Junghund abgeben aufgrund veränderter Lebensumstände

  • Hallo alle zusammen. Ich wende mich mit einem für mich sehr belastenden Thema an euch. Vor circa zwei Monaten habe ich mich von meinem Freund getrennt. Auf die Gründe möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen.

    Vor einem Jahr zog die kleine Entlebucher Hündin Pina bei uns ein. Wir sind beide noch sehr jung (ich 21 er 23). Ich stecke gerade in meinem Masterstudium und Pina gehört jetzt alleine mir.

    Folgendes Probkem: ich weiß nicht wie ich dem Ganzen ganz alleine gerecht werden soll. Ja ich weiß, auf so etwas muss man vorbereitet sein. Es ist so, dass ich jetzt wieder in Präsenz studieren werde und auch nebenbei arbeiten gehe. Wenn es ganz blöd kommt muss Pina also auch mal mindestens 6 Stunden alleine bleiben. Dabei wäre aber natürlich noch keine Zeit für Freunde und ähnliches eingeplant. Sie bleibt mittlerweile 4 Stunden alleine, aber das nicht wirklich gerne.

    Ich möchte vor der Verantwortung nicht weglaufen, aber habe schon immer gesagt, dass ich mir alleine keinen Hund zugetraut hätte, gerade weil ich so jung bin.

    Bitte seht von Vorwürfen ab, Fehler sind menschlich. Ich möchte hier nur ein paar Meinungen einfangen, weil ich auch aus einem Umfeld schon recht viel Gegenwind bekomme.

    Dazu muss gesagt werden, dass Pina schon ein eher anspruchsvoller Hund ist. Draußen muss man genau wissen, wie man mit ihr umzugehen hat. Meine Großeltern hatten sie eine Woche und waren total überfordert.

  • Herzlich willkommen im Forum.

    Das ist wirklich kein schönes Thema, aber aus deinen Zeilen lese ich das du die Entscheidung getroffen hast.

    Was ist mit deinem Ex Freund? Also im Sinne von er möchte die Hündin nicht haben?


    Natürlich gibt es Möglichkeiten (Hundesitter, Dogwalker und co) um längeres alleine sein auszugleichen damit die Hündin entspannt ist und du es auch seien kannst.

    Insgesamt liest es sich aber ehrlich gesagt so, dass du nicht all zu sehr zurück stecken möchtest und quasi ansonsten tagsüber auch noch einiges andere (ohne Hund) unternehmen möchtest?


    Manchmal ist es dann wohl besser lieber jetzt ein passendes Zuhause zu suchen, anstatt das alle unter der Situation leiden und keiner zufrieden ist.

  • Vorwürfe wären hier natürlich fehl am Platz, Fehler macht jeder und man hätte zu dem Zeitpunkt ja eine Trennung auch nicht unbedingt ahnen können. Super ist dass du dir Gedanken um das Wohl der kleinen machst und nicht nur im Kopf hast "mein Hund, BEHALTEN" :gut:


    Uns ging es mal ähnlich, wir hatten uns eine Labbi-Bordeauxdogge-Hündin geholt, zu dem Zeitpunkt waren es noch Papa, Mutti und ich. Wir konnten da noch nicht ahnen dass mein Vater Krebs (Lungenkrebs) hat und wir bald ohne ihn dastehen würden.

    Für Mutti und mich wurde Lia dann aber zu kräftig, wir konnten sie kaum halten...

    Klar haben wir sie geliebt und hätten sie am liebsten behalten, aber wir konnten ihr nicht gerecht werden. So haben wir dann doch schweren Herzens ein neues Zuhause gesucht und zum Glück auch gefunden. Ländlich, mit viel Auslauf und Beschäftigung die zu ihr passte.


    Es tut weh und ist nicht leicht, sich von einem Hund zu trennen den man sehr liebgewonnen hat, ja.

    Schätze aber, wenn du keine anderen (Freunde, Familie) hast, die deine kleine während der Zeit betreuen können, wäre es besser ein geeignetes Zuhause für sie zu suchen.

    Wenn die Lebensumstände wieder besser für einen Hund geeignet sind, vllt. eine weniger anspruchsvolle Rasse aussuchen, da würde man dich hier sicher gut beraten können.


    Also auch wenns wie gesagt weh tut, wäre ich eher für eine Abgabe. Besser für euch beide, denn sie wäre sonst recht lange allein und evtl. hättest du entweder zu wenig Zeit für sie, oder deine Freunde, die ja auch wichtig sind.


    Dass du dir da Gedanken machst und nicht "das wird schon", ist doch schon ein Schritt in die richtige Richtung :nicken:

  • Tut mir leid bist du in eine blöde Situation geraten.


    Auch eine schöne Möglichkeit könnte ein Dogsharing sein - es gibt ja durchaus Leute die ebenfalls alleine keinen Hund halten wollen oder können. Dafür muss man halt wirklich auf der selben Wellenlänge sein und es muss passen. Manchmal gibts so regionale Hundegruppen auf FB wo man solche Angebote findet oder machen kann. Ein Hund kann durchaus mit zwei Zuhause klarkommen - nicht jeder, aber durchaus einen Versuch wert.

  • Es gibt Möglichkeiten für einen so jungen Hund - insbesondere wenn er Papiere hat - ein neues Zuhause zu finden. Der Hund wird es verschmerzen.


    Auf der anderen Seite: Sechs Stunden alleine wären für mich tatsächlich vertretbar.


    Die Frage ist: Was willst du? Behältst du sie, musst du dich in der Freizeit stark einschränken. Und außerdem Uni und Job so managen, dass es bei den sechs Stunden bleibt. Dogsharing kann helfen, evtl. möchte der Ex auch einen Hundetag?


    Möchtest du das? Falls nicht. Such ein neues Zuhause. Erste Anlaufstelle wäre der Züchter.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Hier gibt es einen Thread "Nimmst du meinen - nehm ich Deinen"


    Du könntest schauen, ob jmd hier bereit wäre gg Tausch oder kostenlos nehmen oder Gassi führen würde.


    Wenn Pina sich schon rassetypisch verhält, wäre es sonst vernünftiger einen Profi / TH Pension etc zu nehmen.

    Oder falls du in net Huschu / Verein warst frag doch dort nach, ob jmd mit Erfahrung bereit wäre.


    Ansonsten ist die Frage, kannst du vom Geld was abknapsen u Pina (regelmäßig) betreuen zu lassen?


    6h finde ich jetzt auch nicht schlimm.

    Ggf kannst du dich ja erst um Pina kümmern u dann deine Erledigungen ( Einkaufen).

    Oder mit nehmen, erst kurz pinkeln, falls Pina im Auto warten kann, dann noch Gassi.


    Bist du bei FB? Da gibts doch oft Rasse bezogene Gruppen, vielleicht kenn da jmd wen der in Deiner Nähe ist u helfen könnte.


    Ansonsten wirds wohl, ausser dogsharing schwierig..

  • Ach das hatte ich in meinem Text vergessen zu erwähnen. Zu dem Züchter wurde bereits Kontakt aufgebaut und er würde die Kleine zurück nehmen und womöglich sogar selbst behalten.


    Ich bin ehrlich: ja mit biegen und brechen wäre es sicherlich möglich. Es fühlt sich für mich allerdings schon nach einer Belastung an. Ich komme aus einer sehr langen Beziehung in der ich mich nie ganz ausleben konnte. Ich bin das erste Mal so richtig frei. Ich weiß, dass das total egoistisch klingt, aber das ist die Wahrheit.

    Ich habe total viel Zeit, viel Liebe und noch mehr Nerven in ihre Erziehung gesteckt. Und das wird hart. Ich kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar definieren wie viel es tatsächlich sein wird. Es kann auch sein, dass sie mak 8 Stunden alleine bleiben müsste. Ich habe tolle Hundesitter, die allerdings in absehbarer Zukunft unter der Woche aufgrund von Berufstätigkeit nicht mehr einspringen könnten.

  • Ach das hatte ich in meinem Text vergessen zu erwähnen. Zu dem Züchter wurde bereits Kontakt aufgebaut und er würde die Kleine zurück nehmen und womöglich sogar selbst behalten.


    Ich bin ehrlich: ja mit biegen und brechen wäre es sicherlich möglich. Es fühlt sich für mich allerdings schon nach einer Belastung an. Ich komme aus einer sehr langen Beziehung in der ich mich nie ganz ausleben konnte. Ich bin das erste Mal so richtig frei. Ich weiß, dass das total egoistisch klingt, aber das ist die Wahrheit.

    Ich habe total viel Zeit, viel Liebe und noch mehr Nerven in ihre Erziehung gesteckt. Und das wird hart. Ich kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar definieren wie viel es tatsächlich sein wird. Es kann auch sein, dass sie mak 8 Stunden alleine bleiben müsste. Ich habe tolle Hundesitter, die allerdings in absehbarer Zukunft unter der Woche aufgrund von Berufstätigkeit nicht mehr einspringen könnten.

    Du bist schon deshalb nicht egoistisch, weil dir das Wohl der kleinen wichtig ist ;)


    Egoistisch wäre, sie zu behalten weil DEIN Hund, obwohl ihre Ansprüche woanders vllt. besser erfüllt würden.

  • Also da ich Studentin bin ist regelmäßig betreuen lassen von einer offiziellen Einrichtung schon recht schwierig. Zur Zeit komme ich ganz alleine für ihre Kosten auf. Erschwerend kommt hinzu, dass ich kein Auto besitze und auf Bus und Bahn angewiesen bin. Ich brauche für viele Wege also wesentlich länger. Hin und Rückweg von meiner Arbeit sind schon knapp eine Stunde plus die Arbeitszeit. Ich gehe zur Zeit von 4 Stunden Uni täglich aus, was natürlich aber auch mehr sein kann. Und im Job geht es ja gegeben falls so weiter.

    Das sind alles Dinge die mir von meinem Umfeld vor dem Kauf gesagt wurden. Ich wollte nicht drauf hören, wusste aber auch, dass es alleine schwierig wird.

    Und jetzt muss ich so eine doofe Entscheidung treffen.

  • Ja der Züchter würde sie tatsächlich zurück nehmen und auch selbst behalten, sofern ich mich dazu entscheiden sollte.


    Nein mein Ex möchte mit dem Thema nichts mehr zu tun haben. Ich wollte den Hund damals mehr. Er hat sie zwar ins Herz geschlossen, aber war immer sehr distanziert und kalt. Für ihn war es ja nur ein Hund.

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