Lernen lernen - wie unterstütze ich meinen Hund dabei?

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    Ich stolpere in letzter Zeit häufig über das Thema "Lernen lernen". Hunde, die früh gelernt haben, wie man lernt, sollen es später leichter haben, neuen Situationen und kniffligen Aufgaben zu begegnen. Das klingt schlüssig, ich merke aber, dass ich mir da praktisch doch weniger drunter vorstellen kann als gedacht. Deswegen nun hier meine Fragen an euch:


    Was bedeutet "Lernen lernen" konkret für euch in der Hundeausbildung?

    Wie setzt ihr das für euch im Alltag um?

  • Ich bin da auch gespannt auf Antworten :smile:


    Für mich heißt es, der Hund lernt, dass sich mitdenken und anbieten lohnt. Dass seine vorgeschlagenen Lösungswege Relevanz haben, aber dann im nächsten Schritt auch ein "fast- probier weiter" anzunehmen. Erst mal muss er erfahren, Beschäftigung und Spiel mit dem Menschen ist toll, anbieten ist toll, ohne dass der Mensch da ein konkretes Ziel hat. Und das langsam weiter formen. Also mit der Grundmotivation und dem Wissen, Anbieten führt zum Erfolg dann anfangen etwas "Topfschlagen" einzubauen. Nicht dass es frustig wird, aber der Hund doch lernt, verschiedenes anzubieten und dabei auch genauer zuzuhören, denn das lohnt sich.


    Ich merke es bei Peaches gerade, die wirklich viel bunte Knete im Kopf hatte nd hat (da merkt man den Unterschied Border-Sheltie mal so richtig :lol:). Nun ist sie gut 5 Monate alt und so langsam zahlen sich die kleinen Übungen aus und sie fängt an zuzuhören und zielgerichtet anzubieten, denkt (ab und zu :pfeif:, aber immer mehr) erst. Also gerade wenn die Lösung nicht der einfachste Weg ist, merkt man es gerade oder es Konzentration allgemein erfordert.

  • Oh interessantes Thema.


    Ich hab hier ja auch Kandidaten der erst lernen musste zu lernen weil er Anfangs sehr in seiner Angst gefangen war.


    Und einen der seit Welpe an bei mir ist der sich mit lernen und generalisieren einfacher tat als Jungspund einfach weil die "Basis" stimmte.



    Lernen lernen...was heißt das für mich?:denker:


    Schwer zu formulieren.


    Ich glaub für mich bedeutet das den Hund an Aufgaben heranzuführen , ihn dabei auch eigene Erfahrung machen zu lassen.

    Und z.b Lösungsversuche und Fehler zuzulassen damit Eigeninitiative entsteht.

    Aufzeigen das Zusammenarbeiten mit dem Menschen Spass macht .


    Auch Kopfarbeit anbieten um Hund zu fordern und zu fördern.

    Dabei den Hund auch selbst denken lassen.

    Selbsterarbeitetes Verhalten vom Hund sitzt oft bedeutend fester .


    Ich sehe oft Hunde die keine eigenen Ideen haben einfach weil das vom Halter nie gefördert wurde.


    Wenn Hunde das können fällt es ihnen meiner Meinung nach auch im Alltag leichter sich zu konzentrieren und neue Situationen besser anzugehen .

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  • Ich sehe oft Hunde die keine eigenen Ideen haben einfach weil das vom Halter nie gefördert wurde.

    Ich würde sogar sagen, eher unterdrückt/gehemmt, statt nur nicht gefördert. Da lebt der Hund außerhalb von Vorgaben (tu dies, lass das) eher in einem Vakuum. Und wenn der Hund mal anbietet und Eigenintiative zeigt, ist es eher nicht das vom Menschen gewollte, sondern "wie stell ich das ab". Aber wirkliche Zusammenarbeitet wird es ja so nicht.

  • Ich würde sogar sagen, eher unterdrückt/gehemmt, statt nur nicht gefördert.

    Danke dafür - ja, das sehe ich auch so. Ganz, ganz viele Hunde ausserhalb der DF-Blase müssen einfach nur "funktionieren", viele dürfen nichtmal mehr Hund sein. Da bleiben Eigeninitiative und selbst Erfahrungen machen, meist auf der Strecke.

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Danke für eure Erfahrungen. Ja das stimmt, Hund Hund sein zu lassen spielt da sehr stark mit. Ich sehe öfters relativ resignierte Hunde, die halt so mitstapfen müssen und in denen sicherlich mehr schlummert.


    Würde das Shapen zum Beispiel als Lern“Methode“ auch in die positive Richtung gehen? Der Hund lernt durch diverse eigeninitiierte Versuche ans Ziel zu kommen?

  • Danke für eure Erfahrungen. Ja das stimmt, Hund Hund sein zu lassen spielt da sehr stark mit. Ich sehe öfters relativ resignierte Hunde, die halt so mitstapfen müssen und in denen sicherlich mehr schlummert.


    Würde das Shapen zum Beispiel als Lern“Methode“ auch in die positive Richtung gehen? Der Hund lernt durch diverse eigeninitiierte Versuche ans Ziel zu kommen?

    Kommt immer auf den Hund an.

    Und auch wie/was man shaped.

    Man muss halt gucken das man nicht zuviel Frust aufbaut.

  • Ich versuche, die Welpen, die bei mir aufwachsen oder einziehen von Anfang an zu begleiten, anzuleiten, eigenmotiviertes Handeln und Kreativität zu fördern - sie sollen lernen, mutig die Welt zu entdecken und dass Kooperation, zuhören und gemeinsam Lösungen zu finden Spass macht.


    Mir begegnen auch immer wieder Hunde, die irgendwie neben, aber nicht mit ihrem Menschen zusammen leben, die ziemlich passiv wirken, kein eigenmotiviertes Handeln zeigen und die häufigste Kommunikation zwischen Hund und Halter sind Verbote. Sie wirken ziemlich unfröhlich und trauen sich auch nichts mehr zu tun, ausser, der Halter erlaubt oder befiehlt es. Da sind mir meine frechen, lustigen und manchmal auch etwas anstrengenden kreativen Hunde dann doch lieber, auch wenn sie oft mehr als nötig Humor haben und mir meinen Alltag «versüssen» …


    Hier hab ich auch einen Hund, den Kelpie, der erst mit einem Jahr zu uns kam und Lernen noch immer lernen muss. Bei den Vorbesitzern in Zwingerhaltung wurde er bloss gefüttert. Er kommunizierte nicht, reagierte weder auf seinen Namen, auf Aufmerksamkeit-Signale wie Schnalzen etc. noch auf Körpersprache. Er kannte kein gemeinsames Tun mit Menschen, er ging einfach seines Weges oder wurde mechanisch mittels Leine von A nach B verschoben. Zwar wusste ich in etwa, was da auf mich zukommt, doch die Realität war dann doch sehr ernüchternd und ziemlich traurig. Ein selbstbewusster egoistischer Hund, der null Interesse an Kooperation und Miteinander hatte, weil er es nie lernen durfte ... ein krasser Unterschied!


    Nun ist er ein Jahr bei uns und noch weit entfernt davon, ein "normaler" Hund zu sein. Oft steckt er im Alltag in seinem Frust- und Pöbel-Tunnel fest, im Training auf dem Platz fällt es ihm schon leichter, da läuft er im «Arbeitsmodus» und spult sein Programm ab - nett. Aber das ist nicht das Leben … und da haben wir noch einen weiten Weg vor uns und er steht sich selbst im Weg, weil er nicht von Welpe an angeleitet und geführt wurde. Ein cleverer Hund, der zwar Tricks und Hundesport super schnell lernt, aber leider sich noch immer unglaublich schwer tut, das Zusammenleben, die Kommunikation mit anderen zu lernen.

  • Wir haben Ronja früher, als sie älterer Welpe und Junghund war, immer wieder mal kleinere Aufgaben gestellt und sie die Lösung selbst finden lassen. Gerade! Wie es sich im Alltag ergeben hat. Z. B. ein Leckerchen auf einen Stumpf gelegt, der von ihrer Sicht aus zu hoch war, bei dem es aber eine natürliche Rampe auf der Rückseite gab. Leckersuchspielchen waren auch von Anfang an gern genutzt bei uns. Wir wollten einen Hund, der auch mal um die Ecke denkt (haben wir auch bekommen - man hüte sich vor seinen Wünschen :lol:)


    „Shapen“ gabs damals als Begriff zumindest hier noch nicht. Apportieren hab ich der Madam beigebracht, indem ich mich 2 Wochen lang mit dem Futterdummy zum Affen gemacht habe (unter interessierter Beobachtung durch die Nachbarschaft). Auch die Dummysachen haben wir dann abwechslungsreich gestaltet und mit immer wieder ein paar neuen Anteilen drinnen.


    Dem Hund Gelegenheit zu geben, Dinge frei zu erkunden, in seinem eigenen Tempo. Schnüffeln lassen. Mit Unterstützung für Teamwork, aber ohne ihm Sachen vorzukauen. Und Abwechslung. Immer schön kombiniert mit Ruhepausen und der Gelegenheit, auch mal hirnlos durch die Gegend zu preschen und sich mit Artgenossen auszutoben - das baut Druck und Stress ab. Das wären so meine Gedanken.


    Edit: Bei meiner Angsthündin war das nochmal anders. Sie hat einen leichten Deprivationsschaden, da bin ich quasi gegenteilig über viel Ruhe, Routine und Struktur vorgegangen.

  • Ich bin da auch gespannt auf Antworten :smile:


    Für mich heißt es, der Hund lernt, dass sich mitdenken und anbieten lohnt. Dass seine vorgeschlagenen Lösungswege Relevanz haben, aber dann im nächsten Schritt auch ein "fast- probier weiter" anzunehmen. Erst mal muss er erfahren, Beschäftigung und Spiel mit dem Menschen ist toll, anbieten ist toll, ohne dass der Mensch da ein konkretes Ziel hat. Und das langsam weiter formen. Also mit der Grundmotivation und dem Wissen, Anbieten führt zum Erfolg dann anfangen etwas "Topfschlagen" einzubauen. Nicht dass es frustig wird, aber der Hund doch lernt, verschiedenes anzubieten und dabei auch genauer zuzuhören, denn das lohnt sich.

    Kannst du mal bitte ein Beispiel geben, was du machst, meinst du Shaping? Ich verstehe dich von der Sache, aber nicht, was genau du machst mit deinen Hunden

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