Unser Hund beißt Besuch!

  • Ok, wir haben den Tipp mit der Box gestern und heute umgesetzt. Es ist schwierig. Ich glaube für kurzen Besuch könnte das tatsächlich die Lösung sein. Aber bei Besuch der sich über den Tag streckt ist es nicht so ideal. Jerry hat nach gewisser Zeit sehr viel gejammert und gebellt in der Box.

    Wir haben ihn auch kurzzeitig in einen anderen Raum gesperrt, aber da hat er tatsächlich angefangen uns die Tür anzukratzen! Für uns sind das alles schon Zeichen, dass er sehr sehr gerne dabei wäre.

    Es wurde doch mehrmals geschrieben und sogar mit Video’s verlinkt wie man so eine Box aufbaut.

    Du kannst/darfst den Hund doch nicht einfach da reinsperren, Tür zu und hoffen das alles gut wird. Das muss sorgfältig auftrainiert werden. Genauso wie das Tragen eines Maulkorbes.

    Beispiel: meine Kollegin ist vor paar Tagen nach dem Nachtdienst nach Hause gegangen und sagte Spaßeshalber zu Cali “Kommst du mit?” Cali so “Ja klar, lass uns” und is mitgegangen. Ich hab mich noch weiter mit ner anderen Kollegin unterhalten und bin dann selbstverständlich hinterher. Und was hat das Hundetier getan? Noch auf dem Weg zum Parkplatz hat meine Kollegin ihr Auto aufgemacht (Tür öffnet sich automatisch) , Cali is vorgerannt und hops in die Transportbox der Hunde meiner Kollegin. Sie saß dann da und alles an ihr sagte, “Ok, ich bin hier, brav in der Box - WO is die Leberwurst von der du gesprochen hast?”

    Was ich damit sagen will, Cali geht gerne in Boxen und vollkommen freiwillig. Sie weiss dass sie was Gutes und positives sind. Ich arbeite mit einer Box seit ich Cali habe (also bald 1.5 Jahre).

    Das kann dann so aussehen

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    (Als Welpe)

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    Erwachsen.

    Ihr scheint noch nicht verstanden haben das IHR es seid die Jerry all das beibringen müssen, und er nicht morgens aufwacht und das plötzlich kann. Ein Hund bedeutet Arbeit und da muss man eben Zeit investieren!!

    Warum ihr zu den momentanen Corona Zahlen soviel Besuch empfangt ist mir eh ein Rätsel aber ja...

    Auch dass er sich im Nebenraum hat nich ruhig wegsperren lassen heisst nur dass er es NICHT kennt Grenzen gesetzt zu bekommen bzw er eben Frust hat weil er seine “Arbeit” - nämlich euch beschützen, Fremde kontrollieren etc - nicht nach gehen kann. Das er das doof findet - kein Wunder. Er muss doch erst LERNEN das er sich entspannen kann, rausnehmen kann wenn ihr ihn separiert oder in die Box bringt. Im Idealfall is die Box btw offen - ABER das kommt er gaaaaaaaaanz am Ende des Trainings.

    Ich würd mir wünschen das ihr euch mit der Materie Hund viiiiel mehr auseinander setzt und aufhört so menschlich zu denken. Jerry ist ein HUND!!!

  • Wir hätten ihn ja gerne an die Box gewöhnt. Aber wie soll das innerhalb von ein paar Tagen möglich sein? Wir konnten ja schlecht allen Freunden und Verwandten absagen, nur weil der Hund nicht an die Box gewöhnt ist :ka:

    Zum Corona Zeugs sage ich nichts, das gehört nicht zum Thema.

    Er war nicht den ganzen Tag da drin. Er war gestern ca. 9 Stunden und heute um die 6 Stunden drinnen. Dazwischen sind wir natürlich auch einmal mit ihm rausgegangen. Ja, das klingt nach viel, aber was hätten wir sonst tun können? Ihn ohne Maulkorb dabei sein lassen wäre wieder fahrlässig gewesen. Ihn in ein Zimmer zu sperren war nicht möglich, weil er uns alles auseinandergenommen hätte.

    Weihnachten war jetzt eine Ausnahme. Wir werden ab jetzt geduldiger mit ihm sein und die Box kleinschrittig aufbauen. Wir wissen dass die letzten Tage nicht ideal verlaufen sind, wussten uns aber nicht zu helfen.

    Ja, wir wollen etwas ändern, wir wollen ein besseres Miteinander mit unserem Hund. Wir wollen, dass er normal wird und das man ihm helfen kann. Wir sind nunmal Anfänger und müssen selbst lernen und dafür wird ja auch ein Trainer engagiert, der uns hilft. Auch die Tipps vom Forum helfen, aber es ist immer einfach etwas zu schreiben und zu lesen. Es dann aber umzusetzen klappt oft nicht so oder wurde vielleicht falsch verstanden.

    Wir bemühen uns.

  • Puh. Also es ist echt schwierig bei so wenig Empathie für den Hund die Fassung zu bewahren.

    Es liest sich immer noch so, als ob Du denkst man müsse bloß ein paar Knöpfe am Hund korrekt drücken und dann funktioniert das Tier wie bei Bestellung gewünscht.

    Ich tendiere mittlerweile auch eher dazu zu raten das Tier zurückgeben. Ich glaube, das mit der Hundehaltung ist einfach nichts für Euch.

  • Sorry, aber ihr habt einen Hund, keinen Hamster.

    Wenn man einen Hund hat, der mit Besuch nicht klar kommt, muss man einfach ein bisschen sein Leben anpassen - Punkt! Ich habe, wie ja schon erwähnt, auch eine Hündin die sehr aggressiv auf Besuch reagieren würde, wenn sie dürfte. Die Konsequenz daraus ist, dass sie in die Box muss (die übrigens fast immer offen ist). Aber die Konsequenz für mich ist, dass ich keine fetten Partys schmeißen kann oder ganztägigen Besuch empfangen kann.

    Wenn ihr nicht ganz schnell etwas ändert, sehe ich da kein gutes Ende. Mit Training kann man viel erreichen, aber dafür ist Geduld und Verständnis nötig!

    Ich lese bei euch null Verständnis oder Einfühlungsvermögen für euren Hund. Er soll funktionieren, hübsch aussehen, sich wie ein Kuscheltier verhalten und genauso ticken wie ihr es euch wünscht. Aber von eurer Seite kommt gar nichts. Was macht ihr für Jerry? Wie helft ihr ihm in seinem neuen, unbekannten Leben? Was mögt ihr an Jerry?

  • Ich weiß gar nicht was man dazu sagen soll. Abgesehen zum Thema Besuch empfangen während dieser Zeit (ich könnt echt platzen), kann ich leider so eine Einstellung dem Hund gegenüber echt nicht verstehen! Ihr redet davon einen Hund gerettet zu haben und spielt hier die "arme Tierschutzhund" Karte, aber euer verhalten ist leider genau das Gegenteil. Wenn man sich einen Hund (aus dem Tierschutz) holt, egal welcher Charakter eigentlich, dann gibt man dem Hund Zeit sich einzuleben und zwar in seiner eigenen Geschwindigkeit! Der Hund hat Stress mit Besuch! Er beißt sogar aus lauter Hilflosigkeit. Und ihr habt nicht nur keine Ahnung von Hunden, sondern nehmt auch die seitenlangen Tipps hier kaum wahr.

    Wir hätten ihn ja gerne an die Box gewöhnt. Aber wie soll das innerhalb von ein paar Tagen möglich sein? Wir konnten ja schlecht allen Freunden und Verwandten absagen, nur weil der Hund nicht an die Box gewöhnt ist :ka:

    Das ist einem aber vorher klar oder? Dann kann man eben keinen Besuch empfangen, Punkt! Dann muss man einmal verzichten, das bedeutet es eben, für ein Lebewesen Verantwortung zu übernehmen. 9 und 6 Stunden in einer Box zu sitzen ist eben nicht ok, sondern Tierschutzrelevant, aber Hauptsache ihr konntet eure Weihnachtsfeier genießen:muede:

  • Krass...

    Er war gestern ca. 9 Stunden und heute um die 6 Stunden drinnen. Dazwischen sind wir natürlich auch einmal mit ihm rausgegangen. Ja, das klingt nach viel, aber was hätten wir sonst tun können?

    die Antwort hast du selbst formuliert:

    allen Freunden und Verwandten absagen, nur weil der Hund nicht an die Box gewöhnt ist

    Das wäre der hundegerechte Weg gewesen.

    Wir wollen, dass er normal wird

    Was heißt für euch normal? Ein Hund, der so ein Päckchen tragen muss wie euer Jerry wird nie so "normal" mitlaufen wie ein freundlicher Begleithund, der immer schon sicher geführt und geborgen gelebt hat.

    Wenn ihr das nicht akzeptieren könnt, ist Jerry der falsche Hund für euch. Das tut mir dann leid, aber dann findet er vielleicht woanders eine Familie, die seinen Bedürfnissen gerecht werden kann.

  • 9 Stunden???? Seid ihr irre? Stell dir mal bitte vor, ich würde dich neun Stunden in eine kleine Box sperren. Die du nicht wirklich kennst, in einer stressigen Situation und du weisst nicht, ob du da wieder rauskommst. Herrje. Ich weiss, du schreibst du bemühst dich, aber ehrlich... ihr habt noch sehr wenig Gefühl und Mitgefühl für euren Hund.

    Du fragst was ich gemacht hätte: Weihnachtsfeiern abgesagt. Maximal ein Essen von 2-3 Stunden. Ev getrennt an einem Tag, einer nimmt den Hund. Aber ganz sicher, GANZ SICHER hätte ich nicht Trubelweihnachten durchgezogen. Ich hab VERANTWORTUNG für ein gestresstes Lebewesen. Von Corona reden wir gar nicht erst. Wer ein Tier aus dem TS holt muss sich einfach bewusst sein, dass man erstmal zurückstecken muss und seine eigenen Belangen nicht Top Priorität haben.

    Unser erstes Sylvester mit dem TS Hund haben wir übrigens alleine zuhause vor dem TV verbracht. Und Kinds Geburtstag 2 Monate nachher war einer mit dem Kind unterwegs mit den Freunden und der andere mit Hund zuhause. Und ja, wir konnten ein halbes Jahr maximal eine Stunde pro Tag raus. Und es war eine Nervenprobe. Zusammen was tun? Nur solange wie der Hund alleine sein kann. Anfangs 15 Minuten. Also abwechseln. Ja, das war richtig scheisse. Aber das war halt unsere Verantwortung. Inzwischen ist das alles gegessen, Kind kann Besuch haben wenn ich bisschen manage und Hund bleibt 4h alleine und kommt auf Ausflüge gern mit.

    Stell dir vor du kriegst ein Kind. Erwartest einen Sonnenschein. Kriegst dann ein Schreikind. Sperrst du es ins Schlafzimmer bis es einschläft schreiend? Oder Schnaps auf den Schnuller und dann in den Ausgang? Ne - normalerweise passt man sich an, versucht sich Hilfe zu holen und verzichtet in der Regel erstmal auf sehr vieles.

    Wenn du Pech hast, hast du dir die Box jetzt richtig versaut. Was schade ist, denn es ist ein tolles Tool, richtig angewandt.

    Hast du Anne Buchers Gedanken über die Hundeoase mal gelesen? Hatte ich dir schon mal geraten.

    Ich sag das echt selten. Aber ich bin mir nicht sicher ob (irgend) ein Hund zu euch passt.

  • Die Box jetzt kleinschrittig aufzubauen, nachdem ihr den Hund 2x stundenlang da drin eingesperrt habt und nebenher die große Weihnachtsparty lief, dürfte ein ziemlich schweres Unterfangen werden. Der findet die Box jetzt richtig scheixxe.

    Und um den Aufbau jetzt richtig und wirklich kleinschrittig hinzubekommen, könnt ihr die nächsten Wochen oder sogar Monate keinen Besuch zu euch lassen und den Hund für einen Tag mal als Notlösung paar Stunden in die Box packen. Zu Gunsten des Hundes müsst ihr da mal wirklich etwas zurückstecken.

  • PS:

    Wir bemühen uns.

    Das glaube ich euch sogar. Vielleicht ist Hundehaltung für euch wirklich noch wie ein Buch mit 7 Siegeln. Ihr müsst einfach noch viel lernen und lernen, das Hundewohl eurem eigenen voranzustellen. Meine Meinung.

  • @Buttercup99

    Euer Hund ist „normal“. Für das Leben, für das er veranlagt ist und sozialisiert wurde ist, das, was Du beschreibst, sehr normal. Und funktional. Das sollte sich bei Euch setzen.

    Euer Hund ist jetzt in Lebensumständen, die für ihn nicht normal sind. Er muss jetzt eine Riesen-Anpassung leisten. Und das schafft er nur mit Eurer Hilfe. Die könnt Ihr ihm erst geben, wenn Ihr ihn versteht. Und das könnt Ihr nicht, wenn Ihr ihn als nicht normal, falsch oder reparaturbedürftig betrachtet. Damit zieht Ihr in Eurem Kopf eine Mauer, über die hinweg Ihr Euren Hund nicht sehen könnt, wie er ist.

    Ihr seid da nicht die Ersten. Diesen „Huch, so hab ich mir das Alles nicht vorgestellt“-Moment kennen eine ganze Menge Hundehalter. Ihr habt halt einen Hund, bei dem die Auswirkung davon nicht bloß nervig, aufregend, frustierend oder bluesig ist, sondern gefährlich. Deshalb steht Ihr in der Not, Euch recht zackig anpassen zu müssen. Wenn Ihr den Hund behalten wollt.

    Und ja: Man kann sehr problemlos Freunden und Verwandten absagen, dafür langen ein paar Telefonanrufe. Wenns einem wichtig genug ist. Ich verstehe sogar irgendwo, dass Ihr noch das „aber doch nicht wegen eines Hunds“ Gefühl habt (hier bei uns gibts da noch ganz andere Einschränkungen mit einmal Senior- und einmal Angsthund, aber das ist ein anderes Thema). Aber darum gehts auch nicht, es geht um die Weichen Eures zukünftigen Zusammenlebens. Das Du ja ermöglichen willst.

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