"Ansage" machen
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LieblingPia -
10. August 2016 um 20:54
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Ganz ehrlich: Ich versuche sehr selten spannender als die ganze Welt mit allen Reizen zu sein...und auch werden nicht in steigender Reihenfolge immer hochwertigere Belohnungen angeboten. Klar wird positiv aufgebaut..und dann kommt irgendwann der Punkt wo die Belohnung nur noch die zweite Geige spielt (es diese nur noch ab und zu gibt) und ich einfach manche Sachen erwarte..keine Diskussion.
Genauso läuft das bei mir auch.
Wobei ich dazu sagen muss, dass in der Zeit, wo ich aktiv RR geübt habe, habe ich schon den Clown gespielt und wollte bewusst spannender sein als alles andere. Heute würde ich das nicht mehr tun. Der RR ist etwas, was ich zu 100% einforder, es ist eigentlich auch das einzige Signal was ich während eines Gassi-Gangs mal gebe (außer vllt. noch "nein", wenn sie freudestrahlend auf einen Pferdehaufen zuläuft
). Überhört sie es, wird sie angeleint. Ich benutze den RR täglich, d.h. vergessen zählt da nicht.Während der Pubertät lief sie an der Schleppleine, heute leine ich nur noch an, wenn sie läufig ist, da überhört sie auch mal gern und flitzt in die andere Richtung. Aber das fällt für mich unter Unzurechnungsfähigkeit, nicht Vorsatz

Die restliche Zeit ist sie verlässlich abrufbar. Sie weiß das, ich weiß das, also gibts auch ein "Ey" oder "hierhin", wenn es nötig ist.
Ich stress mich da auch überhaupt nicht. Manchmal hab ich das Gefühl, das Zusammenleben mit Hunden ist genauso theoretisch geworden, wie die Kindererziehung. Man sollte einfach mehr auf sein Bauchgefühl achten und das Zusammenleben genießen. Dazu gehört auch schon mal ne Ansage wenn es nötig ist, den Zögling an das Erlernte zu erinnern, ohne schlechtes Gewissen

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Interessant, wird jetzt alles auf den Rückruf gemünzt. Sonst gibt es keine weiteren Signale?
Ich schrieb ja schon dazu, jeder Hund hat seine "Macken" und an denen sollte man nicht ewig rumdoktern.

Ich geh jetzt nur von mir und meinen Hunden aus.
Es gibt Situationen, letztens erst, morgens um 06:00, ich bringe die Damen zu meiner Freundin hoch und ein Auto kommt um die Ecke. Ich rufe die Damen ran, Maya kommt sofort, Emmy? Nö... aber, weil... Bett? Weiterschlafen? Eilig zu meiner Freundin zu kommen? Prinzesschen brauchte gefühlte 5 Minuten bis sie sich dann zu mir bequemte. Erst noch ein bisschen schnüffeln, mich immer wieder schlaftrunken anschauen, gucken wer im Auto sitzt, usw. So ein kleines Terrierköpfchen ist da sehr kreativ.
Hätte ich da ihr eine Ansage machen sollen? In meinen Augen nicht.
Ich sehe es als ein Charakterzug von ihr, dass ihr Schlaf heilig ist.
Ich hätte sie, vorrausschauenderweise ja zu Hause anleinen können, für den Weg nach oben. Ergo, doch mein Fehler.Oder wenn die Damen beschliessen, jetzt ist aber so schönes Wetter, wir wollen nicht rein, oder Emmy gestern, zwischen den Blumenkübeln auf Mäuselauer sein. Klar kennen sie "Bettmümpferli", "Happen Pappen" usw. Aber, manchmal ist es den Damen einfach egal, was es gibt. Sonne, Wärme, Wiese, Mäuse, Kuhstall, fetzen mehr.
Ich rufe sie dann, und wenn sie nicht kommen, werden sie eben eingesammelt.
Auch hier wieder, klar könnte ich sie vorher anleinen, ergo, wieder mein Fehler.
Ich mag mit meinen Hunden nicht "stürmen" denn, wenn es wirklich wichtig ist, funktionieren die gegebenen Signale.
Und, auch wenn die Mädels, wie in den oben beschriebenen Situationen, die Signale ignorieren, muss ich nicht ständig irgendwas neu aufbauen, oder immer höherwertiger sein, als das, was die Umwelt zu bieten hat.
Kann aber auch daran liegen, dass die Damen sehr viel von sich aus anbieten,weil Belohnung, wir viel Blödsinn zusammen machen und viel Spass zusammen haben. -
Ganz klar: Ja..hier hätten meine Hunde einen Anranzer kassiert...ich dulde das nicht...auch nicht mal eben den nächsten Baum markieren wenn ich rufe....will ich nicht.
Klar ist alles immer eine Frage der Ansprüche die man an sich und den Hund hat.
Und nein es geht nicht nur um den Rückruf...auch ums pöbeln zb. Einfach um Dinge die ich nicht haben will (Tabus). Die setze ich dann auch um...auch mit Nachdruck
Wir haben dennoch Spaß zusammen. Ich schaffe Rahmenbedingungen in den sich bewegt wird...innerhalb können wir jeden Spaß der Welt haben
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Ich kann mir gerade ehrlich gesagt kein Szenario bildlich vorstellen, bei dem ein Hund "weiß, was man will", es aber "trotzdem nicht macht". Entweder es wurde nicht genug trainiert oder das Setup war für den Hund ungeeignet.
Warum nicht?
Weil Hunde keine eigene "Meinung" haben? Warum bitte ist es absolut unmöglich das ein Lebewesen das eigenständig Zusammenhänge erfassen kann, das durchaus auch planen kann, das eben dieses Lebewesen schlicht auch mal keinen Bock hat ein Kommando zu befolgen?Kann es sein, dass gerad beim Thema Rückruf "Er will nicht" mit "Er ist unkonzentriert/auf was anderes zu sehr fokussiert" verwechselt wird? Gerad bei den Hunden, die auf eine Ansage dann kommen? Die Ansage wird doch sowas wie ne Drohung sein, aber was wird einem Hund, der ein Kommando positiv erlernt hat, eigentlich angedroht?
Nein. Hund hört mich, reagiert indem er zu mir sieht, Kommando wird wiederholt, Hund guckt zu einer Stelle die interessant ist und läuft dahin.
Die Ansage ist eine Vorwarnung.Gerad beim Rückruf, wenn ein Hund nicht kommen will, wird er doch nicht motivierter sein zum HH zu kommen, weil man rumbrüllt und meckert. Oder hat Hundi genug Fantasie sich selbst Strafen auszudenken, die er nie bekommen hat? Wo ist mein Denkfehler?
Die Ansage ist die Warnung, oft auch gleichzeitig der Abbruch. Reagiert der Hund "richtig", also bricht ab und sieht zu mir, wird das Kommando wiederholt.
Kommt er dann wird er auch belohnt.
Kommt er nicht folgt eine Konsequenz, eine Strafe.
Hunde sind ja nicht blöd, also meistens nicht. Die Kette von "Ich ignoriere, Frauchen/Herrchen wird deutlich, ich folge und alles ist tutti" ist nun echt nicht kompliziert, die kann selbst mein Hund mit den 3 Gehirnzellen verknüpfen. Ebenso die Kette "Ich ignoriere, Frauchen/Herrchen wird deutlich, ich ignoriere weiter und es gibt Ärger" ist einfach und für einen Hund weder unverständlich noch schlimm.So läuft es doch überall ab, auch unter Hunden. Hund hebt Lefze, anderer Hund geht weg. Tutti! Hund hebt Lefze, anderer Hund geht nicht weg, kriegt nen Anranzer und geht. Auch noch alles tutti. Geht aber Hund weder nach Lefze, noch nach Anranzer gibts Dresche.
Tu was ich will = Lob. Tu was anderes - Warnung - tu was ich will = Lob. Tu was anderes - ignoriere Warnung - Ärger. Die wirklich einfachste Kette die innerhalb aller kommunizierender Lebewesen schon immer existiert und auch immer existieren wird.
Lob kann da eben auch einfach ein Fehlen von Strafe sein. Ist für alle okay, also, außer der Mensch der neuerdings da das Rad neu erfinden will.tjaa oder die leute sollten ihre Belohnungskiste etwas mehr aufmöbeln

Leider wird eben der Rückruf eben auf Grund seiner (für den Menschen) Ernsthaftigkeit total verkehrt geübt. Mit engen regeln und immer perfekter Ausführung, am besten noch mit Vorsitz

Zeigt ja auch die Diskussion hier...Rückruf sollte super duper mega Spaß machen und dann hat man eine reelle Chance, dass der Hund im richtigen Augenblick auch Bock hat zu kooperieren und zu kommen (und meist schaut die Ausführung dann noch zuverlässiger und zügiger aus, als.bei einem durchgesetzten Kommando).
Wenn man Hunde hat die auf Spielzeug und Fangen spielen stehen, klar. Dann ist wirklich alles ganz einfach.
Das Glück hat aber eben nicht jeder.
Und es gibt Hunde die wissen müssen das der Halter bereit ist Konsequenzen folgen zu lassen. Sichere Freiheit gibt es nur innerhalb Regeln, das ist überall so wo es Gruppen gibt.
Tu A und alles ist fein, tu B und es gibt Ärger. Ist wirklich das einfachste, simpelste Prinzip der Welt und funktioniert seit Jahrmillionen überall wo Lebewesen kommunizieren.
Manche Hunde brauchen die Sicherheit das es auch wirklich so ist. Manche nicht. Manche mögen Spaß, andere definieren Spaß anders. -
@Ziggy vor allem sind es diese Momente, die sich ins Herz brennen und an die man sich später gerne zurück erinnern wird.
Die Sturheit, der Gesichtsausdruck wenn... Die Trantütigkeit morgens, das Ding mit der Maus, hüpfen, Öhrchen ganz weit oben.
Auch das Beispiel von @RafiLe1985 wenn Newton angewatschelt kommt, nach dem dritten Mal "bitten" und DANN noch für seine tolle Leistung einen Keks haben möchte

...ist doch super süß

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Hier wird ja immer betont, dass Hunde keine Maschinen sind.
Richtig so. Menschen aber auch nicht.Ich finde ne Ansage völlig in Ordnung und verstehe das auch nicht als "sich mal Luft machen und sich unnötig aufregen".
Aber es kann natürlich durchaus passieren, dass der Hund mal unfairer Weise ne Ansage bekommt, weil man gerade selbst recht unausgeglichen ist.Ich habe eine Hündin die, sobald ich mich 5 Minuten irgendwo auf ner Bank niederlasse meint, ihr gehöre alles im Umkreis von 50 Metern.
Wenns nach ihr ginge würde sie zu jedem Hund hinstürmen und diesen verbellen, wenn ich sie so machen ließe wie sie meint.
Will ich aber nicht.
Da gibts dann auch mal ne Ansage wenn sie meint sich darüber hinwegsetzen zu müssen.Futterneid wäre auch so ein Thema. Sie wirft einem Hund nur so einen Blick zu und ich weiß, dass das ihre kurze Warnung ist, dass hier an Futter nichts geteilt wird.
Wenn ich Sitterhunde bei mir hab, gibts da ganz klar und deutlich ne Ansage, dass ich das nicht dulde.Die Katze von der Terasse jagen oder das Katzenfutter fressen was frei rum steht ist auch etwas wo ich ne Ansage mache.
Meine Hündin hat extrem auf Katzen reagiert, jetzt kann die Nachbarskatze ohne Stress über die Terasse laufen ohne, dass sie um ihr Leben fürchten muss. Da eine Klienten eine Katze Zuhause hat, musste sie lernen sich nicht vom Katzennapf zu bedienen.
Hat funktioniert. Gab zu Anfang halt direkt ne Ansage im Sinne von "weg von dem Napf, der ist für dich tabu!"Ich glaube das wichtige bei so einer Ansage ist, dass man dem Hund danach die Chance gibt ein anderes Verhalten zu zeigen, was dann belohnt werden kann.
Und um auf die "süßen Momente der Verweigerung" einzugehen.
Wegen jeder Kleinigkeit ist es denke ich unnötig ne Ansage zu erteilen, auch weil der Hund dann abstumpft weil er sich daran gewöhnt.
Bei meiner sehr eigenständigen Hündin kann ich auch über bestimmte Situationen schmunzeln, trotzdem versuche ich aber auch in solchen Momentan dabei zu bleiben was ich gerade gefordert habe.Einfach weil die super schnell raus hat wann sie den Clown raushängen lassen muss um das zu bekommen was sie will. -
Meine Pia ist eine Hündin, die schnell gestresst ist und auch Unsicherheiten hat. Sie ist, ich nenns mal, verhaltensoriginell. Ich habe ja 2 "normale" Hunde und eben Pia. Daher merke ich umso deutlicher, dass bei Pia irgendwas "nicht richtig" läuft. So im Sinne von psychischen Problemen meine ich. Bis zur 8. Woche hat sie außer der Wohnung, in der sie geboren wurde, nichts kennen gelernt. Und auch die Anfangszeit bei uns lief leider alles andere als gut.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass solche Hunde, wie meine Pia, einen eng gesteckten Rahmen und viele Regeln brauchen. Je mehr Freiheiten Pia bekommt, desto gestresster wird sie. Sie kann offenbar besser damit umgehen, wenn ihr einmal klar sage "so nicht", als wenn ich da monatelang dran trainiere.
Ist ja nicht bei jedem Hund so. Gio wiederum, wie ich schon erwähnte, ist so sensibel und so lernwillig. Da kann ich keinen strengen Ton nutzen. Entweder schmeißt er sich dann auf den Rücken oder erstarrt und macht gar nichts mehr.
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Ganz klar: Ja..hier hätten meine Hunde einen Anranzer kassiert...ich dulde das nicht...auch nicht mal eben den nächsten Baum markieren wenn ich rufe....will ich nicht.
Klar ist alles immer eine Frage der Ansprüche die man an sich und den Hund hat.Denke ich auch.
Ansprüche sind bei mir situativ. Es gibt Situationen, da fordere ich etwas ganz klar ein und da funktioniert es auch.Alles andere, ja, da bin ich eher der entspannte Typ und nehme es den Damen nicht krumm.
Mal menschlich gedacht, nach 8 Stunden Schule hab ich auch keinen Bock mehr, irgendwas noch auszuarbeiten. Ich zwinge mich dann auch nicht dazu, weil, gerade nicht relevant. Ist es hingegen etwas wichtiges, ja, dann kann ich auch noch die halbe Nacht daran sitzen.Und nein es geht nicht nur um den Rückruf...auch ums pöbeln zb. Einfach um Dinge die ich nicht haben will (Tabus). Die setze ich dann auch um...auch mit Nachdruck
Pöbeln-> Emmys Lieblingsbeschäftigung.
In Kombination mit Maya sowieso. Hier ist es ganz klar an mir zu intervenieren. Ab einem gewissen Abstand habe ich verloren, also bewege ich mich da wirklich vorrausschauend und rufe rechtzeitig ab. Und natürlich funktioniert es nicht immer, besonders wenn mir zu spät auffällt das jemand kommt. Dann heizt Maya noch Emmy auf, denn zusammen ist man stark.
I.R. kann ich Emmy ganz gut abrufen und wenn sie zurück kommt, ist es für Maya natürlich doof, alleine hinzuflitzen. Weswegen sie dann recht schnell wieder zurück kommt.
Allerdings passiert es auch mal, das jemand um die Ecke kommt, oder aus dem Wald und auf einmal vor uns steht. Da muss ich nicht versuchen, irgendwas zu unterbinden. Durch den Schreck wird dann rückwirkend getuttert, bis man sich wieder beruhigt hat.
Wir haben dennoch Spaß zusammen. Ich schaffe Rahmenbedingungen in den sich bewegt wird...innerhalb können wir jeden Spaß der Welt haben
Hab ich auch niemandem abgesprochen.
Ich glaube, wer Hunde hat, hat sehr viel Spass mit ihnen.
Wir haben hier auch unseren Rahmen in dem sich die Damen bewegen. Aber, ja, Grenzen lockern sich mit der Zeit. Bedingt durch gegenseitiges Vertrauen, was mit den Jahren immer grösser wird.
Irgendwann kennt man halt seine "Pappenheimer".
Ja, das sind die Allüren und Geschichten, an die man gerne zurück denkt und lachen kann.

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Kann aber auch daran liegen, dass die Damen sehr viel von sich aus anbieten,weil Belohnung, wir viel Blödsinn zusammen machen und viel Spass zusammen haben.
Das klingt irgendwie wieder wie so ein unterschwelliger Vorwurf. Jemand, der ein Abbruchsignal verwendet bzw. verwenden muss, verwendet keine oder wenig Belohnungen und hat keinen Spaß zusammen mit dem Hund.. -
Vorab, ich habe nicht alle 10 Seiten gelesen, nur die ersten zwei, um zu "verstehen", was hier das Thema ist.
Vorab zum zweiten, was verstehen wir/versteht ihr unter Ansage machen? Für mich bedeutet das, dass ich meinem Hund schon mal ziemlich unmissverständlich klar mache, dass ich DAS nicht wollte bzw. dass ich ein Verhalten deutlich missbillige.
Vorab zum dritten: ja, ich nutze definitv mal 'ne Ansage, und die ist deutlich, je nach Schwere des "Verstoßes".
Aber: "Ansagen" darf es eigentlich überhaupt nur geben, wenn ich sicher sein kann, dass der Hund die entsprechende Regel bzw. ein Hörzeichen (für den Hund eine Vokabel) sicher verstanden hat (und ich glaube, das ist leider oft nicht der Fall). Und... wenn ich wirklich mal in der Verlegenheit war, meinem Hund die rote Karte zeigen zu müssen, gucke ich immer, dass ich schnellstmöglich eine Trainingssituation herstellen kann, wo der Hund das eigentlich korrekte Verhalten zeigen und ich ihn wieder belohnen kann.
LG. Bea
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