Der "gefährliche" Hund

  • Steuergelder sind ja schön und gut... sieht man sich aber an, wie die meisten Kommunen finaziell dastehen, dürfte es mehr als schwierig sein, der Bevölkerung zu erklären, warum man im Jahr tausende Euro für die Unterbringung eines einzigen Hundes ausgibt und andere Projekte für die Allgemeinheit nicht finaziert werden können.

  • Steuergelder sind ja schön und gut... sieht man sich aber an, wie die meisten Kommunen finaziell dastehen, dürfte es mehr als schwierig sein, der Bevölkerung zu erklären, warum man im Jahr tausende Euro für die Unterbringung eines einzigen Hundes ausgibt und andere Projekte für die Allgemeinheit nicht finaziert werden können.

    Für einen Teil der Bevölkerung ist aber ein Hundeleben genauso viel wert wie ein Menschenleben. Genauso wie erwartet wird, dass ein Kind bis mindestens zum 18. Lebensjahr im Zweifelsfall staatlich versorgt wird, gesteht man dieses Recht auch einem Hund zu. Und genauso ist es in dem Fall, wenn das Kind "schwererziehbar" ist und entsprechende Maßnahmen erhält, möchte man dies auch einem Hund zukommen lassen, welcher eben nur schwer gesellschaftsfähig ist.

  • Wisst ihr, wie vielen Kindern eine vernünftige, notwendige Zuwendung fehlt, weil es keine ausreichenden Gelder für diese sozialen Zwecke gibt?


    Wisst ihr, wie viele Hunde (und andere Haustiere) Jahr für Jahr eingeschläfert werden, weil deren Haltern das Geld für eine kostenintensive Behandlung fehlt?


    Mir wird das Ganze jetzt echt zu abstrus, hinsichtlich des Anspruchsdenkens bei diesem Kind-Hund-Vergleich.

  • Du brauchst dich ja nicht weiter zu beteiligen, wenn es dir zu abstrus wird.


    Wir haben in Deutschland nun mal ein Sozialsystem, welches schwache Gesellschaftsmitglieder mit trägt. Das dieses Sozialsystem nun jeden Hund, jede Katze, jeden Piepmatz mit trägt, wo sich der Besitzer/Erzeuger/Züchter oder was auch immer nicht mehr ausreichend drum kümmern kann, halte ich doch auch für sehr vermessen. Das muss einfach irgendwo auch eine Grenze haben. Entweder solch ein Hund wird von einem gemeinnützigen Verein finanziert, wo sich Mitglieder freiwillig entscheiden, sowas mitzutragen oder der Eigentümer muss das eben finanzieren. Wenn er dies nicht kann und Vereine die Haltung ablehnen, da der Hund aus Aggressionsgründen nicht haltbar ist, muss eben eine Entscheidung getroffen werden.


    Vorschlag für alle Kritiker solcher Entscheidungen: Gründet doch einen Verein, die solche Hunde auffängt, schafft die entsprechenden sicheren Bedingungen und schaut zu, dass ihr Spenden sammelt um solche unvermittelbaren Hunde ein Leben lang durchzufüttern und ihnen ein gutes Leben zu ermöglichen. Mit viel Liebe und so.


    Die Hellhound-Foundation ist sicher schon mal ein gutes Beispiel, die aber auch nicht von Luft und Liebe und guten Worten lebt und sicher auch nur begrenzte Kapazitäten hat.

  • Deshalb finde ich die ganze Geschichte so unklar. Gut, ist länger her, aber von früher her kenne ich es so: Kommune bezahlt dem „Vertragstierheim“ pro Tag/Woche Summe „X“ für einen Zeitraum vom „Y“ für Fund- und Einzugstiere. Wenn der Hund in dieser Zeit vermittelt wird, prima. Wenn nicht, dann verbleibt er auf Kosten des Vereins im Tierheim. Und der Verein entscheidet im Zweifelsfall auch Weiteres vor dem Hintergrund des Tierschutzgesetzes.


    Bei der hier geschilderten Konstellation würden much die Verträge und das Zustandekommen echt interessieren.

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