Ab wann greift ihr ein?

  • Wenn ich merke, dass es dem Hund, den meiner beschnüffelt nicht recht ist und er sich unwohl fühlt und z.B. die Rute einklemmt, dann nehme ich meinen weg. Ich warte doch nicht, bis der andere sich nicht mehr zu helfen weiß und nach vorne geht und meinen beschädigt.
    Das wäre zwar eine Lektion, die meiner in Sachen Kommunikation lernen könnte, aber da ist mir der Preis u.U. zu hoch.

    Andersrum wäre es genau so. Wenn ich merke, dass sich meiner bedrängt fühlt, dann nehme ich ihn aus der Situation. Er muss das nicht aushalten, wenn man genau so gut weitergehen und ausweichen kann.

    Genauso mache ich es auch. Dabei versuche ich auch noch einzuschätzen, ob mein Hund das selbst hinkriegt oder ob ich helfen muss. ZB ob Lefzen hoch machen und klar sagen, dass sie das grad nicht möchte, auch akzeptiert wird, bevor sie eine auf den Deckel geben muss. Wenn ich merke, ihre eigentlich glasklare Körpersprache wird missachtet, helfe ich ihr da raus, bevor sie Backpfeifen verteilt. Kriegt sie es alleine hin und ihre Körpersprache wird akzeptiert, wirke ich auch nicht ein.
    Einwirken kann sein, dass ich entweder sie da raus hole aus der Situation oder wahlweise dem anderen Hund über Körpersprache abdränge (denn ich bin sicher ne Grenze, die bisher noch jeder akzeptiert hat)..

    Weiterer Gedanke hierzu: Korrigiert man den Hund in diesem Moment fürs Lefze ziehen läuft man (soweit mein Wissen das bisher zulässt) doch eigentlich wieder Gefahr, dass der Hund dieses Warnzeichen irgendwann nicht mehr zeigt und direkt abschnappt oder?

    Ich korrigiere nicht meinen Hund, der darf sich doch ausdrücken. Lefzen hochziehen und auch Knurren ist hier vollkommen okay (solange es nicht darum geht Ressourcen für sich zu beanspruchen). Wie oben geschrieben, hole ich ihn aus der Situation entweder raus oder ich "unterstreiche" seine Argumente.

  • Und das sieht eben jeder anders. In der beschriebenen Situation fand ich das Lefze ziehen eben nicht als unangebracht die Halterin allerdings schon :ka: Muss im Prinzip jeder für sich selbst entscheiden, ich denke mir dann nur manchmal vielleicht lasse ich meinem zu viel durchgehen. Meine Grenze von unangebracht ist einfach anders gesteckt :???:

    So ist es..
    Unangebracht ist hier z.B. Hunde 1-3 sind fertig mit fressen. Hund 4 ist noch am fressen in der geschlossenen Box. Hund 2 setzt sich jetzt vor die Box und meint Hund 1 und 3 drohen zu koennen, weil die nix in dem Raum zu suchen haben.
    Sowas gibts hier nicht, weil es mAn unangebracht ist und wird entsprechend unterbunden von mir ;)
    Andere HH sehen das anders und lassen es zu.

  • Ich greife lieber ein bisschen früher als zu spät ein weil meine kleinen Hunde in einer Auseinandersetzung meistens die Unterlegenen sind und weil mein Balou etwas „größenwahnsinnig“ ist und sich auch mit deutlich größeren Hunden anlegen würde und aus der beschriebenen Situation nicht rausgehen würde.

    Ich würde also wenn ein Hund die Lefze hochzieht meinen darausholen weil ich meine Hunde kenne.

  • Unterbinde ich ein Drohverhalten bzw. ein Verhalten das mein Hund bei unangenehmen Situationen zeigt um seine Grenzen zu wahren riskiere ich, dass ich Ebenen der Eskalationsspirale raustrainiere und Gefahr laufe, dass mein Hund gleich massiv agiert im Bedarfsfall.

    Eben weil er nicht mehr zeigen darf: So und das ist mir unangenehm, den mag ich nicht.

  • Vielleicht stehe ich auch völlig auf dem Schlauch aber mal ein Beispiel. Zwei Fremdhunde beschnuppern sich bis dahin alles gut, dem einen passt während dem beschnuppern im Schnauzenbereich etwas nicht und dieser fängt an die Lefze zu ziehen. Sollte hier eingegriffen werden weil es bereits Anzeichen ist und der Hund eben evtl. gleich schnappen könnte oder lasst ihr eure Hunde in diesem Moment noch kommunizieren. Es wäre ja eben dann auch an dem anderen Hund das Zeichen zu deuten oder?

    Ich würde hier nicht sofort eingreifen, denn mein Hund hat erst einmal klar kommuniziert.
    Dann kommt es auf die Gegenreaktion des anderen Hundes an.
    Wie geht er drauf ein, akzeptiert er es, versteht er es oder ignoriert er die Warnung.
    Je nach dem greife ich dann für meinen Hund ein. Aber eben auch nur, wenn der andere Hund nicht darauf reagieren kann oder möchte.

    Aber soetwas ist immer unterschiedlich, je nach Situation.
    Man muss solche Begegnungen immer individuell einschätzen.

  • Ich wüßte beim besten Willen nicht, was an Lefze hochziehen nicht angemessen sein kann. Geordy ist ein Erbsenzähler, der legt sehr viel Wert auf vernünftige Umgangsformen und zeigt das eben sehr deutlich. Aber das tut keinem anderen Hund weh, schränkt auch keinen ein, solange er die Umgangsformen einhält. Wenn da ein Gegenüber einfach drüber weggeht, ist es mMn ein Problem des anderen und die sortier ich vorher aus.

  • (Achtung: folgendes ist nicht meiner Meinung) Weil es Hund dulden können muss, dass er zum Beispiel beschnuppert wird auch wenn er da keine Lust drauf hat. Solange der andere Hund höflich bleibt gibt es quasi keinen Grund zu zicken.

    nee, nicht wirklich, oder?

    Ist wie gib dem Onkel mal ein küsschen, gruselig

    Korrigieren würde ich da nicht, ist normales Verhalten
    Es zügig beenden und alle Beteiligten ihr Gesicht wahren lassen

    Ich versuche da schon viel früher zu handeln
    Wenn ich nicht das Gefühl habe das beide Hunde wirklich Freundlichkeiten wechseln wollen
    Wird erst nicht so dicht geschnuppert und schon gar nicht mit Leine drann
    Das wird sonst schnell mal ein abchecken und druff

  • Das ist kein zicken, das ist normale Kommunikation!
    Oder ist es auch zicken, wenn die laeufige Huendin dem Rueden durch Zaehne zeigen und knurren erklaert, dass er sich jetzt sofort von ihrem Hinterteil zu verziehen hat? Immerhin ist der Ruede ja hoeflich..
    Ich bin ja der Meinung, dass genau so eine Meinung mit ein Grund fuer viele Probleme zw. Hunden ist ..

  • Das ist kein zicken, das ist normale Kommunikation!
    Oder ist es auch zicken, wenn die laeufige Huendin dem Rueden durch Zaehne zeigen und knurren erklaert, dass er sich jetzt sofort von ihrem Hinterteil zu verziehen hat? Immerhin ist der Ruede ja hoeflich..
    Ich bin ja der Meinung, dass genau so eine Meinung mit ein Grund fuer viele Probleme zw. Hunden ist ..

    ja, und schuld ist immer der Halter... Hormone sind keine ausrede für Fehlverhalten
    Alles eine Frage der Erziehung und ob man seinen Hund im Griff hat

    Ich habe dann aus boshaftigkeit den freundlich gut erzogenen Rüden "entführt "
    Der ja leider den Teil der Kommunikation wo das du -is-nich drinn war verpasst hat

    Das kerlchen lief dann interessiert fröhlich hinter uns her
    Total höflich erstmal unabrufbar

    Tat mir aber dann doch leid mein Verhalten
    Weil der Halter ihn dann recht unfreundlich eingesammelt hat

    Es geht halt nix über eine gelungene Kommunikation

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