Vanessa Bokr - Meinungen und Erfahrungen

  • straalster Okay, nehmen wir an dein Vorschlag würde umgesetzt.

    Es verschwinden doch trotzdem nicht einfach komplett alle auffälligen Hunde?

    Was wäre deine Idee was mit denen passieren soll, die eine echte Gefahr für Mensch und Tier darstellen und eben nicht der Norm nach gehalten werden können?

  • streifenpanda

    Ergänzende Frage: Welche Norm? Da gibts ja als „Offizielles“ nur die TS-Hundeverordnung und die gibt nicht wirklich viel her für tatsächlich artgerechte Haltung. Schon da fangen die Schwierigkeiten an, weil „lebenswertes Leben“ in sich schon eine Frage individueller Wertung ist.

  • Wo wir wieder beim Problem wären, dass es nicht viele Menschen gibt die solche Hunde trainieren können und wollen. Also nicht welche die mal den Postboten gebissen haben sondern wirklich gefährliche Hunde wie der von Gammur zB.

    Viele von denen wären mit Training und Management unauffällig führbar oder sogar zu einem Teil resozialisierbar, sodass ihnen ein schönes Leben ermöglicht werden kann.

    Aber der trainierbar Hund nützt halt nichts wenn es niemanden gibt der es leisten kann. Und bevor diese Hunde dann jahrelang verwahrt werden nur falls irgendwann mal wer vom Himmel fällt der sich ihrer annimmt würde ich auch einen Hund euthanasieren der theoretisch zwar eine Chance hätte, praktisch aber nicht resozialisiert wird weil es niemand machen kann.

    Das ist dann natürlich traurig für die betreffenden Hunde, aber noch trauriger fände ich es sie jahrelang zu verwahren.

  • Phonhaus

    Alles was nicht nur unter ein dauerhaftes bloßes Verwahren fällt, würde ich sagen.

    Eine Haltung bei welcher der Hund Anschluss zum Menschen/ wenn nötig und möglich zu Artgenossen hat, Bewegung gewährleistet ist, das Tier nicht vollkommen isoliert leben muss.

  • Ich stelle die rassefrage da nicht. Gefährlich ist gefährlich.

    Realität ist, 18-20 Stunden pro Tag eingesperrt sein und wenn es rausgeht, verschnürt wie ein weihnachtspaket.

    Und das nicht zur Strafe, sondern zur Sicherheit.

    Ist sterben nach 6 Jahren im tierheimzwinger, echt ein Leben was man anstrebt, für ein Haustier? Ohne je, seinen Menschen gehabt zu haben und nur um nicht in einen ethischen/moralischen Konflikt zu geraten?

    Ich weiß es nicht, denke aber, wir müssen uns, auch durchaus öffentlich, darüber klarwerden, dass in unserer Gesellschaft, gefährliche Hunde, kaum Platz haben und irgendetwas mit diesen Tieren geschehen muss, weil sonst das nächste Projekt mit schwierigen Hunden, in die Katastrophe rutscht.

    Weil es so viele schwierige Hunde gibt.

    Ich, für mich, sehe es so, bei Hunden, bei denen die vermittlungschance gleich null ist, für die Menschen und andere Tiere ein trigger sind, sollten human euthanisiert werden.

    Für die Hunde selber und für ihre Umwelt.

    Ein Ende kann eine Gnade sein.

    Lg

  • @Syrus Bis zu einem gewissen Grad: Ja. Aber da stehe ich dann wieder vor dem Dilemma, dass jemand diese Entscheidung treffen und die „Drecksarbeit“ machen muss. Also kühl „vernunftgemäß“ entscheiden dort, wo das Herz ggf. schon längst involviert ist. Ich wollte das nicht. Wäre es einer meiner Hunde, würde ich es notgedrungen tun.

    Es vom Tierschutz - unter den gegebenen Umständen - pauschal zu fordern, würde ich ablehnen. Ich verstehe zwar die Argumente dafür. Aber auch die Argumente dagegen.

    Gammur

    Meintest Du meinen Fall? Nein, definitiv fand ich das Leben und Ende dieses Hunds nicht erstrebenswert. Aber halt auch nicht absehbar. Und mein Widerstreben hatte weniger mit Ethik als was mit Emotionen zu tun.

  • Im Thread Der 'gefährliche' Hund wird breitbandig über dieses Thema diskutiert (sind schon 2 Teile).

    Ich bin eine totale Pfeife was die Boardsuche angeht und kann jetzt keinen weiteren zielführenden Thread verlinken, aber wenn Themen wegen Beißvorfällen eröffnet wu(e)rden, folgen auch meist ähnlich gelagerte Diskussionen Terry.

    Ja, in dem Thema "Der "gefährliche" Hund" wird auch darüber geschrieben, wie in verschiedenen anderen Themen auch immer mal wieder ansatzweise. Gebündelt gibt es meiner Meinung nach kein Thema dazu, komme mit der Boardsuche allerdings auch nicht zurecht. Dachte, es gibt da etwas, was mir bis jetzt entgangen ist.

  • @Syrus Bis zu einem gewissen Grad: Ja. Aber da stehe ich dann wieder vor dem Dilemma, dass jemand diese Entscheidung treffen und die „Drecksarbeit“ machen muss. Also kühl „vernunftgemäß“ entscheiden dort, wo das Herz ggf. schon längst involviert ist. Ich wollte das nicht. Wäre es einer meiner Hunde, würde ich es notgedrungen tun.

    Es vom Tierschutz - unter den gegebenen Umständen - pauschal zu fordern, würde ich ablehnen. Ich verstehe zwar die Argumente dafür. Aber auch die Argumente dagegen.

    Hm, aber mAn ist es auch Tierschutz so eine Entscheidung zu treffen - den Hund vor einem langen, freudlosen Leben zu schützen.

    Genau wie man einen Hund einschläfert der zB starke chronische Schmerzen hat die nicht in den Griff zu bekommen sind obwohl er theoretisch weiter leben könnte.

    Ich verstehe total, dass es vielen schwer fällt und sie diese Entscheidung nicht treffen möchten.

    Aber zumindest eine Tierheimleitung sollte nach Absprache mit einem Experten der den Hund realistisch einschätzen kann in der Lage sein die Entscheidung über Leben und Tod zu fällen. Falsch verstanden Tierliebe ist in solchen Positionen fehl am Platz und eine gewisse Geschäftsmäßigkeit wäre auch wünschenswert.

    Ein nicht vermittelbar Hund (egal ob nicht trainierbar oder zwar trainierbar aber es gibt keinen der es kann) nimmt Platz und finanzielle Ressourcen weg und das vielleicht über viele, viele Jahre in denen zahlreiche unkomplizierter Hunde aufgenommen und vermittelt werden können. Da zählt für mich ehrlich gesagt das "Allgemeinwohl" mehr als das vermeintliche Wohl solcher einzelner Hunde.

    Tierschutz ist halt nicht immer nur schön und Friede Freude Eierkuchen, aber das brauche ich dir nicht erzählen, du bist da vermutlich mehr drin als ich.

  • meint ihr, es kommt an die Öffentlichkeit wenn jetzt ein gewisser Anteil Hunde der HHF euthanasiert wird? Oder wäre das sogar "gefährlich"

    Ich vermute, da sie ja in einer Einrichtung sind, müsste in dem Fall bei jedem Kandidaten eine Ethikkommission einberufen werden?

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