Leine? Kenn ich nicht.

  • Ich sehe schon den Dackel totbeleidigt in der Ecke liegen, weil ich ihn in einem Forum in dem er mitliest, als das bezeichnet habe, was er leider ist.

    Bleib bitte auf dem Boden, bevor du solche Behauptungen äusserst. :hust:


    Sorry, jetzt musste ich lachen. :roll:

  • Aber ein gewisses Risiko besteht immer, wenn ich einen Hund ableine. Selbst wenn ich in absoluter Einöde einen sonst so gut hörenden Hund ableine, kann der 5km bis zu nächsten große Straße durchstarten und ist Matsch.

    Na, aber so eine Situation ist doch im Vergleich zu dem "Hund direkt neben der Bundesstraße/vierspurigen Stadtstraße freilaufend" der sprichwörtliche Äpfel-Birnen-Vergleich, oder? ;)

    Wenn ich mitten im Feld stehe und mein Hund warum-auch-immer anstartet oder zehn Meter vom Weg abweicht, dann habe ich massig Reaktionszeit, um das zu bemerken und den Hund zurückzuzitieren, bevor irgendwo in weiter Entfernung eine Straße wäre.

    An der Bundesstraße hab' ich das nicht. Wenn der Hund da zehn Meter vom 'erlaubten Weg' abweicht, ist er hin.

    Eine solide Grunderziehung inkl. funktionierendem Rückruf sollte der Hund so oder so haben, aber beim ersten Szenario kann ich im Notfall noch eingreifen. Beim zweiten Szenario muss ich darauf setzen, dass der Hund niemalsnienicht einen Fehler macht – denn Zeit für eine Korrektur hätte ich im Ernstfall nicht. Fies gesagt, setzt man die Gesundheit oder schlimmstenfalls das Leben des Hundes als 'Wetteinsatz' darauf, dass das klappt. Mir persönlich wäre das Risiko zu hoch, völlig unabhängig davon, was der Hund anbietet und wie sehr man glaubt, dass das schon gutgehen wird.

  • Ich sehe schon den Dackel totbeleidigt in der Ecke liegen, weil ich ihn in einem Forum in dem er mitliest, als das bezeichnet habe, was er leider ist.

    Bleib bitte auf dem Boden, bevor du solche Behauptungen äusserst.

    Dann lach Dich mal in Deiner beleidigten Art und Weise richtig Edit by Mod: Net(t)iquette beachten! So geht das nicht!

  • Wie bei allem, ist auch hierbei jedes extrem schlecht...
    Vini lief und läuft nicht an gefährlichem Stellen frei. Wir wohnen neben einer Fußgängerzone. Da ging und geht sie ohne Leine mit zum Bäcker etc. Auch in den dreißiger Zonen und Verkehrsberuhigten Zonen darf sie ohne Leine gehen.
    Durch die Stadt und über stärker befahrene Straßen ist sie angeleint. Ich denke, ich weiß, in wie weit ich ihr das alles zutrauen kann.
    Zum Thema Bindung... wir schon geschrieben. Ich habe ihr dieses an meiner Seite bleiben nie beigebracht. Sie hat es einfach so gemacht und benötigt kein Kommando. Den kleinen Nemo nehme ich auch mit und er geht Fuß. Allerdings nur nach Kommando.
    Das ist schon etwas anderes und hat meiner Meinung nach sehr mit der Bindung zu tun. Was natürlich nicht heißt, dass andere Hunde keine Bindung zu ihrem Menschen haben. Aber eben irgendwie anders... :???:

  • Na, aber so eine Situation ist doch im Vergleich zu dem "Hund direkt neben der Bundesstraße/vierspurigen Stadtstraße freilaufend" der sprichwörtliche Äpfel-Birnen-Vergleich, oder? ;)
    Wenn ich mitten im Feld stehe und mein Hund warum-auch-immer anstartet oder zehn Meter vom Weg abweicht, dann habe ich massig Reaktionszeit, um das zu bemerken und den Hund zurückzuzitieren, bevor irgendwo in weiter Entfernung eine Straße wäre.

    An der Bundesstraße hab' ich das nicht. Wenn der Hund da zehn Meter vom 'erlaubten Weg' abweicht, ist er hin.

    Eine solide Grunderziehung inkl. funktionierendem Rückruf sollte der Hund so oder so haben, aber beim ersten Szenario kann ich im Notfall noch eingreifen. Beim zweiten Szenario muss ich darauf setzen, dass der Hund niemalsnienicht einen Fehler macht – denn Zeit für eine Korrektur hätte ich im Ernstfall nicht. Fies gesagt, setzt man die Gesundheit oder schlimmstenfalls das Leben des Hundes als 'Wetteinsatz' darauf, dass das klappt. Mir persönlich wäre das Risiko zu hoch, völlig unabhängig davon, was der Hund anbietet und wie sehr man glaubt, dass das schon gutgehen wird.

    Wenn man das auf den reinen Gehorsam bezieht bin ich ganz bei dir. Dann habe ich an der viel befahrenen Straße natürlich keine Reaktionszeit.

    Das war aber kein Kommando, kein Befehl oder sonst was, was der Hund mal nicht ausgeführt oder ignoriert hat. Das war eine Verhaltensweise, die er - natürlich schon unter einen gewissen Maß an Training, nur nie in dem Ausmaß - von selbst angeboten hat. Das macht für mich schon einen Unterschied.

    Mir fällt gerade kein sinnigeres Beispiel bezogen auf den Hund ein. Aber: wenn ich einen durch und durch verträglichen Hund habe, der (bisher) ausnahmslos mit allen Hunden klar kommt, sichere ich ihn doch auch nicht mit Maulkorb in einer Hunderunde, obwohl das Risiko, dass es zu einer Beißerei kommen kann, trotzdem vorhanden ist. Man sieht es aber nahezu bei 0. So kann man sich den Freilauf bei mir damals vorstellen.

    Ich kann auch jeden verstehen, dem das Risiko zu hoch ist. Natürlich kann ich keine 100% geben, aber ich habe die Möglichkeit eines Fehlverhaltens trotzdem bei fast 0 gesehen. Und auch wirklich nur dann, würde ich so etwas machen, sonst definitiv nicht.

  • Ich glaub nicht, dass das wirklich (allein) auf die Bindung zurückzuführen ist.

    Mein Dicker ist hin und wieder ein Trödler und fällt etwas zurück. Meine Hündin klebt mir eher an den Hacken. Und die Bindungen sind beide sehr stark. Aber sie sind im Charakter eben einfach extrem unterschiedlich.
    Vermutlich könnte ich bei beiden die Leine viel öfter weglassen und wäre dann auch so "beeindruckend" unterwegs.
    Aber mir ist eben das Risiko zu groß, weil der Bruchteil einer Schrecksekunde tödlich sein kann. An der Leine haben wir halt eine Sicherung - die auch noch für alle sichtbar ist.

    Das Argument: Kann ja auch so jederzeit im Freilauf passieren, dass der Hund durchstartet und 5km weiter überfahren wird, finde ich daher auch nicht so ganz schlüssig. Da hab ich eine ganz andere Möglichkeit und Zeit zu reagieren. Wenn ich den Hund neben der Straße an der Leine habe kann ich ihn zurückreißen - habe also ebenfalls noch die Möglichkeit, zu reagieren.

  • Das war aber kein Kommando, kein Befehl oder sonst was, was der Hund mal nicht ausgeführt oder ignoriert hat. Das war eine Verhaltensweise, die er - natürlich schon unter einen gewissen Maß an Training, nur nie in dem Ausmaß - von selbst angeboten hat. Das macht für mich schon einen Unterschied.

    Mir fällt gerade kein sinnigeres Beispiel bezogen auf den Hund ein. Aber: wenn ich einen durch und durch verträglichen Hund habe, der (bisher) ausnahmslos mit allen Hunden klar kommt, sichere ich ihn doch auch nicht mit Maulkorb in einer Hunderunde, obwohl das Risiko, dass es zu einer Beißerei kommen kann, trotzdem vorhanden ist. Man sieht es aber nahezu bei 0. So kann man sich den Freilauf bei mir damals vorstellen.

    Den Hund nach seinem Verhalten beurteilen. Ich finde dein Beispiel gut.

  • Das Argument: Kann ja auch so jederzeit im Freilauf passieren, dass der Hund durchstartet und 5km weiter überfahren wird, finde ich daher auch nicht so ganz schlüssig. Da hab ich eine ganz andere Möglichkeit und Zeit zu reagieren. Wenn ich den Hund neben der Straße an der Leine habe kann ich ihn zurückreißen - habe also ebenfalls noch die Möglichkeit, zu reagieren.

    Ich lasse da ohne Diskussion jedem seine Meinung. Das hier nur zur Erklärung, weil es ja mein Beispiel war:
    Wenn der Hund dann auf den Rückruf hört, stimmt das natürlich ohne Wenn und Aber. Mir ging es um meinen Beispiel jetzt aber wirklich um einen Hund, der durchstartet, weil er was in der Nase hat oder sonst etwas.
    Und wie soll man da als Mensch reagieren, wenn der Rückruf in dem Moment nicht klappt? Jeder Durchschnittshund wird dem Durchschnittsmenschen im Geschwindigkeit voraus sein, dass man ihn nicht mal eben einfangen kann.

    Den Hund nach seinem Verhalten beurteilen. Ich finde dein Beispiel gut.

    Okay, danke. Da war ich mir nicht ganz sicher.

  • Mir fällt gerade kein sinnigeres Beispiel bezogen auf den Hund ein. Aber: wenn ich einen durch und durch verträglichen Hund habe, der (bisher) ausnahmslos mit allen Hunden klar kommt, sichere ich ihn doch auch nicht mit Maulkorb in einer Hunderunde, obwohl das Risiko, dass es zu einer Beißerei kommen kann, trotzdem vorhanden ist. Man sieht es aber nahezu bei 0. So kann man sich den Freilauf bei mir damals vorstellen.

    Ich versteh, was du meinst.

    Mir geht es nur eben gar nicht um die Beurteilung des Verhaltens oder der Bindung oder der Erziehung.

    Ein Hund ganz extrem gut gebunden sein, absolut immer im Fuß laufen, nie jagen, perfekt erzogen an der Bordsteinkante warten - und dann fällt mal was aus einem Fenster und landet krachend auf dem Boden. Irgendwo knallt was. Ein Mensch fällt vor uns um. Was weiß ich.

    Ein Hund ohne Leine springt dabei schlicht und einfach aus Reflex eventuell auf die Straße. An der Leine vielleicht eher hinter mich oder zumindest ist da eben ein Stopp drin.

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