Leine? Kenn ich nicht.
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Das war aber kein Kommando, kein Befehl oder sonst was, was der Hund mal nicht ausgeführt oder ignoriert hat. Das war eine Verhaltensweise, die er - natürlich schon unter einen gewissen Maß an Training, nur nie in dem Ausmaß - von selbst angeboten hat. Das macht für mich schon einen Unterschied.
Ich weiß, und da bin ich auch völlig bei dir, dass – wenn man das Risiko schon eingehen will – so ein Verhalten als absolute Basis dasein sollte. Die Frage ist halt, was passiert, wenn es da mal einen 'Aussetzer' gibt oder irgendwas anders ist als sonst, und welche Handlungs- und Eingriffmöglichkeiten man dann noch hat.
Bei einem unangeleinten Hund an befahrener Straße bleibt da nicht mehr viel. Es fehlt die Zeit und es fehlt der Zugriff auf den Hund.
Im Endeffekt ist man darauf angewiesen, dass der Hund immer aufmerksam ist, keine Situation falsch einschätzt, nichts übersieht, keinen Fehler macht und keinen schlechten Tag hat, ohne dass man es vorher bemerkt. Ich finde das von einem Lebewesen mit eigenem Willen ziemlich viel erwartet. Und ich finde den 'Gegenwert', den man für den Freilauf in solchen Situtationen bekommt, das Risiko bei weitem nicht wert.
Edit:
Mir ging es um meinen Beispiel jetzt aber wirklich um einen Hund, der durchstartet, weil er was in der Nase hat oder sonst etwas.
Ein Hund, der durchstartet, weil er einem Reiz hinterherjagt, und dann nicht abrufbar ist, wäre aber in beiden Beispielen platt.
Den hätte es beim Freilauf direkt an der Straße nur schneller erwischt. Und - wie gesagt - ohne Zeit für eventuell 'Besinnung' auf den Rückruf. - Vor einem Moment
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Hallo,
hast du hier Leine? Kenn ich nicht. schon mal geschaut ?*
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Wenn der Hund dann auf den Rückruf hört, stimmt das natürlich ohne Wenn und Aber. Mir ging es um meinen Beispiel jetzt aber wirklich um einen Hund, der durchstartet, weil er was in der Nase hat oder sonst etwas.
Und wie soll man da als Mensch reagieren, wenn der Rückruf in dem Moment nicht klapptKlar, du hast da vollkommen Recht. Auch da sind die Möglichkeiten eher begrenzt. Aber sie sind da.
Verhalten des Hundes vorher abbrechen (sofern man es rechtzeitig merkt, dass ihm was in die Nase gestiegen ist und eben noch eingreifen kann)
Rufen, locken, rennen
Und - um bei deinem Beispiel zu bleiben - auf 5 km besteht die Chance, dass der Hund sich das vielleicht mal noch selber überlegt. Die Chance hat er bei einem Schreck direkt neben der Straße eben nicht.
Deswegen hast du trotzdem vollkommen recht - das Risiko ist auch da gegeben. Für mich nur eben anders. -
@Grinsekatze1 Ich habe deinen Beitrag gemeldet, jemanden den Tod zu wünschen geht nun wirklich zu weit.
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Vielleicht mal noch von einer anderen Seite:
Im Freilauf in der Pampa kann ich selbst ganz anders beim Hund sein, als neben einer befahrenen Straße, in der Stadt etc. In den letzteren Situationen muss ich selbst Leuten ausweichen, auf den Verkehr achten, das Reiz- und Ablenkungslevel ist ein ganz anderes als mitten aufm Feld.
Bestimmt nicht der beste Vergleich aber für mich ist das ein bisschen wie Anschnallen im Auto. Auch mit Gurt kann eine Menge passieren und in bestimmten Situationen kann der sogar gefährlich werden. Aber er ist erst einmal eine zusätzliche Sicherung.
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Also ich finde es einfach unverantwortlich, einen Hund ohne Leine an befahrener Straße laufen zu lassen... es ist und bleibt ein Tier und als solches zumindest minimal unberechenbar.
Zumal nur mal ein Hundehasser auf dem Fahrrad vorbei kommen muss der den Hund auf die Straße drängt o.ä., mögliche Folgen: Hund tot, Menschen verletzt, Sachschäden.
Und welche Versicherung schließt sowas mit ein? Nach meiner Auffassung fällt das unter Fahrlässigkeit.Und das nur, um der Welt zu zeigen, dass MEIN Hund ÜBERALL frei laufen kann, weil er ja sooooo gut hört, oder was? Da geht das Leben meines Hundes aber mit Abstand vor.
Zumal der freilaufende Hund an Straßen eh maximal 1 bis 2 Meter vom HH entfernt läuft... da stört ne Leine ja nun auch nicht mehr. Zum Rennen und Toben gibt es Wälder und Wiesen...
Ich als Halter könnte mich auch nicht ansatzweise entspannen, wenn mein Hund an einer Straße ohne Leine liefe...
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Bei einem unangeleinten Hund an befahrener Straße bleibt da nicht mehr viel. Es fehlt die Zeit und es fehlt der Zugriff auf den Hund.
Da gebe ich dir recht.
Im Endeffekt ist man darauf angewiesen, dass der Hund immer aufmerksam ist, keine Situation falsch einschätzt, nichts übersieht, keinen Fehler macht und keinen schlechten Tag hat, ohne dass man es vorher bemerkt. Ich finde das von einem Lebewesen mit eigenem Willen ziemlich viel erwartet.
Njaein. Natürlich ist das viel. Aber irgendwann lassen auch Eltern ihre Kinder unbeaufsichtigt raus, an Straßen laufen etc. Lebewesen, zumindest Mensch und Hund sind für genau diesen Denkprozess in der Lage. Wenn natürlich auch in unterschiedlichem Ausmaß.
Und ich für mich bleibe dabei, dass ein "automatisches" Verhalten, nicht das Abrufen von Kommandos, bei weitem nicht solche Schwankungen unterliegt bei schlechten Tagen oder ähnlichem.@straalster @pardalisa
Ich finde eure Meinung ja auch nicht verkehrt oder falsch und durchaus nachvollziehbar
Das ist nur meine Begründung, warum ich das damals mit diesem Hund so gemacht habe und auch wieder bei einem Hund mit gleicher Veranlagung tun würde. -
Ich weiß gar nicht, warum hier teils so oft gesagt wird, es käme so auf die Bindung an... heißt das im Umkehrschluss, alle Hunde, die den Halter nicht so interessant finden, haben keine gute Bindung?!
Dann würde Zoey zu uns keine gute Bindung haben.
Wenn sie aber angekuschelt kommt und sich den Wanst kraulen lässt, den Kopf auf dem Bein ablegt, einen zärtlich anstuppst - hm... . Dann habe ich da nicht den Eindruck.Sie hat halt keine starken Nerven, dadurch fällt Konzentration nicht immer einfach und sie ist recht impulsiv, trotz Training.
Das ist ihr Charakter, ihre Art.Sie schnüffelt in der Welt herum und guckt sich auch um - manche Hunde, die so 'hinterherlaufen' wirken so, als sei alles nicht interessant. Sie laufen halt nebenher so.
Angenehm bestimmt - aber nicht das, was ich an meinem Hund unbedingt sehen möchte, ich möchte, dass er auch seine Umwelt wahrnimmt - und ihn das auch interessiert und er nicht nur im Tunnel läuft.
Manche Hunde brauchen die Umwelt vermutlich einfach nicht, warum auch immer entweder sind sie so oder sie wurden dazu gemacht.Ich denke wie gesagt, dass es wirklich ne Typfrage ist und mit Bindung eher weniger zu tun hat.
Hektischer Hibbelhund ohne Leine and der Hauptstraße habe ich z.B. noch nicht gesehen.
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Hier in der Gegend gibt es auch mehr als genug "ich brauche keine Leine". Bei etwa der Hälfte geht es ein Hundeleben lang gut, die andere Hälfte machte früher oder später Bekanntschaft mit dem Straßenverkehr.
Nicht immer mit tötlichem Verlauf, aber doch mit erheblichen Verletzungen.
Dabei sind die zwei großen "gefährlichen" Phasen die Pubertät und das Eintreten des Seniorenalters, wenn die Sinne nachlassen. Der Rest dazwischen ist "hat er ja nich nie gemacht".
Und von den anderen 50% Leben auch nur viele so lang, weil in ihrem Wohnort bekannt ist, dass da plötzlich mal ein Hund auf der Straße stehen kann...Mit Azog wäre es sicher möglich auch an der Straße ohne Leine zu laufen. Ich sehe nur keinen Sinn darin. Er müsste sich trotzdem im Leinenradius bewegen, dürfte nicht spielen, nicht weiter vom Weg abweichen... Darum erschließt sich für mich nicht, wieso ich das Risiko eingehen sollte, obwohl mein Hund Null Mehrgewinn davon hat.
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Hallo ihr Lieben, ich war lange nicht mehr aktiv hier, aber letztens habe ich ein Mensch-Hund-Gespann gesehen, das mich irgendwie nachhaltig beeindruckt hat. Muss das jetzt mal los werden und würde gerne wissen, was ihr davon haltet oder ob es bei euch vielleicht sogar ähnlich läuft.
Und zwar stand neben mir ein Typ am Bahngleis, ziemlich schick gekleidet und neben ihm saß ein sehr kleiner Hund. Er hatte keine Leine dabei. Mein erster Gedanke war, dass der Hund ja ganz gut erzogen ist, dass er die ganze Zeit so brav "Sitz" macht.
Als der Zug eingefahren war, stieg der Typ ein - und ohne dass er seinen Hund auch nur angeschaut hätte, folgte dieser und legte sich im Zug zu seinen Füßen. Dort lag er dann ganz entspannt, tat keinen Mucks und schaute durch die Gegend.
Die ganze halbe Stunde Zufahrt gab es keine (offensichtliche) Kommunikation zwischen den beiden.Am Zielbahnhof (Hauptbahnhof einer Großstadt) stiegen wir zufällig beide aus und gingen in die selbe Richtung. Der Hund blieb auch im Menschengedränge dicht bei seinem Herrchen - wieder ohne Kommunikation.
Erst hatte ich etwas Mitleid mit dem Hund - klebt total am Besitzer und wird komplett ignoriert. Was ist das für ein Hundeleben?
Außerhalb des Bahnhofs war dann etwas weniger los und zu meiner Überraschung ist der Hund dann - ohne dass ich ein Auflösekommando oder so mitbekommen hätte - total freudig in einem Umkreis von ein paar Metern um den Typ herumgesprungen, hat geschnüffelt und sich - naja - wie ein Hund verhalten. Blieb aber trotzdem aufmerksam gegenüber seinem Besitzer. Dann verlor ich das Gespann aus den Augen.
Jetzt meine Frage: Wir schafft man es so seinen Hund zu erziehen?

Finde nur ich das faszinierend?
Meine eine Hündin ist genau so. Klingt, als ob Du uns beschreibst, außer, dass ich nicht chic gekleidet bin ^^
Jetzt wird sie langsam etwas älter (wird 10), deshalb nehme ich sie ab und zu ins Kommando oder auf den Arm.
Ich wurde deshalb auch schon (positiv) angesprochen. Manchmal am Bahnhof werde ich gefragt, wem der Hund gehört, der da rumsteht.
Es ist auch ganz egal, wo wir langgehen. Sie ist auf einer großen Hundeausstellung genau so, wie in der Innenstadt von Budapest oder so. Ein Satellit.
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Also wir brauchen für die Hunde auch nur eine Leine wo es eben gefährlich werden könnte..also viel befahrene Straßen etc.
Ich würde meine Hunde nicht am Bahnhof frei rumrennen lassen...eben weil sie ein Stück weit unberechenbar bleiben. Aber wenn sie sich so verhalten wie sich sich normalerweise verhalten könnte ich auf die Leine in fast allen Situationen verzichten..insbesondere bei Zera. Daher ist es mir auch schon passiert das wir unterwegs waren und ich die Leine vergessen habe. Allerdings wie gesagt: Wo es gefährlich werden KÖNNTE kommen die Hund vorsichtshalbe definitiv an die Leine auch wenn es evtl unnötig wäreIch glaube sowas lässt sich bei weitem nicht mit allen Hunden machen...manches muss der Hund einfach mitbringen und lässt sich dann auch nicht durch Erziehung so hinkriegen dass man das Risiko eingehen kann (zumindest in der Theorie).
Sicherheit sollte dennoch immer vor gehen...den sonst halt man im Zweifel wirklich schneller einen toten Hund als einem lieb ist
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