Stecke fest in Teufelskreis bei "Abnabelung" vom Junghund.

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    Hallo liebe DF-Gemeinde,


    ich habe den Threadnamen mit Absicht etwas offen interpretierbar gelassen, da ich eher glaube, dass meine Abnabelung vom Hundekind gestört ist als andersrum. In den letzten zwei Tagen hab ich die beiden Threads von

    Williundwir und Splitterherz

    quasi verschlungen und schon so viele Tipps und Vorschläge und auch nicht immer einfache Einsichten für mich/uns mitgenommen. Allerdings türmen sich nur weitere vor allem praktische Fragen auf, sodass ich mich doch entschlossen habe euer Wissen und eure Erfahrung zu erbitten.


    Zu uns: Ersthundbesitzer (mein Mann und ich)

    Lilly zog mit ca. 10 Wochen im Februar zu uns. Letztlich muss ich eingestehen, dass es in der Rückschau eher ein Vermehrerhund ist: Mama (brauner Labbi ohne Papiere aus schlechter Aufzucht in Scheune wie berichtet wurde) wurde in erster Läufigkeit mit etwa 14 (?) Monaten vom im gleichen Haushalt lebenden braunen Labbi-Papa ohne Papiere (drei Jahre) versehentlich gedeckt weil Menschen arbeiten waren. Die Mama hatte in meinen Augen nicht so richtig Interesse an ihren Welpen, den ganzen Tag lief der Fernseher, damit die Elterntiere nicht durchdrehen wenn mal keiner da ist und die Fensterbänke abräumen.

    Nächste schlechte Entscheidung (achtung, sehr persönlich, bitte etwas Rücksichtnahme): ich war ganz frisch schwanger als wir uns dazu entschieden endlich einen Hund in unser Leben zu holen. Nach einem Jahr Arbeit auf der Palliativstation kam einfach alles zusammen: so viele nette Patienten die gestorben sind und ihre Herzenswünsche auf die Rentenzeit geschoben haben und sie nun nicht mehr erfüllen konnten und ich hätte die Erlaubnis gehabt sie mitzubringen auf die Station - zum Glück musste ich das durch das Beschäftigungsverbot jedoch nie ausprobieren.

    Zudem leben zwei dreijährige Katerchen bei uns - und genießen seit Lilly da ist mehr Freiheiten wie zum Beispiel nachts draußen bleiben dürfen.


    Meine Baustellen:

    Ruhe/Schlaf: von Beginn an kam sie schlecht zur Ruhe, wie so viele hier. Box mochte sie nicht so recht, ist auch von Beginn zwischen Schlafplätzen umher gewandert. Mit viel Management schaffe ich nach wie vor nicht mehr als 16h Ruhe. Rat von der Hundeschule: rein in die Box, rausgehen und heulen lassen bis sie schläft. Ging natürlich nicht, hab sofort mitgeheult. So kam es, dass ich mich in einen Teufelskreis manövriert hab aus dem ich grad keinen Ausweg finde: ich hab im EG das kleine Gästezimmer als Ruhezone etabliert und da ich durch Schwangerschaft ziemlich inaktiv bin mich einfach immer dazu gelegt weil sie ohne mich nie eingepennt ist sondern immer rumgefiept hat. Und stundenweise gezählt, dass sie genug schläft. Hab ja nichts anderes zu tun. Mann wechselte von Homeoffice ins Büro und ich blieb einfach dabei weils hier so gemütlich ist. Im Restlichen EG gibts bis auf den HWR und das Gästeklo keine Türen, sodass sie wenn ich im Wohnzimmer bin ziemlich ausdauernd ihre Runden dreht um aus den Fenstern zu schauen, Katzen zu suchen, essen zu suchen, Hauptsache nicht hinlegen und nix machen. Knabbern und Spielzeug pushen noch mehr, nach wie vor. Tja und durch lt. neuem Trainer unsicheres/ambivalentes Bindungsverhalten rennt sie mir und meinem Mann nur hinterher und wenn sie merkt ich bin nicht in ihrer Nähe sucht sie mich fiepend und unruhig. Hab mich mal drei vier Tage durch Kindergitter abgetrennt in den Flur vor das Zimmer mit Sichtkontakt gesetzt, manchmal schlief sie weiter, eher aber stand sie auf und starrte mich an. Inzwischen im 9. Monat auch auf die Dauer etwas unbequem da draußen auf dem Boden/Stuhl.

    Zudem hat sie ein Bett im Essbereich, allerdings etwas suboptimal weil gute Beobachterposition in das ich sie für 5-20min schicken kann ohne, dass sie hochdreht - zu oft korrigieren endet im totalen Abdrehen. Aber je nach Tagesform. Nur leider ist es schwer für sie liegen zu bleiben wenn sich irgendwer durch die Bude bewegt. Anleinen hier ist schwierig weil die Wände keine schweren Schrauben halten, hab es mit Hausleine an Kaminholzständer probiert aber denk die ganze Zeit dran, dass sie den umwirft.

    --> nach den zwei Threads bin ich nun versucht evtl. doch noch Welpengitter zu versuchen aber hab zum einen die Befürchtung, dass ich da genauso aufgebe wie hier im Flur und zum anderen: ist sie mit ihren 23kg nicht etwas groß dafür inzwischen?


    Trennungsangst/unsichere Bindung:

    Habe ich mit Trainer drüber gesprochen und haben angefangen dran zu arbeiten, aber er meinte schon, das wird dauern mit der sicheren Bindung und erst dann würde das mit der Trennungsangst besser werden. Insgesamt find ich sie etwas weniger gestresst seit wir das draußen auf einer Decke einfach beobachten üben und eine Führübung. Schwer zu erklären, aber ich fühl mich gut auf diesem Weg.

    Allerdings soll ich in vier Wochen unser Kind bekommen und hab zunehmend Angst, dass die kleine Hundedame eine Macke fürs Leben bekommt wenn ich drei Tage in der Klinik bin. Alleine bleiben hab ich mal minutenweise angefangen aufzubauen aber sie war immer ziemlich aufgeregt danach. Mein Mann sagt wenn ich nicht hier bin rennt sie nur durchs Haus und sucht mich fiepend. Im Garten letztlich mit etwas mehr Latenz das gleiche.


    Andererseits hoffe ich natürlich, dass sie sich endlich etwas entspannen kann wenn ich keine Zeit mehr habe mich den ganzen Tag um ihre Belange zu kümmern wenn das Baby dann da ist. Und, dass sie nicht eifersüchtig ist - aber ist sie bei den Katern an sich auch nicht. Versteht nur nicht, dass die weglaufen wenn sie immer so aufgeregt mit ihnen spielen will.


    Ich hab jetzt eh schon den Rahmen gesprengt hier, ich glaub, ich beende das erstmal. Fragen werden (hoffentlich) eh kommen, das kann ich dann immernoch beantworten. (Hundeschule hab ich sein lassen weil unkoordiniertes toben und wenig Lerneffekt, Trainer aktuell leider sehr weit weg und daher nur telefonisch/Video aber da fühl ich mich gut aufgehoben was das große Ganze angeht. Souveränen Althund müssen wir leider noch finden.)


    Zusammen gefasst:

    Meint ihr ein Welpengitter im Wohnzimmer lohnt in dem Alter (7,5 Monate) noch? Räumlich begrenzen fällt mir einfach zu schwer aber ich habe das Gefühl, dass es ihr helfen würde.


    Und: wenn ich dann drei Tage weg bin und mein Mann hier die Stellung hält, wird da irgendwas "kaputt gehen" bei ihr? Ich weiß, blöde Frage und sicher nicht zu beantworten, aber es beschäftigt mich sehr - sollte mich ja eigentlich aufs Kind freuen.

  • Thema Ruhe: Es ist natürlich nicht einfach, etwas aus rein Geschriebenem zu bewerten, aber mir fehlt da irgendwie die Balance. Es wirkt als würdest du den ganzen Tag irgendwie um den Hund rumtüddeln, aber nur damit er doch bitte still hält. Eigentlich sollte es eher andersrum sein, der Hund bekommt seine Zeiten mit Action und Auslastung, aber den Rest der Zeit lebt man sein eigenes Leben und der Hund ist einfach nur dabei.

    Deswegen hätte ich erstmal zwei Fragen: Was bekommt der Hund (draußen) so an Auslastung?
    Und was passiert wenn du einfach dein Leben lebst und den Hund nicht groß beachtest (außer eben es ist aktive Hundezeit wie Gassi oder Training)?
    Und nein, ich denke ein Welpengitter hilft jetzt nichts mehr. Der Hund kommt da locker drüber/durch. Das heißt da wäre Erziehungsarbeit angesagt, und die kann man auch einfach in was anderes stecken.


    Thema Alleinebleiben/Bindung:

    Ganz ehrlich? Da muss der Hund jetzt durch. Du kannst dem Kind nicht sagen, dass es jetzt doch bitte noch 2 Jahre drin bleiben soll, weil der Hund nicht von dir getrennt werden will. Ganz alleine lassen wäre schon hart wenn sie das nicht kennt, aber solange irgendein bekannter Mensch da ist, passt das schon. Das gefällt ihr vielleicht nicht, aber sie wird die paar Tage damit klar kommen. Kümmer dich da lieber um dich selbst und dein Kind. Du kannst eh nichts ändern und der Hund wird nicht dran sterben. Da gibt es einfach jetzt mal Wichtigeres.

  • Ruhe/Schlaf: von Beginn an kam sie schlecht zur Ruhe, wie so viele hier. Box mochte sie nicht so recht, ist auch von Beginn zwischen Schlafplätzen umher gewandert. Mit viel Management schaffe ich nach wie vor nicht mehr als 16h Ruhe.

    Es ist vollkommen normal, daß Hunde nicht wie angeklebt auf ihrem Schlafplatz bleiben, sondern zwischen Schlafplätzen umherwandern. Oder dem "Rudel" folgen, wenn die Menschen das Zimmer wechseln.

    Meine Hündin schläft beispielsweise gerne auf meinem Bett ein, morgens finde ich sie aber auf einem ihrer beiden Lager im Schlafzimmer oder auch flach ausgestreckt auf dem Boden.

    Schon deswegen habe ich große Vorbehalte gegen zugesperrte Boxen, die dieses natürliche Komfortverhalten unmöglich machen.


    16 Stunden Ruhen und Dösen am Tag sind völlig normal und keineswegs beunruhigend wenig. Wohlgemerkt, nicht nur Tiefschlaf, sondern auch leichtes Dösen/Ruhen ist damit gemeint.


    Ich weiß nicht, woher die Vorstellung kommt, ein junger Hund müßte quasi den ganzen Tag schlafend verbringen. Er will ja auch spielen, die Welt erforschen, seine Menschen kennenlernen und mit ihnen interagieren, Unfug treiben, mit Hunden spielen, von Hunden lernen, noch mehr Welt erforschen, seinen Körper trainieren, vieles lernen dürfen usw.

    Junge Hunde sollen zwar auch Ruhe lernen, aber es sind aktive Wesen, die sich mit ihrer Umwelt auseinander setzen wollen. Nur ganz kleine Saugwelpen verbringen die Zeit ausschließlich mit Schlafen, Trinken und Lösen.


    Wie Javik sagte: auf die Balance kommt es an.


    Dagmar & Cara

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  • Ich hätte auch die Frage nach Eurem normalen Tagesablauf. Ob Ihr ein gemeinsames Hobby hat. Und ob sie die Möglichkeit hat, sich mit anderen jungen Hunden zu beschäftigen.


    Was zeigt sie denn genau für Verhalten - und in welchen Situationen, außer Nachlaufen und Fiepen? Du hast in Deinem Text sehr viel Interpretation (Abnabelung, unsichere Bindung, Trennungsangst …), aber wenig konkrete Beschreibung davon, was sie genau wann tut, wie Du darauf reagierst und was es bei Dir auslöst. Das macht es etwas schwierig, das im Einzelnen nachzuvollziehen.


    Wäre auch ein Tipp von mir an Dich: Dass Du mehr hinguckst, was Dein Hund wann tut, ohne schon eine feste Vorstellung im Kopf zu haben, was das bedeutet. Denn an konkretem Verhalten kann man gezielter arbeiten als an abstrakten Vorstellungen :smile: Gilt für Hund und Mensch. Verständnis für die Motivation ist schon wichtig, ja, aber die Arbeit fängt im Kleinen an.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Und: wenn ich dann drei Tage weg bin und mein Mann hier die Stellung hält, wird da irgendwas "kaputt gehen" bei ihr? Ich weiß, blöde Frage und sicher nicht zu beantworten, aber es beschäftigt mich sehr - sollte mich ja eigentlich aufs Kind freuen.

    Vielleicht braucht ihr genau das, um diese Abhängigkeit zu unterbrechen.

  • Und: wenn ich dann drei Tage weg bin und mein Mann hier die Stellung hält, wird da irgendwas "kaputt gehen" bei ihr? Ich weiß, blöde Frage und sicher nicht zu beantworten, aber es beschäftigt mich sehr - sollte mich ja eigentlich aufs Kind freuen.

    Vielleicht braucht ihr genau das, um diese Abhängigkeit zu unterbrechen.

    Ich denke auch.

    Der Hund wird von drei Tagen Abwesenheit nicht sterben und dir wird es gut tun, mal vom Hund weg zu sein.


    So sehr ich auch für Hunde brenne, dein KIND sollte jetzt oberste Priorität haben. Der Hund wird während deiner Abwesenheit weiterhin gut versorgt sein, dein Mann hat sie ja sicher genauso lieb wie du.


    Und dann würde ich konsequent darauf achten, den Hund eben nicht 24/7 aufm Radar zu haben. Dein Kind wird in der nächsten Zeit ohnehin viel Aufmerksamkeit von dir fordern, da wird der Hund automatisch zurückstecken müssen.

  • Wow, danke schonmal für die Hinweise und Nachfragen!


    So generell hab ich mich einfach zu sehr darauf versteift, dass es eben diese Ruhephasen braucht. Und daher hab ich sie tatsächlich in den letzten Wochen ziemlich kurz gehalten was Beschäftigung und toben angeht.

    Wenn ich jetzt Ruhe schreib, dann würde ich mir wünschen, dass sie irgendwo liegt und pennt oder döst was sie aber meist eben nicht tut sondern rumläuft oder mich anguckt.


    -Aufstehen ca. 5:30, lösen im Garten, ich trink nen Kaffe und dann 30-max 45min Spaziergang, bis vor kurzen fast nur Freilauf und ca. 3-5min Leinentraining, inzwischen Schleppleine aber letztlich auch meist ohne meine Hand dran. Also viel schnüffeln und erkunden, immer wieder andere Strecke.

    -Frühstück, bis mittags dann meist noch einmal lösen im Garten und vor Mittagsration nochmal halbe Stunde bissl im Garten spielen/üben/Holz zerkauen

    -nach Mittag wieder Ruhe, je nachdem wie und ob sie schläft gegen halb drei wieder lösen im Garten und nochmal Ruhe bis gegen vier mein Mann heimkommt.

    -bis 18 Uhr zum Abendessen geht sie mal mit in den Garten nochmal für ne halbe Stunde bis Stunde oder ist drinnen und läuft durchs EG oder einem von uns hinterher

    -früher schlief sie dann mit auf dem Sofa, inzwischen tingelt sie weiter durchs EG und schaut aus allen Fenstern, meldet hungrige Kater

    -um 20 Uhr rum nehm ich sie mit und sie schläft dann sofort ein, meist auch durch bis zum nächsten morgen, machmal auch einmal nachts zum lösen kurz raus (ich bin auch das letzte Jahr vorher schon immer gegen acht ins Bett, dafür steh ich meist um fünf auf).


    Meinem Mann hatte ich das halbstündige Ball- und Stöckewerfen verboten, er spielt aber noch mit ihr, nur anders - bissl zergeln, auch mal auf der Wiese rumbalgen.

    Seit zwei Tagen - nach lesen der anderen Fäden - haben wir abends auch wieder eine Runde von 30min eingeführt und da ist sie wirklich ordentlich am rennen, es hat ihr sichtlich gut getan. Heut hat sie ne alte Hose zum toben im Garten bekommen und ist jetzt auch ziemlich platt (waren vielleicht 10min durch den Garten fetzen damit).

    Also ja, ich muss euch recht geben, ich habe defintiv zu wenig mit ihr unternommen in dem Glauben, sie müsse unbedingt erstmal Ruhe lernen.


    Die Hundbesitzer hier sind sehr darauf bedacht keinen Kontakt zuzulassen - letztens hatte es sich mal ergeben, aber das war ein zweijähriger Rüde, der hat sie überfordert und ich konnte da nicht eingreifen und den wegschicken. Hab jetzt überlegt übers Internet da versuchen wen zu finden mit dem man sich mal verabreden kann, morgens um sechs wenn ich wen treffe redet ja auch keiner gern.


    Einfach mein Leben leben ist eben grad schwierig - außer spazieren und chillen mach ich grad nicht viel. Und denk an den Hund :(


    dagmarjung , danke für den Hinweis, dass die häufiger wandern beim schlafen, deswegen hatte ich auch immer so Bedenken sie da zu beschränken, wenn sie eben woanders liegen will, dann soll sie das doch.


    Phonhaus, ich versuche es mal zu beschreiben:

    Wir kommen vom Spaziergang heim, nach kurzer Zeit gibt es Futter für sie. Das ist ratzfatz weg und während ich mein Müsli mache läuft sie zwei bis drei Runden durchs EG und sucht nach essen oder was auch immer. Bin ich dann noch in der Küche legt sie sich neben meine Füße und sobald ich zum Esstisch oder zur Couch gehe springt sie förmlich auf um hinterher zu kommen. Dann folgen nochmal ein zwei Runden im EG, auch immer nochmal zum Napf gucken. Dann legt sie sich irgendwo hin, meist kann sie mich von da gut sehen oder es ist direkt in meinem Beinbereich (wegschieben hat nie so recht funktioniert weil mein Becken schmerzt). Wenn dann entweder mein Mann die Treppe runterkommt (mit Gitter gesichert, damit sie nicht allein hoch geht) oder eine Katze an die Terassentür kommt springt sie wieder auf und geht begrüßen/melden. Ich sitze dann weiter auf der Couch und wenn mein Mann was in der Küche oder woanders macht folgt sie ihm. Setzt er sich dann mit Kaffee hin dreht sie nochmal ihre Runde und legt sich irgendwohin bis sie wieder aufspringt weil einer von uns sich bewegt.

    Die Kater werden zu ihrem Fressplatz begleitet, schwanzwedelnd, aufgeregt.

    Gehe ich auf die Toilette legt sie sich vor die Tür (habe sie zu Beginn immer mit reingenommen damit sie die Kater nicht jagen kann), fiepen ist hier tatsächlich schon weniger geworden bzw. die letzten weg.

    Gehe ich ins OG sitzt sie unten am Kindergitter und fiept rum, läuft aber auch mal umher und meldet sich dann wieder. Da ich mich immer etwas beeile weiß ich leider nicht, ob und wann sie Ruhe geben würde.

    Nimmt Männe sie mit in den Garten fängt sie nach 10-15min an mich zu suchen und guckt nur noch zur Terassentür. Er legt sich dann oft zu ihr ins Gras und beruhigt sie. Wenn wir mal alle auf der Couch sitzen abends und ich dann ins OG gehe schaut sie mir nach und fiept dann auch, egal ob er sie nachgehen lässt oder versucht abzulenken. Geht er hoch fiept sie nur sehr selten mal und leiser.

    Wenn ich mal zum Arzt muss merkt sie das inzwischen schon daran, dass ich was anderes anziehe. Wenn sie mit an der Tür ist sag ich "warte" (mach ich auch wenn ich nach oben gehe) und gehe dann raus. Bisher war Männe immer hier und er berichtet, sie läuft dann die drei Stunden hier unten durchs Haus und weder Kong noch Kauartikel sind so richtig interessant. Läuft fiepend und suchend durchs Haus. Genauso kann der Garten oder ein Spiel mit ihm dann nicht richtig ablenken. Hinlegen tut sie sich gar nicht, höchstens mal kurzes Kontaktliegen bei ihm auf der Couch. Im "Ruheraum" kommt sie dann auch nicht runter.

    Wenn ich wiederkomme ist große Begrüßung mit wedeln, Ohren anlegen und schlecken. Danach lässt sie mich auch keinen meter mehr allein gehen den Rest des Tages. Sonst dauert es tatsächlich schon manchmal bis fast zu meinem Ziel bis sie aufsteht um zu folgen.


    Ich hab es ein zwei Wochen versucht sie am folgen zu hindern durch wegschicken mit "ab" (aber wie baut man das richtig auf?) und ausgestrecktem Arm ohne wirklich Erfolge zu sehen. Mein Mann war da auch nur kurz mit dran, aber inzwischen wenn sie zu ihm kommt reagiert er in 8 von 10 Fällen drauf und spricht mit ihr oder schaut sie an, das vermeide ich inzwischen konsequent. Zudem schick ich sie auf ihr Bett wenn ich was in der Küche mache, aber häufig stiehlt sie sich dann doch davon wenn ich mal nicht hinsehe (dann kann sie auch sehr leise sein, sonst trappelt sie immer).


    Das war wieder ziemlich viel auf einmal.

    Ich geh jetzt einfach mal in den Garten, sie schaut mich seit zehn Minuten fast durchgängig an, macht sich mal größer und mal kleiner ... ist es richtig darauf einzugehen und eben aufzustehen? Wäre sie nicht da würd ich einfach hier liegen bleiben weil es mir draußen zu warm ist. Oder würde schon den ganzen Tag draußen liegen ...

  • Ehrlich gesagt möchte ich mir gar nicht vorstellen, wie mein Hund in dem Alter ohne richtig toben und regelmässigen Hundekontakt drauf gewesen wäre. Das muss nicht für Stunden sein, und nicht unbedingt jeden Tag, aber es sind junge Hunde!


    Ruhe ist sehr wichtig, ja, aber um Ruhe zu halten, muss ja auch die Energie irgendwo hin. Und 16 Stunden Ruhe geben ist doch auch ausreichend? Warum soll die nicht mal rumtigern und sich selbst beschäftigen?


    Ansonsten finde ich es schwierig etwas zu raten. Diese Fixierung auf den Hund ist echt ungesund, für euch beide. Die plötzliche Veränderung demnächst lässt sich ja nun nicht verhindern, ich würde aber damit rechnen, dass das schwierig wird. Ich würde da dringend was ändern, sonst droht im schlimmsten Fall die Abgabe, weil das mit Baby und Hund zu viel wird.


    Könntest du einen Hundesitter suchen, evtl. auch eine gute Tagesstätte, wo sie jeden Tag für ein paar Stunden hin kann? Dann hätte sie eine zeitweise Trennung von dir, ohne alleine zu sein, und obendrein Hundekontakt. In eurem Fall fände ich das ganz sinnvoll. auch, um Luft zu haben in der Babyzeit.

  • ich habe defintiv zu wenig mit ihr unternommen in dem Glauben, sie müsse unbedingt erstmal Ruhe lernen.

    Das ist ja grundsätzlich auch erstmal nicht verkehrt, dem Hund erstmal nur Ruhe beizubringen. Wichtig ist da aber (wie schon erwähnt) die Balance, die man oft erst finden muss. Wenn du das Gefühl hast, du machst zu wenig mit ihr - ok, Pensum testweise etwas steigern. Vielleicht 5-10 Minuten gezielt trainieren. Oder sie darf sich ihr Abendessen im Garten zusammensuchen.

    Das machen besonders meine älteren Damen sehr gerne, der Großen tut das auch gut, wenn sie mal einen unruhigen Tag hat. Durch das konzentrierte Suchen kann sie sich dann entspannen und kommt wieder besser zur Ruhe.


    Hab jetzt überlegt übers Internet da versuchen wen zu finden mit dem man sich mal verabreden kann

    Such doch gleich hier im DF! Da hast du nette, hundekundige Menschen, die auch unheimlich gerne plaudern und dir sicher auch den ein oder anderen Tipp geben. =)

    Ich treff mich hin und wieder mit DFlern aus dem Berliner Umland und es macht einfach Spaß, mit Gleichgesinnten spazieren zu gehen, die Hunde gemeinsam zu beobachten und auch über Gott und die Welt zu plaudern.

    Der Treffen-Bereich ist nach PLZ-Gebieten sortiert, da könntest du einen Thread eröffnen.


    während ich mein Müsli mache läuft sie zwei bis drei Runden durchs EG und sucht nach essen oder was auch immer.

    Wieviel Futter bekommt sie denn pro Tag, was füttert ihr? Wenn sie ständig auf der Suche nach Essen ist, könnte es sein, dass ihr die Menge nicht reicht. Nimmt sie leicht zu? Dann kannst du ihr Futter mit Karotten- und Gurkenstückchen strecken. Dadurch ist mehr im Napf, aber es setzt nicht so arg an wie eine höhere Futtermenge.

    Ansonsten würde ich evtl. mehr Kindergitter installieren und sie so räumlich begrenzen. Da musst du aber entscheiden, ob das in eurer Situation etwas bringen könnte.


    Die Kater werden zu ihrem Fressplatz begleitet, schwanzwedelnd, aufgeregt.

    DAS würde ich sofort unterbinden. Die Katzen sollen in Ruhe fressen können, ohne dass der Hund dabei nervt. Also wird entweder der Katzenfressplatz durch ein Kindergitter für den Hund unzugänglich gemacht oder in die Höhe verlegt, z. B. auf ein Schränkchen, wo der Hund nicht hinkommt.

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