Ein Plädoyer für Tierschutz-Hunde
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Gute 2 Monate ist Mala nun bei mir, nachdem mir hier im Forum dringlichst davon abgeraten wurde.
"Direktimport" aus Griechenland war jetzt auch nicht meine erste Wahl, ich bin eigentlich ein "Vernunftsmensch" und als das Vorhaben als russisch Roulette bezeichnet wurde fand ich das einleuchtend. Aber am Ende hat das Herz entschieden.
Wie schon hier beschrieben gab es im 100km Umkreis keinen passenden Hund im Tierheim der nicht ausdrücklich nach einem erfahrenen Halter verlangte.
Rassen sagen mir nicht wirklich zu und um ganz ehrlich zu sein finde ich den ganzen Deckakt etwas befremdlich. Und halt auch unnötig in meinem Fall da ich "nur" einen Begleithund will und davon gibt es ja nun schon genug auf der Welt, da muss kein Neuer für mich "erzeugt" werden.Jetzt liegt sie hier im Wohnzimmer vor mir und vergnügt sich mit ihrem Quitschiespielzeug. Sie geht mit mir jeden Tag in die Arbeit (in der Stadt, öffentliche Verkehrsmittel inklusive) und sie liebt meine drei Katzen, auch aus dem Tierschutz. Viele Menschen sagen mir was für ein toller Hund sie sei und natürlich haben wir Baustellen aber die anfängliche Unsicherheit weicht immer mehr dem Optimismus und der Gelassenheit.
Bis jetzt zeigen sich hier keine Problem, die im Junghundethread nicht von anderen Usern mit Hunden aus unterschiedlichster Herkunft geteilt werden.Für mich sind Tiere aus dem Tierschutz die richtige Entscheidung und das wird wohl auch immer so bleiben. Aber ich bilde mir darauf nichts ein und verurteile niemanden für seine Entscheidung es anders zu machen. Ich ärgere mich nur ganz furchtbar wenn ich merke, dass jemand Mala als Hund 2. Klasse sieht...
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Hi,
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es gibt auch im ausland genügend schwierige hunde. Das sind dann die, die in deutschen tierheimen sitzen. Ein plädoyer ist für mich nur dann eins, wenn es alle seiten anspricht und nicht nur die positiven. Ja ich weiss wir sind europa aber dennoch leiden auch in Deutschland Hunde und es leiden in Deutschland genügend tschhunde an den Vorurteilen.
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Ich freu mich auch über jede Frechheit, die unsere Lilly auspackt Gut, vielleicht nicht immer gleich. Aber jedes Zeichen von Selbstbewusstsein ist ein gutes Zeichen.
Jupp, so sehe ich das auch und diese Entwicklung zu verfolgen ist schon toll und schenkt mir einen
Kick nach dem anderen
Meine Emely (der 4. aus dem TS, wenn ich die nicht mit hinzurechne, als ich noch bei den Eltern wohnte) ist auch aus dem naheliegenden europäischem Ausland, jetzt 1 Jahr hier (jährig übernommen). Sehr verschüchtertes und verschrecktes Mäuschen, mit Hang zu Übersprungshandlungen (z.B. übersteigertes Rumgekaspere, was stehlen und flüchten...), Zwangshandlungen (an sich knabbern, Fell weg, Krallen weg) und einem ständigen Dobby-Blick, nebst dazugehöriger Körperhaltung. Zu sehen, wie sie "wächst", der Kopf, die Rute, die Ohren nach oben kommen, der Blick sich wandelt, Fell komplett und glänzend, Krallen alle dran ... doch, das ist schon schön.
Heute ist sie eine richtig kesse und aufgestellte Maus (CM würde mir sicher was von zu dominant erzählen), klasse. Man sieht eigentlich nichts mehr von verschreckt. Aber es kann bei ungewöhnlichen Situationen noch die erste Reaktion sein (wie kürzlich, als mein Mann mit Küchentuch auf Mückenjagd ging, aber, sie war innerhalb von Sekunden zu überzeugen, nix schlimmes dies, also für Mensch und Hund, für die Mücken schon
).
Selbst wenn man mal schimpft oder nicht ganz freundlich: "Raus aus den Rüben, sofort", kommt sie freudig angesprungen um sich bei mir die "Prügel" abzuholen und man sieht es in ihren Augen: "Was kann ich jetzt anstellen, spielen wir was?", pure Lebensfreude.
Mein Rüde ist vom Züchter (der hervorragende Vorarbeit geleistet hat), der musste diesbezüglich natürlich nix umlernen, bietet mir aber auch gerade deswegen einen sehr guten Anhaltspunkt. Und weil sie beide gleicher Rasse sind, kann man sehen, wie sich die Haltung der Hunde draussen und drinnen angeglichen hat (Etappe für Etappe), dass es heute ein schönes Pas de deux ergibt. Beides aufgestellte und sichere Hunde und es ist ein wunderschönes Bild, wie die Ruten fast gleich beim Laufen nebeneinander schwingen (aufgestellte Beaucis tragen die Rute recht hoch, in so einem langgezogenem Bogen .. also was zwischen normal und Kringelding). So mag ich das
Vier TS Katzen hatte ich auch, aber irgendwann wurde ich gegen Katze allergisch. Das habe ich dann noch durchgehalten bis sie gegangen sind. Leider hat sich die Allergie im Laufe der Jahre nicht verloren und so kann hier keine mehr einziehen. Sonst hätte ich ganz sicher wieder 2 davon, ideales Freigänger Revier hier
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Wenn hier wieder ein Hund einziehen sollte, dann wird er auch wieder vom Tierschutz kommen, wie Diego auch.
Ich werde dann wieder die Pflegestellen der Orgas absuchen, und bevorzuge Hunde die nicht aus dem Ausland kommen.
Das sehe ich wie @CindychillDer Hund wird gezielt gesucht, und muß meinen Vorstellungen entsprechen, er darf auch schon älter sein.
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Ich finde ganz ehrlich, das muß jedem selbst überlassen bleiben. Ich nehme bewußt Hunde aus zweiter oder xter Hand und ich nehme zb bewußt keinen Auslandshund, weil es bei uns in Deutschland genug Elend gibt, über das inzwischen hinweggesehen wird, weil es nicht so "mitleidserregend" ist. Es ist nicht die deutlich sichtbare Masse.
Ja ich kenne den Spruch, man müsse über den Tellerrand schauen, nur schaun inzwischen viele so weit über den Tellerrand im Ausland, daß sie das Leiden vor der eigenen Haustüre nicht mehr sehen.
Damals hat Massenzucht und damit verbundenes tiefstes Leiden in Deutschland kaum jemand interessiert. Jetzt können werbewirksam Welpen gefilmt werden, die aus dem bösen Ausland geschmuggelt werden und schon hat es mehr Aufmerksamkeit. Daß es die selbe Problematik in Deutschland immer noch gibt, wird irgendwie gar nicht wahrgenommen.
Bonnie ist aus einer Beschlagnahmung in Deutschland mit ca 70 Hunden in einem Keller, dort ist sie aufgewachsen und hat 3 Jahre dort überlebt.Und doch, ich finde, es sollten durchaus auch die Problematiken des Tierschutzes, oder des vermeintlichen Tierschutzes, angesprochen werden. Hunde und Katzen, die bereits bei Übergabe entlaufen, weil die TschOrgas naiv sind und die neuen Besitzer dazu. Angsthunde, Krankheiten, daß nicht alles gerettet werden will was der deutsche Bürger meint, daß zur Rettung viel mehr gehört als einfach nur kaufen, "adoptieren", und daß es durchaus viele Probleme mit TschHunden geben kann, vor allem, wenn man in der Vielzahl der ganzen Orgas den Überblick verliert und meint, wo Tierschutz draufsteht ist auch Tierschutz drin.
Wer einen Hund aus dem Tierschutz übernimmt, soll sich wirklich aus offenem Herzen dazu entscheiden, und nicht, weil er sich inzwischen moralisch verpflichtet fühlt ein Gutmensch zu sein oder noch schlimmer, der dem Trend Auslandshund hinterherrennt, ohne weiter nachzudenken.
Absolute Zustimmung!
Für mich kommen auch nur Second-Hand-Hunde in Frage, wenn auch ich die aus mehreren Gründen immer bevorzugt von privat, also direkt vom Vorbesitzer) suchen würde.
Tierheime und Organisationen haben oft fragwürdige Vertragsklauseln, verhalten sich übergriffig (Kontrollbesuche) und ich erfahre in den allermeisten Fällen weit weniger über den Hund, als wenn ich ihn in seinem bisherigen Umfeld kennenlerne.
Z.B.ein Hund, der im TS bindungslos wirkt, könnte tatsächlich keinen Bezug zu Menschen haben und nie entwickeln können, oder aber seine Pflegepersonen nur noch nicht genug kennen. Wie sich ein Hund seinem bisherigen Halter gegenüber verhält, gibt dagegen viel mehr Aufschluss darüber, was ich in Zukunft von ihm erwarten kann.
Und wenn ich den Erziehungsstil sowie die Lebensweise des Besitzers erlebe, kann ich daraus viel besser herleiten, warum der Hund in welchen Situationen wie reagiert.Ich brauche für mein Ego auch kein gaaanz armes, dem Tode nahes Würsten zu retten, es reicht mir vollkommen, wenn ich einem Hund ein Zuhause schenke, der an seinem bisherigen nicht mehr erwünscht ist, dessen Halter überfordert ist oder ihm aus bestimmten Gründen keine vernünftigen Haltungsbedingungen (mehr) bieten kann.
Allerdings werden bei weitem (!) nicht nur schwierige, kranke oder verhaltensgestörte Hunde abgegeben. Sehr oft liegen die Gründe einzig und allein beim Halter: Neuer Job, eigener Nachwuchs, Allergie(selten) oder schlicht Unlust, die Einschränkungen und Verpflichtungen des Hundehalterlebens jahrelang zu "ertragen". Tatsächlich gibt es auch Menschen, die einen Hund sehr pflichtbewusst pflegen und erziehen, und trotzdem irgendwann keine Lust mehr auf das Hobby Hund haben.
Oft gibt es auch Hunde mit kleineren Problemchen, die jeder mit etwas Sachverstand und Konsequenz leicht beheben kann.Ich habe daher auch in Deutschland eine sehr große Auswahl an Second-Hand-Hunden
. Mit dem großen Vorteil, den jeweiligen Hund tatsächlich in seinem Gewohnten Umfeld kennenlernen zu können.
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Ok, jetzt platzt mir doch der Kragen
Erstens: wenn ich schon alles besser weiß, dann sollte ich recherchieren, bevor ich Falschaussagen mache:Plä·do·yer
plɛdo̯aˈjeː/
Substantiv, Neutrum [das]- 1.RECHTSSPRACHEzusammenfassende Rede eines Rechtsanwalts oder Staatsanwalts vor Gericht"ein glänzendes Plädoyer halten"
- 2.BILDUNGSSPRACHLICH Äußerung, Rede o. Ä., mit der jemand entschieden für oder gegen etwas eintritt; engagierte Befürwortung"ein leidenschaftliches Plädoyer für soziale Gerechtigkeit"
Zweitens: warum zum Teufel reitest du @Cindychill auf "Ausländern" rum, die dem Ruf der "deutschen" Hunde schädigen? Bei solchen Aussagen wird mir ganz anders...
- Wenn man wie Balljunkie einfach vorhat, regional nach einem Hund zu schauen ist das doch prima; gibt auch weniger CO2 Emissionen beim Transport
Hier geht es um Halter, die glücklich mit ihren TS Hunden sind, EGAL wo der Hund herkommt!
Man kann auch alles schlechtreden -
Zweitens: warum zum Teufel reitest du @Cindychill auf "Ausländern" rum, die dem Ruf der "deutschen" Hunde schädigen? Bei solchen Aussagen wird mir ganz anders...
wo tu ich das denn?
Ach ja, wenn man nicht mit Dir einer Meinung ist, dann darf man hier nicht schreiben?
nein, ich rede nicht alles schlecht, aber die Wahrheit darf man ja wohl sagen dürfen. Du darfst ja auch schreiben, daß in den deutschen TH lauter Hunde sind, die Du nicht nehmen würdest...
Ja das ist dann natürlich ganz was anderes und dann muß man mir das Wort verdrehen, um als gut dazustehen. Irgendwie überrascht mich das jetzt nicht.Und für etwas eintreten, heißt nicht, nur die halbe Wahrheit zu erzählen und bedeutet auch nicht, lediglich Hunde hierher zu bringen.
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Ich finds sehr wichtig und richtig Hunde zu adoptieren, die darauf angewiesen sind!
Ich würd mir keinen Hund züchten lassen wollen, während tausende dringend ein Zuhause suchen. Unter ihnen wird vermutlich immer einer sein, den ich mag und der froh wäre mit mir zu leben.
Ich denke hier nicht nur an die Hunde die bereits in Tierheimen etc. sitzen, sondern auch an die vielen, deren Menschen sie nicht behalten wollen oder können und die daher privat nach einem geeigneten neuen Zuhause für ihre Flauschs suchen.
(Ich mag keine Tierheime. Ich wünschte es bräuchte sie nicht.)ich möchte mich an dieser Stelle einmal für die kleinen Wundertüten aussprechen.
Ich find diese Formulierung übel.
Leider trifft sie bei Hunden die man sich aus dem Katalog bestellt ja tatsächlich oft zu.
Ich würde mir weder Partner noch Kind im Katalog bestellen und sehe auch nicht wieso ich das bei einem Hund tun sollte.
Ich finds zu wichtig sich gegenseitig kennenzulernen ehe man sich dauerhaft aneinander bindet.Es geht mir auch nicht darum, ein weichgespültes Bild zu zeichnen, mit rosa Wölkchen und ach so dankbaren Hunden aber in letzter Zeit sind mir hier doch ein paar (meiner Meinung nach) stark vorurteilsbelastete Kommentare aufgefallen.
Ich lese hier im Forum immer nur einen winzigen Bruchteil der Threads.
Magst du ungefähr schreiben um was es da ging?Vor allem aber nichts auf die Horrorgeschichten von Menschen geben, die mit "Ich selbst habe zwar keinen Hund aus dem Tierheim, aber..."beginnen.
Ich selbst habe zwar keinen Hund aus dem Tierheim, aber
viele kennengelernt, auch einige Tierheime. Kenne Menschen die dort arbeiteten, kenne Kataloghunde, kenne Geschichten mit Happy End -und gegenteilige.
Ich glaub nicht, dass ich dadurch weniger zu einer sachlichen Meinung qualifiziert bin, als jemand der aktuell mit einem Hund aus dem Tierschutz lebt. -
Ich hab/hatte drei Hunde aus dem Tierschutz.
Ich möchte keine Minute missen und jeder Einzelne war/ist auf seine Art und Weise großartig.Aber ich möchte als nächstes kein Tierschutzhund mehr. Ich möchte tendenziell einen Welpen mit optimaler Aufzucht, von einem Züchter meines Vertrauens. Ich möchte einen Babyhund den ich von Anfang an begleiten darf und alle Fehler selbst machen.
Es wird irgendwann bestimmt wieder ein Tierschutzhund, keineswegs lehne ich das kategorisch ab, aber dazwischen kommt ein Welpe vom Züchter.
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ich nehme zb bewußt keinen Auslandshund, weil es bei uns in Deutschland genug Elend gibt, über das inzwischen hinweggesehen wird, weil es nicht so "mitleidserregend" ist.
nur schaun inzwischen viele so weit über den Tellerrand im Ausland, daß sie das Leiden vor der eigenen Haustüre nicht mehr sehen.
Jetzt können werbewirksam Welpen gefilmt werden, die aus dem bösen Ausland geschmuggelt werden und schon hat es mehr Aufmerksamkeit.Und doch, ich finde, es sollten durchaus auch die Problematiken des Tierschutzes, oder des vermeintlichen Tierschutzes, angesprochen werden. Hunde und Katzen, die bereits bei Übergabe entlaufen, weil die TschOrgas naiv sind und die neuen Besitzer dazu. Angsthunde, Krankheiten, daß nicht alles gerettet werden will was der deutsche Bürger meint, daß zur Rettung viel mehr gehört als einfach nur kaufen, "adoptieren", und daß es durchaus viele Probleme mit TschHunden geben kann, vor allem, wenn man in der Vielzahl der ganzen Orgas den Überblick verliert und meint, wo Tierschutz draufsteht ist auch Tierschutz drin.
Wer einen Hund aus dem Tierschutz übernimmt, soll sich wirklich aus offenem Herzen dazu entscheiden, und nicht, weil er sich inzwischen moralisch verpflichtet fühlt ein Gutmensch zu sein oder noch schlimmer, der dem Trend Auslandshund hinterherrennt, ohne weiter nachzudenken.
es gibt auch im ausland genügend schwierige hunde. Das sind dann die, die in deutschen tierheimen sitzen. Ein plädoyer ist für mich nur dann eins, wenn es alle seiten anspricht und nicht nur die positiven. Ja ich weiss wir sind europa aber dennoch leiden auch in Deutschland Hunde und es leiden in Deutschland genügend tschhunde an den Vorurteilen.
Hier bitte, ein paar Zitate von dir.
Leid ist Leid und kennt keine Nationalität. Ich habe von TS Hunden gesprochen und ja, ich hatte auch schon einen deutschen Hund!
Es muss auch niemand den Märtyrer spielen und einen Problemhund holen, wo wurde das behauptet?Du hattest noch nie einen Hund aus dem Ausland, fühlst dich aber qualifiziert, über die Hunde und Orgas zu urteilen.
Genau das geht mir gegen den Strich, und ja, deine Postings, wenn ich auf welche stoße, finde ich oft zum Augenrollen. - Vor einem Moment
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