Mein erster Senior - und ich bin völlig überfordert! Er möchte nicht mehr alleine bleiben.. und jault oft ohne (für mich ersichtlichen) Grund ??

  • Hallooo zusammen ..


    vielleicht hat der ein oder andere ja schon ganz ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir vielleicht helfen zu lokalisieren, wo meine Fehler in meinem Verhalten liegen.


    Ich habe nun schon so einige Beiträge gelesen, Videos angeschaut, den Rat einiger anderer Hundebesitzer eingeholt und dennoch werde ich aus meinem kleinen Tropf einfach nicht schlau!



    Kurz zur Vorgeschichte:



    Mein Tropf um den es sich handelt heißt Pascha.


    Er ist ein mini Prager Rattler und inzwischen 11 Jahre alt!


    Als Pascha zu mir gekommen ist, war ich gerade 16 Jahre alt.


    Er war ein Geschenk von meinem Papa an mich, weil unser Familienhund kurz zuvor vergiftet wurde.


    Leider ist es sehr naheliegend, das Pascha einer der sogenannten "Kofferraum" Hunde ist, obwohl mein Papa ihn in einem Haus abgeholt hat, mit richtiger Adresse und Kaffe trinken im Wohnzimmer.


    Angeblich wurde die Hündin der Familie im Urlaub "versehentlich" geschwängert und Pascha ist der letzte zu vermittelnde Welpe.


    Angeblich geimpft und wohlauf.



    Natürlich ist Papa gleich mit uns und Pascha zum Tierarzt gefahren, welcher feststellte das Pascha wahrscheinlich um die 5 Wochen alt sein muss, nicht entwurmt wurde und sein besagter Impfpass für die EU überhaupt nicht zulässig ist (als Leie weiß ich natürlich nicht, ob das so stimmt, also vertraut man seinem Tierarzt in der Hinsicht erstmal).


    Dort eingetragene Impfungen wären so wohl garnicht möglich in dem Alter und Herzgeräusche habe er auch. ( das mit den Herzgeräuschen stimmt! Erst im Januar diesen Jahres bei einem großen Check-Up hat ein anderer Tierarzt das nochmal bestätigt, aber es beeinträchtigt Pascha nicht)


    Pascha hatte dann das Unglück, sich mit cA 8 Monaten beide Vorderläufe durch einen Sturz zu brechen.


    Eine Bekannte der Familie hat ihn bei einem gemeinsamen Spaziergang, während sie auf ihn Achtgab damit Mama zur Toilette gehen kann, angeblich aus Kniehöhe auf eine Wiese fallen lassen und dabei ist es geschehen. Ich selbst war nicht dabei und kann zu dieser Geschichte nicht viel sagen, außer das ich der Aussage der Bekannten sehr skeptisch gegenüber stehe.


    Ich war jedenfalls völlig aufgelöst, als ich am Abend zu Hause einen Hund mit zwei Gipsbeinen vorfand!


    Nach zwei Operationen, externen Fixateuren, und Wochenlanger krankenpflege haben wir dieses schreckliche Ereignis endlich hinter uns gebracht.


    Ich denke, dass dieses wirkliche intensive zusammensein eine starke Bindung zwischen uns aufgebaut hat, weil er sich zeitweise sehr stark auf mich verlassen MUSSTE.


    Pascha lief und läuft von nun an sehr tapsig, aber quietschfidel durch die Welt.


    Warum erzähle ich soviel um den heißen Brei.. in der Hoffnung, dass ihr euch so ein besseres Bild von Pascha und seinen Erlebnissen machen könnt, die vielleicht (oder wie ich glaube, sehr wahrscheinlich ..) negativ zu seiner Situation beigetragen haben.


    Mit 19 musste ich dann von zu Hause ausziehen, weil meine Eltern beschlossen, 70km nach außerhalb zu ziehen und ich noch zur Schule ging.


    So zog Pascha vorläufig zu meinen Eltern, bis ich ein halbes Jahr später gemeinsam mit meinem Ex Freund eine Wohnung fand, in welcher ich ihn bei mir haben konnte.


    Da fing es dann schon an, dass wenn ich aus dem Haus ging, Pascha schreiend vor der Tür stand. 45 Minuten sagten die Nachbarn, schrie er ununterbrochen als ob man ihm die Rute abhackt.


    Ich hab dann geübt, erst in der Wohnung, die Türen hinter mir zu schließen, ganz selbstverständlich auch wenn es nicht nötig gewesen wäre, damit er lernt: Türen gehen auf und zu, ich bin nie lange weg und er muss nicht immer dabei sein.


    Das ging dann auch ganz gut und später konnte er ohne Probleme zu Hause bleiben.


    Das selbe Spiel hatte ich bei 3 weiteren Umzügen.


    Am Anfang war es ganz schlimm, dann wurde es besser und verschwand. Üben, üben ..



    Zuletzt wohnte ich mit meinem jetzigen Freund 6 Jahre lang in Frankfurt.


    Da konnte Pascha immer sehr gut alleine bleiben, auch wenn ich lange auf der Arbeit war.


    In der zwischenzeit zog auch Lilly bei uns ein, eine cA 4 Jährige Mischlingshündin aus Rumänien, die ich aus dem Tierheim aufgenommen habe.


    Beide lieben sich sehr, spielen zusammen, putzen sich, schlafen sogar ab und zu gemeinsam in einem Bett.


    Sie fressen sogar beide aus einem Napf zusammen, obwohl jeder seinen eigenen hat.



    Und jetzt (ENDLICH!!! :woozy_face: ) zu meinem eigentlichen Problem!



    Wir mussten vor 9 Wochen SCHONWIEDER umziehen..


    Unser Leben war wirklich turbulent und ich gehe ganz stark davon aus, dass diese vielen Umzüge viel dazu beigetragen haben das es nun genau so ist, wie es eben ist!


    Pascha lässt sich seit dem Umzug auf überhaupt kein allein-sein mehr ein!


    Wenn ich nur ins Badezimmer gehe, springt er aus dem Bett wie von der Terantel gebissen und rennt mir hinterher.


    Wenn ich die Badtür schließe, versucht er sie aufzustoßen und wenn das nicht klappt, dann schreit und jault er ganz fürchterlich.


    Und auch schon wenn ich zum Kleiderschrank gehe und beginne mich anzuziehen, wird er nervös, fiept und winselt, tänzelt mir in den Füßen herum und versucht mich zu kontrollieren, in dem er mir zB auf den Schoß klettert beim Strümpfe oder Schuhe anziehen.


    Manchmal hat er solchen stress, nur durchs anziehen, das er das Fell sträubt, zittert und zeitweise richtig Schuppt!


    Dabei nehme ich ihn seit dem Umzug zu 90% mit, wenn ich mich anziehe und dann weggehe.


    Nun bin ich ja zum Glück noch zu Hause, aber wenn ich demnächst wieder zu Arbeiten anfange, was soll dann werden?? Ich bin wirklich besorgt!



    Ich habe schon versucht ihn einfach zu ignorieren, 2 - 3 Wochen lang. Als ob er garnicht jaulen oder fiepen würde. Nix. Er hat Ausdauer.



    Ich hab versucht, ihn mit einem bestimmten "Nein! Schluss!" zur Ruhe zu bewegen, aber dann wird er einfach lauter ?! Als ob er diskutiert!


    In seltenen Fällen wird er ruhiger und knatscht nur noch kaum hörbar, aber nie für lange.



    Dann habe ich versucht, seinen Stress anzunehmen, habe ihn gestreichelt und geherzt und in sein Bettchen gesetzt, ihn gestreichelt und mit ihm geredet, bis ich das Gefühl hatte er wird ruhiger.


    Aber wenn ich aufstehe geht das gleiche Spiel von vorne los.


    Unser Nachbar von nebenan hat sich bereits schon mehrmals beschwert (verständlicher Weise..).


    Ich habe ihm die Situation erklärt, aber Verständnis möchte er keines aufbringen.


    Demnach bin ich nun etwas im Handlungsstress..



    Ich versuche Pascha überall mit hin zu nehmen wo es nur geht, aber als es nun so heiß war konnte ich ihn während dem Einkauf schlecht im Auto lassen!


    Und draußen anbinden kommt für mich nicht in Frage..


    Also musste der Nachbar eben mal ne Stunde da durch..


    Ist ja aber auch kein Zustand :face_with_head_bandage:



    Ich habe mir nun extra schon eine Kamera besorgt, damit ich sehen kann was Pascha macht wenn ich weg bin.


    Er schreit, etwa alle 10-20 Minuten, für die Dauer von 1 - 2 Minuten ununterbrochen.


    Dann legt er sich hin, angespannt mit Radarohren denn er könnte ja was hören, und dann wieder von vorn.



    Habe in der letzten Zeit bevor ich ging immer Kaustängchen verteilt.


    Damit ist Pascha dann eine Weile beschäftigt und merkt garnicht, das ich weggehe. Oder es ist ihm einfach egal, Schlüssel und Tür hört er ja.


    Er nimmt sich dann die Zeit das aufzuessen, bevor er loslegt .. :face_with_rolling_eyes:



    Ich hatte auch den Gedanken, dass wenn ich Pascha 24/7 überall mit hinnehme, das alleine sein nur schwerer wird in Zukunft.

    Liege ich da richtig oder irre ich mich total?

    Braucht er jetzt gerade einfach die Sicherheit und ich sollte sie ihm uneingeschränkt gewähren??

    Ich bin echt total überfragt!


    Außerdem fängt er an, ganz komische neue Sachen zu machen..


    Wenn wir Gassi gehen im Wald, dann darf er immer ohne Leine gehen.

    Und er geht dann mit Lilly gemeinsam vor, schnuppert an Blumen aber plötzlich bleibt er stehen, völlig unwillkürlich (für mich), jault auf, so wie wenn er nach mir ruft wenn ich im Bad oder zum Einkaufen bin (weiß ich ja, durch die Kamera.. und den netten Nachbarn...) und rennt dann einfach weiter, als wäre nie was gewesen. Manchmal dreht er sich nichtmal nach mir um.


    Er bleibt einfach stehen, jault einmal sehr laut und geht weiter. :thinking_face:


    Und wenn wir beim Spazieren stehen bleiben, weil wir zB mit anderen Hundebesitzern ins Gespräch kommen, dann fiept er auch, manchmal so laut das wir uns garnicht mehr unterhalten können. Das macht er solange, bis wir irgendwann weiter gehen.


    Da hilft kein Ermahnen, kein Ablenken durch zB Kommandos wie Sitz oder Platz, kein Zuppeln an der Leine, garnichts.


    Da muss ich irgendeinen gewaltigen Fehler machen, aber mir ist absolut nicht klar, wie ich das besser machen kann..



    Zu diesem ganzen Berg kommt noch, das Pascha inzwischen wirklich schlecht sehen kann.


    Wir waren beim Tierarzt und haben ihn untersuchen lassen, der Arzt sagt alles ist gut, das gehört zum Alter eben dazu.


    Am Tag ist auch alles soweit ok, da sieht er noch recht gut, stößt sich nur selten an irgendwas.


    Wenn es aber Abends dunkel wird, ist er beinahe völlig Blind.


    Draußen beim Gassi braucht er viel unerstützung, sonst fällt er Bordsteine runter oder rauf, stößt sich an geparkten Autos und und und.. Aber das haben wir inzwischen auch ganz gut raus..


    Also nun..


    Alleine bleiben geht einfach garnicht mehr..


    Altersbedingtes schlechtes sehen, viele Umzüge..


    viele ungünstige oder wirklich falsche Verhaltensweisen von mir..


    Was kann ich tun, um meinen Tropf zu unterstützen?


    Was kann ich an mir und meinem Verhalten ändern, damit Pascha zu Hause wieder entspannen kann, oder ist der Zug nun abgefahren? :frowning_face:


    Soll ich ihm bedingungslose Liebe schenken, bis ich das Gefühl habe dass er wirklich angekommen ist, oder lieber einen Alltag simulieren wie es ihn noch vor dem letzten Umzug gab ?


    Oder besser was ganz anderes ??


    Ich bin wirklich furchtbar überfordert und möchte wirklich gerne an mir arbeiten, um den Schaden zu begrenzen..



    Ich hoffe, jemand hat den ein oder anderen lieben Rat für mich!

  • das alleine sein nur schwerer wird in Zukunft.

    Schwerer als jetzt geht ja kaum noch.

    Dein Hund hat massiven Stress - der wird nicht weniger durch ignorieren.


    Bisher hast du nur versucht Symptome zu bekämpfen (Kaustange zur Ablenkung, überall hin mitnehmen).

    Effektiver ist es, die Ursache zu beheben.

    Pascha braucht jetzt, denke ich, ganz ganz oft die Erfahrung, dass dein Verschwinden positiv für ihn ist, bzw. zumindest kein Stressauslöser ist.

    Das wird sehr viel Geduld, Zeit und kleinschrittiges Training erfordern.

    Außerdem sehr viel Planung und Organisation.

    Denn jedes mal wenn er wieder massiven Stress hat (indem ein Minuten lang schreit) wird jedes Training zunichte gemacht.

    Das heißt stressige Situationen sollten komplett vermieden werden.


    Ich würde das hinter her laufen in der Wohnung sehr konsequent unterbinden.

    Ihn immer wieder auf den Platz zurück schicken. Da muss man dann den längeren Atem haben und ggf. 200 mal am Tag den Hund ins Körbchen schicken.



    Er bleibt einfach stehen, jault einmal sehr laut und geht weiter.

    klingt nach Schmerzen?

    Was kann ich tun, um meinen Tropf zu unterstützen?

    ich würde es mit konditionierter Entspannung versuchen.

    Es gibt dafür gute Anleitungen einfach im Netz zu finden.

    Auch mit dem TA würde ich mal sprechen ob es eine Art Beruhigungsmittel gibt welches man vorrübergehend geben könnte, um Stress raus zu nehmen.

    Unter Stress lernt kein Hund.

    Erstmal müssen Bedingungen geschaffen werden, damit der Hund aufnahmefähig ist.


    Falls machbar, können Struktur und Rituale auch sehr helfen Stress und Unsicherheit zu nehmen.

    Gleicher Tagesablauf, gleiche Gassi Strecken.

    Aber Beruhigungsmittel sollten keine Daueroption sein.

    Viel Erfolg euch.

  • Eins muss ich vielleicht noch fix anfügen:


    Mein Freund hat einen Bruder, der selbst zwei Hunde hat.

    Pascha versteht sich mit beiden sehr gut und auch der Bruder ist für ihn jemanden, über den er sich freut wenn er zB mal zu besuch kommt.

    Auch in der Wohnung des Bruders ist Pascha sehr regelmäßiger Gast mit uns gemeinsam.


    Ich hab dann also schon zwei drei mal inzwischen den Bruder gebeten auf Pascha und Lilly aufzupassen, wenn wir wohin mussten, wo Hunde garnicht möglich waren.

    Er hat das auch bereitwillig gemacht und jedes mal wenn wir zurückkmen berichtet, dass Pascha fast durchweg gejault und gejammert hat.

    Lilly würde sich wohl immer versuchen zu Pascha dazu zu legen und verfolgt ihn auch, wenn er in der Wohnung umher geht, aber es beruhigt ihn nicht.

    Weder die Anwesenheit von Lilly, noch die des Bruders, den er ja kennt und mag :frowning_face:


    Und auch in unserer Wohnung, wo die Tochter meines Freundes regelmäßig zu Hause ist, jault er wenn ich gehe obwohl die Tochter und manchmal sogar mein Freund beide mit ihm zusammen sind.

  • Danke für die schnelle Antwort!


    Schmerzen habe ich im Bezug auf das Jaulen beim Gassi zuerst auch gedacht, vorallem vielleicht durch Wetterwechsel und die Brüche (Wetterfühlig?)

    Habe das aber beim Tierarzt klären lassen, er ist wohlauf.

    Nur warum er das macht, konnte der Arzt mir auch nicht genau sagen.

    Demente Hunde machen sowas wohl gelegentlich, aber es weist nichts weiter auf eine Demenz hin.



    Danke aufjedenfall für den Tipp mit den Beruhigungsmitteln!

    Darauf werde ich den TA beim nächsten mal direkt mal ansprechen.

    konditionierter Entspannung werde ich auch googlen. Da gibts ja bestimmt auch was bei Youtube.

  • Hallo,hat der Tierarzt denn „ grauen Star‘‘ diagnostiziert?Wenn er gegen Autos usw. stößt, finde ich das schon bedenklich….. dann sieht er ja kaum noch. Ich würde das Sehvermögen von einem Augenspezialisten abklären lassen. Mit der eventuellen fast-Blindheit hängt vielleicht auch ganz viel Unsicherheit und Panik zusammen…..alles Gute für Euch

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Da wäre ich mir ziemlich sicher. Generelle Unsicherheit und daraus resultierendes Klammern an die Bezugsperson sind ganz typisch für einen erblindenden Hund. War bei meiner Hündin auch so, als sie plötzlich blind wurde. Die haben einfach Riesenangst, allein in dieser unerklärlichen Dunkelheit zu bleiben - und das ist ja auch gut nachvollziehbar. Ein Hund versteht nicht, was ihm da geschieht, er merkt nur, dass ihm die ganze gewohnte Welt entgleitet, und er will sich an dir sozusagen festhalten. Und zwar möglichst dauernd.

  • Ach herrje, das tut mir sehr leid. Mag sein das der Umzug eine Rolle spielt, aber dazu sind es einfach zu viele Baustellen.


    Ich habe gerade meinen vierten alten Hund und alle konnten als sie wirklich alt wurden nicht mehr alleine bleiben. Aber dazu wäre 11 noch zu jung.


    Für mich klingt das wirklich nach einem gesundheitlichen Problem. Wer ist schon gerne alleine wenn er krank ist oder Schmerzen hat.

    Die Demenz meiner Hündin fing damals mit ständigen Jaulen und fiepen an, aber da war sie 14.


    Mein jetziger Rüde ist auch 11 und durch eine Krankheit verschlechtert sich gerade sein Sehvermögen. Er ist auch viel anhänglicher im Moment, wir tun gerade alles seine Sehkraft noch ein wenig zu erhalten. Das kommt natürlich auf die Ursache an.


    Was mir auffällt das Pascha in der Lage ist zu fressen wenn du weggehst. Ein Hund der richtige Trennungsangst hat kann das eigentlich nicht.


    Man könnte schauen ob man 1 oder 2 Wochen Schmerzmittel gibt. Wird das Verhalten dann besser , werden Schmerzen die Ursache sein.


    Ansonsten wirklich kleinschrittig am alleine bleiben arbeiten.

  • Hallo zusammen und vielen Dank für all die lieben Rückmeldungen!


    Noch vor dem Umzug waren wir bei zwei verschiedenen Tierärzten und beide sagten, sein Blind-werden sei altersbedingt.

    Ich hatte nämlich zu aller erst die riesen Befürchtung, Pascha könnte unter Glaukom leiden!

    Weil er sich die Augen so oft rieb..

    Aber mir wurde zweimal gesagt, er würde eine Pollenallergie haben und habe daher homöopathische Augentropfen mitbekommen.

    Die habens nach meiner Meinung aber nicht sonderlich getan..

    ich weiß jetzt nichtmal mehr, wie die hießen..


    Habe dann, nach dem ich gemerkt habe das die Medikamente keine große Wirkung zeigten, nach jedem Gassi mit einem feuchten Lappen sein Gesicht abgerieben..


    Ich werde Pascha dann wohl am besten Zeitnah nochmal völlig durchchecken lassen! :frowning_face:


    Eine Frage zu den Schmerzmitteln, käme Traumeel in Frage?

    Ich hörte von einigen Hundebesitzern, dass man das gut geben kann.

    Andere sagen, das bringt garnichts.

    Würde das aber gegebenenfalls mal ausprobieren.

    Oder lieber Finger weg?


    Nochmal vielen Dank!

  • Hallo,

    das hört sich schwierig an.


    Unser Beagle war dement und taub. In der Übergangszeit, als er taub wurde, war er auch extrem anhänglich und verfolgte mich auf Schritt und Tritt. Nachdem ich dann mehrfach über ihn gestolpert bin, habe ich ihn immer wieder in seinen Korb zurück gebracht. Er hatte Probleme mit Arthrose und beim Aufstehen und Laufen Schmerzen. Er hatte eine orthopädisches Hundebett, da lag er besser drin. Als Schmerzmittel bekam er über Jahre Dexboron als Dauermedikation (vom Tierarzt empfohlen).


    Unser Zwergpinscher-Mix hat einige Zeit (nach einer Verstauchung) Traumeel bekommen. Wegen der Dosierung bitte den Tierarzt fragen, ein Prager Rattler ist ja sehr leicht. Das Schreien beim Spaziergang klingt für mich nach Schmerzen, evtl von den alten Beinbrüchen?


    Bitte gib ihm keine Kaustange wenn er alleine ist - unser alter Beagle hat sich mal an einer verschluckt und wäre fast erstickt.

    Vielleicht kann er sich mit einem gefüllten Kong beschäftigen.


    Hilft es ihm, wenn du ihm ein getragenes Kleidungsstück von dir gibst, wenn er allein bleiben muss?

    Unser alter Beagle hat sich dann beruhigt, wenn er z.B. Socken mit in seinen Korb schleppen durfte.


    Alles Gute


    Chrissi mit Speedy

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