Welpen-Austausch Teil 4

  • Hier läuft es verdächtig entspannt. Der kleine Windhund entwickelt sich prächtig, wächst wie Unkraut, ist einfach lustig und fröhlich, selbstsicher und brav.

    Er folgt (noch?) super, kommt, wenn er gerufen wird, kann ganz viel frei laufen, frisst gut und benimmt sich gut mit den anderen Hunden. Er orientiert sich toll am Xolo, aber kann auch ohne ihn sein.

    Dass Bewegungsreize für ihn sehr interessant sind, zeigt sich schon sehr deutlich. Aber das kann ich gut nutzen, um gute Grundlagen für eine Umorientierung und einen Abbruch zu legen. Wenngleich ich nicht so blauäugig bin zu glauben, einen nicht -jagenden Windhund zu bekommen. Bedingte Ableinbarkeit und gute Orientierung an mir ist mein Ziel. Und Ansprechbarkeit.

    Gassi mit Erwachsenen bekannten Hunden macht er ganz toll und souverän, kann einfach brav mitlaufen. klar versucht er manchmal zu spielen, mal klappt's, mal nicht. Akzeptiert er dann auch.

    Neulich haben wir einen kontaktfrei-Spaziergang mit vier Schäfis gemacht, drei davon mit Mauli (alle toll und sicher geführt, sind alles Hundeplatz-Kolleginnen). Hat super geklappt, wir haben uns dann nach ner halben Stunde verabschiedet, dass es nicht zu viel wird.

    In der Welpengruppe macht er toll mit, nur in den Welpenfreilauf dort werd ich ihn vorerst nicht lassen, zu viele Aussies, das taugt ihm null. Zum Glück wohnt seine Schwester nicht weit und haben wir viele tolle erwachsene Kontakte, so hat er genug Möglichkeiten, zu toben und gutes Sozialverhalten zu lernen. Klar, paar mehr Windhunde wären schön.

    Zeugs in den Mund nehmen ist bei uns auch Thema. Nussschalen findet er auch (sehr) toll, Blätter auch, Schnee auch. Er lässt sich aber mittlerweile ganz ruhig abbrechen und spuckt auch aus. Manchmal macht er es mit diesem neckischen Blick, wo es wirklich nur ist um zu schauen, wie ich reagiere. Das ist meistens mit harmlosen Sachen, also reagiere ich auch gar nicht. Dann flitzt er los und alles ist vergessen.

    Stubenrein ist er, behaupte ich. Er meldet sich zuverlässig und wartet auch bis ich da bin (das habe ich noch nicht ausgereizt natürlich). Durch Home-Office und Kamera hab ich das gut im Blick, Ruf dann von oben runter "wart ich komme", wenn er pienst und dann wartet er mit der Nase an der Türe. Auch jetzt wo er Durchfall hatte, hat das geklappt. Er täuscht auch nicht vor, also wenn er pienst, muss er auch.

    Allein bleiben geht auch ganz gut, dadurch dass ich ihn von Anfang an allein im Wohnzimmer gelassen hab und mit dem großen Hund Gassi gegangen bin (Baby müde und leer, Herrchen im Keller und ich mit Kamera), nimmt er es recht gelassen. Außer ich gehe, wenn er zu wach ist, da jammert er dann bissl rum. Aber das wird sich legen. Mit dem Senior lass ich ihn gar nicht allein, die sind getrennt wenn ich geh. Der kleine ist zwar lieb, aber eben auch ein kleiner frecher Welpe mit "lustigen" Ideen. Und an einem Senior, der sich nicht wehrt, muss man nicht testen, was man so tun kann, wenn man sturmfrei hat.

    Lange Rede kurzer Sinn: noch ist alles rosarot und ich bin gespannt, ob das Hündchen irgendwann mal noch was Anstrengendes auspackt.

  • Hier spielt es sich auch mehr und mehr ein und ich weiß gar nicht, wie lange ich noch im Welpenthread bleiben darf. Für mich ist das Ils-chen doch so langsam ein Junghund.

    Interessant ist die Entwicklung zwischen Alva und Ilse. Hatten wir doch die ersten Wochen wirklich Probleme, zu den beiden durch zu dringen, weil sie wirklich durchgehend am zocken waren, wenn wir nicht dazwischen gegangen sind, wendet sich nun das Blatt.
    Angefangen hat es mit Alvas Läufigkeit. Ilse fand das mega spannend und musste doch ständig riechen, was da los ist. Nicht wie ein verliebter Rüde aber durchaus aufdringlich. Und Alva war das lästig, aber sie hat sich weiterhin nicht gewehrt. War dann auch irgendwann in einer hormonellen Notlage, weil sie doch andererseits auch nach Zuneigung lechzte. |)
    Das steigerte sich dann dahingehend, dass sie vor Ilse weg lief und bei uns sehr aufgeregt Hilfe suchte. Dazu ist es auch weiterhin so, dass Ilse in ihren fünf Minuten Alva am Kragen oder in den Hacken hängt.
    Jetzt ist die Läufigkeit vorbei und scheinbar fängt Alva jetzt auch an, von selber Grenzen zu setzen.
    Das sieht manchmal echt heftig aus und wir wägen auch ab, ob und wann wir dazwischen gehen.
    Aber sie krümmt der Kleinen kein Haar (toitoitoi). Und WENN wir das dann zuliebe von Ilse stoppen, nutzt die das gnadenlos aus. Alva steht dann da wie ein Esel, gehorsam weil sie ja aufhören sollte und Ilse fliegt in sie rein, obwohl sie eine Minute vorher noch volle Granate über die Wiese gerollt wurde. An Action mangelt es uns nicht. xD
    Die zwei können aber auch oft genug aneinander gekuschelt liegen und genießen.

    Freilauf, da wo es geht, gibt es weiterhin. Größtenteils kommt sie auch wie ein geölter Blitz angeflogen, dass mir das Herz aufgeht. So flott kam noch keiner meiner Hunde auf Zuruf.
    Es darf halt nur kein Mensch oder Hund am Horizont sein. Da können wir jetzt auch das schöne "Du kriegst mich nicht"-Spiel beim anleinen spielen.
    Und am Wochenende hat sie mir nen Stunt gebracht, da wurde mir kurz anders. Wir waren zwar auf dem Heimweg, aber bis zum Dorfrand waren es noch locker 400 - 500m. Hatte sich bis dahin prima rufen lassen und hatte auch Spaß daran, immer wieder angeflogen zu kommen. Und auf einmal kickt sie der Stalldrang und sie rennt heimwärts.:shocked: Die Straße ist zwar verkehrsberuhigt aber eben eine Straße. Gestoppt wurde sie zum Glück von einer leeren Brötchentüte. Aber meinen Frühsport hatte ich durch für den Tag.

    Welpenstunde werde ich wahrscheinlich abbrechen. Das macht so einfach keinen Sinn. Sie hängt quasi die komplette Stunde in der Leine und will zu Hund und Mensch hin.
    Und das Unterrichtskonzept gibt es nicht her, das zu ändern.
    Ich hatte mir eigentlich gewünscht, die Welpenzeit mit Spiel, Spaß, Spannung in kontrolliertem Rahmen zu begehen, aber nix ist.
    Ich denke, dann werde ich die Zeit eher nutzen für Wald-Agility und Zufallsbegegnungen.

    Weiterhin liebe ich diesen kleinen rotzfrechen lustigen Wutz. Wenn sie wie angestochen über die Wiese rast, sich irgendein Spielzeug um die Ohren haut, so tut, als wäre sie ein Rottweiler der mich voll krass im Griff hat... da muss ich oft schallend lachen. Dann kommt ein Blick wie "och menno, da hab ich mir jetzt SO Mühe gegeben" und dann kommt sie angekuschelt - hach.
    Ich und Jack Russell... NIEMALS hätte ich das gedacht. Aber es passt einfach. :cuinlove::herzen1:

  • Ich würde mich über eure einschätzungen freuen, odin ist jetzt 11 Wochen alt.

    Er hat einen wald, andere welpen, andere personen, den Bus und das caffee und fressnapf kennen gelernt. Aber alles nur einmal und kurz. Diese woche sollte nur mehr spazieren in der näheren umgebung statt finden.

    Ist das zu wenig oder soll ich diese woche noch mal bus fahren z.b

    Hab Angst ihn zu überfordern, er ist jetzt so ruhig nach weniger programm und ich möchte ihn nicht überfordern

  • Also, Rumo kennt mit seinen 20 Wochen deutlich weniger 🤣

    Der ist einmal im Wald gewesen, hat Besuch im Haus gehabt, eine Woche leben mit anderem Hund + Besitzern (Hunde stark von einander getrennt, aber immerhin), einen Restaurantbesuch und Tierarzt... Und ansonsten nur unseren Alltag inklusive Spazierrunden in der näheren Umgebung. Und das, was er von der Züchterin noch kannte, also seine Geschwister und deren Besitzer und die Züchterin, die auch unsere Trainerin ist.

    Keine anderen Welpen außer seinen Geschwistern, keine guten Hundekontakte (wir treffen zu 80% Leinenpöbler, die restlichen 20% interessieren sich überhaupt nicht für ihn)

    Von daher finde ich, dass Odin schon sehr viel kennt.

    Wichtig ist aber mMn nicht, wie viel er kennt, sondern ob er das kennt, was er wirklich in eurem gemeinsamen täglichen Leben braucht.

    Ich z.B. bin in den letzten 5 Jahren genau 2x mit dem Bus gefahren. Warum sollte ich das jetzt mit Hund machen, nur damit er es mal gemacht hat? Was bringt es ihm, wenn er es jetzt einmal macht und danach jahrelang nicht mehr? 🤷‍♀️

  • Wir haben mehr erlebt, einfach weil wir mitten im Chaos leben und das unser Leben ist. Bus gefahren ist er das erste Mal mit äh viel mehr Monaten, weil nicht Teil unseres Alltags. War aber kein Problem. Seitdem nicht mehr, mache mir aber keine Sorgen das er es nicht könnte.

    Ich finde man hat immer gemerkt wann etwas normal wurde und wann es noch ein Ausflug war. Da habe ich schon geschaut, dass es nicht zu viel Abenteuer an einem Tag gab. Die ersten Male Garten waren aufregend, danach war es eben unser Garten und Pipi machen...

    Das lief aber auch nicht nach meinen Plan. Er hat sich zum Beispiel unheimlich schwer mit Stall getan. Dabei bin ich da jeden Morgen -> er konnte stattdessen ziemlich schnell, ziemlich gut Morgens alleine bleiben oder im Auto schlafen. Ist dafür nicht jeden Tag mitgekommen, sondern nur wenn an dem Tag nichts Anderes geplant war. Auch wichtige Fähigkeiten :ka: Dafür war alles mit Stadt nie erwähnenswert, brauchten wir nicht üben.

    Inzwischen ist er 11 Monate und Stall fast normal. Ich gebe ihm noch ein halbes Jahr und spätestens dann hat sich das "verwachsen".

    Deshalb finde ich so Listen abarbeiten schwierig. Ich würde da eher über, bei mir ist immer sicher, Neues entdecken macht Spaß, usw. gehen.

  • Danke das beruhigt mich. Busfahren ist mir wichtig weil wir eine tolle Verbindung haben und manche gute Ausflugsgebiete damit gut zu erreichen sind.

    Wie hat er denn auf die erste Busfahrt reagiert? Wenn die kein Problem für ihn war, besteht kein Grund da jetzt großartigen Druck zu machen. Dann ist eine Woche Pause vollkommen ok.

    LG

    Franziska mit Till

  • Danke das beruhigt mich. Busfahren ist mir wichtig weil wir eine tolle Verbindung haben und manche gute Ausflugsgebiete damit gut zu erreichen sind.

    Wie hat er denn auf die erste Busfahrt reagiert? Wenn die kein Problem für ihn war, besteht kein Grund da jetzt großartigen Druck zu machen. Dann ist eine Woche Pause vollkommen ok.

    LG

    Franziska mit Till

    Etwas gestresst war er schon, werde es am Sonntag wiederholen, einfach 2 Stationen fahren und wieder zurück.

    Ich muss bei ihm aufpassen nicht zu sehr zu stressen. Bei jedem ersten mal ist er gestresst.

  • Unsere heutige Nacht ist zum verzweifeln ich habe keine Ahnung was dieser Hund hat.

    Wir waren gestern nachmittag das erste Mal in der Hundeschule, davor noch mit der Tochter im Stall zur Reitstunde (kennt sie schon).

    Danach war sie richtig platt.

    Hab sie deswegen gleich um 8 mit hoch genommen als ich mit den Kindern ins Bett bin und sie ist gleich eingeschlafen.

    Seit 1 uhr ist hier Terror. Ich war mittlerweile 3 mal mit ihr drausen, hab sie auf ihre Decke geschickt, mich zu ihr gesetzt, rabiater weggeschickt, sie ignoriert….. irgendwann hab ich sie sogar gefüttert weil sie mir fast die Tür zum Hauswirtschaftsraum abgerissen hat und ich an mir gezweifelt hab ob ich sie gefüttert habe.

    Bin schon mit ihr auf die Couch ausgewandert weil ich dachte sie braucht ein bisschen Nähe.


    Sie jammert, jault und bellt. Das ganze Haus ist wach.

    Ich bin so müde, in 1,5 Std muss ich schon wieder aufstehen 😩

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