Kastration extrem teuer - Meinungen

  • Und auch für @Quebec, die wohl überlesen hat das schon auf der ersten Seite steht das der Rüde der Schwester daheim markiert hat und nicht draußen. Die meisten Menschen empfinden verständlicherweise einen Möbel anpissenden Hund als Problem.

    Hat sie nicht überlesen, denn hatte Idefix läufige Hündinnen in der Nase, hat er im Haus markiert. Trotzdem er kastriert war. Als Problem empfand ich das auch und habe ihn, wenn ich aus dem Haus mußte, auf die Räumlichkeiten beschränkt, wo er nicht so viel Schaden anrichten konnte und es leicht zu beseitigen war.

  • Der Rüde ihrer Hündin diente als Beispiel dafür, dass die Kastra eben auch doch helfen kann.
    Und wenn der Chi übermorgen einzieht, der Kastratermin aber Ende August ist hat der Hund immerhin drei Wochen Zeit, "sich zu zeigen".

  • ??? Wieso müsst ihr es mit eurem 'anti-kastra' immer so übertreiben? Ich sehe nach wie vor in beidem Vor- und Nachteile, mit Risiken und Nebenwirkungen. Kenne viele Fälle, wo eine Kastra definitiv bei solchem Verhalten geholfen hat und widerum einige andere, in denen ich abolsut nicht dafür gestimmt habe, weil es ganz offensiv reine Erziehungssache war. So wäge ich ab. Darf doch jeder seine eigene Meinung darüber haben, oder nicht?
    Meine Meinung jetzt deshalb als 'traurig' abzustempeln finde ich nicht in Ordnung, man könnte fast meinen, ich rate ihr dazu den Hund im Wald auszusetzen.

    Und mir gleichzeitig noch unterjubeln wollen, ich suche nach Billigtierärzten?! Langsam aber sicher wirds mir hier im Forum auch zu bunt. Sorry, aber bei über 500 Euro frage ich eben nach. Meine Tierärztin ist klasse und verlangt weniger als die Hälfte. Wird wohl auch was mit Land und Stadt zu tun haben. Ist meine Tierärztin jetzt deshalb zwangsläufig schlecht oder wie darf ich deine Aussage deuten?

    Ich bin grundsätzlich gegen unnötige Kastrationen. Und das "unnötig" mache ich daran fest, ob mans anders hätte hinbekommen können.
    Das aber kann man erst nach ausreichend Zeit und investiertem Training sehen, wenn man ehrlich sein möchte.

    Das Problem ist, daß die Realität hier unabhängig von der Meinung des Einzelnen ist *gg und die Realität lautet (Deiner Beschreibung folgend): daß ihr dem Tier mit den 4 Wochen "Ankommen" nicht ausreichend Zeit geben werdet, und daß ein Tier oft länger braucht, um sein normales Verhalten zu zeigen. Ich glaube, DAS ist hier der Hauptkritikpunkt Vieler, nicht die Tatsache, DAß er überhaupt kastriert werden soll.

    Um eine wohl abgewogene Entscheidung zu treffen, müßte man das Tier doch erstmal ausreichend (!) in den neuen 4 Wänden kennenlernen, er seine neuen Halter kennenlernen, und ihm eine Chance geben, anzukommen, runterzukommen, und streßfrei sein normales Verhalten zu zeigen. Entscheide ich vorher, kann ich nicht davon sprechen, ich hätte abgewogen. Dafür sind 4 Wochen aber definitiv zu knapp.

    Daß man für die Kastra selbst nen Zeitpunkt wählt, zu dem man ganz für den Hund da sein kann, ist sehr lobenswert. Aber nicht, wenn der Hund dafür u.U. zu früh kastriert wird, sodaß die Kastra vielleicht umsonst gemacht würde - das wirst hinterher ja nimmer feststellen können, ob er so auch ruhiger geworden wäre. Will heißen: ich würde ihn auf alle Fälle erstmal richtig ankommen lassen. Und wenn man dann immer noch der Meinung ist, man kriegt´s partout anders nicht hin, kann man immer noch die Kastra planen. Dafür gibts Dinge wie Urlaub oder Semesterferien, alles vorher planbar, so, daß man für Hundi da sein kann.

    Auch wegen des nicht abgestiegenen Hodens: ich weiß net, wie lange erfahrungsgemäß die Chance besteht, daß der noch runtergeht von alleine - aber auch in nem halben Jahr kann der noch entfernt werden. Der wirds sicher net in diesem halben Jahr lebensgefährlich entarten. Und der Hund hat bis dahin noch Zeit, ganz erwachsen zu werden. mit einem Jahr find ich einfach noch bissel jung, wenn net notfallmäßig operiert werden muß.

    PS: bei solchen Preisen hätt ich auch nach ner Alternative gesucht oder mich zumindest schlau gemacht, ob das normal ist....

  • Allerdings verwirrt mich dass dieser Rüde doch erst jetzt abgeholt werden soll, dann schreibt sie von einem Rüden ihrer Schwester, der bereits kastriert sei...

    Yep. 2 Hunde, 1 Problem.

    Hat sie nicht überlesen, denn hatte Idefix läufige Hündinnen in der Nase, hat er im Haus markiert. Trotzdem er kastriert war. Als Problem empfand ich das auch und habe ihn, wenn ich aus dem Haus mußte, auf die Räumlichkeiten beschränkt, wo er nicht so viel Schaden anrichten konnte und es leicht zu beseitigen war.

    Uuuuh.. Okay, das ging aus deinem Post nicht hervor und da du so leichtherzig geschrieben hattest bin ich auch nicht auf die Idee gekommen das Idefix drinnen markiert hat.
    Dann nehm ich das natürlich zurück, dachte du hättest das überlesen.

  • Was man macht? Man lebt damit.

    Idefix war und blieb ein Streuner, er prügelte sich mit intakten Rüden und Kastraten, er versuchte bei Hündinnen aufzureiten. Der Brüller aber war sein Liebling. Eine irische Wolfshündin. Idefix war 38 cm groß.

    Er hatte alle unsere Neufundländer im Griff, er erzog die Welpen und Junghunde. Er war der "Chef" von drei Rüden. Alle meine schweren Jungs hatten Respekt vor ihm.

    Er jagte Müllmänner und Paketboten in ihre Fahrzeuge und haßte die Briefträger abgrundtief.

    Das Idefix 16 1/2 Jahre alt wurde, war für mich ein Wunder. Viele Jahre dachte ich, er würde irgendwann seinen Meister finden und ich könnte es nicht verhindern. Ich liebte diesen Jagdterriermischling und hatte oft Angst um ihn.

    Ich habe einfach mit seinem Wesen zu leben gelernt, habe ihm seine Unsauberkeit, seine selbstmörderischen Aktionen, seinen Hass auf alles, was uns zu nahe kam, hingenommen und versucht das Schlimmste zu verhindern. Im Alter seine extremen Verlustängste, sein Klammern an mich, toleriert. Es war nicht einfach, aber ich möchte keine Stunde mit ihm missen.

  • Ich komm nicht ganz nach...

    Der Hund ist jetzt 1Jahr alt? Im besten Hormonchaos- Alter und soll jetzt kastriert werden?
    Hmm.... :/
    Das der eine Hoden raus muss wenn er nicht absinkt, klar, aber warum gleich komplett kastrieren? Der Hund muss doch erst mal erwachsen werden.
    Erziehung und Management wäre hier mein Mittel der Wahl.
    Den Hund erst mal ankommen lassen, Stressauslöser vermeiden... aber doch nicht gleich "schnipp schnapp Eier ab"

    Ach ja, meine Kleinteile sind übrigens auch kastriert. Emmy markiert draussen schlimmer wie manch Rüde, Maya toppt das Ganze, sie kontrolliert danach gleich, ob auch ja alles nach Mayapipi riecht und Emmy kann stundenlang ihre Plüschraupe berammeln.
    Dominanzproblem.... :ugly:

  • Hallo,

    also erst mal rate ich noch zu warten. Ich habe hier einen Chi-Kastraten der auch mit einem Jahr kastriert wurde und er ist der totale Angsthase und sozial nicht kompartibel, weil ihm einfach ein bisschen Männlichkeit fehlt. Ich bin der Meinung er wäre deutlich entspannter, wenn das einfach später passiert wäre und er erst mal erwachsen geworden wäre.

    Mein anderer Chi hatte dasselbe Problem wie im Ausgangspost beschrieben. Ich habe eben für dich nachgeschaut, das hat bei uns ca. 300€ gekostet. Wenn der Hoden nicht in der Leiste liegt, wird das aber deutlich teurer werden und da sage ich dir ganz ehrlich, dass es manchmal nicht möglich ist einen kleinen verkümmerten Chihuahuahoden im Bauchraum zu finden. Es soll schon Fälle gegeben haben, da haben sie den Hund aufgeschnitten, nichts gefunden und wieder zu gemacht. Das wird dann wegen dem Ultraschallversuch sowieso auch teurer.
    Bei meinem Rüden hab ich Tatsache jetzt mit 6 Jahren auch nur den verschollenen Hoden in der Leiste rausnehmen lassen, weil sowieso Narkose wegen Zahnsanierung und Röntgen an stand. Der übrige ist nun auf doppelte Größe gewachsen und übernimmt die volle Produktion |) Wir hatten vorher den Kastrationschip gesetzt und er war A wie ein Zombie (nur fressen und schlafen, sonst keinen Lebenssinn) und B hatte er plötzlich (wie mein anderer Kastrat) Probleme mit anderen Hunden. Er war deutlich ängstlicher und auch wenn er friedlich war, wurde er aufgrund seines wohl komischen Geruchs öfter gemobbt.
    Ich würde daher auch erst mal dazu raten, dass der Chi wenigstens 2 Jahre wird und dann könnt ihr den Chip mal setzen lassen und schauen was passiert. Aber ich denke es wird bis dahin sowieso besser, wenn er bisher mit läufigen Hündinnen zusammen lebt, hat er ja Dauerstress, der dann weg fällt nach dem Umzug. Der Hoden wird sowieso in dem Alter keine Probleme bereiten, zumal das Risiko bei Kleinhunden da deutlich geringer ist, dass da etwas entartet. Man hat also Zeit bis der Hund sowieso mal in Narkose ist und bis dahin kann man sich überlegen wie viele Hoden man raus haben will..

    Im Übrigen kenne ich aber sehr viele Chihuahuas die einen sehr gesteigerten Sexualtrieb haben..
    Ich finde aber, dass sie auch aufgrund ihrer Größe ruhig eine Portion Testosteron vertragen können, weil sie sonst wirklich zum armen ängstlichen Würstchen werden :/

  • Manchmal stellt es sich auch im ersten Moment schlimmer dar, als es dann tatsächlich ist.
    Max wurde uns vorgestellt, lachend mit Handverweis auf seine "Rammelnudel" die er täglich gerne stundenlang durch den Garten gerammelt hat :/
    Zuhause hat er am ersten Tag Dexter gerammelt, oder besser gesagt, er hat es versucht. Wir haben ihn stets dabei unterbrochen, und nach einem Tag war es bei ihm auch angekommen, dass das kein akzeptables Verhalten ist. Und er hats gelassen.
    Bei fremden Hunden hat er es zuerst auch damit versucht, sich aber schon schneller zusammengerissen.

    Es ging eigentlich bedeutend schneller, als ich (in Anbetracht der Vorgeschichte) angenommen hatte, dass er es garnicht mehr probiert hat. Erst als die Erstverschlimmerung durch den Suprelorin-Chip auftrat, hat er ein Kuschelhündchen (und nur das) gerammelt. Das aber ganz offensichtlich sexuell motiviert.

    Wenn der Kleine leidet und es nicht besser wird, ist Kastration natürlich mehr als sinnvoll!
    Bei uns hat sie inkl. Nachsorge knapp 240€ gekostet.

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