Schulhund aus Tierschutz oder vom Züchter?

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    Hallo zusammen,


    nachdem ich eine Weile stille Mitleserin war, habe mich jetzt doch hier angemeldet, um ein paar Einschätzungen zu erhalten, die mir die Entscheidungsfindung hoffentlich ein bisschen erleichtern.


    Ich entschuldige mich schonmal im Vorraus, wenn das Thema hier nicht richtig ist, aber ich dachte, dass ich hier am ehesten Leute finde, die sich gut mit der Thematik auskennen.


    Es geht um Folgendes:


    Nachdem ich lange lange Zeit gehofft und gewartet habe, ist endlich der passende Zeitpunkt und die richtige Lebenssituation gekommen, um einen kleinen Vierbeiner bei mir aufzunehmen.


    Nun bin ich angehende Lehrerin und würde mir sehr wünschen, dass mein zukünftiger Vierbeiner mich dann später auch im Unterricht begleiten kann. Ich habe selbst zu Schulzeiten bereits super Erfahrungen mit Schulhunden gemacht. Außerdem ist es natürlich schön, den ganzen Alltag mit dem Hund teilen zu können.


    Allerdings bin ich bei einer Sache noch sehr unsicher: Es steht fest, dass ein Welpe einziehen soll - allerdings nicht, ob der aus dem Tierschutz oder vom Züchter kommen soll. Normalerweise hätte ich liebend gerne einen Kleinen aus dem Auslands-Tierschutz bei mir aufgenommen. Aber wie sieht das dann aus mit Prägung, Sozialisierung, usw., wenn der Welpe die ersten 12 bis 15 Wochen im Zwinger verbracht hat? Kann der Welpe eventuelle Verhaltensauffälligkeiten oder Traumata mitbringen, die ihn als Schulhund von vornherein untauglich machen? Oder ist das alles mit guter Erziehung und Mensch-Hund-Beziehung in den Griff zu kriegen?


    Ich würde mich sehr über ein paar Rückmeldungen, Einschätzungen und evtl. sogar Erfahrungsberichte freuen.


    Liebe Grüße,

    Nathalie

  • ich würde einen Welpen vom Züchter nehmen. Du darfst neben der Erziehung auch nicht die genetische Komponente vergessen!

    Beim seriösen Züchter hast du dich von beiden Seiten abgesichert, Genetik und Prägung ( sofern du die richtige Rasse wählst)

  • Ich würde dir zu einem Hund vom Züchter raten. Der kann seine Welpen gut einschätzen und einen passenden Hund für dich aussuchen.

    Beim Auslandstier bekommst du ein Überraschungspaket. Du weisst nicht, was dich erwartet.

    Es gibt hier im Forum mehrere Schulhundbesitzer. Vielleicht meldet sich jemand von denen zu Wort.

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  • Abgesehen davon, dass es bei keiner Variante eine Garantie gibt, auf "Das ist der geborene Schulhund" bin ich mittlerweile relativ negativ eingestellt Shelterwelpen gegenüber. Wenn die nicht in ner richtig guten Einrichtung aufwachsen, haben manche wesentlich größere Defizite, als der "arme Straßenhund", der aber von Anfang an unterschiedlichen Umweltreizen ausgesetzt war.

    (Die Einreisebestimmungen und das späte Abgabealter ist meiner Meinung nach ein ziemlicher Bärendienst an den Tierschutzwelpen, weil vielen elementare Basics fehlen, die man auffangen könnte, müssten sie nicht so lange bleiben. Gilt sicher nicht für alle, aber ein Zwingershelterwelpe hat in der Tendenz sicher schlechtere Voraussetzungen und birgt mehr Risiko für läuft doch nicht so super.)

  • Da sehe ich auch viel eher einen Welpen einer geeigneten Rasse vom (kompetenten!) Züchter.


    Aktuell habe ich 6 Welpen zwischen 10 und 20 Wochen aus dem Tierschutz (Ausland u. Deutschland) in der Welpengruppe, die teilweise kleine bis große Defizite in der Prägung auf Umweltreize, Menschen, Hunde und diverses anderes haben. Es wird bestimmt auch geeignete Vertreter geben, aber ich finde hier den Weg zum Züchter sicherer.

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ich würde hier auch ganz klar zu einem Züchterwelpen raten. Zu der mangelnden Sozialisierung der Auslandswelpen kommt auch noch hinzu, dass du nicht weißt, was da an den Hund vererbt wird und ob seine vererbten Eigenschaften überhaupt für einen Schulhund geeignet sind.

    Auch mit einem Züchterhund kann man Pech haben, aber mit der richtigen Züchter- und Rassewahl wird das ganze weniger zum Glücksspiel.

  • Vielen Dank für eure Antworten!


    Die Tendenz geht ja schon sehr eindeutig zum Züchter. In dem Fall setze ich mich doch nochmal mehr mit den einzelnen Rassen auseinander.

    Meine Präferenz liegt da bei Kromfohrländer oder Kooikerhondje, die gefallen mir von der Größe und Rassebeschreibung ganz gut. Aber habe jetzt schon öfters gehört, dass es um deren Gesundheit wohl nicht so gut bestellt sein soll...

    Habt ihr denn in dem Fall noch andere Rassevorschläge, die die 45cm Schulterhöhe nicht stark übersteigen?

  • Aber wie sieht das dann aus mit Prägung, Sozialisierung, usw., wenn der Welpe die ersten 12 bis 15 Wochen im Zwinger verbracht hat? Kann der Welpe eventuelle Verhaltensauffälligkeiten oder Traumata mitbringen, die ihn als Schulhund von vornherein untauglich machen?

    Du kannst davon ausgehen, daß die Tierschützer in den stets überfüllten Auffangstationen sich nicht ansatzweise so intensiv mit den Welpen abgeben können wie ein guter Züchter das leisten kann.

    Traumata sind dabei in der Regel weniger das Problem, sondern der Mangel an Erfahrungen - also Deprivation. Solche Hunde sind dann später im Leben häufig überfordert, wenn viele Reize auf sie einstürmen und es mangelt ihnen an Nervenfestigkeit. Für einen Schulhund ist aber ein stabiles Wesen unabdingbar.


    Beim Züchter kannst du dir selbst ein Bild von den Aufzuchtbedingungen machen und natürlich einemöglichst geeignete Rasse aussuchen.


    Dagmar & Cara

  • Ich habe das Gefühl, daß dem Kromfohrländer zu Unrecht mangelhafte Gesundheit nachgesagt wird. Wenn ich durch die Vereinszeitschrift blättere und mir Lebensalter verstorbener Hunde oder Wurfgrößen ansehe, sehe ich da nichts Schlechtes. Der Verein geht offen mit der Gesundheitsthematik um, erkundige dich doch einfach dort und sprich das Thema an.


    Dagmar & Cara

  • Vielen Dank für eure Antworten!


    Die Tendenz geht ja schon sehr eindeutig zum Züchter. In dem Fall setze ich mich doch nochmal mehr mit den einzelnen Rassen auseinander.

    Meine Präferenz liegt da bei Kromfohrländer oder Kooikerhondje, die gefallen mir von der Größe und Rassebeschreibung ganz gut. Aber habe jetzt schon öfters gehört, dass es um deren Gesundheit wohl nicht so gut bestellt sein soll...

    Habt ihr denn in dem Fall noch andere Rassevorschläge, die die 45cm Schulterhöhe nicht stark übersteigen?

    Cocker Spaniel

    Beagle

    Border Terrier

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