Narkose bei hohem Alter und Nierenschäden

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    Hallo!
    Ich wollte mich erkundigen ob jemand von euch schon Erfahrungen über Narkosen bei Hunden mit Nieren Schäden sammeln konnte.
    Unser Familien Hund ist jetzt 16 Jahre alt und hat eine chronische Niereninsuffizienz. Seine Zähne sind voll mit Zahnstein und unser Tierarzt empfiehlt eine Zahnsäuberung unter Narkose. Das macht mich allerdings sehr unruhig.


    Ich habe nachgelesen, das bei alten Hunden aber vor allem bei Nierenkranken Hunden lieber eine Inhalationsnarkose verwendet werden soll, weil sie schonender ist und das Aufwachen leichter ist. Unser jetziger Tierarzt hat nur Injektionsnarkosen. Zudem sieht er bei ihm kein großes Risiko, da sein Herz ok scheint und er "nur" Nierenkrank ist, was ich nicht nachvollziehen kann, weil Nieren Schädigungen auch bei Menschen Komplikationen während der Narkose bilden. Außerdem hat unser Tierarzt bisher nicht vorgeschlagen einen Bluttest vor der OP zu machen (der letzte ist schon einige Monate her) und er besitzt meines Wissens keinerlei Geräte in der Praxis, mit der er den Zustand des schlafenden Hundes kontrollieren könnte. Er würde also wohl alles mit Augen und Gefühl machen müssen. Das gibt mir sehr viel Unsicherheit, dass unser Hund die OP nicht überstehen könnte. Er hat panische Angst vorm Tierarzt mittlerweile und fängt schon während der Autofahrt an sehr unruhig zu werden und ich könnte es mir niemals verzeihen, falls er die OP nicht überlebt und somit seine letzten Momente gefüllt mit Angst und Panik wären.

    Hat jemand Erfahrung mit komplizierteren OPs oder könnte generell einfach seine Meinung zu der Situation abgeben? Ich suche schon nach einer Tierklinik die mehr Kontrolle bei der Behandlung anbieten würde, allerdings sind die meisten 30-45 Minuten entfernt, was meinem Hund wohl durch die lange Fahrt noch mehr Stress bereiten würde, und all die Negativen Rezensionen der Tierkliniken geben mir das Grauen (auch wenn sie im Grunde alle bei 4 Sternen liegen)

  • Ich habe eine (junge) Hündin mit CNI nach eine OP verloren. Obwohl die Werte voher im Rahmen waren

    und sie auch während der OP am Tropf hing, brachte die Narkose eine Verschlechterung der Werte die nicht mehr aufzuhalten war.

    KANN Zufall sein, muss es aber nicht. Sie starb dann einige Monate später nach langem Kampf.


    Wendet euch an eine gute Tierklinik. Zähne sind wichtig, das sollte abgeklärt werden.

  • Ich würde an deiner Stelle auch zu einer Klinik fahren, du kannst ja vorher schon am Telefon die für dich wichtigsten Fragen stellen und eure Situation erklären.

    Dass kein Blut abgenommen werden soll finde ich merkwürdig. Das wurde sogar bei meiner Hündin (beim Eingriff 3 Jahre alt, "Routineeingriff", Kastration) angeboten und auch sicherheitshalber empfohlen.

    Und auf eine gute Überwachung während der Narkose würde ich definitiv nicht verzichten.

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  • Ich habe eine (junge) Hündin mit CNI nach eine OP verloren. Obwohl die Werte voher im Rahmen waren

    und sie auch während der OP am Tropf hing, brachte die Narkose eine Verschlechterung der Werte die nicht mehr aufzuhalten war.

    KANN Zufall sein, muss es aber nicht. Sie starb dann einige Monate später nach langem Kampf.


    Wendet euch an eine gute Tierklinik. Zähne sind wichtig, das sollte abgeklärt werden.

    Weißt du zufällig, ob eure Hündin eine Inhalations- oder Injektions-Narkose erhalten hat?

  • flying-paws

    Hat den Titel des Themas von „Narkose bei hohen alter und Nieren Schäden“ zu „Narkose bei hohem Alter und Nierenschäden“ geändert.
  • Ich habe unserer 17 Jahre alten Hündin die Zähne renovieren lassen. Sie hatte offensichtlich Zahnschmerzen und einige Zähne haben gewackelt.


    Die OP hat sie prima überstanden, es wurden einige Zähne gezogen.


    Für uns wars hop oder top, ein Weiterleben mit kaputten/wackelnden/schmerzenden Zähnen kam nicht in Frage und wird auch nie in Frage kommen, egal wie alt der Hund ist.


    Meiner 13 jährigen Hündin habe ich letztens auch die Zähne in Narkose reinigen lassen, das ging auch prima. Raus musste nichts.


    Beide Hunde haben/hatten Nierenprobleme.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ich würde Dir auch dringend raten, die OP in einer Tierklinik durchführen zu lassen, die eine Inhalationsnarkose anbietet. Diese kann wesentlich besser gesteuert werden, auch kann man bei Schwierigkeiten schneller/besser reagieren.

    Ich habe es einmal erlebt, daß meine Hündin bei einer Injektionsnarkose plötzlich einen Atemstillstand hatte - es war die Hölle, wenn sie nicht von selber wieder "angesprungen" wäre, hätte ich hilflos daneben stehen müssen und zusehen, wie sie stirbt! Ich möchte das nie wieder erleben. Dafür würde ich auch einen weiten Weg in Kauf nehmen.

    Bei einem Eingriff an den Zähnen muß die Narkose ja nicht so tief sein, das sollte bei einem Herz-gesunden Hund eigentlich gut machbar sein.


    LG,Gisela

  • Ich rate dir auch, eine Tierklinik aufzusuchen.


    Ich habe einen 3-jährigen Pflegehund nach einer Zahnsanierung mit Injektionsnarkose verloren. Ein Blutbild vorher fand die Tierärztin unnötig. 24h später war Timo tot. Die Obduktion ergab eine bis dahin unerkannte Niereninsuffizienz.

  • Hier auch eine Stimme für die Inhalationsnarkose. Meine Freki, CNI-Patientin, musste mehrmals zur Tumorentfernung in Narkose gelegt werden. Sie hat sie jedesmal gut überstanden. Eine plötzliche Verschlechterung der Nierenwerte hatte sie nach der Narkose auch nicht. Als sie starb, an der CNI tatsächlich, war die letzte OP schon über ein halbes Jahr her und die Verschlechterung fand bei ihr nach und nach, völlig unabhängig ob Narkose oder nicht, statt. Unser TA ist sehr gut ausgerüstet und sie wurde in Narkose sehr gut überwacht und hat immer die kleinste Dosis erhalten die möglich war und wurde intubiert - um das Risiko gering zu halten.

  • In meiner "Normal"-Praxis (nicht Klinik) werden Narkosen bei älteren Hunden ausschließlich per Inhalation durchgeführt. Nur so kann man die Narkose fortlaufend anpassen bzw bei Problemen sofort beenden.

    Ist dagegen die Dosis aus einer Spritze erst mal im Körper, gibt es kein Zurück mehr.

    Sollte das bei deinem TA nicht möglich sein, laß die Zahnreinigung in einer anderen Praxis oder Klinik durchführen.


    Dagmar & Cara

  • In meiner "Normal"-Praxis (nicht Klinik) werden Narkosen bei älteren Hunden ausschließlich per Inhalation durchgeführt. Nur so kann man die Narkose fortlaufend anpassen bzw bei Problemen sofort beenden.

    Ist dagegen die Dosis aus einer Spritze erst mal im Körper, gibt es kein Zurück mehr.

    Sollte das bei deinem TA nicht möglich sein, laß die Zahnreinigung in einer anderen Praxis oder Klinik durchführen.


    Dagmar & Cara

    Danke für die Antwort, ich wusste nicht dass kleinere Praxen auch Inhalation anbieten. Unser Tierarzt meinte wohl, dass es keine andere Möglichkeiten gibt und das seine Einstellung gegenüber der Nierenerkrankung so locker ist beunruhigt mich auch sehr. Ich weiß leider nicht, ob es eine Praxis in der Nähe gibt, die die Art von Narkose anbietet.

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