Und plötzlich steht das Thema Kastration im Raum....

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    Hallo an Alle,


    ich bin total verzweifelt. Unser Balu ist jetzt mittlerweile knapp 1 Jahr alt, seine Rangordnung im "Rudel" hat er mittlerweile erkannt, aber seit ein paar Wochen pöbelt er alle Hunde an, die er beim Spaziergang trifft. Hab ich erst nicht für so schlimm erachtet, ihn weggerufen und dann war die Sache erledigt.

    Letzte Woche waren wir mit 7 anderen Hunden in einem Hundekurs, da ist er einem anderem Rüden so auf die Pelle gerückt, dass der ihn ins Ohr gebissen hat. Alles halb so wild. Keine schlimme Wunde, alles versorgt und ich dachte "vielleicht lernt er es jetzt".

    Den Anschein hatte es auch erst. Immer noch wilder Spieltrieb aber mit deutlich mehr Respekt.


    Während der Woche ist mir schon aufgefallen, dass er sich gar nicht beruhigen kann, wenn die anderen Hunde da waren, obwohl er regelmäßig mit anderen Hunden zu tun hat. D.h. er hat nicht still sitzen können, hat sich ständig am Boden gerieben, gebellt, gewinselt, Leinenführigkeit hat er nie was von gehört plötzlich und es hat immer eine Weile gedauert, bis er wieder voll auf uns konzentriert war.


    Dann hat er am Wochenende ständig versucht die alte Goldie-Dame meiner Eltern zu besteigen und hat unsere Decken gerammelt.


    Gestern die nächste Katastrophe: Die Hundepension war furchtbar wütend, weil er alles...also wirklich alles, egal ob Rüde, Hündin, groß, klein....versucht zu rammeln, was bei 3 nicht weg war. Daraufhin wurde er in ein separaten Bereich gebracht, worauf er Ultra geheult und übermäßig gehechelt haben soll. Ich war schockiert.

    Uns wurde gesagt, wenn wir nicht schnellstmöglich eine Lösung finden, kann er nicht mehr kommen. Schöne Scheiße, wir sind etwa 1-2x die Woche auf die Pension angewiesen.


    Also stand plötzlich das Thema Kastration im Raum. Hab mit vielen Leuten aus unserem Umfeld telefoniert, die Hunde hatten und werde nachher auch noch mit meinem Tierarzt telefonieren. Aber es bereitet mir arg Bauchschmerzen, weil ich immer gegen eine Kastration war und nicht weiß, ob es wirklich nur an den Hormonen liegt oder wir irgendwas grundlegend falsch gemacht haben oder es vielleicht doch nur eine Phase ist.


    Balu ist sehr hyperaktiv. Ihn ausgelastet zu bekommen für mehrere Stunden ist schon sehr schwer.


    Ich hab jetzt überlegt, ob wir nicht mal den Kastrationschip probieren sollen, hab aber ehrlich gesagt keine Ahnung ob das notwendig ist, weil ich nicht weiß, inwieweit sein Verhalten altersbedingt "normal" ist. Wir hatten bisher beide nur Hündinnen, die alle relativ ruhig waren was das Thema anging.


    Vielleicht kann jemand von Erfahrungen berichten oder Tipps geben...


    Mir schlägt das ganze Thema ziemlich auf den Magen :(

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    Gleichzeitig scheint er mit etwas überfordert zu sein, und hat Streß - daher das Rammeln.

    Auch die Hyperaktivität spricht dafür.



    Eventuell mußt Du nur das Programm etwas runter fahren?

    Schöne Grüße noch

    SheltiePower

    In ewiger Erinnerung: Cheyene


    Fehler sind hervorragende Lehrer, wenn man ehrlich genug ist, sie sich einzugestehen, und gewillt, aus ihnen zu lernen.        Alexander Solschenizyn

  • Letzte Woche waren wir mit 7 anderen Hunden in einem Hundekurs, da ist er einem anderem Rüden so auf die Pelle gerückt, dass der ihn ins Ohr gebissen hat.

    Wie konnte es dazu kommen? Wo warst Du?

    Immer noch wilder Spieltrieb aber mit deutlich mehr Respekt.

    Ich vermute, dass Dein Hund nicht spielen will, sondern nicht weiß, was er anders machen sollen. Du bist über das deformierte Sozialverhalten von Retrievern in formiert? Du weißt, dass sie im Sozialkontakt engmaschig betreut werden müssen, weil sie wegen ihrer Selektion das nicht selber können?

    Während der Woche ist mir schon aufgefallen, dass er sich gar nicht beruhigen kann, wenn die anderen Hunde da waren, obwohl er regelmäßig mit anderen Hunden zu tun hat.

    Für die meisten Goldies ist Kontakt zu anderen Hunden purer Stress. Wann hat er mal Pause davon? Ich habe den Eindruck, er ist damit überschüttet und überfordert.

    Balu ist sehr hyperaktiv. Ihn ausgelastet zu bekommen für mehrere Stunden ist schon sehr schwer.

    Der ist gerade mal ein Jahr alt. Da fängt man eigentlich erst an den Hund zu arbeiten. Könnte es sein, dass Du Dir das Problem selber geschaffen hast, weil Du den Hund komplett fertig machst jeden Tag über Wochen, vielleicht sogar Monate?


    Such Dir eine Einzelbetreuung ohne Hunde. Ich glaube, Dein Hund braucht dringend Pause vom ganzen Leben.

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  • Balu ist sehr hyperaktiv. Ihn ausgelastet zu bekommen für mehrere Stunden ist schon sehr schwer.

    Ich denke nicht, dass die Kastration jetzt DIE Lösung für euer Problem ist. Da liegt viel mehr im Argen. Hundepension, Hundekurs, viel Action damit er ausgelastet ist. Liest sich für mich einfach nach völligem Drüberhund vielleicht auch gerade dabei seine "Männlichkeit" zu entdecken (Pubertät).

    Also wäre es meiner würde ich erstmal an anderen Stellen arbeiten bevor ich auch nur im Ansatz über eine Kastration nachdenken würde, ist aber nur meine Meinung :ka:

  • Ich glaube nicht, dass eine Kastration euch weiterhelfen wird.

    Kann euer Hund Ruhe halten und gebt ihr ihm die Möglichkeit dazu? Oftmals wird mit Hunden zu viel gemacht und dann drehen sie auf und reagieren über. Rammeln ist oft ein Zeichen von Überforderung.

    Habt ihr andere Betreuungsabgebote?

    Liebe Grüße, Julia&Roo

    If you want the rainbow, you gotta put up with the rain.

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    Wir waren jetzt letzte Woche im Urlaub und das Hotel hat halt diesen Hundekurs mit insgesamt 8 Hunden angeboten. Da wurde jeden Tag 2 h vormittags trainiert und danach war er platt. Unsere Einzelbetreuung, kann ihn Dienstags nicht mehr übernehmen. Da er schon 2-3x in der Pension war haben wir ihn also für die Dienstage da angemeldet, aber das scheint jetzt plötzlich gar nicht mehr zu klappen.

    Heute konnte ich ihn nicht frei laufen lassen beim Spaziergang, weil er in weiter Ferne einen anderen Hund entdeckt hat und nicht mehr weiterlaufen wollte.


    Ansonsten ist er im Alltags vormittags 4 h allein, dann ist er 3h bei der Tagesbetreuung und danach geht mein Freund mit ihm eine große Runde. Abends machen wir keine große Action. Da geht es eher ums Wochenende oder so. Da nutzen wir die freie Zeit für Training usw.


    Es war jetzt auch der erste Hundekurs seit Juni, also wir rennen nicht von einem Kurs zum nächsten.


    War es vielleicht letzte Woche einfach too much und er muss erstmal wieder runterfahren?

  • Der Hund wird erwachsen und scheint maßlos überfordert mit sich und der Welt. Das Problem sitzt nicht in den Eiern, sondern am oberen Ende der leine.

    Ja, aber versteh halt noch nicht wirklich, wieso er jetzt so maßlos überfordert ist. Das kam ja jetzt alles sehr plötzlich und wir haben uns vorher viel Zeit gelassen, die Erziehung zu festigen und ihm auch Ruhe beizubringen.

  • Der Hund macht gerade einen Entwicklungsschub im Bereich Sexualverhalten. Das gepaart mit der Überforderung ... ja, was macht der Körper da? Er steigert sich maßlos in das, was gerade "aktuell" ist in der Entwicklung. Wäre Dir Jagdverhalten grad lieber? Pech. Ist grad nicht dran. Kommt später dann noch mal.


    Wir waren jetzt letzte Woche im Urlaub und das Hotel hat halt diesen Hundekurs mit insgesamt 8 Hunden angeboten. Da wurde jeden Tag 2 h vormittags trainiert und danach war er platt.

    Klar, kann man in die Überforderung noch mehr reinpacken bis der Hund völlig erschöpft ist und dann hat man seine Ruhe. Mal kurz. Das hält kein Hund langfristig aus ohne krank zu werden.


    Der Hund braucht Pause. Dringend. Von alle dem ganzen Kram. Das dauert Wochen bis der hormonell wieder im Lot ist.

  • Da er schon 2-3x in der Pension war haben wir ihn also für die Dienstage da angemeldet, aber das scheint jetzt plötzlich gar nicht mehr zu klappen.

    Die Pensionen die ich kenne sind an wilden Joungster gar nicht interessiert. Die machen nämllich zusätzlich Arbeit, die wollen das nicht. Deshalb: Eier ab, dann wird der Hund ruhiger und träger und ist "gut" zu händeln.

    Auf so eine Pension würde ich verzichten. Geht auf Kosten der Hunde damit der eigene Geldbeutel klimpert.

    Ansonsten ist er im Alltags vormittags 4 h allein, dann ist er 3h bei der Tagesbetreuung und danach geht mein Freund mit ihm eine große Runde. Abends machen wir keine große Action. Da geht es eher ums Wochenende oder so. Da nutzen wir die freie Zeit für Training usw.

    Wenn er doch zuhause Ruhe findet, wenn er die 4 Stunden alleine bleiben kann, würde ich dem Hund über Mittag eine Gassibetreuung für eine Stunde verschaffen und die restliche Zeit wieder zur Ruhephase machen.

    Ich denke, der Hund hat einfach ein zu großes Programm.


    Programmgestaltung am Wochenende reicht völlig.

    Wege zu gehen, die steinig sind. Berge zu ersteigen, die niemals enden wollen.
    Erfahrungen zu machen, die Wunden hinterlassen und trotzdem aufstehen und lachen.
    Ich bin ich, werde nie ein anderer sein.
    Dies ist meine Zeit, dies ist mein Leben!

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