• Nevio wurde Montag kastriert, er hat den Trichter drauf und kommt damit auch ganz gut klar. Also er döngt mal irgendwo dran, aber scheint ihn nicht groß zu stören. Anstalten an die Wunde zu gehen macht er nicht, Montag als ich ihn abgeholt habe wollte er zwei Mal dran, das hab ich abgebrochen und seitdem lässt er es. Ich bin momentan zuhause mit ihm und mache Home Office, morgen kommt er ein paar Stunden mit ins Büro. Er pennt viel, sobald es aber raus gehen könnte, steht er parat. So viel wurde zum Thema schonen am Montag gar nicht gesagt, bisher lass ich die kurze Leine dran.

  • Ich wollte nur einmal kurz Rückmeldung geben bzgl. der Verhaltensauffälligkeiten nach der Kastration.

    Tatsächlich hat es sich quasi "über Nacht" sehr gebessert. Es wird nicht mehr jedes einzelne (auch nicht vorhandene Geräusch) gemeldet, auch das Geschnappe nach Personen die sie schon ewig kennt ist verschwunden. Vorsichtig sind wir natürlich trotzdem.

    Sie war auch mit uns eine Woche im Urlaub und hat uns super viel begleitet, gesichert mit Maulkorb und hat das sehr gut gemacht, womit ich ja nicht gerechnet hätte nach der seltsamen Entwicklung nach der Kastration. Sie war wieder wie vorher, kein Vergleich zu ihrem Verhalten die erste Zeit nach der OP.

    Das HD/ED-Röntgen (mit Röntgen Wirbelsäule) steht noch aus, wenn diesmal nicht schon wieder was dazwischen kommt... erst bei uns mit dem Kind und danach bei der Tierärztin mit Notfall an dem Tag...

    An dem Termin haben wir dann auch ein Gespräch bzgl. Kontrolle Schilddrüse und generell was man noch abchecken könnte und ich bin schon sehr gespannt was die Tierärztin da vielleicht noch vorschlägt.

    Auch wenn sie verhaltenstechnisch doch schon wieder sehr auf Spur ist, möchte ich diese Sachen einfach mal anschauen lassen, schadet ja nichts und HD/ED-Röntgen steht ja eh noch an für den Verband.

  • Haltet mich bitte nicht für naiv, aber ich bin gerade etwas überrascht, was das Verhalten unseres Frühkastraten angeht. Das Mogeltier wurde mit vermutlich 5-6 Monaten in Rumänien kastriert. Davon gehe ich zumindest aus, denn er hätte theoretisch in den Alter auch ausreisen können. Vielleicht war er auch etwas älter, wir wissen es nicht, aber ich gehe sehr stark davon aus, dass er noch nicht geschlechtsreif war. Er gehört von der Größe her eher zu den mittelgroßen-großen Rassen (Mischlingen), mit seinen 60 cm. Sein gesamtes restliches Verhalten spricht aber für Frühkastration.

    Nun haben wir hier seit 5 Monaten eine Hündin, jetzt 16 Monate alt, die gerade ganz frisch ihre 2. Läufigkeit durchlebt. Allerdings sehen wir (noch) kein Blut, entweder sie blutet wenig und/oder sie leckt es sofort weg. Von ihrem allgemeinen Verhalten her könnte sie auch zu den "Rüdinnen" gehören. Würde sie hier isoliert von Rüden leben, wären wir vermutlich nicht einmal auf die Idee gekommen, dass sie läufig sein könnte. Vorgestern Abend zeigt aber schon einmal ein 7 Monate alter intakter Rüde sehr großes Interesse an ihr.

    Womit wir absolut nicht gerechnet haben, ist das Verhalten vom Mogeltier. Ich bin blauäugig davon ausgegangen, dass ein Frühkastrat von sexuellen Dingen wenig bis gar nichts versteht und sich v.a. nicht für läufige Hündinnen interessiert. Gewissermaßen ein neutrales Wesen ist. Ja, ich weiß, dass immer noch wenig Testosteron produziert wird. Tja, und heute erlebe ich das ganze Gegenteil von einem neutralen Wesen. Er ist super aufgeregt, will viel mehr von ihr als sonst, will sie berammeln (sie macht es bei ihm aber auch), darf aber noch nicht und leckt sie auch an der Vulva. Wir haben seit heute Nachmittag zwei hyperaktive Hunde, die sich kaum beruhigen können. Ist das noch normal?

  • Das Mogeltier wurde mit vermutlich 5-6 Monaten in Rumänien kastriert. Davon gehe ich zumindest aus, denn er hätte theoretisch in den Alter auch ausreisen können. Vielleicht war er auch etwas älter, wir wissen es nicht, aber ich gehe sehr stark davon aus, dass er noch nicht geschlechtsreif war.

    Hmm, weißt du denn sicher, dass er kastriert ist (und auch Ärzte können Fehler machen)?

  • Auch Kastrierte Rüden haben ein Sexualverhalten. Der könnt sogar stecken bleiben. Also aufpassen und nicht unbeaufsichtigt zusammen lassen.
    Kein kastrierter Rüde, mit dem ich zusammen gelebt hab, war ein Neutrum. Auch meine Kastrierte Hündin ist kein Neutrum und alle 6 Monate gehen Rüden wegen ihr stiften und machen ihr den Hof.
    Das wenig an Hormonen was noch produziert wird reicht offenbar durchaus, für ein normales Hunde Sexual verhalten.

    Aber du kannst ruhig zum Arzt und es nochmal überprüfen lassen. Nicht das da doch innen liegende Hoden sind.
    Bei meiner Hündin wurde auch nochmal geschallt und übers Blut die Hormon Werte bestimmt. Meine Hündin verträgt ihre Hormone nicht gut und fand es dann auch komisch, das plötzlich wieder geringe Unverträglichkeitssymptome kamen und Rüden bei uns eingefangen werden mussten.

  • Das Mogeltier wurde mit vermutlich 5-6 Monaten in Rumänien kastriert. Davon gehe ich zumindest aus, denn er hätte theoretisch in den Alter auch ausreisen können. Vielleicht war er auch etwas älter, wir wissen es nicht, aber ich gehe sehr stark davon aus, dass er noch nicht geschlechtsreif war.

    Hmm, weißt du denn sicher, dass er kastriert ist (und auch Ärzte können Fehler machen)?

    Das "vermutlich" hatte ich mehr auf das Alter bezogen, nicht auf die Kastration an sich. Er hat keine Hoden, keine außenliegenden. Der Verein, der die Tiere vermittelt, lässt vor Ort Kastrationen durchführen, in der Regel sind auch immer vom deutschen Vorstand welche dabei. Er wurde als kastriert vermittelt. Ich fände es unverantwortlich, wenn das nicht so wäre.

  • Er wurde als kastriert vermittelt. Ich fände es unverantwortlich, wenn das nicht so wäre.

    Wie acidsmile schon schrieb, gibt es auch mal innenliegende Hoden, die dann übersehen werden … oder der Arzt macht einen Fehler. Kann passieren, ist selten und sicher möchte eine Tierschutzorga genauso wenig einen Ups-Wurf verursachen wie du. Im Zweifel bei Gelegenheit kontrollieren lassen.

  • Ehrlicherweise finde ich das Verhalten total normal. Wenn man in die Pferdewelt schaut ist Aufspringen = Sexualverhalten bei Wallachen üblich. Weniger als bei Hengsten klar, aber eben nicht nicht.


    Meine frühkastrierte Hündin hat was Zyklusähnliches und ganz normale Entwicklungssprünge gemacht. Hat mich selbst erstaunt, aber bis auf fehlende Läufigkeiten habe ich genau null Unterschied zu meinen intakten Hündinnen gemerkt.

  • Danke für eure Aussagen! Das beruhigt mich schon ein wenig. Dass ein Rüde, der erst einmal erwachsen werden durfte vor der Kastration das Verhalten weiterführt, kenne ich auch. Ist bei unseren Degus (Nagetiere) ja genauso. Bei der Frühkastration wird die sexuelle Reifung nach meinem Verständnis aber de facto unterbunden. Bestimmte Entwicklungssprünge, die wir zeitlich eher in der Pubertät verortet hätten, haben wir beim Mogeltier bspw. erst mit rund 3 Jahren mitbekommen (jetzt wird er bald 4).

  • Ich würde dazu raten davon auszugehen, dass es innenliegende Hoden gibt. Also, generell bei allen Kastrationen von Jungs, die irgendwie irgendwann irgendwo stattgefunden haben.

    Ansonsten: Das Sexualverhalten sitzt nicht ausschließlich in den Gonaden. Auch nicht bei Hündinnen.

    Und noch was: Bei der Hündin mal genau schauen, ob es tatsächlich die Läufigkeit ist. Manche Rüden werden auch bei Entzündungsprozessen jeck.

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