Frühkastration Hündin - ja oder nein?

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    Hallo zusammen,


    das Thema Kastration wurde hier zwar schon etliche Male angesprochen, jedoch bitte ich Euch um Rat.


    Unsere Mischlingshündin Amy (engl. Bulldoge/Mops/Terrier) ist am 21.10.2019 geboren. Wir hatten eigentlich vor Amy vor der ersten Läufigkeit kastrieren zu lassen. Laut Tierarzt mit ca. 8 Monaten, sprich im Juni, möglich.


    Hauptgrund weshalb wir uns für die Frühkastration entscheiden würden, wäre das Risiko für bestimmte Krebsarten/Tumore zu minimieren.


    Nun gehen die Meinungen im Internet und auch beim Tierarzt ziemlich weit auseinander. Unser Tierarzt würde zwar die Frühkastration durchführen - empfehlt dies jedoch erst nach der ersten Läufigkeit.


    Die Hündin meiner Eltern und auch die aus der Nachbarschaft kamen mit der Frühkastration super zurecht. Mich irritiert jetzt aber vorallem die Empfehlung vom Tierarzt...


    Wie seht ihr das? Habt ihr in diesem Bereich Erfahrungen machen können?


    Ich danke Euch vielmals für die Hilfe!


    Liebe Grüße,


    Lisa

  • Nie nie wieder würde ich das machen. Meine damalige Cavalierhündin wurde damals mit 7 Monaten kastriert... Sie war danach kein Junghund mehr verhielt sich eher wie ein alter Hund, hatte furchtbares Fell und hat extrem zugenommen. Klar war sie dennoch der tollste Hund der Welt, aber nee ich kann es nicht empfehlen.


    Mein jetziger Rüde wurde aus medizinischen Grünen mit 3,4 Jahren kastriert und das bereue ich kein Stück. Aber Hunde in einem so jungen Alter zu kastrieren, davon halte ich nichts. Sie sollen wenigstens alles durchleben, ihren Charakter formen und eben erwachsen werden.


    Also nein, ich möchte dir davon abraten.

  • Grundsätzlich gar nicht kastrieren ist die Empfehlung.


    Wenn man wieso auch immer meint Frühkastrieren zu müssen, wegen Mammatumoren (das ist meist die Tumorart um die es da geht), dann vor der ersten Läufigkeit um die Wahrscheinlichkeit wirklich signifikant zu reduzieren.

    Jedes anregen von Östrogen ist halt schon ein Kickstart für diese Tumorart, wenn der Hund dazu neigt.

    Dafür hat man halt das Risiko das andere Tumorarten steigen, wenn man Frühkastrieren lässt oder verhaltenstechnische Probleme aufkommen.


    Deshalb sollte man es besser gleich lassen.....

    Multikulti in der CH

    - - -

    Alma (Herder-Breton-Senfhund-Mix) 06.2017

    für immer im Herzen und jeden Tag vermisst † 12/2020 Milly

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  • Zudem muss ich noch sagen, dass meine Eltern nebenan wohnen und ab und an auf Amy aufpassen müssen.

    Der 2. Hund meiner Eltern ist ein 10-jähriger unkastrierter Rüde. Eine Kastration muss also auf jeden Fall stattfinden...

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ich bin definitiv dagegen.

    Wenn schon unbedingt kastrieren, dann bitte ab dem 3. Lebensjahr. Dein Hund braucht die Sexualhormone um körperlich und geistig zu reifen. Mit einer Frühkastration können da gewaltige Defizite zurückbleiben.


    Außerdem fördert man mit einer Kastration wiederum andere Tumorarten, das schlägt für mich persönlich das Mammatumor-Argument.


    Und dann wäre noch ein ganz wichtiger Punkt speziell bei eurer Rassemischung: durch Kastrationen entsteht häufig eine Bindegewebsschwäche.

    Rassen wie der Mops und Bulldoggen leiden am sog. Brachyzephalen Syndrom (Google liefert dir dazu viele Infos), u.a. sind das Gaumensegel und andere Weichteilstrukturen im Nasen- und Rachenraum zu lang und zu voluminös. Das sorgt früher oder später für Atemprobleme (ja, auch wenn der Welpe eine längere Nase hat und jetzt noch gut atmen kann, mit steigendem Alter werden die Probleme höchstwahrscheinlich auftreten). Wenn diese Weichteile jetzt durch die Kastration noch schlaffer werden verstärkt das die Atemprobleme.

    Deshalb würde ich gerade bei diesem Mix nicht kastrieren wenn es medizinisch nicht notwendig ist.

  • Zudem muss ich noch sagen, dass meine Eltern nebenan wohnen und ab und an auf Amy aufpassen müssen.

    Der 2. Hund meiner Eltern ist ein 10-jähriger unkastrierter Rüde. Eine Kastration muss also auf jeden Fall stattfinden...

    Oder man passt auf. Die Hündin ist ja nicht das ganze Jahr über läufig. Die kurze Zeit kann man trennen bzw. ein Auge auf die Zwei haben.

  • Eine Hündin wird zwei Mal im Jahr läufig, davon kann sie nur jeweils wenige Tage gedeckt werden - in dieser Zeit kann man aufpassen, dass der Rüde sie nicht deckt. Eine Kastration ist dazu nicht notwendig.

  • Ich würde nicht kastrieren lassen.


    Für die Läufigkeit würde ich mit andere Betreuungsmöglichkeiten bzw. andere Lösungen suchen. Da wäre mir der Eingriff im Vergleich zum "Nutzen" viel zu überzogen.


    Man minimiert zwar verschiedene Risiken, erhöht dafür aber andere.

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