Hund hat extremen Stress durch kalten Entzug nach Überforderung

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    Hallo ?


    ich schreibe hier einen neuen thread weil zu meine alte nicht wirklich passt.


    Ich habe einen Border Collie namens Yuna, sie ist ca. 3 jahre alt und ich habe sie vor ein paar monate aus den tierheim adoptiert.


    Yuna hat ein problem sie ist nämlich sehr aufgedreht was vermutlich meine schuld ist weil ich sie immer zu viel habe beschäftigt mit bällchen und stock spielen und sie viel habe rennen lassen und mit andere hunde spielen stundelang jede tag.


    letzte woche war ein trainerin bei mir um mir zu helfen Yuna besser zu verstehen. sie war sehr streng mit mir und hat gesagt das ich Yuna mit so viel beschäfitgung krank mache und das ich sofort damit stoppen muss. Nun soll ich Yuna von 300% beschäftigung auf 5% beschäftigung runter bringen. Wir waren davor mehrere Stunde mit viel spielen und rennen am tag unterwegs und jetzt soll ich 4 mal am tag mit ihr raus gehen für 10 minute an leine. Die trainerin hat gesagt das Yuna darunter etwas leiden wird und es schwirig sein wird. wir machen das jetzt seit freitag und es ist ganz schlimm. Yuna läuft nur noch Kreise in die wohnung. sie hechelt fast die ganze zeit auch wenn sie auf ihren platz liegt. sie fängt manchmal an richtig zu schreien und zu heulen. sie will alles anfressen und hat sich auch ein paar mal übergeben. Ich binde sie fast nur noch fest aber sie legt sich kaum hin sie hechelt und speichelt und hat furchtbaren stress.


    Ist das noch normal? Trainerin sagt ja aber ich kann das nicht glauben. ich bin nicht glücklich mit diese situation und habe angst das Yuna krank wird weil sie so stress hat. Denkt ihr kalte enzug ist die richtiges lösung? Was kann ich machen zum entspannen für Yuna?

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  • Das klingt nach heftigem Leidensdruck. Ich verstehe den Ansatz der Hundtrainerin und würde ihrem Rat folgen, Yuna in ruhigere Gewässer zu bringen. Die Frage für mich wäre allerdings das Maß und der Zeitrahmen, indem ich nun alle Aktivitäten für Yuna herunterfahre. Das, was Du schilderst, hat wirklich was von Kaltentzug. Du kannst die Trainerin doch bestimmt telefonisch kontaktieren. Ich würde anrufen und mich mit ihr beraten.


    Gruß

    LPaxx

  • Hallo Yuna00,


    puh, das klingt heftig. Es war zu erwarten, dass das nicht leicht wird, allerdings würde mir dieser krasse Weltenwechsel bzw. "kalte Entzug" wie du es passend nennst Sorgen machen. So ein Entzug ist nicht nur psychisch sondern auch physisch massiv belastend und ein kalter Entzug wird bei Menschen mit Suchterkrankung genau wegen dieser Folgen nicht mehr gemacht. Das kann massiv gesundheitsgefährdend sein und in deinem Fall hört es sich für mich unzumutbar an.


    Ob man das so direkt auf deinen Hund übertragen kann, weiß ich auch nicht mit 100%iger Sicherheit, allerdings würde ich bei so massiven Auswirkungen unbedingt einen Verhaltenstierarzt dazu holen und auch über eine unterstützende Medikation nachdenken.


    Unabhängig davon würde ich das Programm stetig aber langsamer runter fahren bzw. ruhige Ersatzbeschäftigung bieten!


    Das Kreiselaufen würde ich unterbinden, indem du sie bspw. an die Leine nimmst - das sollte sich wirklich nicht ritualisieren.

    Evtl. hilft ihr die räumliche Begrenzung und Nähe zu dir an der Leine auch allgemein beim zur Ruhe kommen.


    LG.

    Behandle deinen Hund IMMER so, dass du JEDERZEIT mit ihm Rollen tauschen könntest

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  • Beschreibst du gerade den ersten Tag? Oder geht das Verhalten schon mehrere Tage?

    Also auf keinen Fall würde ich persönlich jetzt "einknicken" sondern, auch wenn es brutal schwer ist, es aussitzen. Ich würde sie vermutlich auch, wenn sie sich zum drehen anfängt, auf ihrem Platz festbinden.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ich stimme zu - das wäre mir, wenn es denn tagelang und darüber hinaus (!) anhält, auch zuviel. Ich würde auf keinen Fall die Beschäftigung hochfahren, aber ebenfalls über Verhaltenstierarzt nachdenken. Phytotherapeutisch und orthomekularmedizinisch gibts da einiges was helfen könnte. Seretonin und Hirnchemie unterstützen kann helfen. Wird beim Menschen auch gemacht. Mein Kollege (Arzt und Spezialist für Hirnchemie und Hypersensibilität) sagt, er macht nie mehr Entzüge bei Süchtigen ohne zu supplementieren.


    CBD (sauberes und gut dosiertes Produkt, nicht den Mist aus dem Tierladen) wäre auch eine Idee. Ich würde da wohl aber nicht alleine rumdocktern an deiner Stelle.


    Kong eingefroren zum lecken (Quark, Hüttenkäse o.Ä. könnte ein bisschen helfen beim Stressabbau. Nicht geben würde ich die klassischen hochproteinhaltigen Kauartikel.


    Wie sieht deine Fütterung aus? Da könnte auch Potenzial liegen.

  • Ich muss ehrlich sagen, ich würde schon das Programm drastisch reduzieren, aber auf ein normales Programm und nicht auf fast Nichts.

    Ich würde alles Vorherige weglassen und 2x am Tag für je 30-45min Gassi gehen ohne Training, ohne Spielen, sonder einfach dahinlatschen soweit das mit ihr möglich ist. Da muss sie halt ignoriert werden so gut wie möglich.

    Grüße aus Niederbayern von mir und Dackelmädchen Sina.

    Im Herzen:

    DSH Dorli, Eyka, Falko und Una

    Dackel Benny und Tamy

  • Ich habe die trainerin heute schon angerufen. Sie sagt es ist normal und wird ca 7-10 tagen dauern.


    Das ist nicht nur erste tag. Das geht seit freitag durchgehent. Wir schlafen beide kaum noch.


    Ich glaube nicht das das gute lösung ist aber ich bin nicht trainer daher wollte ich meinungen hören.

  • Danke für eure Tipps. Futter bekommt sie Select Gold medium adult 2mal am tag.

  • Ich habe die trainerin heute schon angerufen. Sie sagt es ist normal und wird ca 7-10 tagen dauern.


    Das ist nicht nur erste tag. Das geht seit freitag durchgehent. Wir schlafen beide kaum noch.


    Ich glaube nicht das das gute lösung ist aber ich bin nicht trainer daher wollte ich meinungen hören.


    Das klingt so, als hätte sie Erfahrung mit solchen Schwerstfällen.


    Ich finde die Idee mit Kauablenkungen gut, um den Stress ein bisschen "wegzuarbeiten". Ansonsten würde ich wohl auch einen TA ins Boot holen, vielleicht hat der Ideen zur medikamentösen Hilfe bei dieser Art von Entzug.


    Das Futter liest sich in Sachen Proteingehalt (25 %) soweit okay, aber vielleicht lässt sich da auch noch ein bisschen schrauben und in der Übergangszeit ein proteinärmeres (um die 20 Prozent) nehmen.

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