"Ansage" machen

  • Hund hört Rückruf...Hund peilt aber Hundefreund an...Hund hört "Nein"oder wie auch immer der konditionierte Verhaltensunterbrecher heißt, Hund unterbricht sein Verhalten, Signal wird wiederholt, Hund kriegt Belohnung. Tada

    unter Ansage verstehe ich eig auch kein konditioniertes Abbruchsignal sondern eher “Gemecker“.

  • nein, das habe ich zu schwammig formuliert.

    Was ich sagen wollte, ist dass Rückruf ganz oft selbst als extrem ernsthaft gesehen wird und dass der Hund wg. Rückruf auf was verzichten muss und daher auch “Ansagen“ nötig sind. Diese Ernsthaftigkeit, die eben hier im Thread auch erwähnt wurde, führt meiner Beobachtung nach dann eben häufig zu falschem Training. Das war nun auf die Leute in Rafiles Alltag bezogen (Spekulation).

    Ich denke man sollte versuchen an der Einstellung zu arbeiten, dass Rückruf ne Spaßbremse oder besonders durchsetzungswert ist, selber Spaß dran haben und ddn Spaß daran in den Vordergrund stellen.

    Nur weil man auf die Befolgung des Rückrufs wertlegt, trainiert man falsch? Den Zusammenhang verstehe ich nicht.

  • Ich kann mir gerade ehrlich gesagt kein Szenario bildlich vorstellen, bei dem ein Hund "weiß, was man will", es aber "trotzdem nicht macht". Entweder es wurde nicht genug trainiert oder das Setup war für den Hund ungeeignet.

    Es ist halt aus meiner Sicht nicht ganz korrekt, zu behaupten, der Hund macht es absichtlich nicht und deswegen werd ich jetzt streng und strafend (der Hund empfindet es meist so, egal, ob du es so meinst), denn die Wahrheit ist meist (!): ich hab keinen Bock mehr zu üben, Leckerlis rumzuschleppen, Situationen auszusitzen....

    Vielleicht habe ich Dich grundlegend falsch verstanden, wenn nicht,

    warum kann mein Hund seit 13 Jahren sitz, platz, hier, komm und noch einige nützliche Kommandos und verweigert diese trotzdem hin und wieder?

    Dies:


    denn die Wahrheit ist meist (!): ich hab keinen Bock mehr zu üben, Leckerlis rumzuschleppen, Situationen auszusitzen....

    passt def. nicht zu meiner Erziehung.

  • Ganz ehrlich: Ich versuche sehr selten spannender als die ganze Welt mit allen Reizen zu sein...und auch werden nicht in steigender Reihenfolge immer hochwertigere Belohnungen angeboten. Klar wird positiv aufgebaut..und dann kommt irgendwann der Punkt wo die Belohnung nur noch die zweite Geige spielt (es diese nur noch ab und zu gibt) und ich einfach manche Sachen erwarte..keine Diskussion.
    Dennoch haben meine Hunde einen guten Grundgehorsam. Wenn sie mal meinen verrückt zu spielen äußere ich meinen Unmut darüber.

    Das hat aber nichts mit falschem Training zutun oder das etwas verlangt wird was die Hunde nicht leisten können. Es ist ein Lebewesen..keine Maschine. Ein Lebewesen, was manchmal Entscheidungen trifft die ich blöd finde. Ich finde es nur fair sie genau das Wissen zu lassen. Aber wie schon mehrere sagten: Eine Ansage ist KEIN Training...es ist ein Management um eine bestimmte Situation zu meistern und/oder den Hund aus einer Verhaltensschleife zu holen..nicht mehr und nicht weniger. Immer nett ist nicht meins...den Anspruch habe ich weder an die Hund noch an mich selbst (respektvoll schon, aber immer ehrlich)

  • habe den Anspruch auch nicht. Und bei mir geht.es auch.nicht um ,“immer noch hochwertiger“.

    Ich nutze aber im Training die Dinge die dem Hund Spaß machen um das bestmögliche Trainingsergebnis zu erreichen. Ich sehe das auch nicht als “konkurrieren“ mit der Umwelt. Deshalb mache ich das ja auch nicht, will doch den Hund nicht ablenken oder so. Aber das ist wohl eben genau der Unterschied den ich meine. Ich denke beim Rückruf nicht an irgendwelche verheerenden Verlockungen, die genau dann autreten, wenn der Hund grade in Lebensgefahr schwebt. Ich trainiere einfach das Kommando mit so viel Spaß und Belohngungsvarietät wie möglich, in der Hoffnung, dass es so perfekt wie möglich funktioniert. Da sehe ich dann einfach die größtmögliche Chance, dass es mit hoher Erfolgsquote funktioniert.

  • Viele schreiben ja "dann mache ich dem Hund ne Ansage...".

    Ist halt auch ein schwieriger, weil beliebig auslegbarer Begriff. Der eine versteht darunter ein leichtes Räuspern, der andere extremes körperliches Bedrängen.

    Was meint ihr denn zu dem Thema? Wie haltet ihr es mit Ansagen? Seid ihr komplett dagegen? Oder nutzt ihr auch mal eine? Wenn ja, in welchen Situationen?

    Ich klaue mal aus dem Junghundethread von vor ein paar Tagen:

    Ich bin ja eher der personifizierte Wattebausch, von daher ist "Ansage" bei uns im Standardprogramm nicht enthalten.
    Bei absolutem, spontanen Danebenbenehmen (z.B. wenn der Große es witzig findet, die Kleine fast überzurempeln, was gar nicht geht), vergesse ich mich allerdings auch schon mal und werde kurz laut und körperlich (im Sinne von ein paar nachdrücklichen Schritten in Richtung Hund) - da das nicht oft passiert, wirkt das zumindest überraschend und deswegen als Verhaltensunterbrecher.

    Ansonsten gilt für mich auch folgende Aussage.

    Eine Ansage ist KEIN Training...es ist ein Management um eine bestimmte Situation zu meistern und/oder den Hund aus einer Verhaltensschleife zu holen..nicht mehr und nicht weniger.

    Es kommt halt auch sehr auf den Hundetyp an - mein Rüde würde, wenn ich es mit den Ansagen übertreiben würde, bzw. sie für einen überhörten Rückruf verteilen würde, in Folge vermutlich nicht besser hören.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!