Hündin extrem ängstlich (und hat geschnappt)

  • Hüteinstinkt zeigt sich nur, nur, nur am Vieh. Anders kann man den nicht einschätzen. Was Aussies bei Menschen zeigen ist kein hüten, sondern kontrollieren. Außer du hast deine Hündin am Vieh gehabt, kannst du über hüteverhalten, nichts sagen. Die meisten Aussies hüten eh eher rudimentär, wenn überhaupt.


    Lg

    Danke für deine Beiträge! Du hast recht, wenn kleine Kinder dabei sind, nehme ich Bonny auch nicht mehr mit. Ist nur Stress für mich und für sie. War auch schon bei unserer alten Hündin so, also mir ist durchaus klar, wie das mit Aussies gehen kann ;-)

    Auf freiem Feld ist sie immer angeleint auf Wegen, wo auch Kinder sein könnten.


    Bonny kontrolliert meine Mutter z.B. extrem. Mich eigentlich nicht (also ich bewege mich hier ohne sie, sie ist entspannt, wenn ich das Haus verlasse, etc.), aber will scheinbar auf Teufel komm raus nicht, dass ich an die Tür gehe. Ist ja so gesehen auch ein Kontrollverhalten, gepaart mit Aufgeregtheit oder Angst, wer da an der Tür sein könnte.

  • Ich vertraue ihr eigentlich blind, beim schmusen, spielen…

    Und da liegt schon mal der erste Fehler.


    Dein Hund zeigt laut deinen Beschreibungen schon von jeher Stresssymptome, auf die anscheinend nicht weiter eingegangen wird und das scheint sich jetzt langsam in Aggression zu entladen.

    Das Zwicken beim Klingeln hat nichts mit Hüten oder sonst etwas zu tun. Der Hund war gestresst und sich eine Ersatzhandlung zum Stressabbau gesucht. Selbiges dürfte auch auf die Gartenparty zutreffen. Es war für den Hund zu stressig und jetzt im Erwachsenwerden entscheidet sie sich für Aggression zur Konfliktlösung. Ist bei ängstlichen Hunden gar nicht so seltsam.


    Stress reduzieren, lernen den Hund zu lesen und zu erkennen, wann es zu viel wird und den Hund so sichern oder durch Gehorsam unter Kontrolle bringen, dass es nicht zu solchen Situationen kommen kann.

  • ja so gesehen auch ein Kontrollverhalten, gepaart mit Aufgeregtheit oder Angst, wer da an der Tür sein könnte

    Nimm sie eine Zeitlang an die Hausleine und wenn es klingelt, führst du sie in einen anderen Raum und schließt die Tür.

    Du könntest ein gutes und sicheres Decken/Boxentraining aufbauen, so dass du sie -wenn es klingelt - auf ihren Platz schicken kannst.

    Diesen Platz sollte sie als Ruhe-und Rückzugsort empfinden, wo sie runterkommen kann.


    Das Wichtigste ist jetzt , eine(n) Aussie- erfahrenen Trainer (in)

    dazu zu holen und zu gewährleisten, dass deine Hündin niemals mehr Gelegenheit dazu hat, an Kinder heran zu kommen.

  • Butter bei die Fische, dein Hund hat dich gebissen, deinen Cousin verletzt. Irgendwas läuft bei euch völlig schief. Deine Hündin möchte verhindern, dass du zur Tür gehst, sie kontrolliert dich und das wird mehr werden. Dein Hund gehört mit Maulkorb und Leine gesichert. Nicht nur wenn Kinder sein könnten. Denn erwachsene, wie dich, ihre Besitzerin beißt sie ja auch.

    Ich finde es fahrlässig, wie du das handhabst. Bei mir hätte der Hund erstmal 24/7 einen Maulkorb auf, bis ich der Situation her geworden bin und meinen Hund wirklich einschätzen kann.

    Ich finde es ein starkes Stück, dass dich dein eigener Hund beißt, weil du eine Tür öffnen möchtest. Ich bin geradezu fassungslos.

    Grundlegend scheint bei euch was schief zu laufen. Auch das sie deine Mutter kontrolliert. Ich geb dir jetzt schon Brief und Siegel, dass deine Mutter als Nächstes gebissen wird.


    Lg

  • Wieso denkst du, dass darauf nicht weiter eingegangen wird? Ich verstehe irgendwie nicht, wieso man hier im Forum immer gleich so hingestellt wird… :-/ mir ist bewusst, dass einige Situationen für Bonny stressig sind. Deswegen schrieb ich ja, dass es OK ist wenn sie oben bleibt und es meine Schuld war, den Jungen überhaupt an sie ran zu lassen.

    Auch haben wir es deswegen bei der Tierärztin angesprochen.

    In erster Linie möchte ich, dass es für SIE entspannter wird und wir Lösungsansätze finden.

  • Für mich war das auch ein großer Schock, dass sie mich gebissen hat. Natürlich läuft da etwas schief, deswegen möchte ich ja daran arbeiten…

  • Der Lösungsansatz ist, dass du solche Situationen gar nicht erst zu lässt.

    Wenn du weißt, dass es für sie Stress ist, wieso war sie dann auf der Party, wenn auch nur kurz? Der Hund hat solche Entscheidungen nicht selbst zu treffen. Er gehört gesichert und von den Besuchern ferngehalten.


    Du schreibst, sie kontrolliert deine Mutter extrem. Was machst du dagegen? Wie schreitest du ein?

    Das Verhalten zeigt sich nach deiner Beschreibung häufiger und geht jetzt in Aggression über, das zeigt schlicht, dass ihr nichts, nicht genug oder das Falsche unternehmt.

    Der Lösungsansatz heißt Stress raus, Kontrolle rauf. Das müsst ihr im Alltag durchsetzen und zwar immer. Da helfen keine Tabletten um große Veränderungen zu bringen - wenn sie wirken, können sie ein Mittel sein, um den Stress so weit zu reduzieren, dass der Hund wieder trainingsfähig ist, aber sie sollten nicht die Dauerlösung sein, sondern nur ein kurzzeitiges Hilfsmittel.

    Und ja, das ist anstrengend, aber es ist eben erstmal eine Daueraufgabe. Das heißt Gassigehen in kontrollierter Umgebung, zuhause Struktur und Kontrolle und zwar immer und nicht mal nur schnell fünf Minuten nachlässig sein bei der Party, weil man ja sonst immer auf passt. Denn dann passieren genau solche Dinge.


    Für mich war das auch ein großer Schock, dass sie mich gebissen hat. Natürlich läuft da etwas schief, deswegen möchte ich ja daran arbeiten…

    Es läuft aber nicht erst schief, seit sie dich gezwickt hat.

    Sondern schon sehr viel länger und auf sehr viel breiterer Ebene. Das ist nichts, was man als Einzelverhalten wegtrainieren kann, da müsst ihr auf das komplette Bild umstellen und zwar alle, die mit dem Hund zu tun haben.

  • Hmh. Der Eindruck entsteht ggf. einfach durch verkürzte Texte. Du schreibst, dass sie „erst“ seit 3 Monaten gestresster reagiert. 3 Monate ist bei so einem jungen Hund schon sehr, sehr lang. Du schreibst nicht dazu, was Ihr dagegen tut (außer „natürlichen“ Medikamenten, was auch immer das sein soll). Und Dein Hund hat nicht „geschnappt“ - das ist ein beschönigendes Wort, mit dem man sich selbst Denkblockaden aufbauen und den klaren Blick auf die Situation verstellen kann - Dein Hund har gebissen.


    Ich bin bei Gammur ubd würde auf ein grundsätzlich schwaches Nervenkostüm tippen. Wäre nicht ungewöhnlich. Wie und was trainierst Du mit Deinem Hund?

  • Danke für deinen Beitrag.

    So extrem stressig ist es für sie nicht, sie kennt ja meine Familie und hatte sonst immer Spaß mit denen bei meinen Eltern. Aber sie ist wie gesagt läufig und in einer Angstphase (daher auch die Tabletten, ich ahnte schon dass sie läufig wird, aber sicher war ich mir beim TA nicht), was ich dummerweise komplett unterschätzt habe. Ich hätte sie einfach zwischendrin schon nach Hause bringen sollen, als ich gemerkt habe, sie hat keine Lust zu uns zu kommen. Jetzt weiß ich es definitiv besser :(


    Meine Mutter „darf“ nicht aus der Tür gehen, Bonny wird dann panisch. Meine Mutter hat auch Hundeerfahrung und übt mit ihr (sie ist ja meist ohne mich dort) - d.h. sie muss absitzen und warten - aber auch da sollte eine Trainerin mal drauf schauen, das haben wir schon besprochen. Das Problem ist einfach eine Nummer zu groß für uns.


    Zuhause mehr Kontrolle (über den Hund) ist definitiv ein guter Ansatz.

  • Hmh. Der Eindruck entsteht ggf. einfach durch verkürzte Texte. Du schreibst, dass sie „erst“ seit 3 Monaten gestresster reagiert. 3 Monate ist bei so einem jungen Hund schon sehr, sehr lang. Du schreibst nicht dazu, was Ihr dagegen tut (außer „natürlichen“ Medikamenten, was auch immer das sein soll). Und Dein Hund hat nicht „geschnappt“ - das ist ein beschönigendes Wort, mit dem man sich selbst Denkblockaden aufbauen und den klaren Blick auf die Situation verstellen kann - Dein Hund har gebissen.


    Ich bin bei Gammur ubd würde auf ein grundsätzlich schwaches Nervenkostüm tippen. Wäre nicht ungewöhnlich. Wie und was trainierst Du mit Deinem Hund?

    Ich verstehe, wir trainieren für dieses Problem schon immer Ruhe & Vertrauen mit ihr - d.h. ich trainiere mit ihr, dass sie mir im Haus nicht überall hin folgt, dass sie Ruhephasen einhält (anfangs mit der Box, aber das klappt inzwischen super) und dass sie bei Besuch nicht durchdreht (also sie schlabbert Leute die sie kennt gerne ab oder freut sich so sehr, dass sie erst wieder runter kommen muss). Wobei ich dafür auch immer den Besuch „schule“.


    Sie verhält sich hier auch an sich super und kann viel besser entspannen als früher, bis es dann klingelt. Dann leine ich sie entweder im Wohnzimmer an, wenn ich schnell aufmachen muss, oder ich warte extra ein wenig, bis sie sich beruhigt hat. In jedem Fall bleibe ich immer ruhig und werde nicht hektisch, denn ich denke, dass das auch ein Auslöser war.


    Ja sie hat auf jeden Fall gebissen, ich dachte nur man nennt das „abschnappen“, habe ich glaube ich dann fälschlicherweise mal gelesen.

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