Ersthund - Starthilfe, Unsicherheit, Zweifel?

  • Hallo,


    erstmal herzlich willkommen und ein Drücker :streichel: Dir hat hier jemand angeboten, eine Trainerempfehlung abzugeben, war das @Ixabel ? Das Angebot würde ich annehmen.


    Außerdem verlinke ich Dir hier mal einen Thread zum Stöbern - Du bist nicht allein.


    Schönes und Schweres - zeigt Eure Rumänen


    Magst Du noch mitlesen? Dann melde Dich vielleicht einfach mal kurz in diesem Thread, da sind ganz viele Leute mit Tierschutzhunden aus dem Ausland (nicht nur aus Rumänien), die gerne unterstützen. Und es herrscht bisher ein wohltuender Mangel an Grundsatzdiskussionen.

  • Hallo ihr Lieben, ich melde mich auch mal wieder nach einigen Stunden voller gemischter Emotionen und Gefühle.

    Ich danke euch allen für eure Ratschläge, Meinungen, Tipps und Zuspruch! Habe so viel Hilfe gar nicht erwartet, echt klasse!


    Wir haben nun nach langem Überlegen und Abwägen beschlossen, und ich hoffe ich werde nicht dafür verurteilt, dass wir Luna wieder abgeben werden. Da habe ich mir einfach zu viel zugemutet, war in der Euphorie zu naiv und ihr habt Recht damit, dass ein Tierschutzhund aus dem Ausland wohl die falsche Entscheidung und ein Fehler meinerseits war, ich wollte einfach so gern einem Tier in Not helfen und habe es jetzt vermutlich noch schlimmer gemacht.
    Das ist schmerzhaft, vor allem wohl für den Hund, aber ich hoffe sehr, sie findet ein neues tolles Zuhause, in dem sie sich wohlfühlen kann mit Menschen, die mit ihr arbeiten können.


    Zu euren Fragen noch: Sie ist jetzt 10 Monate alt, was für ein Mix sie ist, konnte man mir nicht so genau sagen... sie sieht für mich aber aus wie ein klein geratener schwarzer Schäferhund.


    Das Projekt "Hund" lege ich damit jetzt erst einmal auf Eis und gebe dem ganzen vielleicht in ein paar Jahren nochmal eine Chance. Bis dahin lese ich hier etwas mit und lerne weiter.

    Danke!

  • Wir haben nun nach langem Überlegen und Abwägen beschlossen, und ich hoffe ich werde nicht dafür verurteilt, dass wir Luna wieder abgeben werden. Da habe ich mir einfach zu viel zugemutet, war in der Euphorie zu naiv und ihr habt Recht damit, dass ein Tierschutzhund aus dem Ausland wohl die falsche Entscheidung und ein Fehler meinerseits war, ich wollte einfach so gern einem Tier in Not helfen und habe es jetzt vermutlich noch schlimmer gemacht.
    Das ist schmerzhaft, vor allem wohl für den Hund, aber ich hoffe sehr, sie findet ein neues tolles Zuhause, in dem sie sich wohlfühlen kann mit Menschen, die mit ihr arbeiten können.

    Es gehört Größe dazu, sich Fehler einzugestehen. Und ich finde es gut, dass ihr euch so zügig entschieden habt. So hat der Hund eine gute Chance, ein Zuhause zu finden, das sich der Aufgabe gewachsen fühlt und ihr könnt noch einmal durchatmen.

  • Wir haben nun nach langem Überlegen und Abwägen beschlossen, und ich hoffe ich werde nicht dafür verurteilt, dass wir Luna wieder abgeben werden.

    Ich finde deine Entscheidung richtig. Luna ist noch nicht so lange bei euch und sie ist noch jung. Sie wird sicher bald neue Besitzer finden und sich dort schnell eingewöhnen.


    Wenn man mit einem Tier nicht glücklich ist, wenn die Chemie zwischen Mensch und Tier nicht stimmt und wenn man als Mensch mit dem Tier überfordert ist, dann ist es das beste diese Gemeinschaft zu beenden. Ansonsten wird keiner der Beteiligten glücklich.

  • Siehst du, ich habs dir ja gesagt, dass du dafür nicht gesteinigt wirst. ;)

  • Ich finde die Entscheidung auch super! U.d vielleicht wird sie ja beim nächsten mal auch nicht wieder als super easy Anfängerhund vermittelt :smile:


    Ansonsten kann ich dir das Hundesitten empfehlen, das stillt die Sehnsucht, man lernt eine Menge und kann mit wirklich entspannten Hunden anfangen. Irgendwann spricht man dann ihre Sprache etwas besser und es wird mit jedem Hund einfacher, auch mit den nicht-super-gemütlich-Hunden :herzen1:

    Oh, und es suchen wirklich viele Leute einen Sitter, da hilft man auch noch einem Menschen :tropf:

  • Ich finde es ehrlich gesagt traurig, dass anscheinend nicht wenigstens mal für eine Ersteinschätzung, ob man die Probleme als Anfänger in den Griff bekommen könnte, ein Trainer konsultiert wurde.

    Klar, es macht keinen Sinn, ewig an so etwas herumzuprobieren, aber eine Woche ist ja nun wirklich ein kurzer Zeitraum und zumindest den Versuch hätte man kurzfristig machen können.


    Gut finde ich allerdings, dass nicht direkt der nächste Hund gesucht wird, denn egal, für welchen man sich entscheidet - ein bisschen Durchhaltevermögen und Frustrationstoleranz braucht man wohl immer.

  • Vermutlich hätte ich zumindest auch noch mal einen kompetenten Trainer drauf gucken lassen um zu gucken, wie schwerwiegend die Probleme wirklich sind. Aber ich verurteile auch niemanden, der einen Hund aus Überforderung abgibt.

    Aber die Horrorszenarien, die hier prophezeit werden, ohne den Hund zu kennen, finde ich teilweise auch überzogen. Nicht, dass sowas nicht wirklich eintreten kann, aber hier wird es ja so dargestellt, als wenn jeder Hund, auf jeden Fall noch viel schlimmer wird, wenn er sich eingelebt hat. Kann ich bei keinem meiner beiden Tierschutzhunde bestätigen, obwohl der zweite nun auch nicht gerade mit unerheblichen Baustellen an kam.


    Ich finde einen TS-Hund für Anfänger nachwievor nicht ungeeignet und auch einen Welpen nicht zwangsläufig besser geeignet, aber der Hund sollte schon in Deutschland sein und sollte nicht "blind" importiert werden. Solltet ihr das Thema Hund noch mal in Angriff nehmen, dann nehmt euch die Zeit den Hund vorher ausführlich kennen zu lernen und mit ihm vorher mehrmals Gassi zu gehen. Eventuell auch mit Unterstützung eines Trainers, wenn ihr euch unsicher seit das zu beurteilen, es gibt Trainer, die helfen bei der Auswahl des passenden Hundes.

  • bester tip: paar trainingstunden in der ersten Zeit. Bis man gelernt hat, wie Hunde erziehung und überhaupt hunde ticken. Autofahren lernt man auch nicht über nacht allein zu hause.

  • So, wie sich der Eingangsbeitrag für mich liest, müsste sich die Threaderstellerin buchstäblich jeden Furz im Umgang mit dem Hund kopfmäßig und mit Trainerhilfe erarbeiten, d. h. ein entspannter Alltag ist wahrscheinlich auf längere Zeit erst mal nicht möglich.


    Ich habe z. B. nichts von Freude über die Anwesenheit des Hundes gelesen.


    Und je nach Wohnlage dürfte es in Berlin schwierig werden, den Hund nur so dosiert Außenreizen auszusetzen, wie er es vertragen kann - immer vorausgesetzt, die Threaderstellerin könnte es überhaupt beurteilen, was der Hund in welcher Situation ertragen kann.


    Von daher finde ich es dem Hund gegenüber fairer, ihn so schnell wie möglich wieder zurückzugeben, anstatt mit Unlust, Frust, Verzweiflung oder sonstigen negativen Gefühlen an und mit ihm herumzuexperimentieren, obwohl man ihn eigentlich als Belastung empfindet.


    Für mich ist es die beste Entscheidung unter den Umständen, v. a. angesichts der Tatsache, dass ein kläffender Hund im Mietshaus ziemlich schnell ziemlichen Ärger machen kann


    Caterina

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