Vanessa Bokr - Meinungen und Erfahrungen

  • Er hat mir ein paar schöne traumatas zugefügt.

    Auch einem solchen Hund darf heute kein Erziehungshalsband angelegt werden. :(

    Man stelle sich vor: Jemand mit wenig Ahnung bekommt einen lebhaften Hund aus ungeeigneter Quelle ohne Prägung, der kaum auf Kekse reagiert, wird von dem Hund nach und nach körperlich demontiert, bekommt selbst erhebliche Schmerzen und muss dadurch auch noch die "Auslastung" dieses Tieres reduzieren. (Da braucht man dann sehr viel Glück und Geduld.)

    Hoch lebe das "Tierwohl"! Und das Menschenwohl bleibt auf der Strecke.

    Äh, also Ahnungslosigkeit und mangelnde Information und Vorbereitung kann man mit einem "Erziehungshalsband" also lösen? Ich hab offenbar was verpasst.

    Gestern die Kastra als Lösung, heute das Erziehungshalsband...

    Ahnungslosigkeit, Selbstüberschätzung und eine unpassende Haltung lassen sich genauswenig weghemmen und deckeln,wie sie sich wegkeksen lassen. Beides wurschtelt in diesen Fällen am Symptom herum, aber an die Ursache, nämlich den Menschen kommt keins davon heran.

  • Im Thread Der 'gefährliche' Hund wird breitbandig über dieses Thema diskutiert (sind schon 2 Teile).

    Ich bin eine totale Pfeife was die Boardsuche angeht und kann jetzt keinen weiteren zielführenden Thread verlinken, aber wenn Themen wegen Beißvorfällen eröffnet wu(e)rden, folgen auch meist ähnlich gelagerte Diskussionen Terry.

  • Ich bin übrigens sicher, dass auch für den Hund, den Gammur beschrieben hat, die Einschläferung durch den Tierarzt nicht verweigert worden wäre, hätte die Familie die Entscheidung dafür getroffen. Zumindest kenne ich aus dem Bekanntenkreis zwei ähnlich gelagerte Fälle (beide nicht so drastisch), bei denen der Hund schlussendlich eingeschläfert wurde.

    Gammur Ich hoffe, ich trete Dir nicht zu nahe mit der Frage: Magst Du was dazu schreiben, warum bei Euch die Entscheidung dagegen ausgefallen ist? Oder stand das nie zur Debatte? Oder gabs da tatsächlich eine Ablehnung?

  • Vielleicht noch schnell zur Erklärung, weder die Kralle, noch der würger waren als erziehungshilfsmittel gedacht. Sie waren einfach nur zur absoluten Sicherung gedacht. Unser Hund durfte auf gar keinen Fall, koste es was es wolle, auskommen. Wir mussten ihn so verschnüren, vor allem die ersten Jahre, damit niemandem etwas passieren konnte.

    Und dies gelang uns auch für 10+ Jahre. Es gab niemals einen Vorfall mit fremden Menschen oder Artgenossen mit ihm bei uns.

    Die Entscheidung ihn einzuschläfern hing immer über dem Hund, aber einer der Familie hatte sein Herz an diesen Hund verloren und somit wurde versucht so gut es ging, zu leben.

    Am Ende wäre es vernünftiger gewesen, ihn einzuschläfern mit 1 1/2 Jahren gleich. Hätte viel erspart.

    Lg

  • @Pardo

    das das menschenwohl ,wie du schreibst ,auf der strecke bleibt,hat mensch wohl selbst verschuldet.

    kein lebewesen kommt schon böse auf die welt

    es ist fast immer das "andere ende der leine"(paßte grad so gut vom sinn) die ursache .

    und der mensch hat eine verantwortung,für das wohl seines schützlings......bleibt er auf der strecke,ist das selbst verschuldet o. das tier paßt nicht in dessen leben.

    lg

  • Dann nenn doch mal einen Weg der da funktioniert!

    Habe ich doch bereits. Und zwar mehrfach. Meiner Meinung nach sollte bereits bei Zucht/Vermehrung und Abgabe sehr viel genauer hingeschaut werden. Bei allen! Nicht nur bei den "Spezialisten". Solange sich jeder Hanswurst mit Style-Hybrid oder Rasse sowieso ne goldene Nase verdienen kann, braucht sich keiner wundern, warum diese Probleme zustande kommen.

    Ließe sich mit dem Verticken von Hunden kein Geld mehr scheffeln, sondern wäre das tatsächlich Zucht im Sinne von "mir liegt etwas an der Rasse, also steuere ich das verantwortungsvoll", würden einige Vermehrer (auch wenn sie sich "Züchter" nennen) komplett weg.

    Weniger Hunde gleich geringere Hundedichte, gleich weniger Problemhunde, gleich weniger Notwendigkeit für entsprechende Plätze. Allerdings ist das nicht linear, sondern exponentiell. Denn würden Züchter /Vermehrer nicht nur aufs Geld schielen, sondern tatsächlich ordentlich und nicht nur nach Kaufkraft auswählen, kämen weniger Hunde in ungeeignete Hände. Gilt für mich auch beim "Tierschutz" wo der Hund am besten noch in Nacht und Nebel auf dem Parkplatz überreicht wird. Auf Gedeih und Verderb.

    Genau da ist für mich der Ansatzpunkt. Ganz am Anfang. Strengere Kontrollen. Strengere Auflagen. Und das alles vor der Anschaffung. Nicht erst, wenn es schon zum Supergau gekommen ist. Damit wären deutlich weniger Stellen notwendig, in denen derlei Tiere wieder hingebogen werden müssen. Sofern überhaupt möglich.

  • Gammur

    Danke. Ja, ich denke, das „verlorene Herz“ ist da ein riesiges Thema. Genau wie die Tatsache, dass man zu 100% sicher eben erst im Nachhinein beurteilen kann, ob eine Resozialisierung möglich war oder nicht.

    Bei einem meiner Gassihunde (der nicht mal annähernd so ein Kaliber war, man musste nur die wenigen Trigger vermeiden) stands mal kurz zur Debatte. Ich wäre bei aller Vernunft damals vermutlich ausgerastet, wenn die Entscheidung dafür ausgefallen wäre. Mit dem Hund hätte man so viel machen können. Wenn, ja wenn die richtigen Interessenten da gewesen wären (und er hatte massig Interessenten).

    So ist er nach sechs Jahren im Tierheim dort gestorben (war nie in „Einzelhaft“). Wäre es gnädiger gewesen, gleich zu töten? Ich weiß es nicht :ka:. Möchte auch nicht in der Situation stecken, diese Entscheidung zu treffen. Die Hoffnung ist ja da.

  • Das ist eine nette Idee bringt aber nix fuer die Hunde, die aktuell verwahrt werden. Was ist die Loesung fuer diese Hunde? Die Hunde, die aktuell isoliert leben, weil alles andere zu gefaehrlich ist. Nicht fuer die imaginaeren Hunde in X Jahren.

    Es geht bei meiner Frage auch nicht um 'wie laesst es sich vermeiden', sondern darum wie man diesen Hunden eim gutes Leben ermoeglicht, weil Isolation mAn massive Tierquaelerei ist und Einschlaeferung deiner Ansicht nach der bequeme Weg ist.

  • Wo sind denn die ganzen Doodles und Pomskys unter den HHF Tieren? Da ist die Anzahl von FCI/VDH Hunden bestimmter Rassen (z.B. Ridgeback uns Koijker) viel höher in sehr vielen Einrichtungen. Von über 200 ausgewerteten Anfragen für einen Platz nach Beißvorfällen war nicht einmal ein "Designerhund" dabei, außer diverse Phantasie Staffbezeichnungen

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