Appetitlosigkeit / Apathie (unkastrierter Rüde) in Zusammenhang mit Menstruation von Frauchen

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    Hallo!
    Ja, ein doofer erster Beitrag... aber ich hoffe, ihr könnt mir helfen.

    Folgende Situation:
    Miro, 7 Jahre alter, unkastrierter Border Collie, frisst nicht. Miro ist nie gefressig gewesen, hat schon mal Phasen gehabt, wo er ein bisschen mäkelt (spekuliert auf was Besseres...), nie besonders relevant, vielleicht eine Mahlzeit oder zwei, aber an sich ein pflegeleichter Hund.
    Vor ein paar Monaten hatte er tatsächlich eine relativ lange "ich will nichts fressen"-Phase. Wenn man ihn aus der Hand füttert, oder durch ein paar Tricks kriegt man es hin, ihm zumindest ein bisschen was unterzujubeln. Wir waren Anfang Februar mit ihm zum Tierarzt, Blutbild ist "hervorragend". Ging dann von alleine wieder.

    Das hatte er Anfang März wieder, das haben wir auf andere Sachen geschoben. Wenn wir ehrlich sind, keine Ahnung, inwiefern der Lockdown und unser Home Office nicht aus der Fassung bringt...

    Jetzt hat er das wieder seit 2-3 Tagen. Schonkost bringt nichts, sein Bauch gurgelt, er isst mal einmal am Tag was aus der Hand, nimmt übrigens nicht wirklich ab, also kein besonderer Grund zur Sorge, außer es würde andauern.

    Einerseits machen wir uns Sorgen ,andererseits haben wir gewitzelt / überlegt, ob er mit 7 endlich in die Pubertät kommt und sich plötzlich für Weibchen interessiert, womöglich ist eine Hündin in der Nähe läufig.


    Vor 2-3 Tagen hat er mal wieder eine Phase, wo er total wild auf mich war. Das passiert mal ab und zu, in der Regel bei einem bestimmten Waschmittel. Ich sage ganz bestimmt "Aus" und es geht vorbei. Diesmal war das wirklich stärker und bedarf mehrerer Abweisungen. Es hat ca. 24 Stunden gedauert, auch mit Winzeln und so weiter. Stützte unsere "Hündin in der Nähe"-Hypothese.


    und jetzt hatte ich heute einen "Haha-Gedanke".
    Könnte es sein, dass mein Hund auf mich reagiert? Ich habe die letzten 3 Phasen, wo er mehrere Tage am Stück keinen Hunger hatte und lethargisch war (dank Tierarztbesuch und einem bestimmten Vorfall gut datierbar..) und abgeglichen: ich hatte jedes Mal meine Periode.

    Ich habe durch die Suchmaske oder im Netz genug Fünde gefunden, dass der Rüde auf die Menstruation "mit sexuellem Interesse" reagiert, aber jetzt frage ich mich, ob es auch den "umgekehrten" Fall gibt, dass der Rüde Appetit verliert, eher apathisch wird als wild, usw..

    Ich freue mich über ähnliche Erfahrungen oder Impulse!
    mirolein

  • Waere mir neu. Die menschliche Periode dient einem anderen Zweck als die Hitze bei Huendinnen. Waehrend bei Menschen die Gebaermutterschleimhaut abgebaut wird, wird sie beim Hund aufgebaut. Rueden reagieren weniger auf das Blut der Huendin und viel mehr auf dem veraenderten Hormonstatus. Und der passt eben mWn nicht zum Hormonstatus einer Frau, die ihre Tage hat.

    Wir sind zusammen an Grenzen gegangen nur um diese um ein unendliches zu erweitern. (©Lockenwolf)


    Die Malis und der Pan

  • Wenn es ein sehr sensibler oder unsicherer Hund ist könnte ich mir schon vorstellen das es ihn aus der Fassung bringt wenn Frauchen auf einmal anders Riecht. Also das das garnix mit der Menstruation an sich zutun hat, sondern nur mit der Geruchsveränderung die damit einhergeht.

    Ich meine Hunde können riechen wenn jemand sich der unterzukriegen nähert Krebs hat usw.

    Viele Hunde mögen es zum Beispiel gar nicht wenn ihre Menschen nach Alkohol reichen usw.

    Da kann ich mir schon vorstellen das Menstruationsgeruch einen Hund irritieren kann.

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  • Ich habe einen Hund der auf die Mense reagiert.

    Ist aber eine Hündin, und dieses Phenomenon haben wir, seit sie kastriert ist.

    Sie wird dann einfach wachsamer als sonst und findet es etwas blöder allein zu bleiben.

    Ich glaube sie verunsichert es einfach, so dass sie denkt sie müsse aufpassen, weil irgendwas mit mir ja anders ist.

    Angemerkt, hab ich dieses "Frauenproblem" auch allgemein deutlich seltener als es normal wäre, weshalb der Hund da wohl auch evtl nicht festgestellt hat, dass es normal sein könnte.



    Von daher kann ich mir nicht vorstellen dass es daran liegt, dass es ein unkastrierter Rüde ist.

    Ich kann mir eher vorstellen dass dein Hund das inzwischen warum auch immer verunsichert.

    Vielleicht hängt das sogar damit zusammen dass er allgemein schlecht frisst ( ist Magen-Darm technisch alles in Ordnung?).

    Ebenso könnte es natürlich auch sein, dass mit dir irgendetwas nicht stimmt, und er das besonders stark während deiner Periode wahr nimmt ( evtl zum Gyn gehen und nochmal checken lassen?).

    Es gibt sehr viele Hunde, die auf gesundheitliche Themen sehr stark ansprechen.

    Insbesondere bspw Krebs, aber auch Unterzuckerung oder Anfälle ( muss weder MS, Epi, noch Schlaganfall oder Herzinfarkt sein, einige Hunde reagieren auch Migräneanfälle).

  • Zitat von Runa-S

    wenn Frauchen auf einmal anders Riecht. Also das das garnix mit der Menstruation an sich zutun hat,

    Das erinnert mich an meinen Mann und unseren großen Hund (kastrierter Rüde). Man sah am Verhalten des Hundes, wann es für meinen Mann Zeit war, wieder Testosteron gesprizt zu bekommen. Beim weiblichen Zyklus verändert sich ja auch die Hormonkonzentration, warum sollte der Hund das nicht auch wahrnehmen können. Es muss ja auch nicht bei jedem Hund und jedem Mensch so sein. Unseren anderen Hund (auch kastrierter Rüde) interessierte sowas nicht die Bohne. Spontan dachte ich auch daran, dass man sich während der Menstruation evtl. auch ein Bisschen anders verhält. Unser kleiner Hund ist sehr sensibel wenn ich (nur ich) schlecht drauf bin. Es überfordert ihn dann aber eher, er winselt, kratzt an mir. Vielleicht könnte das "Wild auf dich"-sein auch eine Art Übersprungshandlung aus Überforderung sein. Das hatte unser kleiner 1x als er sich durch Plünderung überfressen hatte, da wollte er mein Bein rammeln. (10-jähriger, kastriert).


    Bei Google habe ich was gefunden, vielleicht bringt dir das was.

    Zitat

    Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Pheromone sich bei Frauen während der Periode verändern. Der Hund nimmt die Veränderung war. ... Dasselbe Phänomen ist zu beobachten, wenn eine Frau den Eisprung hat. Hunde erkennen auch die fruchtbare Phase der Frau am veränderten Geruch. (https://herz-fuer-tiere.de/hau…feln-hunde-uns-am-schritt)

    Hier hat sogar schon Mal jemand das selbe beobachtet: Rüde & Frauchen an bestimmten Tagen...


    Bei der Appetitlosigkeit würde ich das vom Eindruck her aber nicht unbedingt oder eindeutig damit in Verbindung bringen. Du schreibst, "Vor ein paar Monaten hatte er tatsächlich eine relativ lange "ich will nichts fressen"-Phase" da müsstest du dann ja deine Periode auch die ganze Phase über gehabt haben. Wenn es von "vor ein paar Monaten" bis Anfang März nicht mehr war, und dann jetzt erst wieder, da hattest du doch vermutlich aber trotzdem mal deine Periode zwischenzeitlich. Fressunlust kann meines Wisses viele mögliche Ursachen, Zusammenhänge haben. Was wurde denn an Laborwerten überhaupt alles untersucht?

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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  • Liebe Alle,


    vielen lieben Dank für die Antworten!
    Tatsächlich ist unser Hund zwar unkastriert aber ein absolutes Sensibelchen, er ist seit ein paar Monaten total auf mich bezogen. Er "passt" definitiv auf mich "auf", ich habe abends (schon immer) Schlafschwierigkeiten und seit ein paar Monaten verunsichert es ihn total, wenn ich beim Einschlafen "Geräusche" mache, er kommt sofort an Bettesrand und klettert zu mir, will mich abschlecken, usw...

    Das mit den Zeiträumen ist tatsächlich für die letzten 4,5 Monaten (erstes Mal eine mehrtägige Phase mit Fressunlust Ende Januar / Anfang Februar), dann Anfang/Mitte März und jetzt die letzte Woche. Und ja, ich hatte in der Zwischenzeit keine andere Periode. Allerdings gab es bei den ersten beiden Zeiträumen auch parallel durchaus Probleme bei mir und es könnte auch mal Einfluss haben. (und zusätzlich dazu habe ich schmerzhafte Regelblutungen)
    und da es mir generell nicht sooo gut sein, wäre es vielleicht ein weiterer Hinweis darauf, dass mein Hund der beste unausgebildete Therapiehund der Welt ist und ich einige Anzeichen ernst nehmen soll. Aber ich kann ja nicht zum Arzt gehen und sagen "mein Hund frisst nicht, nehmen Sie endlich meine Bauchschmerzen ernst"

    Bei seinen Laborwerten müsste ich nachschauen, es wird aber "alles" bzw. "großes Blutbild" sein, weil "weiterführende Untersuchungen wären dann Ultraschall" und so... Keine Entzündungspunkte, aller supi, perfekte Werte und in der Zwischenzeit war der Hund ja wieder normal geworden.

    Danke, ich schaue mal weiter, wie lange es dieses Mal dauert (oder vielleicht ist eben der Hund dieses Mal besonders verwirrt, weil mein Körper durcheinander sind und ich selbst seit fast 15 Tagen immer wieder (Zwischen)blutungen habe. Ich schaue auch mal auf mich.

  • Ehrlich gesagt würde ich dieses ungesunde, für den Hund super stressige "auf mich aufpassen" einfach ganz schnell abstellen und das Aufsehen ums Thema Essen einstellen. So einen sensiblen Hund "erzieht" man leicht dazu gestresst zu sein, genau wie man ihn leicht zum nicht fressen "erzieht".


    Ich bin ja nicht dafür, dass man einem Hund nur etwas hinstellt, was er abgrundtief hasst und ihn hungern lässt, bis er sichs reinquält. Aber macht ihm halt was Leckeres zu futtern, stellts hin, wenn er nicht frisst kommts für 12h weg. Nicht locken, überreden, nachträglich was Leckeres unterrühren. Und das sage ich nicht, weil ich ein herzloser Mensch bin, sondern weil alle diese Aktionen eine gestörte Futteraufnahme fördern.

    Ergänzend würde ich dennoch das Thema Gesundheit nicht aus dem Auge verlieren, ein normales Blutbild gibt keine Garantie, dass der Hund wirklich gesund ist. Viele Krankheiten äußern sich durch Inappetenz, das darf man nicht vergessen.

    L'enfer n'existe pas pour les animaux, ils y sont déjà - Victor Hugo

  • Selbstverständlich können Hunde hormonelle Veränderungen beim Besitzer riechen. Und bei Wiederholung können sich auch Zusammenhänge aus verändertem Geruch und verändertem Verhalten/Stimmung ziehen. Bei sehr sensiblen Hunden kann das sicher zu Verunsicherung führen. Da würde ich dann allgemein ein wenig mehr abgrenzen, wenn möglich.


    Aber wenn der Hundebauch 3 Tage gurgelt, der Hund nicht frisst, aber auch nicht abnimmt ... würde ich auf jeden Fall auch mal gesundheitlich alles durchchecken lassen inkl. Blutwerten. Falls Du das noch nicht gemacht hast.

  • Klingt nach einem kranken Hund. Ich vermute, dass er Magenschmerzen von der Futteraufnahme bekommt und es deshalb vermeidet.


    Stress geht vielen Hunden ja auf den Magen und ein Border Collie, der seinen Job hat Frauchen zu belagern und sich um jede Befindlichkeit zu kümmern, geht ziemlich schnell mental und gesundheitlich am Krückstock. Davon muss man diese Hunde unbedingt entbinden. Das halten die sonst nicht aus und werden krank. Wenn das schon länger so geht, könnte die Schilddrüse da mittlerweile auch drunter leiden.


    Es kann natürlich noch mehr Faktoren geben, die dem Hund zu schaffen machen: Schmerzen im Bewegungsapparat, Überforderung, unpassende Beschäftigung, zu wenig Schlaf etc ... Dauerstress hat auch ganz direkt Auswirkungen auf das Sexualverhalten bzw. die Hormone. Das ist also auch ein Hinweis, dass da was im Argen ist.

  • Der Hund hat natürlich nicht die Aufgabe, sich um meine Befindlichkeiten zu kümmern. Aber so war das wahrscheinlich auch nicht gemeint. Anders gefragt: wenn es das ist, wie bringe ich es ihm bei, dass es nicht sein Job ist? Ich schicke ihn (in letzter Zeit mehr als sehr eindeutig) weg, wenn er zur mir rennt, wenn ich zum Beispiel zu laut einatme oder einen Niesanfall habe. Ich lasse es nicht zu, dass er mich belagert und wir passen seit Wochen vermehrt darauf auf, dass er auch im Wohnzimmer bleibt, wo er vorher auch immer war, während wir arbeiten waren, statt mit uns im Büro im Home Office zu sein. Damit er eben nicht "verlernt", nicht in unserer Nähe zu sein (Alleine sein war für ihn nie ein Problem, ist auch weiterhin nicht).
    Also: ich habe schon das Gefühl, dass ich alles mache, um ihm klar zu machen, dass er nicht für mich zuständig ist.
    Dass er sich nachts auf dem Boden auf meinem Weg hinlegt, kann ich aber nicht vermeiden (und könnte auch Zufall sein, sooo groß ist die Fläche im Wohnzimmer nicht und nach meinen klaren Anweisungen, dass er sich nicht neben meinem Kopf hinlegt, kommt er nur noch zum Fussende aufs Bett.

    Gestern hat er das Trockenfutter (eigentlich Frühstücksration) abends gegessen und tatsächlich alles nach und nach, heute Morgen nicht. Wurde gerade wieder hingestellt, das bekommt er heute Abend wieder.
    Wenn es am Montag nicht besser wird, gucken wir mal mit der Tierärztin. Neue Blutwerte anfordern wäre sicher ein bisschen nutzlos, aber vielleicht kann man etwas Neues schauen.

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