Unsere Junghunde... der alltägliche Wahnsinn Teil 9

  • Ich will mich hier mal selber zitieren, aus meinem Thread. Ich denke, dass ich hinter Fietes Lahmheit gekommen bin...

    Ich glaube ich komme langsam hinter Fietes Trauma. Scheint mir auch gleichzeitig der Grund für seine Lahmheit zu sein :muede:. Er ist ja nicht stocklahm, sondern tickt halt, will aber laufen und es wird auch nie schlimmer nach längerer Anstrengung, einlaufen tut es sich auch nicht. Es war deutlicher, als wir ihn geholt haben, jetzt mit mehr Muskulatur und 7kg weniger auf den Rippen ist es echt sehr dezent, aber es macht einen irre. Röntgenbilder ja 1a mit Sternchen, da war (glücklicherweise) kein Grund zu finden. Ich bin ja selber Osteopathin und konnte nix finden.

    Ich habe ihn nochmal von einer Kollegin checken lassen, was er jetzt eher blöd fand und auch insgesamt reaktiver war, als er es bei mir ist. Ich wollte eine zweite Meinung. Erst war sie meiner Meinung, nix zu finden. Dann hat sie ihn nochmal im Schulterbereich gedehnt, wo er bei mir nicht reagiert hat, bei ihr hat er abgeschnappt. Dann haben wir gemeinsam den Hund quasi einmal umgekrempelt und sind uns ziemlich sicher, dass er einen Faserriss in einem der tiefen Rumpfträger haben muss. Leider kommt man palpatorisch nur bedingt an diese Muskulatur, aber es war dann schon sehr deutlich, dass er das doof fand. Tja, den Faserriss werden wir natürlich nicht los. Nun wollte ich der Sache mal auf den Grund gehen und bin, als es auf meinem Weg lag, bei der Züchterin vorbei. Sie hatte mal so schwammige Andeutungen gemacht, dass Fiete wohl mal nach oben ist und da Prügel von den Altrüden kassiert hat. Ich habe sie nochmal ausgequetscht, es war wohl so, dass Fiete immer unten in der Küche war, oder im Garten, die Altrüden im OG. Wenn die raus sollten, wurde Fiete in die Küche gesperrt.

    Jedenfalls war sie selber in der Küche, da ist Fiete wohl die Treppe hoch, hat sie nicht mitbekommen, jedenfalls ging auf einmal ein tierisches Getöse los und sie hörte Fiete schreien, als sie losrannte rannte und fiel er ihr schon entgegen die Treppe runter und lahmte...ratet mal... vorn/rechts. Wie jetzt auch. TA fand nix, gab Schmerzmedis, war dann angeblich weg (wobei er auch nicht sauber lief, als ich ihn geholt habe, sie hat es schlicht nicht gesehen).

    Tja, zum einen tut er mir echt leid wegen der Aktion, zum anderen erklärt das seine Treppenphobie. Als wir bei Micha im Training waren hatten wir ein Ferienhaus, was an einem Hang lag. Zum Haus runter etwa 20 Steinstufen, steil und brüchig. Vom Haus runter in den Rest des Garten auch so 25 Stufen, die sehr schmal waren und um eine Ecke liefen. Ich sah mich schon täglich den Collie hoch und runter schleppen, aber das war gar kein Thema. Er schwebte diese Treppen quasi, völlig problemlos. Versuche ich hier im Haus die Treppe mit ihm zu gehen legt er sich gerne mal flach hin. Einmal haben wir ihn hochgetragen, er lag zitternd im Flur, wäre gerne hinter mir her ins Arbeitszimmer, aber traute sich nicht am Schrank im Flur vorbei. Und ich hatte immer den Eindruck, der hat Angst, weil er denkt da ist was hinter dem Schrank. So sah das für mich aus.

    Jetzt kann ich mir denken, wie das alles zusammenhängt. :( Der arme Schatz. Denkt jetzt bei Treppen innerhalb von Häusern, dass oben irgendwas auf ihn lauert. Das finde ich echt ganz furchtbar.

  • Dann wäre es wohl gut, wenn er jetzt Ortsbezogen lernt, das in eurem Zuhause, nichts hinter dem Schrank lauert.

    Wie sind denn die Lichtquellen dort.

    Ich würde es hell machen im Hundesichtbereich.

    Und versuchen die Stelle schön zu füttern.

    Aber ohne „Brumborium“.

    Machst du ja vielleicht schon.

    Collies merken sich ja verdammt schnell Dinge und verallgemeinern das Ortsbezogene Lernen auch schnell.

    Das ist, wie auch beim BCs und Sheltie eben das verflixte, wenn sie dann Mist gelernt haben (natürlich Auch bei andern Rassen)...

    Aber bei den Hüterichen ist ja schnelles verknüpfen und übernehmen quasi zuchtbedingt....

  • Ich hatte ihn lange nicht mehr oben, da muss ich ihn halt hinschleppen und vom Gewicht abgesehen rutscht einem das Plüsch eben auch aus den Armen. Ich dachte ja lange, dass es alle Treppen sind, aber nein Treppen draußen sind kein Thema. Daher werde ich es jetzt wieder versuchen.

    Im Flur oben, wo er sich nicht durch traut, ist es sehr hell. Da ist ein Bewegungsmelder, Licht geht automatisch an. Der Schrank steht halt im Flur und Fiete sieht nicht, was dahinter ist. Und vermutet da offenbar schreckliche Dinge. Letztes Mal oben lag er auf dem Bauch im Flur, Krallen gespreizt und hechelte wie blöd. Der ganze Flur war hinterher nassgesabbert (mehr als sonst, ein Sabberkopp ist er eh). Ich habe eine Keksspur gelegt und bin durch den Flur ins Arbeitszimmer. Er blieb liegen. Dann bin ich halt in die Tür und habe ihn gelockt. Er stand dann eben geduckt da, mit gebeugten Beinen, zwei Schritte vor, zwei zurück. Hat bestimmt ne dreiviertel Std gedauert, dann war er im Arbeitszimmer, wo er quasi umfiel und erstmal ne Std pennen musste. Da war die Angst dann weg. An Rückweg durch den Flur war gar nicht zu denken, da haben wir ihn dann durchgetragen und eben auch die Treppe runter.

    Ich fänd es schon gut, wenn er hoch könnte. Er ist schon immer mal ziemlich schlecht gelaunt, wenn alle nach oben verschwinden und er bleibt unten. Gerade der Flur und mein Arbeitszimmer oben wären schön zum chillen. Emil ist immer sehr froh, im Arbeitszimmer schläft er sofort ein und ratzt bis ich wieder aufstehe. Und den Collie hätte ich in der Pennrunde auch gerne dabei.

  • Ohne Ahnung zu haben wäre mein erster Gedanke den Schrank zeitweilig abzubauen und ihm erstmal beizubringen, daß der (komplett sichtbare) Flur sicher ist. Und dann vllt langsam aufbauen, also erst kleinere Sichthindernisse (Karton?) und dann den Schrank wieder aufstellen? ?

  • Klingt absolut gut. Aber ob das so machbar ist?

    Ich dachte heut, mich hackts. Wir sitzen im Wald an einem Bach. Bestimmt 100 vom Weg, Böschung aufwärts.

    Kommt ein Dalmatiner, sicher auch nicht älter als 2, guckt schon und ich wusste, der kommt rüber. Herrchen checkt das nicht, glotzt nämlich aufs Smartphone.

    Hund kommt also ran, verfällt ins Schleichen und schnappt sich blitzschnell unseren Brötchenkorb von der Decke. Hallo? Wir waren da auch zu langsam, denn DAMIT rechnet ja keiner. Herrchen war endlich auch mal rübergelatscht, sagte was von "Ich wollt Sie noch warnen." (Vom Weg aus? Wenn meiner den Rückruf ignoriert, latsch ich los!). Und nützte ja auch nix. War Frühstück. Selbst gebacken, weil 2 von 5 glutenfrei essen müssen.

    Aber Lola war so überrascht, dass die erst zum Hund ist als der unseren Korb zerlegt hat, kassierte dafür eine Ansage (der wollte die Ressource nicht teilen) und kam auf Ruf direkt zurück.

  • physioclaudi

    Armer Schatz ich hoffe ihr findet ne Lösung die machbar ist das ist wirklich nicht schön

    Pueppi.Schlappohr

    Und genau aus dem Grund bleibt Mico an der Leine wenn ich nicht sicher weiß das da niemand ist bzw ich weit genug kucken kann, Mico wäre nämlich auch so ein Klau-Kandidat:pfeif:

    Manchmal bin ich wirklich neidisch auf Hundehalter deren Hund wissen wie man trinkt... Also klar Mico kann trinken aber er trinkt nicht wie die meisten Hunde mit der Schnauze knapp ÜBER dem Napf und der Zunge die Wasser ins Maul bringt sondern er hängt einfach die ganze Schnauze ins Wasser und trinkt so. Ich frag mich an manchen Tagen wie es möglich ist das er sich noch nicht selbst im Napf ersoffen hat um ehrlich zu sein:schweig: Aber dadurch ist danach natürlich immer seine komplette Schnauze klitschnass und er verteilt es dann in der ganzen Wohnung. Ich dachte Pfützen würden aufhören wenn er lernt seine Blase zu kontrollieren aber nope

  • Haha, also Lolas Schnauze ist auch komplett nass. Mein Glück (?) ist, dass sie einfach kaum zuhause trinkt (sie wird bekocht - ist viel Flüssigkeit drin!) und wenns wirklich nötig ist, trinkt sie unterwegs.

    Naja, wenn ich weiß, dass mein Hund so dreist ist (von der Decke mit 5 Leuten und Hund drum herum, ehrlich?!), muss ich mich kümmern. Dann kommt eine Leine dran oder ich muss eben rüber brüllen "Vorsicht, der klaut Essen!", dann wären wir aufgesprungen. Aber der glotzte aufs Handy. Also wenn ich aufs Handy gucken muss, dann muss Lola warten. Fertig. Denn klein Schlitzohr hat ja auch manchmal schräge Ideen. Heute trabte sie auch vor uns, riskiert ein halbes Auge, sieht, wir sind beschäftigt... läuft schneller. dog-face-w-wry-smile

  • Ich hatte ihn lange nicht mehr oben, da muss ich ihn halt hinschleppen und vom Gewicht abgesehen rutscht einem das Plüsch eben auch aus den Armen. Ich dachte ja lange, dass es alle Treppen sind, aber nein Treppen draußen sind kein Thema. Daher werde ich es jetzt wieder versuchen.

    Im Flur oben, wo er sich nicht durch traut, ist es sehr hell. Da ist ein Bewegungsmelder, Licht geht automatisch an. Der Schrank steht halt im Flur und Fiete sieht nicht, was dahinter ist. Und vermutet da offenbar schreckliche Dinge. Letztes Mal oben lag er auf dem Bauch im Flur, Krallen gespreizt und hechelte wie blöd. Der ganze Flur war hinterher nassgesabbert (mehr als sonst, ein Sabberkopp ist er eh). Ich habe eine Keksspur gelegt und bin durch den Flur ins Arbeitszimmer. Er blieb liegen. Dann bin ich halt in die Tür und habe ihn gelockt. Er stand dann eben geduckt da, mit gebeugten Beinen, zwei Schritte vor, zwei zurück. Hat bestimmt ne dreiviertel Std gedauert, dann war er im Arbeitszimmer, wo er quasi umfiel und erstmal ne Std pennen musste. Da war die Angst dann weg. An Rückweg durch den Flur war gar nicht zu denken, da haben wir ihn dann durchgetragen und eben auch die Treppe runter.

    Ich fänd es schon gut, wenn er hoch könnte. Er ist schon immer mal ziemlich schlecht gelaunt, wenn alle nach oben verschwinden und er bleibt unten. Gerade der Flur und mein Arbeitszimmer oben wären schön zum chillen. Emil ist immer sehr froh, im Arbeitszimmer schläft er sofort ein und ratzt bis ich wieder aufstehe. Und den Collie hätte ich in der Pennrunde auch gerne dabei.

    Dann muss man sich beraten, wie man Hund hier aus seinem Trauma rausholen kann.

    Wir machen bei Menschen Expositionstraining. Mensch hat natürlich auch Hilfen (die kognitiv erlernt werden)

    Beim Hund fällt mir jetzt aus der hohlen Hnad nur die Verbindung zu einem Geruch ein, der IMMER mit es psotivem Verbunden ist (also mit positiven Emotionen) und das dann nutzten, das gibt es ja auch als Halsband ect. Ich würde was "basteln"....

    Und 45 Minuten sind okay, dann aber nicht WEITER sondern wieder runter.

    Wenn er dann oben bleibt, muss er ja noch mal durch den Flur des Grauens. Und das kann er an dem Tag gar nicht schaffen mit Kullererbsen eines Collies....och das arme Schätzchen.....

    Toitoi toi, aber ich denke auch das werdet ihr schaffen.

  • Ohne Ahnung zu haben wäre mein erster Gedanke den Schrank zeitweilig abzubauen und ihm erstmal beizubringen, daß der (komplett sichtbare) Flur sicher ist. Und dann vllt langsam aufbauen, also erst kleinere Sichthindernisse (Karton?) und dann den Schrank wieder aufstellen? ?

    Ne, ist nicht machbar. Zum einen brauchen wir den einfach, zum anderen ist das ein uralter Gründerzeitschrank von dem ich befürchte, dass er noch einen Ab- und Aufbau nicht überlebt.

    Hund kommt also ran, verfällt ins Schleichen und schnappt sich blitzschnell unseren Brötchenkorb von der Decke.

    Ist natürlich ein Unding, keine Frage, aber so von der Vorstellung schon lustig xD.

    Ich verstehe sowas auch nicht. Wenn ich schlechte Sicht habe, dann ist zumindest der Collie mit SL bei mir. Bei ihm haben wir ja auch noch zeitweise Hörverlust.

    Geruch ist eine gute Idee, ich hatte das mal versucht mit Emil zur Beruhigung. Dem habe ich beim entspannten Chillen den Geruch untergeschoben. Fiete ist am glücklichsten, wenn er auf der Terrasse liegt und in "seinen" Garten gucken kann. Vllt lege ich ihm da mal ein Tuch hin.

    Ok, dann denkst du einmal durch den Flur, im Arbeitszimmer, wo er sich ja entspannen kann, schlafen lassen und dann wieder runter tragen?

  • Mir als Hundehalter wäre das mega peinlich gewesen... Lennox wäre da auch so ein Kandidat. Sitzende Menschen sind ja eh schonmal interessant, dann noch Essensduft :ugly: In solchen Fällen würde ich aber umgehend die Beine in die Hand nehmen und mit allen mitteln verhindern, das er bis zum Picknickplatz kommt, bzw. seine Beute auch noch genüsslich zerlegen kann!

    Hat der Halter sich eigentlich entschuldigt? Wenn der Hund sogar noch was kaputt gemacht hat?

    Lennox hat heute Morgen seit Ewigkeiten mal wieder Kot gefressen, der kleine Mistkerl. Er war etwas weiter weg und ich mit Fibi beschäftigt weil Fahrräder kamen und Madam da gerne mal im Weg rumsteht. :fear: Er war im höheren Gras zugange und am Schnüffeln. Ich hab gerufen, er kam auch direkt aber noch am Kauen... Hätte auch Fallobst sein können, hab aber seinen Atem gerochen, eindeutig Kacki. :kotz:

    Auf dem Rückweg an der gleichen Stelle war er wieder am Suchen, aber da hab ich ihn genau beobachtet. Kopf kam hoch, Kackiwurst in der Schnute. Auf mein böses "Schluss!" hat er sie direkt fallen gelassen und ist dafür natürlich ausreichend belohnt worden. Durfte er sich allerdings selber von der Strasse suchen, aus der Hand gabs die Leckerli nicht. Nochmal :kotz:!

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