Zweithund - was waren Eure Gründe?

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    Hallo Ihr Lieben!


    Wir (mein Männe und ich) bewegen die Frage nach einem Zweithund in unseren Herzen.

    Wir haben ja einen Bolonka, der als unsicherer Hund vor einem Jahr im Alter von fast 2 Jahren zu uns kam und sich mittlerweile mit viel Training zu einem tollen Alltagsbegleiter gemausert hat.

    Nun würde ich gerne einmal das Abenteuer "Welpe" mitmachen. In der Hoffnung, dass als Ergebnis ein souveräner und fröhlicher Alltagshund unser Leben bereichert.


    Mein Mann ist unsicher - nicht abgeneigt, aber unsicher. Er liebt unseren Hund abgöttisch und kann es sich schlecht in einen Alltag mit zwei Hunden reindenken.

    Ein Welpe ist halt viel Arbeit, aber ich hoffe, dass die Arbeit sich lohnt und ein toller Hund dabei rauskommt. Die Voraussetzungen erscheinen mir momentan ideal - mein Mann ist bis mindestens Ende des Jahres noch sicher im HomeOffice, wir leben im eigenen Haus mit viel Platz, wir haben eine tolle Trainerin und finanziell ist es kein Problem.


    Zudem ist ein Welpe frei, der ein "Vollbruder" unseres ersten Hundes ist. Dies ist meiner Meinung nach nicht ganz unwichtig, da die Größenunterschiede bei Bolonkas doch teilweise recht heftig ausfallen können und unser Hund ist nicht sehr groß. Sollte dazu ein zu großer Bolonka kommen, hätte ich Bedenken, dass unser Hugh "untergepflügt" wird.

    Gesundheitlich ist mit unserem "großen Kleinen" alles in Butter und die Züchterin richtet sich nach unseren Wünschen, was vorbereitend mit dem Welpe schon alles gemacht werden sollte (Auto fahren, Ausflüge ans Wasser, Radfahren etc.). Abgabe wäre ab dem 10.10. und das würde bei uns auch gut passen.


    Aber ich schweife ab. :computer:


    Ich möchte gerne wissen, was Euch zu einem zweiten Hund bewogen hat und inwiefern sich Euer Alltag geändert hat.:nicken::hundeleine04:

    Über viele Wortmeldungen würde ich mich sehr freuen! :herzen1:


    Viele liebe Grüße

    Britta

  • "Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit" :lol: ich habe ja erst seit 2007 Hunde und weil ich mit Zuri einen erwachsenen "WunderHund" ausgesucht gekriegt hatte direkt 3 Monate später eine Hündin dazu... wie ein großer Welpe ;) +/- 1 Jahr alt...


    Ich wollte sowieso 2 Hunde haben...


    Ach so - Veränderung des Alltags... 2 Hunde, die sich gut vertragen und auch vorher! gutes HundeBenehmen unter Hunden gelernt haben verändern den Alltag erstmal nicht...


    Die Eingewöhnung in's neue Leben dauert halt ihre Zeit?!


    Ein Welpe - bei so einer kleinen Rasse 12 Wochen? - ist halt ein "richtiger" Welpe und nicht wie Denia ein großer Welpe...

  • Wenn Du mit dem ersten Hund glücklich bist, wird sich das Glück verdoppeln.

    Wenn Du mit dem ersten Hund Probleme hast, werden sich die Probleme verdoppeln.


    Das ist die allgemeine "Weisheit" zum Thema Zweithund.

    Außerdem ist es natürlich wichtig, daß die Hunde, wenn der Zweithund erwachsen ist, gut miteinander harmonieren.

    Das kann man bei einem Welpen schlecht vorhersehen, besonders bei zwei Rüden.

    Es kann alles gut gehen, aber möglicherweise stellt sich nach der Pubertät heraus, daß die Beiden sich nicht so sehr mögen. Das habe ich in der Bekanntschaft schon mal erlebt: als der Zweithund (als Welpe angeschafft) geschlechtsreif wurde, haben sich die zwei Rüden nur noch gefetzt. Am Ende mußte der Zweithund abgeben werden.

    Deswegen würde ich als zweiten Rüden lieber einen bereits erwachsenen Hund dazunehmen. Da kannst Du vorher probieren, ob die Sympathie ausreicht.

    Wenn es ein Welpe sein soll, wäre vielleicht eine Hündin besser.


    Mir ist mein erster Zweithund zugelaufen. Mit Einverständnis des Ordnungsamtes durfte ich ihn behalten, sofern sich kein Besitzer meldet. Es hat sich nie jemand gemeldet. Von da an gab es für mich bis heute nur noch "Doppelpack"!


    LG,Gisela

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  • Ein Hund ist schön, zwei Hunde sind schöner ;)

    Wir sind seit 2006 Zweithundbesitzer.

    Dago, unser bereits verstorbene Border Collie Mix war ein sehr souveräner Hund, liebte es, mit anderen Hunde zusammen zu sein und wir freundeten uns im Laufe der Zeit immer mehr mit dem Gedanken an, einen zweiten Hund zu holen. Atti kam mit 1 Jahr zu uns, also kein Welpe. Als wir uns ihn ansahen, nahmen wir Dago mit und die beiden waren direkt ein Herz und eine Seele. Rasseverwandt halt.

    Als Dago starb, zog 10 Tage später Faro hier ein und die Jungs sind wieder ein DreamTeam.


    Arbeitsmäßig sehe ich keine großen Unterschiede zu Einzelhunden, abgesehen von der Ausbildung, die getrennt laufen sollte.

    Faro war ausbildungsmäßig ein Selbstläufer und auch beim Mantrailing zeigte er direkt, was er kann.


    Deswegen würde ich als zweiten Rüden lieber einen bereits erwachsenen Hund dazunehmen. Da kannst Du vorher probieren, ob die Sympathie ausreicht.

    Das sehe ich genau so und so machten wir das beide Male. Ersthund fuhr mit und wir setzten voraus, dass die Hunde sind "grün" waren.


    Eine Bekannte holte sich einen Welpen zu einem adulten Rüden und es ging so was von in die Hose, dass sie den Welpen wieder abgab, aber so etwas will ich nicht pauschal voraussetzen. WEr weiß, was sie falsch gemacht hat.

    Nur, nimm Deinen Hund mit, wenn Du Dir den Welpen anschaust

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Zuhause macht es meiner Meinung nach keinen Unterscheid, ob da nun einer im Weg liegt oder zwei. WENN die Hunde sich gut verstehen, ansonsten ist es natürlich anstrengend.


    Was einen Unterschied macht: Training - Also wenn man Hundesport betreibt ist das doppelter Aufwand. Ich weis ja nicht, ob Ihr in der Richtung was macht.


    Mit 2 Hunden Gassi gehen ist auch erst mal eine Herausforderung. Wenn einer pöbelt, stimmt der andere gern mit ein, wenn einer mäuselt, hält der andere das auch für eine prima Idee. Da muss man halt die Gruppendynamik ein bisschen im Auge behalten.


    Andererseits habt Ihr ja grundsätzlich eine nette Rasse, die gern beim Menschen ist und nicht zwingend spezielle Auslastung braucht, das macht es natürlich einfacher.


    Aber ich finds toll, manchmal anstrengend, aber wenn zwei Hunde zusammen leben, die sich gut verstehen, ist das schon eine schöne Sache für alle Beteiligten. :smile:

  • Bei uns wars aus der Situation heraus geboren. Ich hab hier etliche Jahre eine Kettenhündin im Dorf mitbetreut und auf langen Touren mitgehabt - sie und Ronja waren Topf und Deckel, es hat einfach gepasst und war eine dicke Freundschaft mit Rüpelspiel. Nur leider ist diese Hündin vor 5 Jahren gestorben - an Leberkrebs. Und es hat einfach was gefehlt, nur so zu zweit bzw. dritt unterwegs.


    Naja - und dann war da eines Tags etwa ein Jahr später bei einem regionalen Tierheim eine Anzeige zu einer sehr ängstlichen Hündin, die gerne zu einer souveränen Ersthündin möchte (Check), unbedingt in eine ländliche Umgebung muss (Check), zu Menschen, die Erfahrung mit Angsthunden haben (Check) und ihr mit viel Geduld und Liebe das Leben zeigen.


    Tja - hat gepasst. Und so haben wir unserer knapp elfjährigen alten Dame einen erwachsenen Zweithund vor die Nase gesetzt :hust:


    Dadurch, dass Ronja mittlerweile nicht mehr fit ist und Lilly im besten Alter, ist es schon mehr Aufwand. Und war es auch die ganze Zeit, als Lilly sich ins Leben hier erst einfinden musste. Wir haben auch von Anfang an das Verhältnis der beiden Damen moderiert. Aber das haben wir uns ja so ausgesucht - es hätte einfachere Möglichkeiten gegeben als mit einer ängstlichen Ex-Straßenhündin mit Deprivationsschaden.


    Die Kehrseite ist: Dass Ronja trotz Krankheit immer noch so verhältnismäßig fit und agil ist, ist zu einem nicht unerheblichen Teil Lilly zu verdanken. Wir sind vollständiger mit ihr und das macht jeden Aufwand wett.


    Mal ein Foto von heute, das spricht für sich:


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  • Ich konnt net NEIN sagen *gggg und ich verliebe mich via Internet (also, zumindest bei Hunden *ggg)


    War mit Tochter im Tierheim, weil meine Schwester mir dort einen Hund vorstellen wollte, den sie holen wollte. Meiner Tochter sind die vielen großen, v.a. Listenhunde aufgefallen, die dort saßen, und sie hat einfach mal ganz dreist (sie war 14) die anwesenden Tierpfleger gefragt, ob sie keine andren Hunde hätten, so bissel kleiner und so. Sie bekam die Antwort, daß es keine gäbe, obwohl "da hinten is noch so n Terrier", fügte die dann noch so im Nachsatz hinzu, in leicht verächtlichem Tonfall, wei ich mir einbildete, auch recht beiläufig. Meine Tocher hörte "Terrier", und ich sah nur noch ihren Rücken, der sich in Lichtgeschwindigkeit entfernte.... Sie hatte sich nämlich in der Hundeschule in ne freche Airdale-Terrine verliebt gehabt. Jo - sie kam wieder, wir haben uns den Springinsfeld zusammen angeguckt, die Augen meiner Tochter haben geleuchtet - und ich konnte nicht NEIN sagen. Wie immer halt *gggg Denn von der Farbe her mit der hellen Maske schaut Bossi echt aus wie n Zwergairdale *ggg Oder Welsh....


    Wir haben dann ne Runde mit Bossi und Biene im Auslauf gedreht. Dachte, dieser Terrorist macht die Bibi platt, der wiegt ja das Doppelte! Tja - net so ganz: er hats zweimal versucht, sie gezielt umzubomben, damit sie mit ihm rennt, während sie Löcher buddeln wollte im Auslauf - und beim dritten Versuch (ich schwör Euch, sie hat drauf gewartet, hat ihm nämlich buddelnd hinterhergeschielt!) ist sie (mit damals 8 Monaten!!) hinterher und hat ihn (eineinhalb damals) Mores gelehrt.... :shocked: Da wußte ich, die beiden passen zusammen. Liebe auf den ersten Blick *gg Nach der Kastra haben wir ihn dann geholt, und seither sind die Beiden ein Herz und eine Seele. Bossi hat die Kleine auf Terroristen geprägt *gg Sie mag wenig andre Hunde, die meisten interessieren sie schlichtweg nicht. Aber ich hatte sie einmal auf der Cacib dabei, und als wir am Ring mit den Jagdterriern vorbeikamen, sah sie eine Jagdterrine in ihrer Größe - und zack, war sie dort.... Hätte ich sie net an der Leine gehalten, hätten die zwei bestimmt die halbe Messehalle aufgemischt, weil die Kleine schon Anstalten machte, mit ihr zu toben und zu rennen. *gg

    Die zwei sind ne Traum-Kombi, komplett unkompliziert zusammen, können aber auch alleine gechillt sein. Wenn da einer mal geht, wirds unschön..... Die hängen echt aneinander..... Bibi is die Cefin, aber die helfen sich gegenseitig, wenns drauf ankommt. Und für Unsinn sind se alle zwei zu haben *gggg Das Leben hat sich sehr geändert, einfach weil zu der einfachen Biene, die einfach alles auf Anhieb gelernt hat und total unkompliziert, auf mich fixiert und nicht jagend war, ein pöbelndes, unerzogenes, leineziehendes Jagdmonster dazugekommen war, das viiiiel Aufmerksamkeit brauchte, die Katzis fressen wollte, Temperament für drei mitbrachte (ich lieb das ja.... *gg), und mich erziehungstechnisch vor ungeahnte Herausforderungen stellte. Aber ich hab auch irre viel gelernt mit ihm, v.a. in puncto Jagdverhalten und der Umgang damit. Und mit der Zeit is der echt ein richtige Verlaßhund geworden, ein Traum. Inzwischen ist er ziemlich taub, ich muß also gucken, wo ich ihn noch ohne Leine laufen lasse (er orientiert sich schön an mir, aber ich kann ihn halt bei Gefahr nicht abrufen, also muß man bissel aufpassen, wo er läuft), und er sieht im Dunkeln schlecht, ich kann ihn also nur tagsüber ohne Leine lassen. OK - damit können wir leben. Und er hat ganz schlechte Hüften, läuft aber schmerzfrei (mit Tabletten gegengetestet) und rennt - wie eh und je- und rennt und rennt.... Der Doc sagt, die Muskulatur, die er sich in lebenslang fast nur Freilauf erworben hat, rettet ihm jetzt den Allerwertesten, weil die hält die Hüfte zusammen. Ich hoffe sehr daß ich die beiden noch ein Weilchen zusammen habe...


    Frieda hab ich im Internet beim Surfen entdeckt, da war Bossi grad n halbes Jahr bei mir, wenn überhaupt, und ich wußte sofort, die findet doch nie wieder jemanden. Jagdterrine, 8 Jahre alt (Junghunde gehn ja immer, aber Jagdi, und dann in dem Alter???), blind (auch das noch), und zu guter Letzt auch noch aggressiv auf jeglichen Hund. Der Traum der schlaflosen Nächte eines jeden Hundeliebhabers *hust..... Auf den Fotos war sie im Arm der Pfleger (sooo hübsch :cuinlove:), am Telefon erfuhr ich, daß sie ihr Leben seit Ankunft in der Auffangstation 7 Monate zuvor dank ihrer Unverträglichkeit in einer Box fristete, die halb so groß war wie meine Autobox... Ein Jagdterrier. 7 Monate in der Box... :shocked: Da wars um mich geschehen...... Ich hab die Süße herbringen lassen, und wir hatten viel Arbeit, viel Streß, aber wir haben es geschafft, die Aggressivität Hunden gegenüber rauszubekommen. Das Leben wurde durch sie wieder n gutes Stück komplizierter, es brauchte eine abgeschlossene Zimmertüre zwischen ihr und den andren Beiden, ich mußte viel einzeln gehen, und in den ersten zwei Jahren mit ihr hab ich mir bei jeder Hundebegegnung ein Mausloch hergewünscht, in dem ich mich mitsamt dem Hund hätte verkriechen können, so hab ich mich geschämt, weil die sich so aufgeführt hat *gggg Mußte mir damals Dinge anhören wie "Sie müssen den Hund mal anständig sozialisieren!" Ja - danke auch..... *ggg Aber wir haben es geschafft, haben eine Lösung gefunden, sie konnte mir irgendwann vertrauen, daß ich sie beschützen würde. Als Frieda ganz alt wurde, und mit Hunden voll entspannt inzwischen, wurde es nochmal sehr aufwendig, weil sie dann irgendwann alle 2 Stunden raus mußte. Monatelang bin ich nachts alle 2-3 Stunden raus mit ihr. Sah aus wie n Gespenst. Irgendwann ging ich dann dazu über, ihr dicke saugfähige Decken in die große Box zu legen, und einfach zu schlafen. Konnte nimmer. Und wenn ich nachts wach geworden bin, weil ich selbst mal mußte, hab ich halt Decke gewechselt. War ok, weil die Box groß genug war, daß sie nicht im Nassen lag in der Zeit. Hab in der Zeit am Tag 1-2 Maschinen Wäsche nur mit Decken gewaschen... Tagsüber gings aber gut, weil ich sie dank der Firma mit ins Büro nehmen durfte und da oft genug raus konnte. So wurde die Hübsche 18,5 Jahre alt, und ich bin dankbar für die wunderschöne gemeinsame Zeit.....

  • Faro - hab ich letztes Jahr im Herbst irgendwann (nachdem Frieda im Juli gestorben war) im Internet beim Surfen entdeckt :-) :-) (lang nachgedacht, immer wieder angeguckt, geholt am 30. Mai dieses Jahr) Wie Fini (Frieda) halt, und ich fand ihn soo hübsch. Hat mich an Fini erinnert. Außerdem: 6 Jahre alt (Frieda war ja damals 8), Jagdterrier, Schilddrüsenprobleme und...tadaaaa, ebenfalls aggressiv. Nicht auf Hunde, sondern halt auf Menschen. Parallelen zu Frieda? Fällt kaum auf, gell *ggg Er war seit 3 Jahren im Tierheim, dank seltsamer Erziehungsmethoden beschlagnahmt vom Vet-Amt, zuvor aufgefunden mit Tele um den Hals. Und ließ sich nicht anfassen, ging nach vorn, wenn in die Ecke getrieben oder gar angefaßt. Wieder ein Traum für jeden, der nen kuscheligen Familienhund sucht *lach..... Aber ich hab mir gedacht: Hey, Frieda haste hingekriegt, und die Trainings-Taktik, die dort half, kann hier nicht falsch sein. Sprich "Ich kümmere mich, Du kannst entspannen!". Und der is doch soooo hübsch..... *gg Nunja. Bin nach intensiven Befragungen der Betreuer durch mich per Mail und Telefon über 400 km einfach gefahren, mit der Einstellung "das ist jetzt schon meiner", aber die wollten ja, daß ich ihn erstmal kennenlerne. Komischerweise ist er gleich mit mir alleine mitgegangen, als ich nachmittags die zweite Runde Gassi unbegleitet mit ihm gehen durfte. Hat er sonst selten gemacht laut Betreuern. Wahrscheinlich hat ers mir an der Nasenspitze angesehen, daß er eigentlich schon meiner war oder so *gg Am zweiten Tag nochmal ne Runde allein mit ihm gedreht, waren bestimmt 2 Stunden, die ich da unterwegs war, auch außerhalb vom Gelände. Ja - hab dann meine Box dagelassen, zum Drangewöhnen, und nen Abholtermin für 2 Wochen später ausgemacht. Die wollten mich unbedingt nochmal sehen mit dem Hund, bevor ich ihn mitnehme, und er mußte noch geimpft werden, Blut entnommen werden (Schilddrüsenwerte aktuell); Medikamente vorbereitet werden zum Mitnehmen für mich, und sie wollten noch entscheiden, ob Kastra oder Chip, weil Bibi unkastriert ist. Als ich ihn dann 2 Wochen später abholte, war´s zum Glück nur der Chip :-) Jedenfalls hat sich mein Leben bisher durch Faro natürlich auch wieder total geändert - mit Biee und Bossi allein war alles schon eingespielt, und total entspannt, die laufen einfach nebenher. Es braucht anfangs halt erstmal Zeit für den neuen Hund alleine, Zeit, alle Marotten, Auslöser, Trigger kennenzulernen, Zeit, auszutesten, wie er sich wann verhält, Zeit, die Medikamente richtig einzustellen, Vertrauen zu gewinnen, Zeit, sich nach drei Jahren Tierheim mit nur Streß (ansonsten aber recht ereignislos bis auf regelmäßiges Training mit der Verhaltenstherapeutin) an einen normalen Alltag zu gewöhnen für den Hund, etc. etc (im Tierheim konnte er zB auch nachts raus in seinen Außenzwinger, konnte sich jederzeit frei bewegen). Aber es ist immer noch sehr faszinierend, das alles rauszufinden, sich kennenzulernen, und zu sehen, wie der Streß sich mindert für ihn, und es ist wunderschön, zu sehen, wie er mir inzwischen vertraut, ich kann ihn anfassen und überall an ihm rumfummeln, Ohren, Füße - alles, er läßt sich richtig durchknuddeln, er freut sich, wenn ich weg war und heimkomme, wenn er mich früh begrüßt, kreischt er richtig vor Aufregung *gg Und es ist spannend, zu sehen, wie sich die Hunde kennenlernen und vorsichtig umeinander herumschleichen *gg Zu sehen, daß es auch mit Faro keinen Futterneid gibt (der TroFu-Napf darf offen in der Küche stehen), Fortschritte zu sehen, daß er problemlos in die Box geht, wenn ich das sage, Kommandos beizubringen (bisher versteht er STOP, WARTE, HOPP, Abruf und jetzt auch SITZ - also, ohne daß das deswegen schon immer befolgt werden würde *gg, aber er hat den Kopf frei dafür, weil der Streß der ersten Zeit weg ist), zu erleben, daß er sich wider Erwarten sogar den Maulkorb problemlos anziehen läßt, und daß ich mit Geschirr, Halsband und Mauli an ihm herumhantieren kann nach Belieben, zu entdecken, daß der echt ne Viertelstunde hinter der Haustüre sitzend drauf wartet, das Halsband und den Maulkorb ausgezogen zu bekommen, wenn ich das net sofort mach (ich glaub, der würde heut noch da sitzen, hätt ich das an dem Tag net ausgezogen *ggg), und auszutesten, was er angesichts einer Fährte tut....


    So - das war jetzt aber ein Bericht von DREI Zweithunden *ggg Aber Du wolltest ja was zu Lesen, oder? *gg

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