Nächtliches Melden - Wie damit umgehen?

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    Guten Morgen Zusammen,


    ich habe mal wieder eine kleine Erziehungsfrage: Mit etwa 7 Monaten fängt Emil langsam aber sicher an einen kleinen Wachtrieb zu entwickeln. Konkret äußert sich das darin, dass er nachts anfängt zu melden, wenn er etwas ungewöhnliches hört. Meist meldet er, wenn er tief am schlafen war und dann aufwacht. Das macht er auch, wenn er beispielsweise im Schlafzimmer pennt und ich vom Wohnzimmer aufs Klo/Flur gehe. Wenn er wach ist, meldet er fast nie. Er bellt auch nicht hysterisch, sondern "wufft" eher wie eine Sirene. Schwer zu beschreiben, klingt aber wirklich lustig. (um 4 Uhr nachts natürlich weniger lustig)


    Wie gehe ich mit dieser Situation am besten um? Wie kann ich die Situation am besten trainieren? Grundsätzlich ist es für uns durchaus okay, wenn er kurz meldet und sich dann wieder schlafen legt. Ich habe dazu verschiedene Sachen gelesen:

    • Komplettes ignorieren des Meldens
    • Kurzes Bestätigen des Meldens mit ruhiger Stimme ("Alles gut, leg dich wieder Schlafen)
    • Komplettes und direktes Abbrechen des Meldens
    • Umlenken des Verhalten mit einer kleinen Übung o.Ä.

    Wie geht ihr damit um? Habt ihr etwas trainiert oder das Verhalten einfach als "genetische Veranlagung" akzeptiert?

  • Wir haben Jessa zwar schon als erwachsenen Hund bekommen, aber trotzdem hat sie erst nach einigen Monaten angefangen zu melden. Vermutlich hat sie sich erst dann zuständig gefühlt ;)
    Meist war es nachts oder früh morgens, wenn unser Obermieter zur Nachtschicht fährt oder wieder nach hause kommt. Mittlerweile hat sie sich wohl daran gewöhnt und meldet das nur noch sehr selten - und vermutlich auch, wenn sie aus dem Tiefschlaf aufschreckt :ka:

    Bei uns hilft tatsächlich am besten ruhiges Bestätigen. Dann wufft sie vielleicht noch ein paar mal vor sich hin und schläft dann weiter.
    Wenn es ganz heftig ist, gehe ich zusammen mit ihr hin und wir schauen nach. Dann ist es auch schnell erledigt.

    Verbieten finde ich schwierig und möchte ich persönlich auch nicht. Denn grundsätzlich ist es ja gut, wenn sie meldet! Wenn bei uns einer rumschleicht, möchte ich nämlich, dass sie mir das anzeigt :D

    Auf Umlenken hätte ich persönlich nachts um 4 nicht so Lust drauf :pfeif:

  • Hallo du,


    also meine Hündin hat am Anfang sehr schnell intensiv gemeldet.

    Zu Beginn mehrmals in der Nacht mit intensiven Bellen. Habe dann eine Zeit lang jedes Melden "ernst" genommen, bin aufgestanden, zur Haustür, aufgemacht und rausgeschaut und somit ihre Meldung überprüft dann bestätigt mit "alles gut".

    Waren ein paar holprige Nächte aber sie hat schnell verstanden, dass sie sich nicht kümmern muss, sondern das mein Job ist.


    Anfangs kam sie jedes mal mit zur Haustür, musste aber hinter mir bleiben und ich hab die schlimmen Geräusche überprüft ;) Irgendwann blieb sie dann in ihrem Zimmer, inzwischen steht sie nicht mal mehr aus ihrem Korb auf :bindafür:


    Jetzt meldet sie nur wenn wirklich ungewöhnliche Geräusche sind, z.B. betrunkener Nachbar poltert mit Fremden nachts durch den Flur. Dann reicht aber inzwischen ein Rufen "alles okay" und sie geht zurück ins Körbchen. :)


    Wegignorieren hat bei meiner Hündin das Gegenteil bewirkt, nämlich das sie noch intensiver gemeldet hat. "MUTTI! JETZT SCHAU HALT MAL DA IST WAS!" xD

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  • Da ich meist ja selbst in der Tiefschlafphase bin, merke ich oftmals gar nicht was er gehört hat und warum er grade meldet. Ich habe schon häufiger gedacht, dass er einfach einen Alptraum hatte und deshalb wufft. Manchmal ist das schwer nachzuvollziehen. Er wufft definitiv häufiger, wenn er beispielsweise mit meiner Freundin im Bett am dösen ist. Er fühlt sich dann definitiv zuständig sie vor den bösen Verursachern des Geräusches zu warnen. Wenn er in seinem Körbchen liegt, ist es ihm meist total egal.


    Bislang haben wir das Verhalten ruhig zur Kenntnis genommen und kurz mit einem "Alles Gut" bestätigt. Nach 10 Sekunden hat sich das Thema dann meist erledigt.

  • Kurzes Bestätigen des Meldens mit ruhiger Stimme ("Alles gut, leg dich wieder Schlafen)

    Das ist bei dem Hundetyp, der mich von Deinem Avatar-Bild anlacht, die beste Variante.

    Im Idealfall bekommst Du mit, um was es geht, umso authentischer ist dann Dein "Alles gut".

    Das ist eine Bewertungshilfe für den Hund. Alles, was im Umfeld regelmäßig stattfindet, speichert er auf seine Hirn-Festplatte als "normal" ab.

    Alles aussergewöhnliche wird gemeldet.

    Beim "das ist hier normal" hilft Du ihm mit dem "Alles gut".


    Ein reiner Abbruch lässt den Hund bei sowas eher ratlos zurück.

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Das ist bei dem Hundetyp, der mich von Deinem Avatar-Bild anlacht, die beste Variante.

    Im Idealfall bekommst Du mit, um was es geht, umso authentischer ist dann Dein "Alles gut".

    Das ist eine Bewertungshilfe für den Hund. Alles, was im Umfeld regelmäßig stattfindet, speichert er auf seine Hirn-Festplatte als "normal" ab.

    Alles aussergewöhnliche wird gemeldet.

    Beim "das ist hier normal" hilft Du ihm mit dem "Alles gut".

    Super, vielen Dank. Emil ist definitiv ein klassischer Rumäne mit HSH/Hofhund Einschlag. ;-) Ich dachte mir auch schon, dass es unrealistisch und unfair ist, gegen seine genetischen Veranlagungen "anzukämpfen". Das melden stört mich per se auch nicht. Stören würde es nur, wenn es übertrieben und hysterisch ist.

  • Stören würde es nur, wenn es übertrieben und hysterisch ist.

    Genau - und deshalb braucht der noch junge (und damit manchmal noch unsichere) Emil jetzt Hilfe von Dir, um zu lernen, was ok ist und was nicht.

    Es dauert immer ein paar Wiederholungen von seltenen, aber regelmäßigen "Aussenreizen", bis der Hund verstehen kann, dass die ok sind.


    Ich muss hier z. B. auch Jahr für Jahr die ersten Tage, wenn Wintersport möglich ist, ein wenig ein Auge drauf haben - weil das so selten ist, nur auf eine Jahreszeit begrenzt und dafür dann aber Aussenreize bietet, die sonst gar nicht vorhanden sind. Hier bei mir ists ein "Paßt schon", das die Hunde kennen und damit wissen sie, dass ich sehe, was sie sehen und es als harmlos einstufe.

  • Ach so - ergänzend noch: meine WISSEN, wenn ich einfach nur so "paßt schon" sage, ohne zu wissen, worum es ihnen grad geht.....(macht man manchmal, damit sie Ruhe geben, besonders, wenn sie nachts anschlagen)

    Deshalb ist es, so blöd und umständlich das anfangs sein mag, durchaus sinnvoll, mal ganz betont zu lauschen oder ans Fenster zu gehen und ins Dunkle zu schauen, wenn man selbst nicht mitbekommen hat, was der Hund grad meint. Dann mit einem Gähnen wieder umdrehen und "alles gut" sagen - DAS kommt dann für den Hund authentisch genug rüber.

  • Genau so handhabe ich es mit dem halben Hovawart übrigens auch. Is okay heißt unser Markerwort und dann passt es auch für ihn.

  • Das „Wuuuhuuhuuhuhu!“ meinst du mit dem Sirenen-Wuffen, oder? So ein Hohes? ?


    Garmr meldet so öfter - und inzwischen hat es sich Geri, der Schäfimix, der sich mit dem Bellen erst schwer getan hat und nur tonlos kurz wuffen konnte, abgeschaut, und es melden zwei kleine Sirenen, wenn etwas ungewöhnliches am Grundstück passiert.


    Bei Beiden funktioniert die „Nachschauen ob alles gut ist und es kurz bestätigen“ Methode perfekt. Ihr macht es richtig! ??

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