Menschenbezogener, sportlicher Hund für uns (Vizsla, Wasserhund?)

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    Hei Zusammen


    Wir möchten uns gerne einen Hund zulegen und könnten Hilfe gebrauchen.


    Meine Partnerin und ich leben getrennt in zwei Haushalten. Ich habe einen 10jährigen Sohn. Unsere Wohnungen sind nur ein paar Minuten entfernt und wir verbringen sowohl Tage getrennt wie auch zusammen. Sie arbeitet bald noch 90% (könnte später ev auch 80% werden) im Management Detailhandel. Hund mitnehmen geht zur Zeit nicht. Ich arbeite selbstständig und unregelmässig als Fotografin ca 50-80%. Dabei bin ich mindestens die Hälfte der Arbeitszeit zuhause und arbeite am Schreibtisch. Unser Wohnort ist ganz am Rand der Agglomeration und Feld, Wald und „Berg“ sind nur Minuten entfernt.


    Wir fahren beide Mountainbike. Da ich gesundheitlich limitiert bin, sind das eher keine extrem langen Touren, sondern entweder kleinere Touren von 1-2h oder dann Singletrail oder Downhill mit Gondelunterstützung wo wir nicht soooo viele Höhenmeter machen. Das kann sehr schnell, aber auch technisch langsame Abschnitte haben) Wandern um die 2-3 Stunden machen wir oft. Im Sommer baden und schwimmen wir im Fluss. Ich habe einen VW Bus und wir verbringen unsere Ferien vorwiegend mit und im Bus bei Camping/reisen.


    Was wir uns wünschen:
    - menschenbezogener, nicht allzu selbstständiger Hund


    - sollte zuhause ruhig sein können, mich aber auch ab und an auf Arbeit begleiten wenns ein passender Job ist.


    - Lust zu arbeiten, lernbegierig, gewissen „will to please“, sportlichkeit


    - kindertauglich, wobei der 10jährige viel
    Gefühl für Tiere hat und keine Wildsau ist


    - Hund zum biken mitnehmen (sollte wirklich Spass haben dabei!), hinterher auf dem Trail oder auch Bikejöring (beides nach entsprechendem Training natürlich)


    - mittelgross am liebsten


    Garten haben wir keinen eigenen. Meine Partnerin kann den Hund auch zum rennen mitnehmen. Beide wollen wir etwas arbeiten mit dem Hund, gern in Richtung Fährte, Begleithund, Rettungsarbeiten, Mantrailing usw. Sind da offen. Der Hund sollte sportlich sein, aber bei entsprechender Arbeit auch ruhige Zeiten haben und entspannen können. Ab und zu paar Stunden alleine muss auch gehen, aber nicht täglich.


    Meine Partnerin hatte als Kind/Jugendliche einen Hund zuhause - allerdings Hofhund mit welchem nicht trainiert wurde. Ich wollte schon als Kind so sehr einen Hund, dass ich blind werden wollte. Bin dann lange mit allen möglichen Hunden unterwegs gewesen und habe immer wieder mal auch Hunde gehütet. Allerdings nie einen alleine aufgezogen. Auch mit Pferden und deren ausbildung Erfahrung.


    Wir haben bereits zwei Richtungen in welche wir tendieren.


    - Vizsla
    - Wasserhunde


    Wasserhunde wären gut was meine Allergiebereitschaft angeht. Es gab einmal einen Hund, auf welchen ich reagiert habe (Mischling Jack/Papillon). Weniger Haare sind sicher ein Argument. Ich würde die jeweilige Rasse natürlich vorher ausgiebig vor Ort „testen“. Bei den Wasserhunden blicke ich die Unterschiede noch nicht so. Lagotto oder Perro können wir uns gut vorstellen - die manchmal beschriebene Bellfreudigkeit schreckt etwas ab. Und - seht ihr die als Bike Begleitund? Das würde der Vizsla voll abdecken - aber kommt der auch mal mit einem ruhigeren Tag klar?


    Was sind eure Inputs?

  • Wenn er am Fahrrad frei laufen soll würde ich persönlich eher nicht Richtung Jagdhunde schauen, wobei ein Vorsteher mit guter Ausbildung und Auslastung bestimmt gut geht. Dazu können euch aber bestimmt andere mehr sagen.
    Aber das Gebäude geht in die richtige Richtung. Ich mag den Lagotto zwar sehr gerne, sehr liebe Hunde, aber die beiden die ich kenne waren für euch wohl zu ruhig und vor allem zu langsam


    Ernsthafte Rettungshundearbeit (inkl. Mantrailing) ist sehr zeitintensiv, das macht man nicht (nur) um den Hund zu bespaßen. Aber ein Vizla wäre damit bestimmt auch sehr glücklich. Oder auch mit Dummyarbeit, das ist für Retriever und Vorstehhunde super und genauso beeindruckend was die Leistung des Hundes angeht.


    Ansonsten noch allgemein, jeder Hund sollte mal ein paar Tage still halten können. Das ist hauptsächlich Erziehungssache.

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  • Hallo,


    ich finde nicht, dass es bei euch explizit einen sportlichen Hund braucht. Das Alltagsprogramm, das du schilderst, kann jeder erwachsene, körperlich gesunde Hund leisten.


    Wenn du tatsächlich Kapazitäten hast, einen Hundesport ernsthaft zu betreiben, würde ich mir zuerst überlegen, welcher es denn sein soll und dann dafür eine passende Rasse aussuchen. Sicherlich kannst du da auch mal reinschnuppern bevor du dich entscheidest.


    (Ich habe vor drei Monaten mit Rettungshunde-Arbeit angefangen und meinen Zweithund auch explizit danach ausgesucht. Ich durfte vorab sechs Wochen lang „einfach so“ beim Training dabei sein, bevor ich dann den Anwärtervertrag unterschrieben habe. Das war genug Zeit um auszukundschaften, was da auf mich zukommt.)


    Retriever sind generell sehr vielseitig. Nur Agility würde ich jetzt nicht unbedingt mit ihnen machen, weil sie generell einen etwas stabileren Körperbau haben. Nur leider haaren sie wie die Sau, also dürften sie für dich jetzt eher nicht in Frage kommen.


    Mein Zweithund ist ein English Springer Spaniel. Der würde sicherlich zu euren Anforderungen passen. Allerdings hat diese Rasse sehr viel Pfeffer im Arsch. Da MUSS man fast irgendeinen Sport machen.


    Wasserhunde würde ich aber auch in jedem Fall zumindest für euren Alltag als passend einschätzen. Wie Wasserhunde „arbeiten“ weiß ich allerdings nicht. Da müsste man einfach mal bei den Züchtern nachfragen.


    Ein Vizsla könnte problematisch sein mit dem Alleine bleiben. Ich kenne einige, die sind so menschenbezogen, dass sie quasi gar nicht alleine gelassen werden können. Können aber auch Ausnahmen sein.

  • Das eine Hunderasse Spaß hat am Rad zu laufen, kann euch leider niemand garantieren. Da sind die Hunderl so eigen wie die Menschen :lol:


    Sucht ihr eigentlich einen erwachsenen Hund oder einen Welpen?


    Das Wandern und der Alltag sollte mit den meisten trainierten, sportlichen Hunden gehen.
    Beim Downhill fahren kenn ich mich nicht wirklich aus :ka: aber schnell und steil bergab könnte für Hund auch ungesund sein. Vielleicht stell ich mir das aber auch einfach falsch vor |)


    Ihr sucht einen menschenbezogenen Hund, der nicht sehr selbstständig ist.
    Dabei solltet ihr bedenken, dass sehr menschenbezogene Hunde gerne mal ein Problem mit dem allein sein haben.
    Ich kenne z.B. einige Viszlas, bei denen das nicht einfach war.


    Bzgl. der Allergie könnte man ja dann vielleicht den Hund, der in Frage kommt nochmal explizit testen lassen. ;)

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  • Ich würde mir schon eine Rasse suchen die gerne läuft. Sehe hier nicht, dass das jede Rasse gerne mitmacht, vor allem die Mountainbiketouren. Ich würde mir einen Hund aussuchen der langbeinig ist und nicht soviel Masse hat. Für querfeldein durch den Wald z.B. muss der Hund auch eine gewisse Größe haben um fix hinterher zu kommen.
    Ich könnte mir hier auch einen Vizsla vorstellen, da müsst ihr aber schauen, dass ihr den Jagdtrieb unter Kontrolle habt. Ansonsten schlage ich noch den Dalmatiner vor.
    Mit Wasserhunden kenne ich mich nicht so aus, aber vom Retriever würde ich eher abraten. Ich kenne da eigentlich keinen der gerne weite Strecken im schnelleren Tempo läuft. Sind für mich nicht die typischen Laufhunde und wenn man Radfahren als Hobby hat, sollte das ja irgendwie dazu passen.


    Bedenke aber bitte, dass ein junger Hund sehr lange an solchen Aktivitäten nicht teilnehmen kann, da er erst ausgewachsen sein muss um so lange oder am Rad laufen zu können. Dazu würde ich dir vom Downhill auch eher abraten, weil das eine extreme Belastung für die Gelenke des Hundes ist. Vor allem wenn man das regelmäßig macht, könnte ich mir vorstellen, dass es recht früh dann zu gesundheitlichen Problemen kommt.

  • Wenn es beim Biken über stock und Stein geht, dann würde ich den Hund nicht mit nehmen. Dass ist zu gefährlich. Ansonsten gibt es verschiedene Möglichkeiten den Hund am Rad oder am Roller (zughundesport) zu führen. Meine Jägernase läuft auch am Rad frei. Mit Training ist dass schon möglich. Der vizsla von meiner Schwester ist begeisterter Läufer, der zum Joggen mit kommt(auch ohne Leine). Bedenkt halt dass die ersten 1,5 Jahre eher gemächlich mit Ruhe lernen verbracht wird. Wenn ihr so vielseitig interessiert seit, kann ich mir einen vizsla durch aus vorstellen. Ihr solltet die Rasse aber mal live erleben um ein Gefühl dafür zu bekommen und zu schauen wie es mit der Allergie klappt.

  • Vielen Dank euch!


    Vielleicht muss ich Downhill noch genauer erläutern. Gemeint ist nicht eine Strecke mit riesigen Hindernissen, Sprüngen und Downhillbikes, sondern eher schnelleres fahren über singletrails oder mal Freeridestrecken. Wir haben auch nur Allmountainbikes. So in etwa stellen wir uns das vor, natürlich nicht dauernd superschnell:


    Ruby Traildog


    Das wird auf jeden Fall einiges brauchen bis der Hund sicher hinten läuft und rechts und links unterscheidet sowie jederzeit abrufbar und „da“ ist. Klar. Der Weg dahin interessiert natürlich auch, muss nicht sofort gehen. Und dass man auf die Gesundheit achten muss, ist uns auch klar.


    Welpe oder erwachsen - wir hätten lieber einen Junghund/jung Erwachsen. Auch ein bisschen wegen der Trainierbarkeit, aber vorallem weil wir uns einen Welpen nicht so recht zutrauen zeitlich. Kann mir nicht vorstellen, 6-12 Monate nicht mal ruhig arbeiten zu können weil der Kleine halt noch nichts kennt. Auch gelegentliche Fremdbetreuung stell ich mir schwieriger vor. Nicht, dass das dauernd sein soll, aber als Selbstständige wird es solche Tage geben.
    Am Anfang aber ein paar Wochen Richtig Zeit investieren können wir. Bei den Wasserhunden wäre allerdings ein erwachsener Hund schwer zu bekommen, befürchte ich.


    Englisch Springer Spaniel - auch eine gute Idee. Eigentlich. Ich lese da, es sind gerne Einmannhunde. Das wär bei uns doof. Wir würden uns recht viel abwechseln und der Hund hätte auch zwei Schlafplätze. Wäre also gut, wenn er beide toll findet.


    Bei den Wasserhunden lese ich echt viel unterschiedliches, krass. Scheinen offenbar grosse Differenzen zu existieren. Gerne mehr Erfahrungen! Im entsprechenden Thread les ich mit, danke!


    Retriever - Labrador aus einer Arbeitslinie war auch mal im Gespräch. Das mit der Lauffreudigkeit weiss ich aber da nicht. Sind eher kurzstreckenläufer, nicht? Ja, und das haaren. Seufz.


    Dalmatiner - wäre auch was. Allerdings ist der nochmal grösser. Und so ein VW Bus zum campen ist klein. Daher wäre uns so zwischen 40 und wenig mehr als 50cm lieber.


    Pudel gefallen meiner Partnerin leider gaaaar nicht.


    Was uns am Vizsla auch reizt ist das enge Band zum Menschen. Denke mir, dass so ein Jagdtrieb auch besser in Schach gehalten werden kann als bei einem unabhängigeren Jagdhund/Retriever. Ich kenne/kannte zwei. Vom ersten weiss ich nicht viel, der lief bei einem Jäger mit und hat mein Herz erobert. Der zweite kann alleine sein und geht auf Arbeit mit. Mit dem wird wenig ernsthaft gearbeitet, allzu folgsam ist der nicht, läuft aber frei am Pferd mit. Charakterlich sind uns die sympathisch.

  • English Springer sind alles, aber keine Einmannhunde.

    Pudel gefallen meiner Partnerin leider gaaaar nicht.

    Was merkwürdig ist, da ihr ja die enge Verwandschaft (Lagotto und Co.) durchaus in Betracht zieht. Bei gleicher Frisur (etwas längeres Haar, Bart, ohne Krone) ist ein Pudel von 99 % der Menschen optisch nicht mehr von einem der anderen Wasserhunde zu unterscheiden.

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