Der "gefährliche" Hund
-
KuschlWuffl -
4. April 2018 um 18:27 -
Geschlossen
-
-
Alles ein schwieriges thema
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: Der "gefährliche" Hund*
Dort wird jeder fündig!-
-
Ich kann an dieser Stelle nur empfehlen, den leider kostenpflichtigen anderen Artikel über die Metzinger Schulhündin zu lesen. Da wird dann auch klarer, welchen Unterschied die Art des Textes in der Wirkung und bei der Aussage macht. Ich mags hier jetzt nicht hermeneutisch im Einzelnen auseinanderpflückren (falls gewünscht gerne per PN) - aber der erste Text erzeugt mMn einfach nur Missverständnisse. Auch nach der „Korrektur“.
Und ich glaube nicht, dass man sich um die Metzinger schulhundbesuchten Kinder Sorgen machen mussNö ich zahl dafür kein Geld, zumal ich meine Aussage auf keinen Fall zurück nehmen würde. Wenn da alles passt und die sich keine Sorgen machen müssen, brauchen sie auch keine Sorgen wegen der Anzeige haben.
Wenn das alles ganz anders ist, unabhänig wie es im bezahl-Artikel steht, schön, die breite Masse ließt dennoch den Anderen und dazu kann ich nur sagen was ich schon schrieb:
Wenn das so ist muss kuckt werden, falls nicht ist es doch ok
Ich bin hier bei Rosi:
Und die Missverständnisse (bei einer breiteren Öffentlichkeit, wir sind ja nicht die einzigen) werden weniger, wenn man einen solchen Artikel unkommentiert lässt? Was und wem nutzt es, wenn man als Individuum einfach weiter blättert, weil man für sich persönlich geurteilt hat, kann eh nicht richtig sein?
Finde es nicht gut, dass so etwas als positiv bzw. als normal akzeptiertes Beispiel über die Arbeit von Schulhunden in der Öffentlichkeit dargestellt, suggeriert und verbreitet wird. Denn so, wie es nun einmal in dem einen Artikel beschrieben stand, sollten Schulhundeprojekte nicht laufen und man sollte sich das auch nicht vorstellen, dass es auf eine solche Art richtig wäre. Fakt oder Fiktion spielt eigentlich gar keine Rolle, es wird als Fakt (und als korrekt) verkauft.
Und ich für meinen Teil bin froh darüber, dass zumindest das mit dem Zwicken korrigiert wurde. Der Rest wird leider immer noch so verbreitet und es werden mehr Menschen wohl kostenfreie Artikel lesen, als denn kostenpflichtige.Und so Relativierungen wie „wenn das dem RL entsprechen sollte“ ändern leider nichts an der Bilderwirkung, die im Hirn entsteht.
Was aber nicht wir verursachen sondern der Artikel, der nun drei Varianten hat, und man sich aussuchen kann welche nun stimmt.
Ich stimme dir dennoch zu, es ist wohl eine Verkettung blöder Umstände. Ich vermute mal der Verfasser hat nicht die große Ahnung von Hunden und der Hüte- bzw Schulhundearbeit.
Die Lehrerin/ Halterin des Hundes hat nochdazu keinerlei Chance sich hier zu erklären.
Aber ich denke wir sind uns alle einig, WENN dem so wäre wie in Artikel 1, würde das so eben nicht funktionieren.
-
Es ist u. a. die Rede von ner Studie in den 80ern, wo Bullterrierwelpen eines österreichischen Züchters ( Dem Zwettler, Gott hab ihn nicht so selig, seine werdens nicht gewesen sein, der machte mehr in Fila und Pit) Beschädigungsbeißen untereinander zeigten.
Welpen? Wie alt waren die?
Bei einer Züchterin hatte ein Bulli einen anderen ( nicht Bulli) Hund mal eben gekillt und einiges gefressen wärend sie kurz weg war. Wobei sie sich nicht ganz sicher war, welcher Hund es denn nun war, denn einige waren voller Blut, und man hat es eben unter den Teppich gekehrt.
Sollen ja generell öfter Problme mache. Mein Ex wollte einen, die Notvereine sagten aber ganz klar Trennen wenn man weg geht und sie vermitteln nicht als 3. Hund.
-
Bei Notvereinen gehe ich noch mit. Da sitzen meist (nicht immer!) nicht gerade die einfachsten Vertreter ihrer Rasse. Aber bei Welpen? Außer hier jetzt zum zweiten Mal im Dogforum habe ich davon noch nie gehört.
Das z. B. Bullterrierwelpen einfach "garstiger" sind als z. B. Chihuahuawelpen habe ich schon gehört. Das ist einfach das Terriererbe. Die Westis meiner Tante waren auch extrem anstrengend und hatten häufiger mal Kratzer weil es grober zuging.
Wirklich aggressive Welpen sind extreme Ausnahmefälle denke ich.
-
Das Problem bei diesem Rassetyp ist, dass sie eben gegenüber anderen Hunden auch schnell ins Jagdverhalten fallen und sie dann eben Beute machen ... mit allem drum und dran. Das macht sie im Alltag eben so gefährlich. Außerdem sind alle Rassen mit einer hohen Neigung Frust in dieser Richtung loszuwerden eine heikle Geschichte. Es gibt viele andere Hunderassen, die diese Probleme auch haben/machen, aber eben nicht mit so einer Vehemenz und mit "beschnittenem" Jagdverhalten.
Ich habe es hier schon mal erzählt:
Ich habe jahrelang mit einem Rottweiler gelebt (Hund meiner ehemaligen Mitbewohnerin, der Hund ist mittlerweile verstorben), der das Gegenteil von Wesensstark war. Auf jeden minimalen Auslöser, den man als Jagdreiz interpretieren konnte, hat der Hund ausgelöst und durchgezogen.
Der Hund hat ein Kind krankenhausreif gebissen. Im Nacken-/Schulterbereich. Es musste mit Rettungshubschrauber in die Klinik ...Außerdem hatte er rückgerichtete Aggression bei Frust. Und Frust gab es viel für diesen Hund wegen der Problematik auf alles, was sich schneller als eine Schnecke bewegte in Jagdverhalten fallen zu wollen. Der Maulkorb war ein guter Freund und unverzichtbar, sonst wären wir (also meine Mitbewohnerin oder ich, die auch ab und an mit dem Hund rausgegangen ist) in einem Zeitungsartikel gelandet.
Der Hund war übrigens aus VDH-Zucht ...
-
-
Könnte es an der "Schönheits" Zucht liegen oder "waren" die immer schon so
-
önnte es an der "Schönheits" Zucht liegen oder "waren" die immer schon so
Der Hund war auf Schutzdienst selektiert.
-
Zitat
Spannend auch, dass der Rottweiler international erst so ab Mitte der 80er, Anfang der 90er in den Bisststatisiken auftaucht und da möglicherweise ein Wandel des Zuchtziels erfolgte bzw (Interpretation meinerseits) die Rasse sich quasi aufspaltete. Der gemütliche Familienhundtyp vs. der Schutzhundtyp so ungefähr.
-
Hinsichtlich Selektion auf bestimmte Merkmale halte ich so ziemlich alles für möglich.
Wenn man verkürzte Schnauzen, Riesenwuchs, Zwergform züchten kann - warum sollte das dann vor einer Verstärkung von Aggressionsverhalten oder auch Beutefangverhalten Halt machen?
Das beste und anschaulichste Beispiel, welche unterschiedlichen und vor Allem vielfältigen Veränderungen bei der Selektion auf EIN Merkmal bewirkt werden können, ist das Silberfuchsexperiment
Dass sich mir bei manchen dieser "Selektionsziele" die Nackenhaare zu Berge stellen, und ich diese vom MENSCHEN gewollten Ziele als krank empfinde, übertrage ich zumindest dennoch nicht gleich auf eine komplette Rasse.
Manche Rassen werden gerne und häufiger genutzt für bestimmte Selektionsziele.
Ich "pfeif" übrigens auf diese Beißstatistiken, egal wie gut und fundiert sie gemacht sind.
Sie haben nämlich immer die Wirkung, pauschalisierend einer gesamten Rasse einen Stempel zu verpassen.
Dafür schaue ich mir lieber den einzelnen Hund UND dessen Ontogenese an, wozu natürlich auch rassetypische genetische Dispositionen gehören.
-
Zitat
Spannend auch, dass der Rottweiler international erst so ab Mitte der 80er, Anfang der 90er in den Bisststatisiken auftaucht und da möglicherweise ein Wandel des Zuchtziels erfolgte bzw (Interpretation meinerseits) die Rasse sich quasi aufspaltete. Der gemütliche Familienhundtyp vs. der Schutzhundtyp so ungefähr.
Weiß ich. Und war dann auch der Grund, warum meine Mitbewohnerin rassetechnisch nach diesem Hund komplett umgeschwenkt ist. Der Rottweiler ist im Arsch ... Sorry, aber das kann man nicht anders sagen.
Bei uns im Tierheim sitzt auch so ein Kandidat. Alles tutti, solange sich nix schneller als eine Schnecke bewegt. Dann springt das Jagdverhalten an und das dann volle Breitseite, also der Hund zieht durch. Und das bei einem großen, kräftigen Rüden. Nee, echt. So was braucht keine Sau.
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!