz Gejaule, zwei Mal wieder hoch, nachdem ich wieder am Schreibtisch saß.


    Die Leckerlis liegen aber fast alle noch. Nur die erste und die letzte Stufe sind leergeräumt.


    Ich werde das auf jeden Fall beobachten, bin mir aber unsicher, ob ich da etwas ärztlich abklären lassen sollte. Denn ansonsten hat sie ja keine Probleme. Ich bin zwar eher vorsichtig mit sowas, möchte sie aber nicht wegen nichts noch mehr (?) stressen.

  • Ich würde mir da ehrlich gesagt keine großen Sorgen machen. Vor allem wenn sie sonst komplett unauffällig ist.

    Meine Vermutung wäre wirklich eher, dass sie doof gerutscht ist oder so und sich deshalb erstmal nicht getraut hat.


    Auch, dass die Leckerli in der Mitte der Treppe noch liegen spricht für mich da eher für. Oft wollen diese Hunde es am Anfang erstmal schnell hinter sich bringen, da ist auf der Treppe anhalten um zu fressen keine Option sozusagen.

    In den Zeiten wo Ari gelaufen ist hat er das auch so gemacht - Anfang und Ende konnte durch Strecken leer gefressen werden, aber an die Mitte kam er so nicht ran und anhalten war definitiv keine Option für ihn. Und er ist definitiv eher Marke sehr verfressen.


    Wenn der "Leidensdruck" nach oben zu wollen groß genug ist und die Angst nicht zu stark, dann gehen die meisten Hunde irgendwann auch wieder die Treppen. Oft am Anfang etwas hektisch, später irgendwann wieder normal, wenn sie feststellen, dass die Treppe sie nicht frisst ^^

  • Ich vermute auch, dass da eine blöde Verknüpfung passiert ist. Vielleicht ist sie runter gelaufen, hat auf der Treppe gedreht um wieder hoch zu kommen und da hat was gezwickt - zack Verknüpfung da.


    Ich würde mal die Kniescheiben, Stichwort Patella Luxation, nachschauen lassen. Kleine Hunde haben da ja öfter Probleme mit und die hüpfen bei bestimmten Bewegungen mal raus, was sehr unangenehm ist. Bei normaler Bewegung merkt man davon aber nichts. Das würde mir noch einfallen als Tipp. :nicken:

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