Woher kommt die irrationale Angst?
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Ich hab meinen ersten Hund in der Grundschule bekommen, von Anfang mit Tieren aufgewachsen etc, Reitunterricht, etc.
Aaaaber: ich glaube, das so ist einfach nicht mehr selbstverständlich.
Fragst hier im DF, „geht der Hund ja auch erst, wenn die Kinder schon älter sind“.....
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Hallo,
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Ich finde den Titel schwierig.
Das Kind hat Angst! Punkt!
Ob das irrational ist oder aufkonkreten Lernerfahrungen (Sozialisierung) beruht, ist individuell und erstmal zweitrangig.
aus dem Weg. Kein (wenig) Stress für alle.Irrational ist es trotzdem, auch wenn schonmal schlechte Erfahrungen gemacht wurden.
Das heißt nicht das ich das nicht ernst nehmen, absolut nicht, aber irrational ist es trotzdem in Panik auszubrechen wenn ein winziger hund ohne einen anzugucken am einem vorbei läuft. -
Also wir sind auch mit Hunden groß geworden zwar hatten wir keinen direkt bei uns aber mein Opa hatte immer Hunde und da haben wir einfach gelernt was man darf und was nicht zumal das noch richtige Hofhunde waren. Mir ist aber selbst auch schon aufgefallen, dass manche Kinder wirklich panisch sind oft fangen, und das ist in keinster weise rassistisch gemeint, die türkischen Kinder an zu quieken und zu ihren Eltern zu rennen.
Wir hatten allerdings auch schon respektlos und häufig auch ganz neutrale Kinder dabei. Also die wenigsten Kinder kommen bei uns auf die Idee Marley einfach anzufassen, zum Glück für uns er hat’s mit Kindern nicht so. Und falls doch mal eins dabei war, dann waren das bisher die Kinder die von ihren Eltern geschickt wurden so nach dem Motto „oh schau mal wau wau geh mal hin streicheln“ äähh NEIN!!
Aber zu 80% habe ich das Gefühl die meisten sind interessiert haben aber den nötigen Respekt gelernt, dass man nicht einfach zu fremden Hunden hin darf.
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Ich erlebe oft, dass sehr behütete Kinder Angst vor Jette haben. Oft genug höre ich auch: "Komm her, da kommt ein Hund. Der beißt!"
Schade eigentlich, denn Jette mag Kinder und interagiert gern mit ihnen.
Ich vermute, viele Eltern sind schon ziemlich weltfremd im Sinne von "Wie funktioniert die Natur in echt und nicht im PC?" und geben diese Uninformierte als Angst ihren Kindern vielfach weiter.
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Ich habe den Hund zur Einschulung bekommen, weil meine Mutter Angst vor Hunden hatte und nicht wollte, dass es ihren Kindern auch so geht
Aber um uns rum, waren eben auch so immer Menschen mit den verschiedensten Tieren.Irrational ist eine Frage des Betrachters.
Kinder haben auch Angst vor Monstern unterm Bett.
Urvölker vor dem Fotographieren.
An sich vernünftige Menschen vor Menschen anderer Hautfarbe, andern Glaubens...Alles aus der jeweiligen Sicht des Betroffenen völlig logisch und (über)lebenswichtig.
Ich finde es eben schwierig zu sagen,
"Das ist irrational".
Wer legt denn fest, was rational ist? -
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Ich erleb das auch in der Familie und bei meiner Freundin.
Mein Bruder ist genau wie ich mit Hunden aufgewachsen. Dennoch sagt er, wenn sie zu Besuch sind, zu seinem Sohn Sachen wie "geh mal vom Hund weg. Der Hund kommt, dreh dich weg." ist mein Bruder nicht dabei, sind sie die besten Freunde.
Der Sohn meiner Freundin hat etwas Respekt, ist ja nur genauso groß wie Dexter, und ohne es zu wollen bestärkt sie ihn, indem sie immer "warnt" : "Achtung L., der Hund kommt." ich sag ihr das dann immer, fällt ihr gar nicht mehr auf.Also ich denke, wurden keine schlechten Erfahrungen gemacht, sind immer die Eltern (oder andere bezugspersonen) schuld.
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Ich lebe in einer Ecke mit hohem Ausländeranteil. Trotzdem ist die Reaktion auf Cara (9 Kilo, schwarz) bei den Kindern im Grundschulalter ganz überwiegend positiv. Besonders von den Mädchen, ob muslimisch oder nicht, kommt fast reflexartig "süüüß!" wenn sie Cara sehen. Wir treffen viele Kinder, da ich in der Nähe von Grundschule, Kindergarten und Spielplatz wohne. Es gibt natürlich auch ängstlichere Kinder, die sind aber eher die Ausnahme.
Fragst hier im DF, „geht der Hund ja auch erst, wenn die Kinder schon älter sind“.....
Ja, dann geht es aber normalerweise um die Frage, ob für einen Hund/Welpen wirklich genügend Zeit da ist, neben Baby und Kleinkind(ern).
Dgmar & Cara
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annsch, da liegst Du vollkommen richtig. B.F. Skinner und seine Ausführungen zum Behaviorismus erklären da manches.
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Ich hatte selbst panische Angst vor Hunden, weil ich als Kind gebissen wurde (nachdem der Halter meine Mutter aufgefordert hat, mich den Hund streicheln zu lassen, und sich nicht so anzustellen).
Meine Tochter hatte nie Angst, bis sie auch gebissen wurde - 3 Hunde von Obdachlosen, die auf sie los sind weil sie mit Papa im Gebüsch Holunder sammeln wollte, und die da drin campiert haben. Das meiste hat der Papa abbekommen. War nicht schön.
Mein Fazit: Es hat sich nicht viel geändert, HH benehmen sich leider nicht immer verantwortungsbewusst... Früher und heute.
Ich erlebe auch, dass manche Kinder Angst haben, die meisten aber nicht, sind eher desinteressiert. Wenn ein Kind interessiert guckt, darf es auch gerne mal streicheln.
Ungefragt von Kindern belästigt wurden wir noch nie.
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Vor allem an die User die selbst Kinder haben und damit ein bisschen mehr Einblick in die Materie haben, woher kommt das?
Ist es weil die Kinder keinen Kontakt mehr zu echten Tieren haben und sie deswegen nicht einschätzen können?
Oder sind es die Eltern die ihre Kinder in Angst versetzen weil sie selbst Angst haben?
Oder liegt das einfach am Alter? Ich bin leider mega schlecht darin zu schätzen wie alt die Kinder sind. Stichwort Angstphase?Ich habe eine Freundin, die panische Angst vor Hunden hat, egal ob groß oder klein. Sie ist nun kein Kind mehr, aber auch sie hat nie etwas Negatives erlebt. Trotzdem sind alle Hunde in ihrer Vorstellung kleine Biester, die nur darauf warten, zubeißen zu dürfen. Unsere Hunde werden selbstverständlich weggesperrt bzw. angehängt, wenn sie hier ist, aber auch so stresst sie das Beisammensein hier sehr.
Sie hat mir erklärt, dass sie Hunde nicht einordnen kann, nicht weiss, wie diese reagieren werden und große Angst hat, etwas zu tun, was der Hund als Angriff versteht und sie dann beißt.
Sie hat keine Haustiere und ist auch nicht mit Tieren aufgewachsen.
Mir im Gegenzug war es immer schon wichtig, dass meine Kinder Tiere kennenlernen, ihre Bedürfnisse respektieren und lernen, sie einzuschätzen und zu verstehen.
Was ich kenne, davor brauche ich schon mal keine Angst zu haben.
Es ist ein großer Unterschied, ob die Eltern selber Tieren wohlwollend und freundlich gegenüberstehen oder selbst Angst haben. Auch wenn die Eltern das nicht verbal ausdrücken, die Kinder spüren die Anspannung oder ob die Mutter das Kind immer grad dann an die Hand nimmt, wenn ein Hund kommt.
Verbale Äußerungen wie (Kind, begeistert) "Oh, schau mal, ein Hund!" - (Mutter, warnend) "Ja, der beißt dich gleich!" oder (Mutter, entsetzt) "Wenn ich schon die Zähne sehe!!!" (Mein Hund sitzt desinteressiert herum und hechelt) sind nicht gerade dazu angetan, Kinder entspannt und frei mit Tieren interagieren zu lassen.Allgemein glaube ich, das viele Kinder mit Tieren und speziell Hunden einfach zu wenig Berührungspunkte haben, in viele Familien passt einfach kein Haustier, weil zb beide Eltern arbeiten , die Kinder haben nie die Chance gehabt, sie einschätzen zu lernen, und deshalb sind sie vielleicht unsicher und ängstlich.
Die Berichterstattung über Angriffe von Hunden auf Kinder (welche ich ebenfalls als sehr schlimm empfinde) tut dann ihr übriges, um Eltern ebenfalls zu verunsichern.
Wer sich mit Rassen und deren evtl. Problematiken etc. nicht auskennt, schert da schnell alle Hunde über einen Kamm.Und schlussendlich kann es auch sein, dass ein Kind eine Erfahrung, die wir als nicht so schlimm empfinden, als große Katastrophe ablegt im Gedächtnis.
Zb wollte ein kleiner Bub meine verstorbene DSH streicheln, ich hielt sie kurz fest, und er hat ihr so ungelenk ins Gesicht gepatscht, dass sie ihm einen wirklich! kleinen sanften Schubs mit der nassen Nase ins Gesicht gegeben hat. Blöderweise war der Kleine noch nicht so standfest und ist auf seinen Windelpopo geplumpst. Und hat das Weinen angefangen (da ich ihr Verhalten als Massregelung des Kindes verstanden hatte, haben wir sie danach von so kleinen Kindern nicht mehr streicheln lassen).
Mir hat das sehr leid getan, die Eltern haben gelacht und den Kleinen wieder aufgestellt, er wollte dann aber weg von dem großen Hund. Mehr als Entschuldigen könnte ich nicht, es war ja auch nichts passiert, der Hund völlig ruhig und neutral, nur hab ich mir hinterher große Gedanken gemacht, ob das Kind dieses Erlebnis nicht später als negativ abspeichert.
In dem Alter unter 3 werden so viele Weichen gestellt...Man steckt eben nicht drin, es ist immer alles subjektiv und individuell.
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