Umgang mit Schutz- und Wachtrieb

  • Wegen dem stellen von Personen.
    Wir wollen das nicht, weil das u.U. 5 Hunde sind. 1. finde ich das etwas viel :hust: und 2. ist einer der Hunde (Sam) nicht ganz knusper. Ich bin mir absolut sicher, dass er nicht nur stellen wuerde.

    Sind wir nicht da und einer kommt ins Haus, joa...dann kann ich auch nichts machen. Wobei die 5 nicht zusammen sind ohne Aufsicht. Heisst Sam und Pan sind zusammen und die Malis sind zusammen.


    Sam darf aktuell auch nur im Haus melden. Ansonsten darf er aktuell nichts in diese Richtung, weil er gnadenlos ausflippt..

  • Wie schön, dass hier so viele mitschreiben :dafuer:

    Heute Morgen um fünf hat mich Balous Wachtrieb genervt |) Ich war im Schlafanzug und wollte nur kurz mit ihm über die Straße, um ihn pinkeln zu lassen.
    Unterwegs kam uns ein Nachbar entgegen - peinlich genug, ich so im Pölter - und Balou fing an ihn anzumucken - morgens um fünf in der Siedlung! Auf mein "nein" und nach hinten neben mich deuten hat er zum Glück sofort seinen Platz an meiner Seite eingenommen und den Nachbarn brav ignoriert.
    Danach war ich wach :lachtot:

  • Meine Osteuropäer haben alle Schutz- und Wachtrieb. Das tolle daran, mich stört es nicht.meine Nachbarn sind verwundert, dass sie bei ihnen nicht anzeigen, aber wenn wer fremdes ins Haus kommt, alle gewarnt sind. Bin ich zuhause, wird bei "Feinden" nachts nicht unkontrolliert rumgekläfft, sondern alle drei Knurren. Das Hundekind hat sich das von den beiden älteren Mädchen abgeguckt. Ich finde es eh der Hammer, wie sehr sie von den anderen Hunden im Haushalt Verhaltensweisen abguckt.

    Sanftes anzeigen wird großzügig belohnt, heftiges gekläffe ignoriert. Bisher empfinde ich diese beiden Eigenschaften sehr positiv und lassen mich auch wieder viel selbstbewusster abends Gassi gehen.

  • Unser Rüde (Spanischer Mix aus Schäfi/Podenco was auch immer) hat Wach- und Schutztrieb und zu unserem Leidwesen dazu auch noch einen riesigen Jagdtrieb. Wir kämpfen also an allen Fronten.

    Bei normalen Spaziergängen beachtet er andere Menschen nicht. Ich hatte allerdings auch einmal den Fall, wo mich unterwegs ein betrunkener Mann belästigt und auch angefasst hat, da war er sofort auf dem Plan, hat sich dazwischen gestellt, geknurrt und den Mann angestupst. Der hatte Angst und ist weg, deswegen weiss ich nicht, ob Jako auch noch weitergegangen wäre. Ich vermute aber schon, er war sehr aufgebracht.

    Ich finde es sehr beruhigend, dass Jako mich im Zweifel beschützen würde. Wir gehen auch sehr oft in einsamen Gegenden spazieren oder Joggen und ich fühle mich sicherer wenn ich ihn bei mir habe. Wenn uns unterwegs Jemand begegnet, den ich irgendwie komisch finde, fixiert er den dann auch direkt.

    Auf dem Grundstück meldet er alles, was insofern nervig ist, da wir hinter dem Garten eine Grünanlage haben, in der den ganzen Tag Menschen vorbei gehen und ihre Hunde ausführen. Hier darf er mal kurz wuffen, das finde ich o.k.. Ausgiebiges Bellen und am Zaun rumspringen (wenn der Erzfeind vorbeiläuft), kann ich mit einem Doppelpfiff abbrechen und er kommt dann zu mir.

    Besucher möchte er immer anbellen (da muss er zunächst auf seinem Platz bleiben), weil er die auch anstupsen würde. Sind sie im Haus und haben sich gesetzt, darf er aufstehen. Dann nähert er sich langsam und bellt auch nicht mehr. Mussten wir aber auch lange dran arbeiten. Paketboten dürfen hinter dem Tor angebellt werden, weil die Früher immer einfach auf unser Grundstück gelaufen sind. Auf Zuruf bricht er das dann aber ab.

    Unsere Hündin bellt manchmal mit, das ist aber wohl nur Sympathiebellen. Sie hat keinen erkennbaren Wach- oder Schutztrieb. Sie würde eher vor einem Angreifer weglaufen. In ihrem Kopf gibt es nur Hase, Reh, Fasan, Vogel, Maus, Katze, Schaf usw. usw.....

  • Das Fremde doof finden hat mein Rüde ja nicht gelesen, oder ich hab ihn einfach zu sehr als Welpen drauf geprägt, aber ich kann ihn eigentlich jedem mitgeben, der ein bisschen Ahnung von Hunden hat. Muss aber auch sagen, wäre er nicht so unendlich nett, würde das nicht gehen, denn er nimmt kaum Jemanden ernst, also wenn er da tut, was die wollen ist das reine Gnädigkeit von ihm.
    Schafft es Jemand, dass er ihn ernst nimmt und respektiert dann ist er ein sehr einfacher Hund,. Pension brauchten wir noch nie, aber ich hab ihn auch schon bei für ihn unbekannten Leuten geparkt, und es war kein Problem.

    Trotzdem weiß ich, im Notfall steht er parat und ich kann mich auf ihn verlassen.
    Übrigens nimmt in unserer Gegend es immer mehr zu, dass Leute überfallen werden und einige Leute freuen sich daher regelrecht über einen wehrhaften Hund, sogar Rassen wie Rottweiler finden langsam wieder Anklang. Könnt ihr sowas auch beobachten bei euch?

    @Pinky4 Ich weiß ja nicht, wie ihr so wohnt, aber wenn ich nicht länger als ne halbe Stunde Auto fahren könnte mit Hund dann wäre ich ziemlich aufgeschmissen. Da mein erster Hund das aber auch gemacht hat, habt ihr es schonmal mit einer Box versucht? Bei ihm hat das gut geholfen und irgendwann ging es dann auch ohne, aber mit Box immer besser.

  • @Belial
    Alles schon probiert.
    Mit Box, ohne Box, mit meinem Rüden zusammen, ohne ihn, Box mit Tüchern verhängt, Rückbank,
    mit Gurt, ohne Gurt, Globuli, Adaptil-Spray, Adaptil-Tabletten, mit hinten sitzen und den Hund halten, Thundershirt, loben, nicht loben, Leckerli, keine Leckerli, am Ziel was Tolles machen, einfach nur eine Runde fahren, 5-Minuten-Stopps mit Gasssi dazwischen, ...
    Wir probieren jetzt seit vier Jahren rum :verzweifelt:
    Sie hüpft selber rein, aber nach einigen Kilometern wird ihr schlecht.
    Sie tut mir dann auch so leid, weil sie sich so anstrengt und alles richtig machen will.
    Ich schimpfe nicht, wenn sie sich übergibt, versuche es einfach zu ignorieren, aber sie beschwichtigt dann schon beim Aussteigen. Es bricht einem das Herz, sie immer wieder in diese Situation zu bringen. Aber kurze Strecken sind zumindest erträglich für sie.
    Wir sind schon froh, dass wir auf eine halbe Stunde steigern konnten! (Mit großem Kissen, damit sie sich sie hinlegen muss, und dem Load-Up-Harness klappt's am besten, da haben wir einen Riesenschritt gemacht.)
    Aber wir kommen ganz gut klar so. Im Alltag müssen wir nicht weiter fahren.
    (Nur Urlaub oder größere Ausflüge sind eben schwierig.)

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