Hund - Herzwürmer

  • Ich bin erstaunt das ich kein einziges Thema hierzu im Forum finde.


    Hatte noch keiner hier mal einen Fall mit Herzwürmern?


    Gerade bei den aus Spanien, Süd-Ost Europa eingefuehrten Hunden hätte ich das nun eigentlich erwartet.


    Ich habe von Preisen pro Spritze Melarsomin (Immiticide®) von 500 bis 1500 US-Dollar pro Spritze gelesen, je nach Größe des Hundes usw. :face_with_head_bandage:


    Hier in den Philippinen ähnliche Preise. Ich müsste mit knapp einem Monatsgehalt pro Spritze rechnen.


    Wieviel kostet das in Deutschland? Da hab ich bisher noch keine konkreten Preise gesehen.


    Eine Hundeversicherung haben wir nicht. Ich wusste bis vor kurzem nicht mal das die hier sowas haben. Soweit ich weiss gibt es nur einen Anbieter. Und ob der was taugt ist dann auch fraglich.



    Meine Ärztin gibt ihr, Sidney (sie ist relativ klein und wiegt 8,5 Kg), nun Ivermectin und Doxycilin. Die "slow kill" Methode. Doxycilin um die Bakterien abzutöten von denen die Würmer profitieren. Dazu Vitamine und Mineralien weil sie auch Blutarmut hat. Weiße Blutkörperchen, rote und Blättchen - alle verdammt niedrig. Leber und Nierenwerte sind ok. Lunge ist nicht betroffen bzw. geschädigt.


    Die anderen Hunde haben jetzt erst mal vorbeugend direkt ne Dosis Ivermectin bekommen. Und nächste Woche kommt sie vorbei und nimmt eine Blutprobe von allen mit. Sie kommt eh hierher weil wir so ziemlich alle Viecher impfen lassen wollen, auf ein mal. Mittlerweile 8 Katzen und 5 Hunde - das ist so herum einfacher als alle 1-2 Monate mit einem Tier zu ihr in die Praxis zu fahren. :dizzy_face:


    Sie meint, vom Preis her abgesehen, hat sie damit bisher gute Erfahrung gemacht. Bei Melarsomin meinte sie, müsse man den Hund dann wirklich wochenlang (glaube sie hat wochenlang gesagt), komplett ruhig halten. Kein Spielen, kein Treppe steigen, kein Gassi gehen etc.

    Ich meine dazu noch, also mein Gedankenspiel - ist sie doch recht klein und ich bin kein Arzt, kann mir aber vorstellen das ihre Aterien auch entsprechend viel kleiner im Durchmesser sind als bei Großen Hunden und daher die Gefahr noch größer ist.


    Nun ja. Das arme Ding. Meine Frau meint, sie hätte gelesen das die Hunde das spüren können, wie die Würmer sich an Herz und Lunge bewegen. Stimmt das? Ist ja furchtbar fies wenn das stimmen würde. Vielleicht schläft sie deshalb auch nicht mehr so viel und fest in letzter Zeit?



    Das ist die kleine arme...unser fake fox....sie sieht aus wie ein Fuchs wenn sie die Ohren nach oben aufstellt:



    • Neu

    Hallo,


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    • Meine Hündin aus Zypern wurde hier in Deutschland auf Herzwürmer getestet. Es bewahrheitete sich zum Glück nicht, aber die Therapie wären Tabletten gewesen. Das hatte ich gleich bei dem Verdacht erfragt.


      Mehr kann ich dazu leider nicht beitragen. Ich hoffe die Therapie schlägt gut an bei Sidney. Sie ist echt putzig.

    • Nachtrag: Ich habe von der American Heartworm Society gelesen das diese sich gegen Ivermectin Behandlung, also der "slow kill method" ausspricht und Melarsomin bevorzugt- allerdings werden die auch u.a. von diesem Hersteller gesponsert (siehe sponsors, auf deren Webseite). Und wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing, ist meine Befürchtung. Insofern habe ich da kein allzugrosses Vertrauen in diese Meinung.

      Deutsche Webseiten/Empfehlungen richten sich allerdings auch nach der American Heartworm Society. Preise werden gar nicht genannt.

      Immerhin wird die hohe Thrombosegefahr erwähnt.



      Meine Hündin aus Zypern wurde hier in Deutschland auf Herzwürmer getestet. Es bewahrheitete sich zum Glück nicht, aber die Therapie wären Tabletten gewesen. Das hatte ich gleich bei dem Verdacht erfragt.


      Mehr kann ich dazu leider nicht beitragen. Ich hoffe die Therapie schlägt gut an bei Sidney. Sie ist echt putzig.


      Ahh. Ach ja? Tabletten, keine Spritze? Das wäre ja dann Ivermectin. Danke für deinen Beitrag. :smiling_face: :thumbs_up:


      Zitat


      Sie ist echt putzig.

      Sie hat nen absoluten Sockenschuss - im positiven Sinne :D


      Ich gehe von einem positiven Verlauf aus. :)

    • Wir hatten bevor wir Josie adoptiert haben, einen Hund im Tierheim im Auge. Alfi, weiß ich noch wie heute… Alfi kam aus Rumänien und saß im Hamburger Tierheim mit Herzwürmern. Uns wurde gesagt, dass sie dagegen Tabletten bekommt und es schon fast weg ist. Leider fand Alfi unseren Ersthund gar nicht gut, eher zum auffressen.

      Ich mag Hunde mit Sockenschuss xD. Ich habe auch ein Exemplar davon.

      Daumen sind fest gedrückt. Ich finde es übrigens klasse, das ihr viele Tiere von der Straße geholt habt. Bei euch herrschen da bestimmt schlimme Zustände. Ich kenne das nur aus dem TV und es zereißt einem echt das Herz.

    • Wir hatten bevor wir Josie adoptiert haben, einen Hund im Tierheim im Auge. Alfi, weiß ich noch wie heute… Alfi kam aus Rumänien und saß im Hamburger Tierheim mit Herzwürmern. Uns wurde gesagt, dass sie dagegen Tabletten bekommt und es schon fast weg ist. Leider fand Alfi unseren Ersthund gar nicht gut, eher zum auffressen.

      Ich mag Hunde mit Sockenschuss xD. Ich habe auch ein Exemplar davon.

      Daumen sind fest gedrückt. Ich finde es übrigens klasse, das ihr viele Tiere von der Straße geholt habt. Bei euch herrschen da bestimmt schlimme Zustände. Ich kenne das nur aus dem TV und es zereißt einem echt das Herz.

      Vielen Dank 🙂 Also noch ein Kandidat mit Tabletten. Das gibt mir mehr Vertrauen in die Behandlung.



      Ja man muss hier leider einfach versuchen weg zu schauen und es nicht auf sich wirken lassen. Verdrängen.

      Man kann ihnen ja leider nicht allen helfen.

      Wir haben uns finanziell eigentlich schon beinahe übernommen mit den vielen Viechern.

      Ich bin derjenige der sie immer anschleppt und meine Frau ist diejenige die sie nicht zur Vermittlung los lassen kann. :dizzy_face:

      • Neu

      Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

      Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


      Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


      Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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      Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


      Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


    • Man darf nicht vergessen, dass gerade Hunde im Tierheim nicht die vielleicht beste Behandlung bekommen können, sondern idR eine bezahlbare, die im Zweifel höhere Risiken, mehr Nebenwirkungen oder eine geringere Wirksamkeit hat.

      Da werden bspw gebrochene Beine auch mal amputiert, statt ner Osteosynthese.


      Ich persönlich würde für meinen Hund also nicht den Maßstab wählen, den Tierheime ansetzen, sondern das, was für meinen Hund am besten ist. Und dafür würde ich einen Spezialisten konsultieren und weder Dr. Google, noch ein Laienforum maßgeblich werten.


      Dazu gehört dann aber auch, sein persönliches Limit zu kennen, bei dem man seinen Tieren eine optimale Versorgung ermöglichen kann und keins zurück stecken muss, nur weil es zu viele sind. Da kommt man doch wieder auf Tierheim-Ebene und dann muss man eben doch Kompromisse eingehen und ggf Dinge nur zweitklassig-gut aus kostengründen machen.

    • Wir warten noch auf die Email vom Arzt.


      Aber sie hat uns bereits mitgeteilt das ihre Werte drastisch schlechter geworden sind.


      Sie sagt auch das Sydney wohl eine...mir faellt das deutsche Wort gerade nicht ein...unterliegende Krankheit hat. Underlaying condition.

      Sie meint das es normalerweise niemals so schnell verlaeuft. Sie muss noch etwas haben das bisher symptomlos verlief und nun zu dieser drastischen Verschlechterung in wenigen Tagen seit Behandlungsbeginn gefuehrt hat. Alleine schon das ihre Blutwerte von Anfang an so schlecht waren, ist ungewoehnlich. Jedenfalls fuer einen bisher scheinbar gesunden und sehr aktiven Hund.


      Die Organe die die roten Blutkoerperchen und Blaettchen produzieren, versagen bereits aufgrund der Infektion.


      Wir muessen sie bereits seit heute mit der Spritze/Kanuele fuettern, weil sie nicht mehr fressen mag. Sie geht nur ab und an zum Wasser zum trinken. Die Treppe auf und ab tragen wir sie. Damit sie sich draussen erleichtern kann. Dann will sie auch direkt wieder liegen.

      Sie ist sehr lethargisch.


      Die Aerztin meint ihre Ueberlebenschancen sind sehr gering bei dem aktuellen Verlauf. Sie reagiert nicht auf die Medikamente und ihre Werte verschlechtern sich. Auch die Werte der Organe verschlechtern sich jetzt, wenn ich sie vorhin richtig verstanden habe (habe nur das Gespraech zwischen ihr und meiner Frau mitgehoert und nicht alles richtig verstanden - ich werde die Werte aber selber nachher sehen)


      Bevor sie aber irgendwelche Kraempfe oder aehnliches bekommt und droht daran zu sterben (naja...droht nicht sondern wuerde es dann ja wohl), werde ich sie umgehend beim Arzt vorbei bringen und einschlaefern lassen. Ich moechte so lange es geht ihr noch die Chance geben sich zu erholen. Solange sie nicht leidet mit Schmerzen/Kraempfen.


      Meine Frau wird das richtig hart treffen. Hat es eigentlich schon. Noch haelt sie sich einigermassen Tapfer. Mich wird es erst reissen, wenn es soweit sein sollte. Ich bin da anders veranlagt.



      Jetzt haette ich beinahe vergessen zu erwaehnen - wir haben ja noch 4 weitere Hunde. Die haben wir gestern auch testen lassen. Alle sind ok, bis auf Espresso aka Brownie, die kleene dunkelbraune.


      Allerdings sind ihre Blutwerte noch vollkommen normal. Sie ist auch noch genauso aktiv und alles stimmt bei ihr soweit. Sie hatte ja schon vorsorglich vor 2 Wochen Ivermectin erhalten. In 2 Wochen erhaelt sie dann die naechste Dosis.


      P.s.: Und wie ich das gerade schreibe, hat sich Sydney uebergeben. Alles von gestern Abend und heute kam raus. Gar nicht gut :(



      Man darf nicht vergessen

      Ich gebe Dir soweit recht.

      Allerdings.

      Bitte auch nicht vergessen, wir leben in einem 3. Weltland. Die allermeisten Tierkliniken hier haben nicht mal ein Ultraschall oder Roentgengeraet. Selbst die wenigsten Zahnaerzte haben hier ein Roentgengeraet.


      Von der nicht ganz so guten medizinischen Ausbildung abgesehen haben die meisten Aerzte nicht allzu umfaengliche Erfahrungen mit allem. Denn die meisten Tierhalter haben fuer die Mehrheit der noetigen Prozeduren das Geld gar nicht.


      Wir haben jetzt bereits fast ein halbes Monatsgehalt ausgegeben. (das beinhaltet aber auch die Impfungen fuer alle, die jetzt im Oktober anstanden und die Bluttests fuer alle)

      Und ich gehoere mit meinem Gehalt hier zur gehobenen Mittelschicht. In Deutschland waere das nur gerade knapp ueber Mindestlohn.


      Wir haben die Tiere halt alle aufgenommen weil bis auf 2 von denen, keiner ueberlebt haette, auf der Strasse. Da denkt man halt erst mal nicht so wirklich ueber Geld nach.

    • Hier unser Chaot hatte Herzwürmer.


      Er bekam 4 Wochen lang Doxi irgendwas und wurde in den 4 Wochen 4x entwurmt.


      Dann bekam er 2x irgendein Medikament gespritzt und durfte dann 14 Tage wirklich kaum Bewegung haben, danach noch 4 Wochen spazieren gehen an der kurzen Leine und monatlich entwurmen.


      Diagnose bekamen wir Ende Dezember/Anfang Januar 2020, bei der letzten Wiederholung des Bluttests im Dezember 2020 waren wir sie endlich los.


      Es war ein anstrengender und teurer Weg, aber er hat sich gelohnt.


      Man hat ihm aber auch nie irgendwas angemerkt.

    • Ja genau das ist die im englischen sogenannte fast kill Variante.


      Doxicyline (oder so aehnlich) ist ein Antibiotikum das es den Wuermern im Larvenstadium erschwert sich zu ernaehren und dadurch schwaecht.


      Das andere Medikament was er dann bekam ist Melarsomin (Immiticide®).


      Unsere Aerztin hat das nicht mal und muesste uns an einen anderen Arzt verweisen. Soweit ich gelesen habe, bekommt der Hund dann auch ne kurze Narkose, weil die Spritze wohl extrem schmerzhaft sein soll.

      • Neu

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