Aggressives Verhalten am Arbeitsplatz.

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    Hallo :winken:


    Ich bin neu hier und melde mich gleich mal mit einem Problem, für das ich bitte ein paar Erfahrungen/Tipps suche.


    Ich habe zwei Huskys, Hündinnen namens Ariana und Blue. Ariana ist 5 Jahre alt und lebt bei mir seit sie ein Welpe ist. Blue ist mein Neuzugang, sie ist 2 Jahre alt und stammt aus dem Tierschutz. Ich habe Blue vor 4 Monaten adoptiert. In meinem Beitrag geht es um Blue.


    Ich habe das große Glück, dass ich meine Hunde zur Arbeit mitnehmen kann. Ich arbeite in einem Einzelbüro mit Kundenkontakt, nicht viel aber doch ein paar Leute täglich. Mein Chef ist ein großer Hundefreund, hat selbst seine beiden Hunde immer dabei und so gab er mir das ok, dass ich zukünftig statt einem auch zwei Hunde mitbringen darf.


    Das ging leider voll in die Hose. Vor einem Monat kam es zu einem richtig blöden Vorfall und ich spreche von großem Glück, dass ich überhaupt noch eine Arbeit habe.


    Blue und Ariana liegen im Büro auf ihren Decken. Ariana kennt das von klein auf und auch Blue hat sich schnell daran gewöhnt und wirkte immer vollkommen entspannt.


    Naja, wie gesagt, vor einem Monat hatte ich einen Stammkunden im Büro, wir waren in ein Gespräch vertieft als es passierte. Blue hat gebissen, den Kunden ins Bein. Sie hat zum Glück sofort wieder losgelassen. Es hat aber trotzdem geblutet und musste ärztlich behandelt werden. Zum Glück konnte das geklärt werden und ich bin hier auch nicht wegen den versicherungstechnischen Sachen. Ich bin hier, weil Blue seitdem die Pest ist in der Arbeit.


    Sie bellt wie verrückt wenn Leute das Büro betreten wollen, sie knurrt selbst Kollegen an, die sie von Tag 1 an jeden Tag gesehen hat. Niemand darf in ihre Nähe kommen.


    Ich habe mir Hilfe von einer Trainerin geholt, die mir eine Box ans Herz legte. Gut, theoretisch schützt das natürlich die Kunden und Kollegen, aber praktisch ist es eine Katastrophe, weil Blue sich einfach nicht daran gewöhnt. Sobald die Box zu ist heult sie in einer Tour. Ich habe die Box ganz langsam angewöhnt, hab sie täglich darin gefüttert. Solange das Teil offen ist liegt sie sogar freiwillig drinnen, aber die Tür zumachen funktioniert einfach nicht.


    Habt ihr irgendwelche Geheimtipps, wie man Hunde am besten an eine Box gewöhnt, vor Allem nachdem diese schon zum Hassobjekt erklärt wurde?


    Habt ihr noch andere Vorschläge, wie man dieses Problem angehen könnte?


    Anleinen geht leider nicht, da sie trotzdem austickt und den Kunden Angst macht. Das erlaubt der Chef nicht. Ich stehe langsam vor einem Problem, weil er kurz davor ist mir zu verbieten Blue mitzunehmen. Aber ich kann sie nicht zuhause lassen, sie bleibt schlecht alleine und außerdem reden wir hier von fast 10 Stunden, die ich inklusive Fahrt außer Haus verbringe.


    Wenn ich das Problem gar nicht in den Griff bekomme muss ich sie leider wieder abgeben, da ich es nicht riskieren kann meine Arbeit zu verlieren.


    Sorry, wenn das etwas wirr geschrieben ist. Falls irgendwas unklar ist, bitte nachfragen.


    Ich bedanke mich schon einmal für eure Antworten.

  • Woher kommt sie denn? Tierschutz kann ja vieles heißen.



    Klingt für mich nicht so, als wäre das eine trainierbare Sache. Zumindest nicht unter den gegebenen Umständen (Situation und Verhalten treten mehrmals täglich auf). Klingt nach Stress pur.

  • Ohje was eine unschöne Situation 😞

    Zur Box Wäre es möglich sie in der Box anzuleinen? So das die Box offen bleiben kann (sie aber ja dann scheinbar gerne drin liegt).

    Was für eine Box nutzt du? Größe/Material etc und hast du diese nur auf der Arbeit oder z.B. auch im Auto/Zuhause oder Ähnliches?


    War der Trainer/die Trainerin vor Ort um sich das Ganze anzuschauen?


    Wo sind die Plätze der Hunde von der Büroaufteilung her? Hinter dir? Neben dir? Wie weit weg von der Tür usw.


    Wie ist sie Zuhause wenn Besuch kommt?

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  • Puh, das ist ja heftig! Und du hast, wie dir aber sicher bewusst ist, einen wirklich toleranten Chef, dass er dir die Mitnahme nach diesem Vorfall nicht direkt verboten hat.


    Was ist denn bekannt über Blues Vorgeschichte? Wie regiert sie außerhalb des Bürosettings auf Menschen? Wie hast du sie an den neuen Alltag inklusive der Bürozeit gewöhnt?



    Ich denke, das Antrainieren einer Box als Rückzugsort könnte schon sinnvoll sein, allerdings finde ich es zu lange, wenn das Ziel wäre, dass der Hund täglich 8h in einer geschlossenen Box verbringen soll. Da ist halt die Frage, selbst wenn der Hund die Box gut annimmt, ist so ein Leben wirklich erstrebenswert für den Hund auf Dauer?

    Hier kommt halt dazu, dass die Box nun ordentlich negativ verknüpft ist. Das muss wohl ganz kleinschrittig neu trainiert werden - und das braucht Zeit. In deiner Lage jetzt natürlich schwierig.


    Gäbe es denn zumindest für Blue vorübergehend Betreuungsoptionen? Sodass du deine Arbeit ungestört machen und in Ruhe mit Blue üben kannst und sie tagsüber gut betreut ist? Das muss dnn aber natürlich, da es bereits zu einem Beißvorfall kam, eine Person mit viel Hundeerfahrung und einem hohen Verantwortungsbewusstsein sein, nicht die tierliebende Studentin die sich n bissl was dazuverdienen möchte, indem sie unkomplizierte Hunde sittet...

  • Woher kommt sie denn? Tierschutz kann ja vieles heißen.

    Sie stammt aus dem inländischen Tierheim. Also kein traumatisierter Auslandshund oder so.

    Zur Box Wäre es möglich sie in der Box anzuleinen? So das die Box offen bleiben kann (sie aber ja dann scheinbar gerne drin liegt).

    Möglich wäre es, wird mein Chef aber nicht durchgehen lassen, weil es den Kunden trotzdem Angst macht, wenn die Box offen ist. Sie trägt zwar einen Maulkorb, aber die Bedingung, dass sie weiterhin mitkommen darf ist, dass sie sich entweder wieder "einkriegt" oder dass sie in der geschlossenen Box bleibt.

    Was für eine Box nutzt du? Größe/Material etc und hast du diese nur auf der Arbeit oder z.B. auch im Auto/Zuhause oder Ähnliches?

    Eine große Metall Gitterbox. Ich habe die gleiche auch zuhause, weil das die Trainerin damals für die Gewöhnung empfohlen hat.

    War der Trainer/die Trainerin vor Ort um sich das Ganze anzuschauen?

    Ja, sie war einmal da und da kam eben sofort die Idee mit der Box. Ich war etwas enttäuscht von dem Training, weil sie meinte, dass man da nicht viel machen kann außer die Symptome bekämpfen und sie mit Hilfe der Box ruhig stellen. Ich war auch insgesamt nur zweimal bei der Trainerin, weil es für mich keine wirkliche Hilfe war. Das war meine erste Erfahrung mit einer Einzelstunde und ich weiß nicht ob das immer so abläuft oder ob es sich auszahlt jemand neues zu suchen?

    Wo sind die Plätze der Hunde von der Büroaufteilung her? Hinter dir? Neben dir? Wie weit weg von der Tür usw.

    Sie sind hinter mir, direkt an der Wand, auf der anderen Seite von der Tür. Also so ungefähr 5 Meter entfernt. Ich sitze quasi zwischen ihnen und der Tür.

    Wie ist sie Zuhause wenn Besuch kommt?

    Sie hat vor etwa 10 Tagen angefangen das gleiche Verhalten zu zeigen, wenn wir zuhause Besuch bekommen. Daheim kann ich sie aber zusammen mit Ari in den Garten bringen und dort gibt sie auch Ruhe und ist glücklich.

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    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Also nur in die Box sperren und Systembekämpfung betreiben finde ich auch etwas dürftig. Man sollte schon auch mal gucken, warum der Hund dieses Verhalten zeigt, Überforderung? Schlechte Erfahrungen mit Menschen? Schutzverhalten? Das ist ja auch wichtig dafür, den Hund besser zu verstehen und somit gut unterstützen und passend anleiten zu können.

  • Okay das versteh ich natürlich, dass der Chef das nicht will.

    Wie oft/wie lange muss sie dann am Tag in der geschlossenen Box aushalten?

    Wenn sie das Verhalten Zuhause auch zeigt, würde ich das Zuhause zum Trainieren nutzen anstatt in die Vermeidung zu gehen.

    Weil im Büro ja auch nicht die Möglichkeit besteht sie in den Garten zu bringen.


    Woher kommst du?

    Grundsätzlich macht es bei solchen Fällen sicherlich Sinn noch einen anderen Trainer zu kontaktieren vielleicht kann man dir jemanden empfehlen, wenn wir wissen wo her kommst.

  • Hast du die Möglichkeit zumindest kurz- oder mittelfristig (ein paar Wochen, zwei Monate oder so) auf eine andere Art der Betreuung für Blue umzusteigen?


    Damit du mit ihr in der Zeit in Ruhe trainieren kannst, ohne dass sie direkt den vollen Arbeitstag durchhalten muss?


    Sowohl vom Alter als auch von der Dauer, die sie jetzt bei euch ist, kann es durchaus sein, dass sie ein ernsthaftes Problem damit hat, dass andere "ihr" Territorium betreten. Das kann man trainieren, keine Frage. Aber ob es während der Arbeit trainierbar ist, weiß ich nicht. Du kannst ja nicht kleinschrittig aufbauen (und nach einer halben Stunde guten Benehmens wieder gehen), noch kannst du deine Konzentration beim Hund haben.

  • Was ist denn bekannt über Blues Vorgeschichte? Wie regiert sie außerhalb des Bürosettings auf Menschen? Wie hast du sie an den neuen Alltag inklusive der Bürozeit gewöhnt?

    Sie hat vorher bei einer Familie mit 3 Kindern gelebt, zusammen mit Katzen und Kaninchen. Als das vierte Kind unterwegs war wurde sie aufgrund von Zeitmangel abgegeben. Sie kennt also Trubel und sollte eigentlich freundlich sein. Das war mir sehr wichtig, bei meiner Auswahl.


    Außerhalb von Büro und Haus reagiert sie gar nicht auf Menschen. Sie ignoriert alle vollkommen, egal ob Fußgänger, Radfahrer, Inlineskater oder Rollerfahrer. Sie trägt zwar draußen zu Sicherheit, wenn wir in eine belebte Gegend fahren trotzdem Maulkorb, aber theoretisch sind ihr Menschen völlig egal.


    Ich habe sie einfach mitgenommen und anfänglich immer wieder auf ihren Platz geschickt wenn sie aufgestanden ist. Das hat etwa 1 Woche gedauert und dann saß das eigentlich.

    Ich denke, das Antrainieren einer Box als Rückzugsort könnte schon sinnvoll sein, allerdings finde ich es zu lange, wenn das Ziel wäre, dass der Hund täglich 8h in einer geschlossenen Box verbringen soll. Da ist halt die Frage, selbst wenn der Hund die Box gut annimmt, ist so ein Leben wirklich erstrebenswert für den Hund auf Dauer?

    Nein, keine Sorge, das ist nicht das Ziel. Sie kommt nur in die Box wenn jemand das Büro betritt. Kollegen klopfen vorher und Kunden haben auch Termine und kommen nie spontan einfach rein. 8h in einer Box wäre in meinen Augen Tierquälerei.

    Gäbe es denn zumindest für Blue vorübergehend Betreuungsoptionen?

    Schwierig. Ich habe bei Pensionen angefragt aber die nehmen sie wegen des Beißvorfalls nicht. Und private Betreuung, weiß nicht ob ich mir das auf Dauer leisten kann. Müsste ich mich aber mal erkundigen.

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