Katze erwischt / fast erwischt - was nun?

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    Ich bin ziemlich fertig mit den Nerven, gerade ist im Garten etwas Schlimmes passiert.

    Ich wollte mit meinen Hündinnen noch mal in den Garten. Sie warten dann an der Gartentür, bis ich mein 'okay' gebe - und das gebe ich immer erst, wenn ich sehe, dass da keine Katzen sind.


    Heute waren da keine Katzen. Es war alles total ruhig. Alma ist wie immer unter Strom im Garten, denn sie erwartet, Katzen irgendwo zu sehen. Genau daran arbeiten wir ja und eigentlich waren wir schon so weit, dass sie, wenn sie eine Katze sieht, zu mir kommt und sich zu mir stellt oder setzt, meist von selbst, manchmal durch Abruf. Das bestätige ich dann. Anfangs wollte sie immer direkt drauf.
    Vor einigen Wochen hat sie auch immer Katzen aus dem Fenster beobachtet, ist mit Sichtlaut ans Fenster gesprungen - auch das haben wir nun im Griff und erst eine neue Handlungskette aufgebaut und diese dann immer weiter umgebaut, sodass sie jetzt, wenn sie eine Katze am Fenster sieht, nur noch kurz fiept, zu mir kommt (dafür wechselt sie auch den Raum), ich sie ruhig lobe (oder manchmal mit Futter belohne) und damit ist das Thema gegessen. Viel niedrigeres Erregungslevel.


    Die Katzen aus der Nachbarschaft haben inzwischen auch gelernt, den Garten zu meiden, wenn die Hündinnen da sind.

    Und heute dann ein immenser Rückschritt. Alma und ich üben mit dem Dummy, sie ist nicht voll bei der Sache. Sonne schien, ich dachte mir: gut, wie bleiben einfach hier, bis sie wieder etwas ruhiger ist, dann gehen wir wieder rein. In dem Moment springt eine Katze von der Mauer in unseren Garten. Die kleinere Hündin - Elsa - setzt direkt drauf zu, jagt sie durch den Garten, Alma hinterher. Ich sehe nur, dass sie Katze in eine Sackgasse (hinter einen Gartentisch) läuft und beide Hündinnen mit der Schnauze schon an der Katze sind. Ich brülle, werfe den Dummy auf Alma, sie lässt ab - Elsa konnte ich mir schnappen - Katze flieht panisch zurück auf die Mauer und springt an einer anderen Stelle zurück in unseren Garten, direkt Alma vor die Schnauze. Ich lasse Elsa wieder los und renne wieder mit Gebrüll auf Alma zu. Sie hat sie Katze da glaube ich nicht erwischt. Katze flüchtet in den Nachbarsgarten.
    Ich hab die Hündinnen sofort in die Wohnung verfrachtet - Alma hat sehr verdutzt wegen meiner Lautstärke und Körperspannung gehört, Elsa musste ich in die Wohnung bringen.
    Ich hab nach der Katze gesucht, wollte gucken, ob es sie verletzt ist, aber ich finde sie nirgends. Ich hab halt gesehen, dass die Hunde am Gartentisch direkt hinter hier waren. Nase schon im Fell. Ich hab nicht gesehen, ob sie die Katze schon im Fang hatten, das war alles zu unübersichtlich und zu schnell. Alles hat insgesamt nur Sekunden gedauert, vielleicht eine halbe Minute... Es ging so schnell und kam mir trotzdem so ewig vor.

    Die Hündinnen, vor allem Alma, ist immer noch sehr kleinlaut wegen meines panischen Eingriffs. Und ich weiß auch, dass ich jetzt nicht böse auf sie sein sollte, es war einfach meine Schuld, ich hätte nicht allein beide ungesichert mit in den Garten nehmen dürfen. Aber ich bin so sauer und schockiert - auf sie und auf mich und auf Elsa. Und ich mache mir solche Sorgen um die Katze. Und mir ist kotzübel.
    Und gerade hab ich das Gefühl, dass wir es einfach niemals hinkriegen werden.

    Die arme Katze. Und unser Training ist wahrscheinlich jetzt wieder komplett im Eimer und wir starten wieder bei Null.
    Was soll ich denn jetzt machen? Erst mal gar nicht mehr in den Garten? Oder nur noch gesichert in den Garten? Oder versuchen, irgendwie weiter im Garten zu arbeiten?
    :( :

  • Wieso willst du mit den Hunden nun nicht mehr in den Garten?

    Ist es ein Gemeinschaftsgarten?


    Ich verstehe ja, dass der Schreck nach so etwas tief sitzt - der Nachbarskater hat hier vor kurzem auch einen Selbstmordversuch unternommen, hätte ihn der Dobermann zu fassen gekriegt, ich hätte nicht mehr eingreifen können. Aber wieso solltest du deinen Garten danach nicht normal weiternutzen?

  • Es ist blöd für Hundehalter und Katzenhalter, wenn der Kater/die Katze im Nachbargarten vom Hund erwischt wird.


    Ich hatte 17 Jahre eine Katze, die ich auf unserem Wohngrund verteidigt habe, wenn ein Hund drauf los wollte.


    Auf den Nachbargrundstücken hatte sie nichts verloren. Abgewöhnen hinzugehen ging nicht, also war es unser Risiko.

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  • Helfstyna
    Ja, es ist ein Gemeinschaftsgarten. Wobei ich glaube, dass die Katze nicht zu unserem Haus gehörte.
    Ich weiß halt nicht, ob es pfiffig ist, jetzt den Garten direkt normal weiter zu nutzen wenn die Erwartungshaltung dort jetzt vermutlich noch mal viel höher für Alma ist. Also, dass ihr Erregungslevel jetzt sofort hochschießt, wenn wir in den Garten gehen - und ob es dann nicht besser wäre, erst mal etwas Abstand zu gewinnen und dann neu mit dem Entspannung-üben-im-Garten zu beginnen.

    Keine Ahnung. Wenn ich das Gefühl habe, dass Orte blöd verknüpft wurden, dann meide ich die im Normalfall erst mal. Nur ist das ja bei Waldabschnitten oder auf irgendwelchen Gassistrecken viel leichter als beim eigenen Garten, den man eben ständig nutzt.

  • Ich muss gestehen, ich verstehe das Problem gerade nicht so ganz.

    Was macht sie denn im Garten, wenn das Eregungslevel zu hoch ist? Bekommt sie Probleme durch den Stress (erbrachen, Durchfall) oder rennt sie kläffend durch den Garten?


    Ich habe bei meiner alten Hündin die Erfahrun gemacht, dass es das einfachste ist, es auf sich beruhen zu lassen. Ja, die hat die erste Woche auch bei jedem Mal in den Garten gehen überprüft, ob die Katze nicht noch in dem Baum hockt, in den sie sie damals gescheucht hat. Aber se herausfinden zu lassen, dass da nichts ist, hat gereicht.


    Was willst du denn, das die Hunde im Garten machen, was nicht geht, nach diesem Vorfall?

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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  • Mein Hund hat auch die Nachbarskatz mal knapp gehabt, die hat ihn furchtbar zerkratzt und ob sie was abbekommen hat weiß ich nicht. Der Hund sah aus wie nach einem Boxkampf. Paar Tage danach hat er immer geguckt ob sie noch an der Stelle ist und dann war gut :ka:

    Die hiesigen Nachbarskatzen stolzieren gerne vor den Hunden auf und ab und leben mehr bei uns am Hof als bei der Nachbarin. Die weiß es auch und sie weiß dass unsere Hunde das nicht gut finden. Wir hatten die sogar schon im Haus und gerade wenns Katzerl beim Fenster reinspaziert kann ich für nix garantieren. Ich muss aber ehrlich sagen dass das nicht mein Problem ist. Damit lebt man als Katzenhalter halt wenn man die durch die Nachbarschaft stromern lässt.

    Genauso kann die Katze aber auch von einem Auto angefahren werden (was grad hier am Dorf auch sehr oft passiert).


    Mit den Hunden würde ich trotzdem dran arbeiten sich im Garten nicht mehr ins Nirvana zu schießen weil es zumindest in dem Eingangstext so klingt als wären die generell sehr aufgeregt wenn sie im Garten sind, aber sonst verstehe ich auch nicht wieso man den Garten jetzt meiden will, damit löst man doch garkein Problem.

  • Helfstyna - okay, sorry, ich bin unklar.
    Nee, weder Durchfall, noch Erbrechen, noch Dauerkläffen. Bei hoher Erregung im Garten rennt sie einfach manisch alle Ecken ab - immer die Katzenrouten. Und dann steht sie eingefroren da und starrt die Balkone an, von denen die Katzen manchmal runterhüpfen.
    Das hatte sich eigentlich spürbar verbessert.

    Ich will natürlich an allererster Stelle, dass meine Hunde keine Katzen schreddern.
    An zweiter Stelle arbeite ich ja gerade an Almas Jagdtrieb und habe gar keine Lust drauf, dass die sich ihren Jagderfolg dann genau da holt, wo sie ohne Leine sein kann.

    An dritter Stelle brauche ich diesen Ort der 'mittleren Erregung', um ihr dort den Dummy unter mittlerer Ablenkung schmackhaft zu machen, damit ich den irgendwann mal draußen einsetzen kann.
    An vierter Stelle würde ich mir für Alma wünschen, dass sie irgendwann auch im Garten einen Ort findet, an dem sie entspannen kann.

  • Avocado Ich glaub, ich hab mich echt falsch ausgedrückt. Ich sag ja nicht, dass ich nie wieder in den Garten will. Ich frage im Grunde:
    Wenn man in Bezug auf bestimmte Baustellen beim Hund Management betreibt
    - z.B. wenn man mit einem Hund mit Artgenossenproblem nicht zur rush-hour auf die Hundewiese geht, weil's too much ist oder wenn man mit einem Jagdotto nicht in der Dämmerung in den Wald geht weil Nirvana oder wenn man mit einem sehr reizempfindlichen, nervenarmen Hund nicht um kurz vor 8 in die U-Bahn steigt, weil man erst mal langsam schauen will, was er schafft und nach und nach neue Verhaltensstrategien aufbauen will, macht es dann nicht evtl Sinn das auf den Garten zu übertragen, wenn da gejagt wurde?
    Oder macht es mehr Sinn zu sagen: Sofort wieder aufs Pferd setzen, die merken sich das eh für immer?

  • Ich weiß nicht, wie gut das Gedächtnis deiner Hündin ist, aber meiner hat einmal eine Katze vor der Tür eines Hauses gesehen und sie verbellt - nur verbellt, nicht hinterhergesetzt (war angeleint), nicht erwischt, gar nichts. Er hat noch ein halbes Jahr später, ohne dass wir dort nochmal ne Katze gesehen haben, geguckt, ob sie nicht dort ist, wenn wir wieder vorbeigehen wollten, und ist in eine entsprechende Erregungslage gekommen.


    Heißt: Willst du ein halbes Jahr warten, bis sich ihre Erregungslage eventuell soweit beruhigt hat?


    Ich würde den Garten normal weiter nutzen und entsprechend daran arbeiten. Sie hat nicht alle Ecken abzusuchen oder sich zu pushen. Unter Umständen erstmal nur mit (Schlepp-)Leine in den Garten, damit du entsprechendes Verhalten direkt unterbinden kannst. Aber den Garten ganz meiden würde ich nicht, das bringt meines Erachtens nichts.

  • Bei hoher Erregung im Garten rennt sie einfach manisch alle Ecken ab - immer die Katzenrouten. Und dann steht sie eingefroren da und starrt die Balkone an, von denen die Katzen manchmal runterhüpfen.
    Das hatte sich eigentlich spürbar verbessert.

    Ok, das macht die Sache etwas klarer.

    Da würde ich sagen, Schlepp drauflassen und dieses Verhalten bei Bedarf einfach unterbrechen, aber Garten normal weiter nutzen. Denn das wird euch immer mal passieren können, dass eine der Katzen die Grenzen nicht kennt.

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