Problem bei der Vergesellschaftung von Hund und Katze

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    Hallo ihr Lieben. Ich brauche mal ein paar Tipps in Sachen Hund und neue Katze vergesellschaften.


    Wir haben 2 Französische Bulldoggen (Myla und Lucy, beide 4 Jahre) und 2 Katzen(Heilige Birma). Die Katzen waren zuerst da und die Vergesellschaftung war kein Problem. Myla kam als Welpe zu uns und Lucy ist eine ehemalige Vermehrerhündin, die keine Katzen gewöhnt war. Trotzdem hat es mit den vorhandenen Katzen gut geklappt. Nun ist vor 5 Wochen ein Kitten (Sphynx) bei uns eingezogen und es will einfach nicht klappen. Die Hunde sind bei dem Aufeinandertreffen an der Leine. Myla zittert dann wie verrückt und beginnt kurze Zeit später zu hecheln. Sie ist unsicher und angespannt. Kommt das Kitten ihr zu nahe, dann macht sie einen Move nach vorne und verscheucht den Kleinen. Bei Lucy ist es ein bisschen anders. Ich kann bei ihr normales schauen und fixieren nicht ganz unterscheiden. Sie zittert nur selten und zeigt kein hecheln. Ein beschnuppern war auch schon ab und zu möglich. Sie möchte dann gerne mehr und ist aufdringlich. Der Kleine buckelt dann und geht zurück, dann möchte sie hinterher. Der Kleine ist ziemlich unerschrocken und kommt auch immer wieder. Wir konnten bei beiden Hunden keine Zeichen von Aggression feststellen bzw. kein Lefzen heben usw.. Eventuell ist bei Lucy ein gewisser Jagdtrieb vorhanden. Dieser wird natürlich unterbunden. Ohne Leine haben wir es auch schon probiert aber da haben sie versucht den Kleinen zu jagen. Wir waren dann sofort zur Stelle. Ich habe einfach Mühe damit, was ich so laufen lassen kann und wo ich einschreiten/korrigieren sollte. Vielleicht habt ihr den ultimativen Tipp bzw. wie ist es euch in einer ähnlichen Situation ergangen und wie lange hat es gedauert?

  • Zu der Frage, was du laufen lassen kannst: Gar nichts.


    Ich würde erst mal so wenig direkt zusammentreffen lassen wie möglich, erst mal Gewöhnung auf Distanz. Keine Experimente machen. Also: KEINE. Weder mit noch ohne Leine.


    Jeder Jagdversuch, jedes missglückte Zusammentreffen verlängert die Gewöhnung oder versaut dir alles sogar endgültig, wenn du Pech hast.


    Jedes Abwenden und Ignorieren der Katze fürstlich belohnen.


    Wir konnten bei beiden Hunden keine Zeichen von Aggression feststellen bzw. kein Lefzen heben usw..

    Jagen hat ja auch nichts mit Aggression zu tun.


    dann macht sie einen Move nach vorne und verscheucht den Kleinen. ....


    Der Kleine buckelt dann und geht zurück, dann möchte sie hinterher.

    Beides Ansätze von Jagdverhalten.


    Ohne Leine haben wir es auch schon probiert aber da haben sie versucht den Kleinen zu jagen.

    Blöde Idee. Wenigstens hab ihr da korrekt erkannt, dass es Jagdverhalten ist.



    Ihr wünscht euch, dass die Tiere sich als Sozialpartner sehen. Im Moment, und ihr fördert das auch noch, sehen sie sich als Beute bzw. Feind.

    Eine Beute ist kein Sozialpartner und wird nie einer!

    Das kann so also nix werden.


    Daher: erst mal auf Gewöhnung und Akzeptanz des anderen ohne jeden direkten Kontakt setzen. Durch Gitter etc. trennen. Wie lange die Hunde und die Katze brauchen, um sich zu gewöhnen, weiß keiner, das kann schnell gehen, kann dauern.

  • Unterschätze das bloss nicht! Für mich liest sich das sehr nach jagen.


    Sorge unbedingt dafür, dass die Katze(n) sich immer gesichert bewegen können. Und wenn ihr weg geht ohne Hunde, müssen die Hunde wirklich von den Katzen getrennt sein. Also räumlich.


    Ihr werdet wahrscheinlich noch sehr lange Zeit Geduld haben müssen.

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  • Danke für eure Beiträge.


    Wenn wir weggehen, dann hat der Kleine sein Katzenzimmer und niemand hat ungesicherten Kontakt zueinander. Wir haben ja auch noch 2 andere Katzen und die müssen sich ja auch erstmal kennengelernen. Deswegen ist der Kleine in einem extra Zimmer untergebracht.


    Zu dem Thema, Gewöhnung auf Distanz. Was mache ich, wenn die Hunde diesen Move am Gitter zeigen? Auf den Platz schicken und erst nach Beruhigung das Kommando wieder freigeben?


    LG Melli

  • Nein, vorher schon abbrechen. Nicht erst wenn die Bewegung kommt. Der Hund kündigt das schon vorher an mit starren, steif werden im Körper, oder extrem langsam schleichen etc.


    Das ist alles bereits Jagdverhalten!


    Zu den Katzen schauen mit weichem Blick und entspanntem Körper, jawoll, guter Hund. Und wenn er sich abwendet, feeiner Doggy.


    Aber alles, was mit starren und erhöhter Spannung einher geht - no way!!

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  • Ich würde veruchen, dass der ove gar nicht erst gezeigt wird. Echt Ultrakurz Katze zeigen, weg und trainieren in Anwesenheit, sie sollten Sitz machen Apportieren, in jedme Fall sich nciht festglotzen. Einer bei deR Katze, einer bei dne Hunden, die Hunde beobachten lassen, wie ihr mit der Katze als Katze umgeht. So eine Nacktkatze sieht halt sehr anders aus, sie haben oft einen grimmigen Ausdruck und sind halt ... anders.

    Kann eben eine Mischung aus allem sein, Unsicherheit, Jagdverhalten, territoriales Verhalten.

    Reibt das Kitten ab und gebt es ihnen zu ausgiebig schnuppern, belegt es dabei mit freundlcihen Worten und dem Namen vom Kitten.

    Und ja, ich denke das wird länger dauern, bis ihr da wieder vertrauen in der Geschichte habt.

    Aber das wird schon. Prinzipiell kennen sie ja das Konzept Katze.

    Wir haben eine Vergesellschaftungstür gebaut, einfach ein zweiter Rahmen mit Volierengitter. Wo eben nicht ne Mutbrockenkatz einfach rüberhüpfen kann.

    Viel Erfolg!

  • Trotzdem hat es mit den vorhandenen Katzen gut geklappt. Nun ist vor 5 Wochen ein Kitten (Sphynx) bei uns eingezogen und es will einfach nicht klappen.

    Muss denn sowas wirklich sein? Ihr hattet eine harmonische Vierer-Bande. Ich würde es dabei belassen und das Kitten wieder abgeben.

  • Haben jetzt das Gitter installiert. Ich würde beide Hunde als misstrauisch einstufen. Der Kleine ist ihnen einfach nicht geheuer. Myla kann ich in Anwesenheit von dem Kleinen belohnen, obwohl von ihr eher die Unruhe/der Move ausgeht bzw. sie sehr unsicher ist. Lucy sitzt nur da und schaut, nimmt aber keine Belohnung an und reagiert auch nicht auf Ansprache bzw. nur ultra kurz. Ob es drohendes Fixieren ist oder nur schauen, kann ich nicht so richtig einschätzen. Der Kleine und Lucy beschnuppern sich auch oft und nichts passiert. Zittern tun beide Hunde ab und an aber nicht die ganze Zeit. Ich denke, dass es mit Anspannung zu tun hat.


    Momentan habe ich es so gelöst..... Beide Hunde sind mit mir am Gitter. Bei Blickkontakt und Interaktion mit mir, gibt es Lob (Streicheleinheiten, Leckerchen). Stürmt einer von beiden Hunde zum Gitter, breche ich die Situation mit einem Nein ab und schicke die Hunde auf ihren Platz. Wenn sie sich beruhigt haben und entspannt sind, geht das Üben weiter.


    Vielleicht liege ich auch falsch aber selbst wenn die Hunde diesen Move zeigen aber keinen Erfolg damit haben, müssten sie doch irgendwann verstehen, dass es nichts bringt. Der Kleine bleibt bei so einer Aktion eh einfach sitzen. 😅


    Ich weiß, dass Timing in so einer Situation entscheidend ist. Wenn die Hunde nicht schauen sollen, nicht aufgeregt sein sollen, nicht zittern/hecheln sollen......wie soll ich dann üben? Oder anders gefragt, wie entspanne ich die Situation und wo fange ich nochmal neu an? 🤔


    LG Melli

  • Das ist dann ein Heranpirschen im Training, kann man nciht immer perfekt machen, wenn der Kleine nicht traumatisiert wird, hast du ja einigen Spielraum. Übe nicht zu lange, die hunde baden gerade im Cortison und Brech eher ab, wenn sie es gut gemacht haben und nehme sie dann aus der situation, mit was gutem Enden.

    Und ob dein Training funktioniert, merkst du, in welche Richtung es sich entwickelt in den nächsten Tagen, werden sie ruhiger, hecheln sie weniger, können sie länger kucken, zittern sie nicht mehr, dann ist das der richtige Weg, wirds nicht besser, dann nicht und du musst nachjustieren.

    Ich hab das zu nachlässig geschrieben, ich wollte nur sagen, nicht lange toben lassen und hoffen sie beruhigen sich. Dann kanns sein, dass man dieses Verhalten trainiert und sogar belohnt, wenn man danach belohnt. Also eine Verhaltenskette baut, ich jag die Katze, dann mach ich Platz, dann gibts den Keks. Also muss ich die Katze jagen, damit ich den Befehl bekomme und dann einen Keks. Das ändert zwar die Motivation, aber löst nicht wirklich das Problem. Also versuchen möglichst noch gutes Verhalten einzufangen, zu loben und das das gute Verhalten eine Pause auslöst, eben nciht das Verhalten, das du nciht haben willst. Wenn sie sich eher ängstigen, kann es sien, dass dein Nein/Auf dne Platz shcicken, eher eine Belohnung ist, weil du das ängstigende damit entfernst.

    ICh hoffe, das war jetzt so verständlicher. Im Realen leben kann man kaum perfekte Trainingsbedingungen schaffen, aber gut genug reicht im realen leben auch, um etwas zu lernen. Vielleicht kannst du auch beide erstmal getrennt trainieren und den der ruhiger ist dann als Vorbild für die andere fungieren lassen. Wenn trennen aber zuviel Stress macht, ists auch nicht gut. Musst du ausprobieren und beobachten.

    Manche machen es auch so, dass sie einfach nur abbrechen, du kuckst es nciht an, du gehst nicht in die Nähe, das ist meins und Ende. Liegt ja uach an eurer Sonstigen Beziehung, wie ihr Probleme sonst löst und ob sie bei einem Nein eher runterfahren oder eher noch mehr stress bekommen, weil du ganz anders bist als sonst (und das an dem neuen liegen muss im schlechtesten Fall.)

    5 Wochen sind halt schon ne Lange Zeit und das sie sich eben nciht gewähnen, okay ist seltsam aber wohl ne Katz spricht dafür, dass irgendwie eher das gestresste Verhalten gefördert als minimiert wurde. Also was ist für den einzelnen Hund besonders shclimm, wie schafft ihr Ruhephasen kommen die Hunde überhaupt über Tag mal runter. Die Stresshormone bauen sich leider nur langsam ab und mit denen lernt es sich halt nochmal schlechter. Also wird Zeit brauchen ... oder es macht irgendwann klick. Genau wissen kann man das nicht, man muss dme Training halt Zeit geben und eben immer drauf konzentrieren, das man wirklich das gute Verhalten verstärkt und nicht aus versehen das verhalten trainiert, das man nicht will. Viele Wege können zum Ziel führen oder eben doch nciht das richtige sein. Ich jedenfalls wüsste keinen WEg der immer funktioniert für jede Konstellation. Allgemeine Regeln sind, lieber öfter Kurz und erfolgreich, als lang und dann entnervt shclimmstenfalls mit einem unguten Ende. Lieber Hartnäckig freundlcih, als immer strenger und lauter werden, weils nicht klappt. Und halt, um Verhalten zu ändern brauchts nicht so lang, wie wirklich gefühle zu ändern, also sich benehmen bedeutet nicht, das Kitten auch wirklich zu akzeptieren, vorsicht also auch bei Erfolg. Safty first!

    Und eben einem ansatz eine Chance geben aber auch genau beobachten, was sich verändert und ob es ein schritt in die Richitge Richtung ist. Viel Erfolg!

  • Puh, ich finde das schon ziemlich grenzwertig.

    Das kleine Katerle ist jetzt quasi seit 5 Wochen allein, noch nicht mit den anderen beiden Katzen vergesellschaftet(?)und die Hunde betrachten ihn als Beute.


    Was für ein Stress für Euch alle!


    Mag ja sein, dass es irgendwann in ein paar Wochen soweit sein könnte, dass die Hunde den sitzenden Kater nicht mehr als Beute betrachten.

    Aber was, wenn so ein junges Tier seinen Spieltrieb auslebt und in der Bude rumsaust wie eine Flipperkugel?


    2 Hunde sind da immer noch was anderes als nur 1 Hund. Da kann der eine - jagdlich motivierte - den 2. auch einfach mitreissen.


    Was, wenn die Katzen eine Auseinandersetzung haben sollten?

    Das sind wieder Geräusche, Bewegungen, die triggern könnten.


    Wenn es vorher harmonisch war und jetzt so ein Stress für alle. Seit Wochen.....


    Hier hat keine Gewöhnung von Hunden und Katzen so lange gedauert.

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