Leinen- / Freilauf-Problematik Pflege-Gassi-Hund

Es gibt 11 Antworten in diesem Thema, welches 1.442 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Querida.

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    Hallo ihr Lieben,


    ich bin neu im Forum und würde mich gerne zu dem ein oder anderen Thema gerne austauschen. blushing-dog-face


    Ich bräuchte mal eure Meinung oder Tipps für das Gestalten des Spaziergangs mit meinem Gassi-Hund.

    Da ich momentan keinen eigenen Hund halten kann, mir der Kontakt zu Hunden sehr fehlt, gehe ich ein bis zweimal die Woche, relativ flexibel, mit dem Hund einer Dame aus dem nächsten Ort Gassi. Unentgeltlich.

    Sie war beim ersten mal dabei, es war alles gut.

    Jetzt bin ich etwa vier, fünf mal alleine mit ihm Gassi gegangen.
    Der Hund ist zwei Jahre alt und total lieb und verträglich. Wir kommen gut miteinander klar. Er ist auch nicht der erste Hund, mit welchem ich unterwegs bin. Ich habe mich schon 16 Jahre um einen Siberian Husky mitgekümmert, den ich auch von der Leine lies, ohne mir groß nen Kopf zu machen. Aber da war ich jünger und gelassener.

    Die Besitzerin meinte, dass ich ihn gerne von der Leine lassen könnte, das wäre kein Problem. Er käme wieder. Allerdings fehlt mir da nach so kurzer Zeit noch ein wenig das Vertrauen zwischen mir und dem Hund, so dass ich mich einfach noch nicht wirklich traue, ihn abzuleinen. Habe ich schon gemacht, er kam auch wieder, aber halt noch nicht beim ersten mal rufen. Und ich finde immer ein perfekter Rückruf ist das A und O.

    Momentan geh ich mit Flexileine/Rolleine Gassi. Aber ich weiß, dass die total verrucht sind und nicht sinnvoll und nicht förderlich. Ich würde gerne mit Schleppleine gehen. Hier habe ich aber das Problem, dass er immer Halsband trägt und nie Geschirr. Schleppleine an Halsband geht doch gar nicht, oder? Ich habe mir schon überlegt, ob ich ihn auf einen Rückpfiff konditionieren kann. Aber da ich momentan nur so zweimal in der Woche mit ihm unterwegs bin / sein kann, ist es auch schwierig da irgendeinen Trainingserfolg zu erzielen.


    Habt ihr einen Rat für mich? Wir verstehen uns echt gut und er ist ganz lieb und ich nehme die Spaziergänge mit ihm als willkommenen Ausgleich zum stressigen Arbeitsleben. Aber mit der Leinensituation bin ich noch nicht so ganz zufrieden.
    Ich leine ihn jetzt immer mal auf Strecken am Feld ab, die wir beide gut kennen und die übersichtlich sind und wo keine anderen Hunde sind ab, um den Rückruf zu üben.

    Ich glaub ich bin da einfach selbst zu unsicher, weil ich auch alles richtig machen möchte, keinen Ärger mit anderen Hundehaltern oder Spaziergängern etc. haben möchte.
    Ich habe mich schon 16 Jahre lang um einen Siberian Husky mitgekümmert, den ich auch hier und dort von der Leine lies, ohne mir groß nen Kopf zu machen. Aber da war ich jünger und gelassener. ^^

    Wahrscheinlich wäre es am besten, wenn ich wirklich mal nach einem Geschirr für ihn Frage oder selbst eins besorge (muss die Besitzerin natürlich damit einverstanden sein) und dann, bis unser Vertrauen ineinander größer ist, mit Schleppleine spazieren gehe. Was meint ihr?

    Vielen Dank schonmal und liebe Grüße! kissing-dog-face-w-closed-eyes

  • Huhu :winken:


    Also.. ich habe gar nichts gegen Flexileinen und ich benutze selber welche, sehr gerne sogar. Wichtig dabei ist, wie ich finde, dass der Hund generell leinenführig ist und weiß, wann das Ende der Flex erreicht ist.


    Die Schleppleine würde ich tatsächlich nur am Geschirr nutzen, die Flexileine auch, falls er öfter zieht.


    Ansonsten finde ich es gut, wie du das handhabst. An übersichtlichen Stellen frei laufen lassen, Rest an der Leine. Ich würde mich um ein Geschirr + Schlepp kümmern, dann kannst du an der Schleppleine den Rückruf weiter festigen und wenn du dir sicherer bist, ihn auch öfter freilaufen lassen.

  • Ich bin in einer ähnlichen Situation, es hat sich aber so entwickelt das der Hund fast 50% bei mir ist.


    Da ich die Eigentümer nicht fragen möchte, habe ich bereits alles mögliche für den Hund gekauft, was ich für nötig halte, z.B. Bürste, Schleppleine, Leckerlies, Matte für die Rücksitzbank usw.

    Wenn du das Geld hast, informiere die Eigentümerin, kauf einfach ein passendes Geschirr und Schleppleine und los gehts.

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  • Wenn du mit der Flexileine umgehen kannst, dann geh weiter mit der Flexi.


    Und ich weiß, dass den Punkt jetzt viele anders sehen, aber einen Hund, der mir nicht gehört, würde ich persönlich nie ableinen. Egal wie gut er hört, im Schadensfall hat man nur Scherereien.

    LG Raphaela


    The problem is not the problem, the problem is your attitude about the problem - Cpt. Jack Sparrow

    She was not looking for a knight, she was looking for a sword. - atticus

  • Rückruf kann man auch an der Flexi gut üben. Dein Vorgehen finde ich gut, du hast das schon im Gefühl, dass du erst mal mit dem Hund eine Basis erarbeiten musst, bevor du ihn regelmäßig und über lange Strecken frei laufen lässt.

    Darfst du Leckerchen geben bzw. verträgt der Hund alles? Dann würde ich mir für das persönliche Rückruftraining nämlich das wirklich gute Zeug einstecken, Würstchen, Käsewürfel, stinkenden Trockenfisch oder Frolic. :D


    Ich arbeite seit 12 Jahren im Tierheim als Trainerin und Gassigängerin mit und da hatte ich auch Hunde, die frei laufen durften - das hab ich wirklich immer komplett vom Hund abhängig gemacht. Die Schäferhündin läuft frei, wo ich weit sehen kann, der Labbimix gar nicht, und zwischendurch hatte ich Hunde im Training, bei denen am Waldeingang die Leine ab kam und am Waldausgang wieder dran, so wie ich es auch mit meinen eigenen Hunden handhabe.

    "I've learned to trust my instincts and commit fully to my choices, that there are no "bad" decisions and that even wrong decisions aren't fatal." (Gillian Anderson)


    Der Spinner und sein Azubi

    Immer im Herzen dabei: Benny, Senta und Assunta und die vielen Tierheimseelen

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Solange man die Flexi nicht zum Hund ranangeln benutzt oder den Stopp-Knopf nicht findet spricht doch nichts dagegen.


    Ich gehe sehr gerne damit spazieren, aber am Geschirr. Flexi gehört bei mir nicht ans Halsband. Wichtig ist nur, dass die Flexi entsprechend des Gewichts des Hundes ausgewählt wird.


    Ansonsten schließe ich mich aber Helfstyna an: einen fremdem Hund würde ich nicht von der Leine lassen. Das erwarte ich von meinen gelegentlichen Gassigängern und übe es auch so aus, wenn ich einen fremden Hund da habe. Dann bleiben fairerweise auch beide an der Leine.

  • ich würde den Hund einfach nicht ableinen wenn du dir unsicher bist. Damit ihr lieb und schön Gassi gehen könnt muss er doch nicht zwingend im Freilauf sein?

    Flexileinen sind genauso gut / schlecht wie eine Schleppleine. Es kommt immer drauf an ob du damit umgehen kannst.
    Am Halsband würde ich keine von beiden machen, immer nur ans Geschirr.

    Meine Gassigängerin hat das "OK" von mir die Hunde im Park/am Feld ohne Leine laufen zu lassen (da besteht 0 Möglichkeit ab zu hauen) . Sie tut es aber nicht, was ich total ok finde. Würde ich selber nämlich auch nicht bei einem Hund der nicht der meine ist machen.

  • Ich bin ja froh, dass ihr meine Unsicherheit versteht, was das Ableinen abgeht. Ich habe schon solche und solche Hundebesitzer kennengelernt. Und bei mir ist es auch so, das ich unterscheide, wie gut ich den Hund kenne, wie gut die Bindung zwischen uns ist, wie gut die Erziehung ist und der Rückruf klappt etc ...
    Ich finde es auch nicht schlimm, wenn er mal nicht "freiläuft", wenn wir zusammen unterwegs sind.

    Aber was ist in so Situationen, wo man Hunde gerne mal kurz zusammen spielen lassen möchte, wenn sie sich kennen und mögen?

    Geht dann halt nicht.

    Oder an heißen Sommertagen würde man ja gerne vielleicht mal mit dem Hund ans/ins Wasser. Das ginge ja aber auch mit Schleppleine.

    Danke euch! blushing-dog-face

  • Dann kann der Hund auf euren Runden halt mal nicht spielen mit andern.

    Sollte auch nicht an ner SL gemacht werden ..

    Wenn du mit ner langen Leine umgehen kannst spricht da auch am HB nix gegen bei entsprechender Handhabung.

    Run your dog.

    Not your mouth .

  • Bei mir war das unterschiedlich. Tierschutzhunde hatte ich immer an der Leine. Gut, waren auch größtenteils welche, die man nicht hätte ableinen dürfen, aber ich hätte das auch nicht anders haben wollen.


    Eine Hündin aus Anbindehaltung hier aus dem Dorf habe ich abgeleint, sobald die Beziehung aufgebaut war. Die ist mir in den Jahren, die ich mit ihr gelaufen bin, auch nur einmal durchgegangen. Aber dieses einmal hab ich Blut und Wasser geschwitzt und vermutlich insgesamt ein halbes Lebensjahr eingebüßt. Ich würde es bei einem privatem Gassihund mit schon gut aufgebautem Bezug wieder tun, allerdings einen Tracker dranhängen. Habe ich bei meiner Angsthündin auch.


    Mein Equipment habe ich mir für alles Gassihunde selbst besorgt, beim Tierschutz wollte ich nicht dauernd was Anderes aus dem Fundus haben und bei der Hündin aus dem Dorf war keine Neigung da, Geld für sie auszugeben.


    Wenns in der Hauptsache darum geht, dass der Hund sich gesichert in einem gewissen Radius frei bewegen kann, ist gegen die Flexi überhaupt nichts einzuwenden.

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