Macht er das mit Absicht?

  • Das nennt man erlernte Hilflosigkeit. Der Hund zeigt lieber überhaupt kein Verhalten, weil er Angst hat bestraft zu werden und in ständiger Erwartungshaltung vor der Strafe ist.

    Wenn es ganz dumm gelaufen ist hat er überhaupt nicht verstanden warum er bestraft wird und meidet jetzt alles. Arbeite lieber über Belohnung, das ist erfolgversprechender.

  • Anstatt deinen Hund zu beobachten und nur darauf zu warten, dass er ein unerwünschtes Verhalten zeigt, könntest du dich ja auch mit dem Tier beschäftigen. Nur so als Tipp.

  • Zuckerfee:
    Also die Schellen habe ich glaube ich noch nie geworfen. Ich denke, es liegt auch gar nicht so sehr an den Schellen, sondern viel mehr signalisiere ich dem Hund durch das Klappern der Schellen "Ich habe dich jetzt ganz genau im Auge und bin sofort zur Stelle und dann fummle ich dir wieder so lange im Maul rum bis du die Wurst wieder ausspuckst".

    @Nakarai:
    Das Gegenteil ist der Fall. Vorher habe ich es mit Anbrüllen oder einem klaren "Nein" versucht, wenn er Kot fressen wollte. Aber ab einem gewissen Alter geht das in das eine Ohr rein und in das andere wieder raus.
    Geholfen hat da nur das wegnehmen der Kackhaufen. Er frisst ja "zum Glück" nur steinharten Kot, sodass ich da gute Chancen habe ihm die Kacke wieder weg zu nehmen, aber jetzt im Sommer ohne Handschuhe wird es doch langsam eklig bzw. fängt er an sich auf kleine Happen zu konzentrieren oder weichen Kot.

    Ninma:
    Aber vor welcher Bestrafung soll der Hund denn Angst haben? Ich habe ihn doch noch gar nicht bestraft, weil er noch gar keinen Kot gefressen hat seitdem ich die Wurfschellen mitschleppe. Die einzige Bestrafung bestand ja im Wegnehmen der Beute. Wobei ich das nicht wirklich als Strafe ansehen würde.
    Ich denke auch nicht mal, dass es ihm was ausmachen würde, wenn ich ihm die Schellen an den Kopf werfen würde. Dafür ist der alte Herr einfach zu stur und abgeklärt.

  • Wozu brauchst Du dann die Schellen ? Wenn man die Schellen richtig anwendet wirft man sie auch nicht, sondern das klappern ist die Bestrafung, wobei ich das nie so trainieren würde. Kommt natürlich darauf an wie Du sie antrainiert hast. Irgendwie muss der Hund ja gelernt haben das klappern bedeutet da Du ihm im Maul rumfummelst. Warum musst Du ihm das überhaupt aus dem Maul nehmen ? Besser wäre er lernt überhaupt nichts aufzunehmen oder ein klassisches Aus.

    Irgendwas muss in Training ja falsch laufen, das der Hund sich nichts mehr traut. Mit Sicherheit schleicht der Hund nicht mit Absicht lustlos hinter Dir her, warum auch ? Beschäftige Dich doch lieber mit dem Hund und warte nicht ständig darauf das er was falsch macht. Das kann den Hund auch verunsichern.

  • Möglicherweise hat der Hund gar nicht die Möglichkeit gehabt, ein bestimmtes Verhalten mit der Disc-Scheibe zu verknüpfen, weil einfach falsch mit diesem Hilfsmittel umgegangen wurde. Somit zeigt er jetzt durchgängiges Meideverhalten, weil er gar nicht weiß, was wann passiert.

    Man wirft oder klappert nicht einfach mit den Scheiben, wenn einem ein Verhalten des Hundes nicht passt, sondern man baut das vorher trainerisch auf. Wenn man so ein Hilfsmittel anwenden will, was in einigen Situationen, wenn nichts anderes mehr greift, auch Sinn machen kann, dann sollte man das wenigstens richtig machen.

    Meideverhalten müsste also erst mal konditioniert werden, bevor man die Dinger überhaupt anwenden kann. Und das macht man auch nicht selbst, sondern eine fremde Person (im besten Fall ein Trainer, der sich damit auskennt). Nämlich aus genau dem Grund, dass der Hund die Disc-Scheiben nicht mit dem Hundehalter verknüpft und der Halter, derjenige ist, der seinem Hund beisteht und "tröstet".
    Nach der Konditionierung muss der Hund erst mal mindestens 30 Minuten Ruhe bekommen und im besten Fall schlafen, um den Cortisolpegel wieder runter zu fahren und um das Erlebte abzuspeichern und dann geht man direkt in den Konflikt, den man damit lösen will. Und da reicht dann das einmalige Klappern der Scheiben in der Hand, weil der Hund VORHER eine entsprechende Verknüpfung gemacht hat, die dann auf das Verhalten übertragen wird.

    Solche Hilfsmittel gehören in Profihände und sollten auch nur zum Einsatz kommen, wenn nichts anderes mehr greift oder der Hundehalter nicht in der Lage ist, seinen Hund im Verhalten abbrechen zu können.

    Bei so Pipifax-Geschichten wie Kot fressen wäre der richtigere Weg, dem Hund ein Abbruchsignal und eine Alternative beizubringen. Ist halt mit mehr Mühe verbunden, aber dafür passieren dann solche Sachen nicht, dass man durch eine falsche Anwendung eines aversiven Hilfsmittels den Hund derart verunsichert, dass er nur noch Meideverhalten zeigt.

  • mein Hund frisst seit geraumer Zeit immer Kot.

    Was für Kot frisst er, also von welchen Tieren? Möglicherweise hat er einen Mangel - entweder fütterungsbedingt oder aufgrund einer Erkrankung.

  • Hi,
    Kotfressen kommt tatsächlich häufiger bei Mineralstoffmangel vor. Gibst Du dem Hund davon genug??

    Schellen sind nach meiner Meinung ganz großer Mist.

    Eine frühere Trainerin von Sino hat mal damit gearbeitet. Nach dem ersten Mal Werfen war Sino 2 Stunden völlig durch den Wind, hat nur noch beschwichtigt, sich versteckt, und hat uns angesprungen. Er konnte kein einziges Komando mehr. Das war denn der erste richtig große Knacks in der Beziehung zur Trainerin. Für Sino gabs nie wieder einen Schellenwurf, er erschrickt sich noch heute wenn bei anderen Hunden geworfen wird. Gsd weiss er dass es nichts mit ihm zu tun hat.

    Schellen erzeugen ein Meideverhalten. Ein Umlenken auf eine andere Verhaltensweise ist auf jeden Fall besser als so etwas.

    Für mich gehören die Dinger verboten. Vielleicht für die Disko geeignet, wenn der Tanzpartner nicht will.

    LG

    Mikkki

  • Ninma:
    Die Schellen brauche ich damit ich damit werfen könnte, wenn er wieder an den Kot will.
    Warum ich ihm den Kot wieder wegnehme? Ganz einfach weil er nichts fressen soll was auf dem Boden liegt.


    Zitat

    Mit Sicherheit schleicht der Hund nicht mit Absicht lustlos hinter Dir her, warum auch ?


    Weil er hinter mir ungestörter Kot fressen kann als vor oder neben mir, denn ich habe hinten keine Augen.

    @Quinar:
    Da ist er nicht wählerisch. Kot frisst er von jedem Tier.

    Mikkki:
    Davon gehe ich mal aus, dass ein Hund bei guter Ernährung genügend Nährstoffe hat. Die Blutwerte waren ja auch all top.
    Du es gibt Idioten die einen Böller neben meinen Hund werfen, das interessiert den nicht die Bohne. Da wird der Hund sich nicht in die Hose machen, wenn ich Schellen werfe.

  • Er geht nicht mit Absicht hinter dir um Kot zu fressen, sondern ist eingeschüchtert wegen den Schellen. Auch wenn er Böller verträgt, die ja irgendjemand los lässt. DU hast die Schellen und setzt sie ein, er hat das bewusst wahrgenommen und zeigt nun Meideverhalten, bzw Verunsicherung. Wenn man solche Geräte einsetzt, dann mit Bedacht und auch aufgebaut mit einem Trainer. Ansonsten hat man das erreicht, was du nun beschreibst.
    Du kannst das aber wieder umlenken, und das würde ich auf alle Fälle tun. Ich habe das mit dem Kot mit einer aversiven Methode in den Griff bekommen, aber nicht einfach so drauf los. Und vor allem, muss ja auch gelobt werden wenn er den Kot sein lässt. Er weiss ja sonst nicht wieso und weshalb, und um was es dir eigentlich geht.

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